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Ebay Händler - Ausschluß Garantie/Gewährleistung bei Insolvenzverkauf rechtens?

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von uhura, 28.07.08.

  1. uhura

    uhura Carola

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    Hallo,

    darf ein Händler bei einem Insolvenzverkauf von Neuware die Garantie und Gewährlesitung dem Kunden gegenüber ausschließen?

    Weiß das jemand?
     
  2. keen

    keen Boskop

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    Naja, wer soll denn für was garantieren? Das Unternehmen ist schließlich insolvent ;)
     
  3. uhura

    uhura Carola

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  4. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Ja kann er, den Garantie/Gewährleistung gibt der Hersteller und nicht der Händler.
     
  5. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Hm? Sicher bei der Gewährleistung? Hat bei einem Fehler nicht der Händler die Möglichkeit, nachzubessern oder auszutauschen? Mit dem Hersteller hat der Kunde ja überhaupt keinen Vertrag.
    Garantie ist klar, das ist freiwillig.
     
  6. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Auch die Gewährleistung ist vom Hersteller, was denkst du den wer dem Händler die Reparatur bezahlt?

    Meine Familie hat ein VW-Autohaus, da kommt sogar einer von VW und entscheidet was VW bei einem Gewährleistungsfall bezahlt und was der Kunde ev. zu bezahlen hat.
     
  7. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Trotzdem ist mein Vertragspartner der Händler.
    Oder kann ich mit einem kaputten Gerät zu einem x-beliebigen Händler gehen und dort eine Reparatur oder gar eine Wandlung verlangen?
     
  8. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Wie ist das den bei Apple?? Wen dein Mac kaputt geht kannst ja auch zu jedem Apple-Partner gehen auch wenn du "nur" Gewährleistung hast.

    Wenn du ein Produckt kaufst muss jeder Service-Partner dieser Marke das Gerät reparieren.

    Wenn du in München wohnst und etwas kaufst und du ziehst dann nach Hamburg kann keiner erwarten das du wegen einem Gewährleistungsfall wieder nach München fährst.
     
  9. iAngel

    iAngel Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Das Thema kommt ja auch bei AT immer und immer wieder auf, und offenbar herrscht hier immer eine große Unsicherheit. So jedenfalls ist die Aussage falsch.

    Das Gewährleistungsrecht knüpft ausschließlich am Kaufvertrag an. Ein Recht aus Gewährleistung kann daher der Käufer ausschließlich gegenüber dem Verkäufer geltend machen. Der Hersteller bleibt hier ebenso außen vor wie irgendein anderer Verkäufer der gleichen Kaufsache. Einzig beim Kauf einer Sache bei einer "Kette", also bei einem Verkäuferunternehmen, welches mehrere Filialen betreibt, kann man die Gewährleistungsrechte auch in einer anderen Filiale desselben Verkaufsunternehmens geltend machen (das geht aber z. B. schon nicht mehr, wenn es sich bei Franchising um tatsächlich unterschiedliche Verkäufer handelt, die nur unter einer gleichen Marke auftreten).

    Die Garantie besteht - wenn denn ein Garantieversprechen gegeben wird - immer neben und unabhängig vom Gewährleistungsrecht. Die Garantie kann der Hersteller, kann aber auch der Verkäufer geben, das hängt ausschließlich an den jeweiligen Garantiebedingungen.

    Der Käufer hat selbst die freie Wahl, ob er bei etwaigen Mängeln Ansprüche aus der Gewährleistung oder Ansprüche aus der Garantie (so es diese denn gibt) geltend macht. Gerne verweigern Verkäufer ja Gewährleistungsansprüche unter Verweis auf die (meistens vom Hersteller übernommenen) Garantie und wollen sich so selbst schadlos halten (denn selbstverständlich tragen die Verkäufer die Kosten für die Erfüllung der Gewährleistungsansprüche der Käufer). Das ist aber unzulässig; § 443 Abs. 1 BGB regelt ausdrücklich, dass dem Käufer etwaige Garantieansprüche "unbeschadet" der Ansprüche aus dem Gewährleistungsrecht zustehen, d. h. neben und unabhängig von diesen.
     

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