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DU musst für unsere Umwelt kämpfen!

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von buc, 02.01.10.

  1. buc

    buc Rheinischer Krummstiel

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    Hallo zusammen,

    neulich haben wir in der Berufsschule einen Ausschnitt aus dem Film "Eine unbequeme Wahrheit" mit Al Gore gesehen. Da mich der Film so beeindruckt (eigentlich beängstigt) hat, hab ich ihn mir vor ein paar Tagen bestellt und nun angeschaut.

    Ich kann euch den Film nur empfehlen! Schaut ihn euch an! :oops:

    Einen Schritt für eine bessere Umwelt haben wir Apple-User bereits gemacht, wir benutzen Macs! Diese sind sehr umweltfreundlich für die heutige Zeit - das ist schon einmal spitze!

    Dennoch sollte weiterhin Interesse zu diesem Thema bestehen. Ein kleines Beispiel:

    Eine Such-Anfrage bei Google verbraucht genauso viel Strom wie eine Energiesparlampe benötigt, um eine Stunde lang zu leuchten.(Quelle: Spiegel Online)

    Deshalb habe ich nun von Google auf Ecosia gewechselt. Denn jede Websuche schützt kostenlos circa 2 m² Regenwald.

    Seid in eurem Verhalten umweltbewusster, schaut diesen Film an, kauft/baut umweltbewusste Geräte, Autos, Häuser!

    Eure Kinder und Kindeskinder werden es euch danken! Denkt nachhaltig. Denkt FÜR die Umwelt! Denkt FÜR die 6 Milliarden Menschen auf der Erde - und sie werden an EUCH denken!

    Euer,
    buc
     
  2. Maulwurf1990

    Maulwurf1990 deaktivierter Benutzer

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    Ich würde den Titel ein bisschen umschreiben: "DU musst für unsere Umwelt die Menschheit kämpfen".

    Meiner Meinung nach trifft das dann eher den Kern der Sache, denn der Umwelt bzw. der Erde scheint es recht egal zu sein ob auf ihr 10 Grad mehr oder weniger als heute herrschen, denn ansonsten hätte sie nicht mehr als 4,6 Milliarden Jahre überstanden.
    Die Umwelt wird sich immer wieder regenerieren und anpassen, das kann man ja auch an diversen Naturkatastrophen sehen, wo sich die Natur ihren Raum danach wieder zurückerobert hat.

    Das sich die Menschheit mit höheren Temperaturen recht schwer tun wird, da stimme ich dir schon zu. Aber auf der anderen Seite ist es halt die normale Evolution, denn es gab schon sehr viele Arten die ausgestorben sind und es werden auch wieder neue entstehen.
    Der Mensch mag zwar eine besondere Art sein, aber im Grunde ist er trotzdem noch ein Tier, was irgendwann sicher mal aussterben wird ob wir es jetzt wollen oder nicht.
    Ob die Menschheit nun an der (beschleunigten) Klimaerwärmung Schuld ist, mag ich nicht beurteilen. Aber ich meine, selbst wenn es so ist, dann hat sich die Menschheit halt selbst "gerichtet" und sollte auch damit leben.

    Meine Meinung zu deinem hochgelobten Film:
    Es mag schon Sachverhalte geben, die in dem Film stimmen mögen, aber trotzdem ist auch dieser Film nicht wirklich frei von Fehlern.

    Diesen Punkten kann ich eigentlich soweit im Großen und Ganzen zustimmen. Aber man kann das auch weniger aus ökologischer Sichtweise und mehr aus finanzieller Sicht sehen, denn ein Auto/Haus welches weniger Energie verbraucht, verursacht auch weniger Kosten im eigenen Geldbeutel.

    Und ob man jetzt einen Mac-Computer oder einen anderen energieeffizienten Computer kauft ist meiner Meinung nach kein großer Unterschied. Auch wirst DU nicht durch die Benutzung von Ecosia statt Google die Welt/Umwelt/Menschheit (such dir was aus…) retten können…

    Ich wollte so nur mal meine Meinung darlegen wobei ich natürlich deine auch voll respektiere.
    Ich denke außerdem, dass die ganze Diskussion im Grunde eine Diskussion über die Zukunft der Menschheit ist und nicht, ob irgendwo auf der Welt ein Urwald abgeholzt werden soll oder nicht.
    Die Welt wird diese Klimaänderung genauso gut überstehen wie die anderen davor auch schon.

    Deswegen passt dieser Satz eigentlich ganz gut dazu:
     
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  3. Paul_

    Paul_ Niederhelfenschwiler Beeriapfel

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    Das mit Google stimmt nicht, das ist die gesammte Energie, die durch deine Internetnutzung entsteht. Allerdings ist der Verbrauch auf Google.com am höchsten.
     
  4. buc

    buc Rheinischer Krummstiel

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    Das Wort "Umwelt" ist relativ, meinst du mit Umwelt nur die Natur an sich oder auch all ihre Lebewesen - abgesehen vom Menschen?
    Denn die Menschen haben seit ihrer Existenz die Verantwortung für sich und alle Lebewesen übernommen. Und wenn die Menschen - böse gesagt - alles zerstören, dann müssen auch alle anderen Lebewesen auf der Erde darunter leiden. Die Tiere, Insekten und Pflanzen sind wechselseitig von sich abhängig, wenn sich das Klima verändert, verändert sich auch ihre Welt. Die Vögel finden für ihre Neugeborenen keine Würmer, die Eisbären sterben aus, weil sie ertrinken, die Tiere im Wald sterben an der Dürre usw. usf.

    Wir müssen also auch in der Verantwortung der Tiere handeln!

    Selbst wenn dem so wäre, müssen wir dennoch sehen, dass es viele Tatsachen gibt, die nicht zu bestreiten sind. Schau' dir den Film an, schau' dir die Bilder an, selbst wenn einige Daten und Zahlen nicht offiziell bestätigt sein sollten, sagen Bilder mehr als 1000 Worte.

    Das weiß ich auch. ;) Deswegen poste ich hier ja, dass ich euch auch davon überzeugen kann...:)

    ... vielleicht ohne ein einziges Lebewesen - was haben wir dann davon? Das intelligente Wesen Mensch. weg. einfach so ...
     
  5. Nicoindahood

    Nicoindahood Cripps Pink

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    Dann waren wir wohl doch nichtso intelligent ;)
    Sachen wie Flugzeuge, Computer usw. haben wir uns doch nur von der Natur abgeschaut, kein Meisterwerk wie ich finde. Kommt mal ein Problem wie Klimawandel, das keiner vorher gelöst hat, finden wir keine Lösung.
     
  6. GunBound

    GunBound Pohorka

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    Da trifft es dieser Passus doch (fast) sehr gut:
    Die Erde an sich kratzt es nicht, ob der Mensch seinen * an ihr reibt. In spätestens 10 Millionen Jahren sind jegliche Überbleibsel der Menschen verloren (ich spreche von den wirklich längerdauernden – 90 Prozent werden sowieso in der ersten Million verschwinden).
    Dann wäre die Erde 10 Millionen Jahre plus ein paar Zerquetschte älter – macht etwa 4.7001 Milliarden Jahre.

    Was der Menschheit davonläuft ist das aktuelle Ökosystem Erde – das, woran sich die Menschheit klammern muss. Dieses könnte nämlich ohne den Menschen auskommen, aber wir sind von ihm abhängig. Und wir sind seit einiger Zeit dran, dieses negativ zu beeinflussen. Die anthropogenen Änderungen sind zwar erst seit kurzer Zeit sichtbar, doch der Mensch greift nun schon genügend lange ein.

    Beispiele:
    • Alle 20 Minuten stirbt eine Tierart aus, jede Sekunde verschwindet ein fussballfeldgrosses Stück Regenwald.
    • Pro Sekunde werden drei Menschen geboren (➔ reine Geburtenzahl). Macht pro Tag so viele Menschen, wie der Tsunami 2004 Opfer gefordert hat.
      Jeder dieser Menschen braucht natürlich eine angemessene Ernährung – wenn es nach einem europäischen „Standard“ ginge, auch angemessen viel Fleisch.
      Würde Indien so viel Geflügel konsumieren wie die Europäer, so müssten sie das gesamte Getreide der Welt aufkaufen, um ihre Hühner ernähren zu können.
    • Die thermohaline Zirkulation ist bereits abgeschwächt und dürfte nach 2100 wohl ganz zum Stillstand kommen. Was dies für Auswirkungen hat (nicht nur die gigantische Menge CO2, die dabei in die Atmosphäre entweicht), möchte keiner so gerne wahrhaben.
    • Gletscher, arktisches Packeis und der grönländische Eisschild schmelzen bzw. bilden sich nicht mehr stark genug, der Permafrostspiegel steigt markant. Gemeinsam mit den negativen Rückkopplungen (z.B. Permafrost – Methanausstoss und Eis/Wasser – Albedowert) verstärken zudem die Treibhausgase das Abschmelzen der Eismassen – der Meeresspiegel dürfte in den nächsten Jahrzehnten um drei Dezimeter ansteigen. Nicht auszumachen, was dies für die meisten Drittweltländer und ihren küstennahen Siedlungen für Auswirkungen hat.
    • Ein kleiner Lichtblick (bis dato): der antarktische Eisschild blieb stabil. Ein vollständiges Schmelzen davon hätte einen Meeresspiegelanstieg von 66m und ein extremes Ansteigen der Lufttemperatur zur Folge gehabt (ohne die Antarktis hätten wir keine [Zwischen-] Eiszeit). Neuste Untersuchungen zeigen deutlich das Schmelzen der Auflageschicht des Eisschildes auf dem Kontinent…
    • Gleichzeitig liegt ein wahnsinniges Ungeschick im Wissen über die Welt: man kann noch so für den Klimaschutz propagieren – was sich dahinter genau verbirgt, weiss man im Grunde genommen nicht. Beispiele: Eisschilder, Wechselwirkungen, Verwundbarkeit und Anpassungsfähigkeit von Systemen, Schwellenwerte, Mehrfachbelastungen, Anpassungsmassnahmen, …

    Die IPCC sieht einen Rückgang der anthropogenen Einflüsse in das Gesamtsystem Erde vor, so dass sich die einzelnen Ökosysteme auf natürliche Weise den veränderten Bedingungen anpassen können. Hinsichtlich der bekannten Veränderungen in der Zahl und Stärke – und dabei sind diese auch nicht alles des wirklichen Ausmasses – ist diese Forderung geradezu lächerlich. Die Menschheit versteht nicht, dass sie nicht mehr am Trittbrettfahren ist, sondern sich höchstens noch mit dem kleinen Finger an der Stange hält. Insofern ist Al Gores Kritik und Aufrütteln extrem wichtig für die träge Masse der Menschheit (in objektivem Sinn betrachtet).


    Ein wenig störend an Al Gores “An Inconvenient Truth” sind die vielen Einblendungen seiner Kindheit und seines missglückten Wahlkampfes. Bezüglich des Klimawandels ist eine Art Propaganda zwar sehr wünschenswert (da er sowieso alle betrifft), nicht jedoch hinsichtlich Gores Niederlage. Zudem vernachlässigt Gore die Faktoren der Unterentwicklung von 70 Prozent der Menschheit wie Armut.


    Naja, ich bin kein wirklicher Kritiker des Films (bis auf die Einblendungen seiner eigenen Geschichte). Der Klimawandel ist schon zu weit fortgeschritten, auch (oder besser: eben) wenn das ein Grossteil der Menschheit nicht wahrhaben will.

    Gleichzeitig ist es jedoch nach wie vor umso erstrebenswerter, Dinge kritisch zu betrachten. Wer Möbel aus Tropenholz aus Plantagen kauft, tut der Biosphäre in diesem Raum kein Bisschen einen Gefallen (irgendwo müssen diese Plantagen ja sein…). Wenn Apple gross propagiert, sie seien besonders umweltfreundlich (und mit Labels wie „Epeat Gold“ und „Energy Star“ wirbt), dann ist das wie gesagt auch ein wenig Propaganda. Einen angemessen kleinen Fussabdruck bringt kein Unternehmen dieser Grösse hin. Wenn Motorola mit einem „CO2-freien Handy“ wirbt, dann bedeutet dies ganz einfach: „Emissions Trading“ wurde angewandt (bei diesem Stichwort kommt einem sowieso das Kotzen).
    Man könnte noch tausende Beispiele anfügen, aber die Quintessenz sollte doch klar sein.
     
  7. Ashura

    Ashura Hildesheimer Goldrenette

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    Tschuldigung wenn ich mal ein wenig was dagegen sage.

    Energy Star ist genauso wie das CE Zeichen. Wenn du glaubst du erfüllst die Auflagen dann pappst du dir den drauf. Obs stimmt überprüft niemand.

    Apple hat wie lange gebraucht um bestimmte Verbindungen aus Macs raus zu schaffen? LANGE.
    Da hatte der Rest der Wirtschaft das schon ewig und drei Tage nicht mehr.

    Ecosia, mhm, wenn ich mir die Website anschaue, steht da Yahoo und Bing. Heißt das, das jede Anfrage über Ecosia auf beide Suchmaschinen zugreift? Wenn ja, verbrauch ich ja dann zwei Glühlampen, anstatt nur einer mit Google.

    Wenn ich denke, das eh alles zu spät sei, dann kann ich mir auch gleich die Kugel geben. Ich denke, viele Menschen denken so, weshalb das Phänomen der Verdrängung auftritt. Es verdrängen aber auch so genug. Ja.

    Die Welt verändert sich ständig, wenn ich mich richtig erinnere gab es bis 18hundertschlagtmichtot eine kleinere Eiszeit und wir würden nun wieder mal in eine Wärmeperiode eintreten. Ebenso normal ist das verschwinden von Tierarten. Da gibt es so was schönes, nennt sich Evolution, gabs schon vorm Menschen, frag mal die Dinos.

    Der große Unterschied ist heutzutage, das wir es aktiv beobachten und einen Status Quo versuchen zu erhalten. Flora und Fauna hat sich schon immer angepasst, nur der Mensch kann das nicht. er ist ein Abfallprodukt der Natur, unfähig in ihr zu überleben, allerdings mit der Möglcihkeit ausgestattet, sich die Umwelt an zu passen; für einen gewissen Zeitraum.
    Ich sage ausdrücklich nicht, das wir genau so gut dann gleich alles platt machen können. Nein, ich hasse es in einer großen Stadt zu wohnen, ich vermisse den Wald.
    Doch finde ich, sollten wir mehr betrachten, das alles im Fluß ist. Alles; das schließt uns mit ein, wir sind keine außenstehenden Beobachter, wir sind Teil des Flußes. Das ging irgendwann verloren.
    Wenn wir dahin kämen, dann könnten wir auch lernen zu gunsten anderer Wesen zu verzichten.
    Das würde die Natur nicht wieder wie vor 400 Jahren machen, aber es gäbe ihr Zeit, sich an zu passen.
     
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  8. jarod

    jarod Spartan

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    Ich werf mich weg, ich werf mich weg! [​IMG]
     
  9. buc

    buc Rheinischer Krummstiel

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    Möchtest du deinen Kommentar vielleicht genauer erläutern? Dieser Thread lebt nämlich von niveauvollen Aussagen. ;)

    Was ist an der Aussage falsch? Apple benutzt recyclebares Aluminium, die Hardware ist energiesparend. Immerhin etwas. Wenn man gar keinen Computer hat ist man natürlich noch umweltfreundlicher, das ist klar. Aber wir müssen eben auch schauen, dass wir das bestmögliche für die Umwelt herausholen - aus dem heutigen Stand der Technik.

    Natürlich gibt es ebenfalls viele andere Geräte, die energiesparend sind, aber wenn man an die älteren stromfressenden Computer und Gerätschaften denkt, sollte man sich ernsthaft überlegen neue Geräte zu kaufen - btw das schont langfristig gesehen auch den Geldbeutel.

    zu Ashura:
    Ecosia betreibt seine Server mit Strom aus erneuerbaren Energien.

    Gruß,
    buc
     
  10. GunBound

    GunBound Pohorka

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    Marketinggag, mehr nicht.

    Das Thema Strom ist sowieso auch eines für sich und eines der vielen sehr grossen Fragezeichen, welches die Menschheit noch adäquat zu beantworten/lösen hat.
    Es gibt einfach keine „richtige“ Stromquelle – nur solche, die man meiden sollte wie Kohlekraftwerke. Deren Treibhausgasausstoss ist in der Bevölkerung mittlerweile hingehend bekannt. Auch die Atomkraftwerke fristen seit 1986 ein klägliches Dasein (Tschernobyl war aber nota bene ein missglückter Testversuch – hätte man diesen nicht durchgeführt, so wäre das AKW ohne Schaden weitergelaufen, auch wenn die RMBK-Reaktoren von Grund auf falsch konzipiert waren. Das Risiko eines GAUs bei AKW liegt bei etwa eins zu einer Million). Forscher haben zudem errechnet, dass der Treibhausgasausstoss für Kernenergie dem der Kohlekraftwerke ebenbürtig ist (andere streiten dies zwar ab – man sieht: es herrscht zu wenig Wissen).

    Was tut man also? Man setzt auf Alternativenergien.

    Nur *ähem* stellt sich dann die Frage, wie man ein AKW oder zwei Kohlekraftwerke damit decken will (das sind immerhin bis zu und über einem Gigawatt). Ein Windrad liefert, wenn es gross ist, ein paar Dutzend MW. Ok, dann stellen wir einen Windpark auf: auf einer Fläche von dutzenden AKWs produziert das Ding eine Leistung von knapp einem. Macht nichts, setzen wir die Dinger an die Küste ins Meer (wenn wir schon ein Land sind, welches das überhaupt kann). Von den durch diese Räder orientierungslosen Meerestieren und der geschädigten Flora dort reden wir lieber nicht.

    Ähnliches ergibt sich bei der Solarzelle, deren Energie zur Herstellung zwar mittlerweile durch den Stromgewinn ausgeglichen werden kann, aber immer noch sehr hoch ist. Die zu beanspruchende Fläche eines Solarparks ist natürlich auch noch ein Kriterium. Schade, denn die Sonne liefert ein Millionenfaches an Energie als der Gesamtverbrauch der Erde.

    Selbst Wasserkraftwerke sind mittlerweile nicht mehr das Gelbe vom Ei. Man denke an die vielen Schluchten und Täler, die aufgestaut werden, an überrissene Grossprojekte (Drei-Schluchten-Damm in China) und an die *hmmm* vielen Täler, die es auf der Erde gibt. Und selbst da kursieren Gerüchte im Volk, die nicht stimmen, zum Beispiel hier in der Schweiz: die Wasserkraft decke hier 80% des Energieverbrauchs – habe ich auch schon gehört. Nun, erstens sind es gerade einmal knapp 60% des Stromverbrauchs, und zweitens ist hier der Gesamtenergieverbrauch nicht eingerechnet (wir fahren ja nicht alle mit Elektroautos…). Diesen eingerechnet kommt man auf: 16% Wasserkraft, 11% Kernkraft, dann noch etwas eingekaufte Energie – und 50% Erdöl. Na toll.


    Die Energiefrage ist also sehr ungeklärt. Man soll dann eben selbst Energie sparen, hört man. Ok, kaufen wir Kühlschränke mit Energieeffizienz-Kategorie A+ und werfen die alten, funktionstüchtigen weg. Ähnliches geschieht mit Glühbirnen und Energiesparlampen. Wir kaufen einen Mac mit EnergyStar-Label 5, haben ihn aber immer eingeschaltet und benutzen ihn für Dinge, die ein altes iBook locker tun könnte. Unser Mac hat „recyclebares Aluminium“. Wow. Amazing! Je schon darüber nachgedacht, was für Unmengen an Strom für die Gewinnung von Aluminium aus Bauxit aufgeworfen werden muss? Dann für das Schmelzen, in Form Bringen, Schneiden, Fräsen? Und hat sich je schon ein Mackäufer überlegt, wie lange all die gebrauchten Metalle für Computergeräte noch reichen (Lithium, Aluminium, Indium, …)? Maximal 40 Jahre übrigens.
    Wir kaufen einen Plasmafernseher mit „besonders umweltfreundlichem Design“, der eine Bildschirmdiagonale von 50 Zoll und mehr hat.

    Dann ist das Gerät vielleicht kaputt (Himmelhilf, der Spalt zwischen Displaydeckel und Unibody-Gehäuse ist nicht überall gleich ½ mm ±0.001 µm Toleranz!). Kein Problem, man schickt es ein – man ist ja schliesslich berechtigt dazu und hat auch ein Anrecht auf einen perfekt funktionierenden Computer.

    Irgendwann ist dann auch der Mac am Ende seiner Karriere angelangt und landet auf dem Schrottplatz, wo Kinder versuchen, alles Mögliche daraus herauszulösen und dabei die giftigen Quecksilber- und Bromdämpfe der Geräte einatmen (gottlob haben grosse Firmen damit aufgehört. Billigheimer aus dem Aldi werden jedoch weiterhin damit kommen. Geiz ist ja unglaublich Geil, nicht wahr?). Wohin der Rest des Schrottes dann geht, das weiss nur die Tiefsee vor Somalia…
     
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  11. jarod

    jarod Spartan

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    Ach, was hat schon Niveau?
    Aber die große Zahl der Apple Konsumenten als Retter der Umwelt hinzu stellen ist auch weit verfehlt.
    Was nützt dir der schickste und ach so umweltfreundlichste Computer, wenn du weiterhin andere Produkte erwirbst, die bei der Produktion der Umwelt schaden.
    Und woher weißt du, ob bei der Produktion wirklich geltende Umweltstandards eingehalten wurden? Man verweise darauf, das sich die USA immer noch vor einem gültigen Abkommen drücken. Und Apple fertigt ja nicht nur in den USA, sondern auch in vielen asiatischen Ländern.
    Und das wird der Umweltschutz auch nicht grad groß geschrieben.

    Ich finde es ja immer grundsätzlich positiv wenn sich (junge) Menschen für den erhalt der Umwelt einsetzten. Aber dabei muss man auch auf dem Teppich bleiben und den Tatsachen ins Auge schauen.
    Und Mac User sind immer noch Menschen. Und damit weiß Gott nicht die Krönung der Schöpfung ;).
     
  12. buc

    buc Rheinischer Krummstiel

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    Hat niemand behauptet, da wir in einem Appleforum sind, wollte ich das eben ganz beiläufig erwähnen.;)
     
  13. buc

    buc Rheinischer Krummstiel

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    Also GunBound ich muss dir sagen du bist derart über dieses Thema informiert. Das ist ja echt unglaublich. (find ich gut) ;)

    Mit deinen Aussagen hast du natürlich auch recht, irgendwann geht uns auch dieser Rohstoff aus. Und viele Produktions- und Herstellungsprozesse sind auch heutzutage nicht wirklich ideal für die Umwelt, für die Natur.

    Mir ging es in meinem Post darum, die Menschen dazu zu bewegen über das Thema nachzudenken, sich ein stückweit mit der Materie zu befassen und vielleicht einen kleinen Teil zu einem besseren, für uns zukunftsgerechterem Leben beizutragen.
    Dass man heute vielleicht nicht die finanziellen Möglichkeiten hat, sich die neuesten und besten Geräte zu kaufen muss man natürlich auch berücksichtigen.

    Dennoch sollte es einem bewusst sein: Hey, da verändert sich etwas - nicht zu unserem Vorteil - da sollten wir vielleicht etwas tun, vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber dann spätestens übermorgen.

    Gruß,
    buc
     
  14. schnaps

    schnaps Seidenapfel

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  15. paul.mbp

    paul.mbp Holsteiner Cox

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    Welcher der Klimaforscher garantiert denn eine Richtigkeit seiner Berechnungen und Vorhersagen ? Alle berufen sich auf sogenannte Klimamodelle und deren Ergebnisse beruhen auf Annahmen, Beobachtungen und Vorhersagen.

    Genau solche Annahmen, Beobachtungen und Vorhersagen gibt es auch im kleinen Rahmen in Form der Wettervorhersage ;) und deren Zuverlässigkeit für einen Vorhersagezeitraum über 3 Tage hinaus lässt doch sehr zu wünschen übrig.

    Ich zweifle nicht an den objektiv festgestellten Messwerten, aber ich möchte zumindest in Frage stellen ob die Prognosen wirklich in vollem Umfang für bare Münze genommen werden müssen !?

    Oder fragen wir mal anders:

    Als der Westen vom bösen Russen bedroht wurde, bzw. der Osten vom bösen Ami bedroht wurde, da hat man auf beiden Seiten der Mauer tausende Milliarden für eine vollkommen hirnrissige Aufrüstung ausgegeben ohne den kleinen Mann zu fragen. Man hat nur immer wieder gebetsmühelenartig wiederholt wie gross doch die Bedrohung ist, und das es unbedingt notwendig ist sich zu schützen...

    Nun ist es nicht der böse Russe oder der böse Ami der uns bedroht, sondern die Klimaerwärmung. Dies wird uns nun immer und immer wieder vorgebetet. Jedem Glühbirnenkäufer wird ein schlechtes Gewissen eingeredet, doch wo bleiben die wirklich grossen Schritte ? Um Atombomben anzuschaffen wurden Milliarden ausgegeben ohne zu fragen, warum werden jetzt nicht Nägel mit Köpfen gemacht und etwas getan ? Warum investiert keine Regierung z.B. Milliarden in den ThermoSolarpark in der Wüste sondern pumpt Milliarden in Banken die die Finanzkrise ausgelöst haben ?

    Zugegeben, ich werfe hier einiges zusammen... aber ich frage mich eben: wenn es wirklich so schlimm ist wie man uns vorbetet, warum passiert dann nix vergleichbar grosses wie beim Wettrüsten im kalten Krieg oder aktuell beim verpulvern von Milliarden im maroden Finanzsystem ?
     
  16. buc

    buc Rheinischer Krummstiel

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    Das sind überholte Artikel mag ich mal zu behaupten. Der eine ist von 2006 und der andere von 2007. Genau wegen dieser Schlagzeilen hat Apple seine Produkte von der Materialverwendung her verändert.

    [​IMG]
    Siehe hier: http://www.apple.com/de/imac/environment.html
     
  17. GunBound

    GunBound Pohorka

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    Hundertprozentig unterschrieben. Darauf wollte ich eigentlich auch hinaus, auch wenn es nicht so klingen mag.

    Was im Moment fehlt, sind einerseits Wissen über die Systeme dieser Natur (siehe paul.mbps Post) und andererseits das Verständnis der Bevölkerung für die Grundsätze der Systeme und Massnahmen zum Entgegenwirken.
     
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  18. AppleWorm²

    AppleWorm² Freiherr von Berlepsch

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    Das Zauberwort nennt sich Fusionskraftwerk. Leider nochnicht ganz ausgereift jedoch Technik die man verfolgen sollte. Zwar besteht auch hier ein Risiko wie durch einen GAU jedoch müssen die Menschen damit Leben das die Gefahr besteht.

    Jeder Mensch will Strom, der billig sein soll, aber keiner will Atomkraftwerke oder irgendwann die Fusionskraftwerke weil ein GAU eintreten könnte, jedoch woher der billige Strom? Aus Wndparks, oder Wasserkraftwerken, oder Gezeitenkraftwerken oder was auch immer, da kommt derzeit kein Billiger strom her.

    Das Theme Umwelt und Energie der Zukunft ist sowieso so groß das es hier oder woanders eine Musterlösung dafür geben könnte, in dem Thema hängt zuviel mit drinnen und zuviel dran als das es dafür eine gäbe;)
     
  19. GunBound

    GunBound Pohorka

    Dabei seit:
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    Ganz recht. Fusionskraftwerke haben zudem den Vorteil, dass das entstehende Abfallprodukt eine lächerlich kleine Halbwertszeit hat verglichen mit ausgedienten Uran-Brennstäben.
    Aber eben – wie man die entstehenden 10000℃ unter Kontrolle halten will (und dies dabei auf ein kommerzielles Preisniveau drücken soll), steht noch in den Sternen.
    Und zwar ganz einfach, weil momentan einzig Kohle-, Gas-Kombi- und Atomkraftwerke eine derart hohe Leistungsausbeute pro Raum und Material besitzen.

    Die Leute wollen immer alles, was unmöglich ist: endlos Wein trinken ohne Fettlebergefahr, Weltraumflüge bis nirgendwohin, Fünf-Sterne-Essen ohne Wartezeit, realistisch-immersive Ballerspiele, gefahrlos fliegen, endlos Strom verbrauchen. Kompromisse werden bedingt zwar eingegangen (wenn man die kompromisslose Variante nicht kennt), doch selbst dies kann man zu seinen Gunsten ausnutzen:

    Man gilt als umweltfreundlich, weil man Bio-Gurken aus ägyptischen Treibhäusern zu Fuss holt anstatt gewöhnliche aus der Umgebung auf irgendeinem Verkehrsweg. Man wird als menschenfreundlich aufgefasst, weil man mit einem Mac („Designed by Apple in California“) die Schwellenlandbevölkerung („Assembled in China“) unterstützt, gleichzeitig Fussbälle, entstanden durch Kinderarbeit in Taiwan, kauft. Man gilt als tierfreundlich, weil auf der soeben ergatterten Pelzjacke nichts von Polarfüchsen, in den Sushi-Rollen nichts von Wildfang („Überfischung“ – Himmel hilf!) oder Zucht („Antibiotika“ – Herrgott!) steht. Und wenn man nicht kompromissbereit sein will, dann ist man eben ökonomisch und lässt beispielsweise aus Kostengründen die Schlagsahne im Ausland herstellen – für den Qualitätsglauben steht dann auf dem Bläser, dass immerhin die Sahne aus dem Inland kommt.
    Ich merke, dass ich gerade etwas abgedriftet bin. Ich bin natürlich deiner Meinung, wie du hoffentlich gemerkt hast.
     
  20. AppleWorm²

    AppleWorm² Freiherr von Berlepsch

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    Natürlich habe ich dies gemerkt, und mit dem was du sagst da stimme ich dir vollkommen zu;)
     

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