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DPP vs. Aperture vs. DxO v.5

Dieses Thema im Forum "Photocafé" wurde erstellt von j@n, 23.11.09.

  1. j@n

    j@n Eierleder-Apfel

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    Hallo Fotografen & Knipser,

    ich nutze seit längerer Zeit Aperture als (fast) ausschließliches Workflow-Programm. Ich erledige darin alles vom Import der Bilder bis zur Ausgabe für Web&Print. Allerdings war (und bin) ich nicht gewillt, Unsummen für Plugins auszugeben, die mir eine adäquate Entrauschung und Verzeichnungskorrektur bieten. Daher bin ich unzufrieden mit Aperture.

    Die weitere Suche hatte ergeben, dass DxO etwas für mich sein könnte. Naiv wie ich bin, habe ich mir nach kurzer Testphase das Programm in v.5 gekauft. Wenig später fiel mir auf, wie lahm das Programm die Bilder lädt und dass es ewig braucht, um die einfachsten Korrekturen durchzuführen. Noch dazu ist es einfach kein Verwaltungstool - nicht, dass ich zur Zeit einen Sinn in der Verschlagwortung sähe, aber es fehlt einfach an allen Ecken und Enden.
    Das hat dazu geführt, dass ich einige Zeit meine RAWs über Nacht durch DxO (Standardeinstellungen) gejagt habe, um dann die Tiffs in Aperture weiter zu verarbeiten. Abgesehen von der unendlichen Speicherplatzverschwendung hat mich das aber auch nicht glücklich gemacht. Im Gegenteil.

    Nun bin ich vor einigen Tagen über Canons DigitalPhotoProfessional gestolpert, welches ich nach kurzem Ansehen (bei der Erstinstallation der Kamerasoftware) wieder verworfen hatte. Ich habe mir einen Sack voll Videotutorials auf Canons Webseite angesehen und hatte den Eindruck, hey, zumindest in punkto Schnelligkeit ist das genau, was ich gesucht habe.

    Heute hab ich nun ein Set Bilder damit bearbeitet und bin maßlos enttäuscht. DPP ist unglaublich unflexibel - dafür sind meine Bilder „out of cam“ längst nicht perfekt genug.
    Beispielsweise das Horizont begradigen - Fehlanzeige.
    Was mich aber am meisten enttäuschte, war das Bildausschnitt-Werkzeug. Ladezeiten von bis zu 30 Sekunden auf meinem MacBook C2D 2,0 GHz (3GB RAM) bis zur Anzeige einer RAW-Datei. Und vorher lässt sich kein Bildbeschnitt durchführen. Woran liegt das?

    Meine letztendliche Frage: welches Tool nutzt ihr? Was könnt ihr empfehlen? Gibt es tatsächlich Menschen, die DPP (als nachweislich besten RAW-Konverter für Canon) UND Aperture verwenden? Wie integriert ihr das in euren Workflow?

    Danke für's Lesen!
    Grüße
    Jan
     
  2. sth

    sth Golden Delicious

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    Lightroom wäre evtl. noch eine Alternative. Dürfte derzeit das verbreitetste Programm in der Richtung sein.

    Ich selbst benutze derzeit auch noch Aperture. Im Grunde bin ich zufrieden, nur finde ich ebenfalls die Entwicklungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten etwas beschränkt im Vergleich zu dem was andere Programme mittlerweile bieten. Mir fehlen Dinge wie Kurvenbearbeitung, Fotofilter (Warmfilter, Gradfilter, etc.) und erweiterte RAW-Entwicklung (Entzerrung, CA-Korrektur). Mit der Geschwindigkeit und Qualität der vorhandenen Effekte bin ich bisher absolut zufrieden, daher würde ich nur ungern von Aperture weg. Zumal ich mich einfach nicht mit der Lightroom-GUI anfreunden kann (mit jedem größeren Release probiere ich's auf's neue aus aber es konnte mich bisher einfach nicht überzeugen).

    Mal warten was Aperture 3 so bringt. Soll ja angeblich nicht mehr lange dauern.
     
  3. goelzer

    goelzer Weigelts Zinszahler (Rotfranch)

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    Hätte dir jetzt auch Lightroom empfohlen!
     
  4. j@n

    j@n Eierleder-Apfel

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    Danke für Eure Antworten. Leider bin ich mit der Beta von Lightroom 3 absolut nicht warm geworden. Das Interface spricht mich nicht an, ist mir viel zu überladen.
    Abgesehen davon habe ich bereits hunderte von Euro für die (vorhandene) Software ausgegeben und denke, mit einem der von mir genannten Programme sollten die von mir gewünschten Aufgaben doch auf einem Rechner wie meinem in angemessener Zeit zu erledigen sein. Oder nicht?
     
  5. sth

    sth Golden Delicious

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    Wenn man mal "querliest" durch die Foto-Foren lässt es sich derzeit wohl so zusammenfassen:

    - Lightroom: Bestes Editing
    - Aperture: Beste Verwaltung
    - DxO: Beste RAW-Conversion

    Wirklich schlecht ist keines der Programme, aber jedes hat andere Schwerpunkte.
    DxO und Lightroom gibt's auch auf Windows, was einen Systemwechsel vereinfacht. Aperture ist dagegen (meiner Meinung nach) verdammt schnell.

    DPP benutzen wohl auch einige Canon-User. Hat den Vorteil das alle Features der Kamera unterstützt werden (z.B. Picture Styles), was bei den anderen Programmen nicht der Fall ist. Dafür ist das Programm allerdings langsam, und die GUI und der Workflow vorsteinzeitlich (von Aperture/Lightroom nach DPP fühlt sich an wie ein Zeitsprung zurück in die 90er).


    j@n: Dann bleibt wohl nur warten bis Aperture 3 und Lightroom 3 draußen sind. Dann halt nochmal vergleichen und dann entscheiden. Andere Alternativen gibt es im Moment nicht.
    Ich behelfe mir in Aperture halt mit Photoshop, was sich ja ganz gut integrieren lässt. Aber es ist halt mühselig.
    Kannst du eigentlich DxO als externen Editor in Aperture integrieren?
     
    #5 sth, 26.11.09
    Zuletzt bearbeitet: 26.11.09
  6. henryold

    henryold Gloster

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    hi
    bin nur ein knipser ;)
    bearbeite meine fotos mit photoschop und das seit jahren, aber wie gesagt kein profi oder so.

    da ist photoschop 1a ;)
     
  7. j@n

    j@n Eierleder-Apfel

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    Danke, aber Photoshop (ohne 'c' ;)) ist keine Workflow-Lösung - alles manuell, alles individuell.
    Meinetwegen könntest Du mir jetzt auch nachweisen, dass man Bilder importieren und in einer Ordnerstruktur auch irgendwie mit PS hinmurksen kann, aber es ist nicht dafür gemacht.:innocent:

    Im Moment benutze ich Aperture für die meisten Aufgaben. Import, sortieren in Ordnerstruktur, bewerten&löschen - geht damit alles sehr gut.
    Bilder, die ich dann zum bestmöglichen Resultat bearbeiten will, wandern durch DxO (v. 5) und als temporäres TIFF zu Photoshop (CS3).
    Am Ende wird als JPEG gespeichert/veröffentlicht/gedruckt, das TIFF kommt (nach einiger Zeit) weg. Über eine dauerhafte Archivierungslösung für die RAWs mache ich mir noch Gedanken …

    … und derweil warte ich auf DxO v. 6 für Mac und auf Weihnachten (Festplatten?:innocent:)!

    Ich würde mich weiterhin über Eure Tipps, Anmerkungen etc. freuen.:)
     
  8. WDZaphod

    WDZaphod Prinzenapfel

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    Es bringt Dir als Canonier zwar wenig, aber vielleicht sagt Dir die Sache ja vom Workflow her zu. Ich mache Bilder ausschließlich in RAW.
    Die Bilder werden zuerst in Nikon View (schneller RAW-Betrachter mit Tagging-Funktion) betrachtet, und bekommen dann Nummern. Ich verwende:
    1 = unbrauchbar
    3= könnte mit Aufwand noch was werden
    4= gut, soll bearbeitet werden

    Dann den Ordner mit Capture NX2 geöffnet, und via Filter nur die Kathegorie "4" anzeigen lassen. Wenn eins bearbeitet wird, wird es wieder als RAW gespeichert, und mit "8" getagged. Bedeutet also: Bild ist fertig.
    Wenn ich dann eine Ladung fertig habe, wird der Filter auf "8" gestellt, alles markiert und als JPG max. Qualität (100%) gespeichert. Ist das fertig, bekommen die Bilder die Markierung "9".
    Die JPGs werden dann in iPhoto geschoben, und die guten ggf. von dort in niedrigerer Auflösung exportiert und ins Web gestellt.
    Wenn ich dann mal wirder Zeit zum bearbeiten habe, wird der Filter wieder auf "4" gestellt, und weitergemacht. Ich sehe dann mit dem Filter nur die unbearbeiteten. Wenn keine 4er mehr da sind, dann schaue ich mir die 3er an, und versuche damit noch was zu machen. Jedes mal wenn eins fertig ist, bekommt es dann die "8", und nach dem JPG-Export die "9".
    Auf die Art weiß ich immer, welche Bilder bearbeitet sind, und welche nicht - außerdem auch welches ich schon als JPG in iPhoto habe.
    Ist die Bilderserie dann fertig, lösche ich alle Bilder, die keinen Tag oder "1" haben. So ein D700-RAW hat 17MB, da sammelt sich sonst einfach zu viel. Hab mittlerweile 45GB an RAWs, da sollte auch mal was passieren. Muß mal ausmisten...
     
    j@n gefällt das.
  9. Macholino

    Macholino Adams Parmäne

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    Ich habe gar nicht mehr die Zeit, jedes meiner nur als Raw geschossenes Bild zu sichten und zu bearbeiten, daher habe ich mir die Arbeit vereinfacht:
    Import mit Nikon Transfer (Umbennenung in JJJJMMTT_Dateiname), anschließend vollständiger Durchlauf in DxO und Export als 100%-JPG. Die jpgs und die Raw-Fotos wandern in Lightroom, Ordnerstruktur nach Jahr/Monat/Tag und gleich Zuordnung in Sammlungen.
    Die Raw-Bilder aus der dafür erstellten LR-Sammlung werden alle drei Monate extern gesichert.

    In den Sammlungen liegen jpg und Raw nebeneinander, so kann ich bei Gelegenheit (wenn mal eine da ist), ein Raw-Foto genauer bearbeiten, entweder mit Lightroom oder Nikon Capture NX2.
     

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