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Die neue Rechtschreibung und das scharfe S

Jup... Schlechtes Beispiel. :D

Wobei mir ein vergleichbares gutes Beispiel gar nicht einfallen würde.
 
Beispiel: In der Schweiz stellt sich das Problem gar nicht erst. Wir haben>>ß nicht. ;)
 
Ok, war wohl in der Tat ein schlechtes Beispiel. Beim "daß" bleibe ich aber dennoch.
 
... dadurch wird die Schreibweise einfacher und logischer, ...

Das mag sein. Aber es ist nunmal so, dass die Entwicklung und Veränderung einer Sprache nur bedingt den Gesetzen der Logik folgt. Das macht ihre jeweilige Eigenart aus. Und der Sprache ist nicht damit gedient, dass ihr die hölzerne Logik einer Kultusbürokratie aufgezwungen wird. Sie muss sich entwickeln dürfen, und die Ergebnisse dieser Entwicklung können dann in amtliche Regelwerke aufgenommen werden. Alles Andere ist Krampf, den man inzwischen als Lesender täglich erleben muss.

Und ob die deutsche Sprache dadurch einfacher erlernbar sein kann, ist mir zumindest egal. Für mich wird schließlich eine Fremdsprache auch nicht unter diesem Aspekt vereinfacht. Werfe ich mal ganz unsachlich ein. Da kommt mir zum Beispiel "Nachlasssache" in den Sinn, ich würde mir als Lernender die Augen reiben.
 
@ Jens: Ich behaupte nicht, dass die jetzige Schreibweise komplett logisch ist und es keine Ausnahmen gäbe. Aber logischer (wie du schreibst) als vorher ist sie meiner Meinung nach sehr wohl.

@ keine Ahnung: Ich könnte deinen Beitrag kopieren, aber so ca. 180 Grad in die andere Richtung. Demnach haben wir wohl einfach komplett verschiedene Standpunkte, was das anbelangt.
 
Nun muss ich nochmals nachfragen. Wir haben hier Deutsch in drei Ländern. Deutschaln, Österreich und der Schweiz. Ist das ß in Österreich in der Schriftsprache eingebunden wie in Deutschland oder nicht. In der Schweiz ist es das nicht.
 
Ja, in Österreich gelten dieselben Regelungen wie in Deutschland. Die Schweiz macht ihr eigenes Ding. *g*
 
Wir hatten schon vor der neuen Rechtschreibung das ß nicht. hat also mit der Einführung derselben nichts zu tun. Jep wir sind anders und das ist auch gut so. ^^
 
Die Deutschschweizer können – schriftlich! – tatsächlich nicht zwischen „Maße“ und „Masse“ unterscheiden, die Armen.

Ich fordere ja nicht nur vehement ein reges ß-Leben, sondern wünschte mir am liebsten auch viel mehr Verwendung von Diakritika und Ligaturen… aber das nur ganz nebenbei.
 
Sicher können wir Masse und Masse unterscheiden. Nur nicht grammatikalisch. das ß hatten wir nie. Nicht mal vor 50 Jahren wo einige Tageszeitungen noch in der gothischen Schrift gedruckt wurden. Im Übrigen unterscheidet sich die deutsche Sprache nicht nur durch das bei uns nicht vorhandene ß, sondern auch in Ausdrücken die euch nicht geläufig sind.

Beispiel: Das was ihr Rote Beete nennt, sind bei und Randen.
 
Ich schreibe seit der Rechtschreibreform kein Wort mehr mit Eszett. Das Leben macht so viel mehr Spaß.
Vielleicht komme ich noch zu dem Schluß mir ein Schloß an einem Fluß zu kaufen.
Dann kann ich zu Fuß zum Fluß - welch ein Genuß. Und nu is Schluß. :-*
 
Die Dialekte unterscheiden sich auch bei uns. Aber Rote Beete kennt hier keiner. Gäbe noch ein paar Beispiele.
 
Wenn wir schon beim OT sind: Was sind denn Paradeiser? 8-)
 
Doch, raven, Ihr hattet auch das Esszett, bis 1906 mindestens.

Mundartliche Unterschiede (gerade im Bereich von Nahrung, Berufen und Werkzeugen) sind völlig normal – man betrachte nur einmal einen beliebigen Sprachatlas; Schreibweisen ergeben sich daraus selten…

Die obige konsequente Verweigerung unserer Rothaut aber muß ich einfach geißeln: ßo gehtß nicht weiter, ßedCalouß!