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Der Weg zum verifizierten Twitter-Account

Michael Reimann

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Vielleicht ist es Einigen schon mal aufgefallen: Einige Twitter-Accounts haben einen kleines blaues Symbol hinter ihrem Twitter-Namen. Damit wird signalisiert, dass es sich um die Person oder Firma handelt, die dort angezeigt wird und nicht etwa einen Fake. Bisher konnte man als Twitter-Nutzer nur abwarten, ob man "veryfied" wird. Ab sofort kann man einen solchen Haken beantragen. Einen Haken hat die Sache aber immer noch.

Wer Wert darauf legt, im Netz als etwas Besonderes wahrgenommen zu werden und außerdem seine Echtheit, bzw. Authentizität darstellen will, wird sich über eine Verifikation seines Twitter-Accounts sicher freuen. Zu den bisher ca. 187.000 verifizierten Accounts gehören vor allem Politiker, Sportler, Schauspieler und Medienschaffende. Außerdem Radio- und Fernsehsender sowie große Firmen.

Bisher konnte man als Twitter-Nutzer nicht viel tun, damit man den Haken hinter seinen Twitter-Namen bekommt. Auf den Seiten von Twitter hieß es sinngemäß: "Sollte man zu der Gruppe von Personen gehören (Politiker, Sportler, Schauspieler und Journalisten), kann man mit einer Verifikation rechnen, sollte sich aber gedulden. Weil Twitter sich durch den Berg der User "wühlen" würde. Einen Antrag auf Verifikation gibt es nicht". Die Anzahl der Follower sei dabei nicht relevant.

Nach welchen Kriterien Twitter bis dato vorgegangen ist, blieb aber dennoch im Dunkeln.

Dies ist nun seit dem 19. Juli anders. Man kann nun aktiv eine Verifikation des Twitter-Profils beantragen, wie Twitter selber in einer Pressemitteilung darstellt. Damit bekommt man zwar immer noch keine Sicherheit, dass Twitter dies auch tut, aber immerhin das Gefühl etwas dafür getan zu haben.

Einen Haken hat die Sache aber immer noch. Damit Twitter überhaupt einen Antrag auf Verifizierung zulässt, muss das Twitter-Konto ein paar Voraussetzungen erfüllen:

  • Eine verifizierte Telefonummer
  • Eine bestätigte E-Mail-Adresse
  • Eine Biografie
  • Ein Profilfoto
  • Ein Geburtsdatum
  • Eine Webseite
  • Tweets müssen öffentlich zu sehen sein
Im Formular selber müssen dann noch drei Webseiten angegeben werden, aus denen weiter hervorgeht, dass die Person "echt" ist. Außerdem werden hauptsächlich Accounts von Menschen aus: Musik, Film, Mode, Regierung, Politik, Religion, Journalismus, Medien, Sport, Wirtschaft und anderen wichtigen Bereichen genehmigt, wie Twitter den Prozess selber nennt.

Wie lange das Verfahren bis zum Blau hinterlegten Haken nach Antragsstellung dauert, gibt Twitter allerdings nicht an. Nach Absenden erhält man nur den Hinweis, dass man in jedem Fall eine Mail erhalten wird.

Ist der Account erst mal mit dem kleinen blauen Symbol ausgestattet, hat man ein paar neue Funktionen. Beispielsweise kann man bei den Benachrichtigungen wählen, welche noch angezeigt werden sollen. Zum Beispiel nur noch Erwähnungen von anderen mit verifizierten Accounts.

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Das mit dem Geburtsdatum sehe ich aus Datenschutz Gründen kritisch. Wird das Datum denn auch öffentlich einsehbar sein oder sieht es "nur" Twitter?
 
Das mit dem Geburtsdatum sehe ich aus Datenschutz Gründen kritisch. Wird das Datum denn auch öffentlich einsehbar sein oder sieht es "nur" Twitter?

Ich meine, es ist öffentlich sichtbar. Es ist aber eine eigene Entscheidung, das Geburtsdatum anzugeben. Wird niemand dazu gezwungen. Und wer einen verifizierten Account haben will, muss wohl oder über damit leben. ;)
 
Wirst Du das denn machen? Wie gesagt, da stehe ich sehr skeptisch gegenüber.
Der Witz an einem verifizierten Account ist ja, dass er nicht anonym ist, sondern das Häkchen zeigen soll, dass es sich wirklich um die Person handelt die da im Profil steht. Wer anonym als SniperXX3000 mit Pokémon als Profilbild unterwegs sein will ist da vollkommen falsch an der Stelle. Verifiziere Accounts sind für Leute gedacht die eine gewisse Bekanntheit haben und mit dem Haken zeigen möchten, dass es sich nicht um einen Fake-Account handelt.

Von daher ist das mit dem Datenschutz so eine Sache. Niemand ist verpflichtet sich so einen blauen Haken zu holen (und wer nicht zumindest ein bisschen bekannt ist bekommt eh keinen). Und wer das will, der muss halt auch mit persönlichen Daten rausrücken, sonst kann halt kaum sicher gestellt werden, dass der Haken auch das aussagt was er aussagen soll.
 
Das verstehe ich vollkommen, aber mein Geburtsdatum im Internet frei für wirklich jeden lesbar zu posten, ist nicht meine Welt. Von daher ja die Frage in #2. Der verifizierte Account bei Twitter wird für mich also nicht erreichbar sein.

Ich hatte z.B. heute bei den örtlichen Stadtwerken angerufen und um Aufstockung der monatlichen Vorauszahlung gebeten. Was hat die gute Frau gemacht - anders ist es am Telefon auch nicht möglich - sie hat mich nach Geburtsdatum und Anschrift gefragt zur Authentifizierung.

Das ist also sehr heikel, wenn jeder mein Geb. Datum kennt.

Wie @Michael Reimann schon schrieb,
Es ist aber eine eigene Entscheidung

von daher, alles gut. ;-)
 
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Reaktionen: FlyingDucman
Das Geburtsdatum ist jetzt kein furchtbar kritisches Ding. Von fast allen bekannten Persönlichkeiten ist das Geburtsdatum meist nicht schwer herauszufinden. Und der Haken ist ja genau für solche Personen gedacht (und für Leute die sich dafür halten).

Ohne selbst ein Interesse daran zu haben in der Öffentlichkeit zu stehen gibt es keinen Grund sich so einen Haken zu holen. Abgesehen von "weil es cool ist".
 
Es ist trotzdem nichts was bei bekannten Personen in der Regel geheim ist. Und sobald es ein öffentliches Interesse an einer Person gibt darfst du das Geburtsdatum auch in der Zeitung abdrucken oder im TV ausstrahlen, ohne damit in Datenschutzprobleme zu laufen.
 
Ich bin aber nicht bekannt, und das ist gut so ;-)