• Das kreative Thema des Monats Oktober wird vor allem diejenigen unter Euch besonders ansprechen, denen Do-it-yourself quasi im Blut liegt. Zeigt uns Eure Improvisationskünste oder fotografiert, was andere Leute sich so im Alltag zusammengestrickt haben. --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

2cahllie

Thurgauer Weinapfel
Registriert
08.12.09
Beiträge
1.006
Guten Abend,

war vorgestern in der neuen Tolkien Verfilmung "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise". Ich war sehr enttäuscht. Von der Handlung her, kann man natürlich nichts sagen. Wer den Hobbit gelesen hat, weis was auf einen zukommt. Auch wurde die Handlung meiner Meinung nach gut auf der Leinwand eingefangen.

Jedoch war ich entsetzt über die Bildqualität. Scheinbar war ich in einem Kino, welches die 48 Bilder pro Sekunde nicht zeigen konnte. Der ganze Film war teils unschaf bzw. auch ohne 3D Brille scharf. Ich war schon sehr oft in dem Kino und war eigentlich von der guten Bildqualität überzeugt. Dachte zuerst, dass ich etwas mit den Augen habe. Aber alle, mit denen ich im Kino war haben das Bild als unscharf empfunden.

Wie waren eure Erfahrungen? War das Bild bei euch scharf?
 
Ist das nicht gewollt "weichgezeichnet" und wird als "Hyperrealität" von Peter Jackson bezeichnet?!
 
hm gut möglich das nicht alle Kinos mit der 48 Bilder/sec nicht klarkommen.
Ich hab den Film leider noch nicht gesehen, hoffe aber das das nächste Woche klappt und ich hoffe das das Kino in das ich gehe auch mit der neuen Technik klarkommt.
 
Ich hab das so verstanden, dass durch die 48 Bilder das Bild extrem schwarz und ruckelfrei sein soll. Aber es war nicht scharf es war richtig verwaschen.
Irgendwo hab ich gelesen, dass ca. 110 Kinos in Deutschland auf die neue Technik umgerüstet haben. Wie kann es aber sein, dass der Film in den anderen Kinos dann nicht richtig läuft. Avatar war auch nur in 24Bilder pro Sekunde, aber gestochen scharf. (Im selben Kino gesehen)
Normalerweise müssten dann zwei Versionen des Films existieren, damit der Film in allen Kinos vernünftig läuft. Kann wohl keine Schwierigkeit sein das Rohmaterial auf 24 Bilder runter zu rechnen.
 
Die Framerate hat doch nichts mit der Schärfe zu tun?
 
Na klar hat sie das. Höhere Framerate bedeutet kleinere Belichtungszeit pro Frame. Ergo, weniger Bewegungsunschärfe.
 
Unser Kino bietet 3 Versionen an: 2D, 3D und HFR 3D. Ich war gestern in der normalen 3D-Version und fand nichts unscharf. Ich kenne mich mit dem HFR 3D nicht aus, habe aber im Vorfeld etwas vom Soap-Opera-Effekt gelesen, vielleicht lag es ja daran? Oder mit deinem Kino ist wirklich was nicht in Ordnung.
Ich glaube jedoch nicht, dass sie eine Version zeigen, die sie nicht zeigen können (d.h. die 48-Bilder-Version wenn sie die Technik nicht haben) und in dem Fall auf eine andere Version ausweichen. Oder vielleicht doch falsche Version gezeigt?
 
Vielleicht hätte in deinem Kino mal jemand den Fokus des Projektors einstellen sollen.
 
Also ich habe die 3D + HFR- Variante gewählt & ich war visuell überwältigt. Es kam mir vor, als würde es der erste Film sein, der mit einem vernünftigen Bild in die Kinos kommt. Aus lauter Staunen kam ich gar nicht mehr raus. Der selbe Effekt wie beim ersten Retina Display. Einmal gesehen, jetzt will ich nichts anderes mehr !
 
Mir hat der Film sehr gut gefallen, auch wenn er an Herr der Ringe nicht rankommt. HFR hat mir extrem getaugt, ich hoffe das wird bald zum Standard. Sehe das als nächsten großen Sprung nach HD, der die Bildqualität enorm verbessert. Die Bilder waren einfach wahnsinnig schön!

@ 2cahllie: Vielleicht gab es in deinem Kino einfach ein Problem? Die Non-HFR-Version sollte doch eigentlich wie ein "normaler" Film aussehen?!
 
Der Film an sich hat mir gut gefallen, wenn er auch einige Längen hat. Irgendwie musste man das Buch ja auf 3 Filme bringen.
Wir haben aber auch festgestellt, dass wir die folgenden Teile auf jeden Fall wieder in 2D anschauen werden.
Die HFR-Technik hat für mich wirklich den Effekt, dass der Film aussieht, wie eine Doku im Fernsehen. Das Kinofeeling geht für mich absolut verloren. Auch gerade in den Totalen (besonders Landschaftsaufnahmen) gefällt mir das überhaupt nicht. Jemand hat das hier "Soap-Opera-Effekt" genannt, ich finde diesen Begriff recht zutreffend.
Insgesamt entsteht bei mir der Eindruck, dass der Film eine Demonstration dafür sein soll, was heute technisch machbar ist. Deshalb wurden einige Szenen vermutlich auch so lang.
Wir gingen also mit durchaus gemischten Gefühlen aus dem Kino. Inhaltlich für die Länge des Films zu dünn, technisch alles gezeigt, was heute machbar ist (mit für uns zweifelhaftem Effekt). Alles in allem kommt er deutlich nicht an die HdR-Filme heran und 3D (und schon gar nicht mit HFR) muss ich nicht haben.
 
Dann siehts wohl so aus, alsob wirklich was am Kino nicht gestimmt hat.
 
Jemand hat das hier "Soap-Opera-Effekt" genannt, ich finde diesen Begriff recht zutreffend.
Das ist mittlerweile auch mehr oder weniger die offizielle Bezeichnung dafür. Es sieht halt aus wie mit einer "billigen" Digitalkamera gefilmt. Das hat nichts mit dem Kino zu tun, daheim tritt es ja auch auf, sondern das bringt die Technik einfach mit sich. Das war schon vor Ewigkeiten so, als ich das erste Material mit HFR gesehen habe, genauso wie vor zig Monaten als ich das erste Material von The Hobbit gesehen habe und hat sich auch bisher nicht geändert (wie auch?).

HFR wird wieder verschwinden. Aktuell ist das etwas für Leute die daheim am Fernseher die ganzen digitalen "Verschlimmbesserer" aktiviert haben und glauben das würde gut aussehen. Es sieht einfach künstlich, digital, nachbearbeitet aus und hat mit Film nichts mehr zu tun.

Douglas Trumbull verfeinert aktuell sein System um mit 120fps zu shooten, dadurch die Bewegungsunschärfe zu verringern und das Ergebnis dann zurück in 24fps zu konvertieren (http://www.youtube.com/watch?v=NkWLZy7gbLg). Da hätte man den Vorteil von weniger Bewegungsunschärfe ohne diesen hässlichen digitalen Look von The Hobbit.
 
HFR wird wieder verschwinden.
Das bezweifle ich aber ganz stark.

Klar, dass jetzt wieder ein paar Leute drüber schimpfen. War ja bei 3D, HD, Digital und vermutlich Farbfilmen und "Laut"filmen auch nicht anders. Am besten wir gucken wieder schwarz/weiß und stumm...
 
Ich hätt' nichts gegen 'ne Rückkehr zur guten alten Filmrolle. Die meisten Filme sind mittlerweile anscheinend so mies, dass sie 3D & HFR brauchen um die Leute ins Kino zu locken. Ist ähnlich wie bei den Videospielen - Grafik wird immer besser, die Spiele an sich immer schlechter, auch wenn's ausnahmen gibt.
 
  • Like
Reaktionen: Guy.brush
War ja klar, dass das Argument kommt. ;)
Schlechte Filme werden auf Filmrolle auch nicht besser, genauso wie schlechte Filme durch 3D&HFR&Co nicht besser werden oder gute Filme durch diese Technologien schlechter.
 
Eben, die Filme werden dadurch nicht besser. Und wirklich gute Filme haben solche Spielereien doch gar nicht nötig.
 
Natürlich profitieren gute Filme auch von einer stimmigen und guten visuellen Umsetzung. Und das schließt nunmal ggfs. HFR und 3D auch mit ein.
 
Natürlich profitieren gute Filme auch von einer stimmigen und guten visuellen Umsetzung.

Klar, genau meine Meinung. Und viele Filme schaffen eben genau das ohne 3D & HFR. Wie viele wirklich gute Filme in 3D gab's denn? Mir fällt keiner ein… ( Hugo Cabret hab ich leider nicht gesehen; auch das ist dem 3D zuzuschreiben ;-) )
 
Das bezweifle ich aber ganz stark.

Klar, dass jetzt wieder ein paar Leute drüber schimpfen. War ja bei 3D, HD, Digital und vermutlich Farbfilmen und "Laut"filmen auch nicht anders. Am besten wir gucken wieder schwarz/weiß und stumm...

War ja klar, dass dieses abgedroschene Argument kommt. Was bitte hat 3D HFR mit Farbfilm oder Ton zu tun?