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Demokratieverlust in Estland

abulafia

Finkenwerder Herbstprinz
Registriert
01.06.06
Beiträge
471
Hi,

nachdem gezeigt wurde, dass die Wahlcomputer weder sicher noch sinnvoll sind, geht Estland noch etwas weiter:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/85921

Wahlen per Internet, na super. Da wird der super sichere Privatcomputer zum Wahlcomputer. Spätestens der Bundestrojaner besiegelt dann die Anonymität, von freier Wahl im heimischen Wohnzimmer ganz zu schweigen. Und das nur um die neue Technik nutzen zu können und die Wahl eventuell billiger zu machen.

g.

abulafia
 
das thema hatten wir auch grade in der schule... wird noch ein paar jahrzehnte dauern, dann wird das hier denke ich mal auch eine alternative sein... wie sicher das jetzt ist wage ich auch zu bezweifeln... aber mal schaun wie die wahlbeteiligung wird ;-)
 
Das Problem ist nicht nur die Sicherheit. Ein essentieller Bestandteil einer funktionierender Demokratie ist die Überprüfbarkeit einer Wahl. Dies ist bei einer "Computerwahl" nicht mehr möglich. Dem Otto Normalverbraucher ist es nicht mehr möglich z.B. bei der Stimmauszählung dabei zu sein. Der Computer sagt einfach 70 zu 30 und das hat man dann zu glauben. Ob dieses Ergebnis fingiert ist oder nicht, ist nicht nachvollziehbar.
 
Zum Glück steht bei uns die Überprüfbarkeit in der Verfassung.
 
Naja, das ändert ja nichts daran, dass in Köln seit Jahren per "Computer" gewählt wir und diese Überprüfbarkeit dort nicht mehr existiert.
Deshalb bin ich gegen Web-, SMS- und andere komische votingformen.

Bei uns in der Schweiz haben wir ja dank der direkten Demokratie viele Abstimmungen. Dabei können wir immer brieflich abstimmen. Die meisten Leute tun das auch. Die Urne existiert zwar immer noch, aber ist nur noch kurz am Wahltag offen. Einfacher war Abstimmen und Wählen, glaube ich, noch nie.