1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Datenrettung: SUSE Linux vs. FileVault

Dieses Thema im Forum "macOS & OS X" wurde erstellt von mod172, 12.01.08.

  1. mod172

    mod172 Gast

    Hallo liebe Community,

    ich versuche gerade die Daten auf dem MacBook meiner Freundin zu retten.

    Genau der richtige Spass für eine Freitagnacht!!

    Laut Apple Support hat das Betriebssytem den A**** hoch gemacht und kann nur noch neu installiert werden. Dabei gehen dann alle Daten verloren!

    Ich habe jetzt den Rechner mit einer OpenSuse Live CD gebootet.
    Dann die Festplatte gemountet.
    Habe sogar Zugriff, nur natürlich nicht auf den Home Ordner, der durch FileVault gesichert ist.
    Und natürlich befinden sich hier die wichtigsten Daten!!!!
    Laut langer Lektüre im Internet habe ich herausgefunden, dass es sich hierbei um ein verschlüsseletes Image handelt.
    Hatte ich bereits erwähnt, dass ich noch nie mit einem Mac gearbeitet habe!?!?

    Meine Frage nun, wie kann ich diesen Ordner unter Linux entschlüsseln (Passwort ist vorhanden)?

    Ich hoffe ihr könnt uns weiterhelfen. Vielen Dank im Voraus und sollte mir jemand helfen können, würde ich mich sehr gerne irgendwie revanchieren.

    Gute Nacht,

    Martin
     
    #1 mod172, 12.01.08
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.01.08
  2. Karl Hungus

    Karl Hungus Jamba

    Dabei seit:
    02.06.07
    Beiträge:
    57
    Ich fürchte, unter Linux könnt ihr das vergessen. FileVault nutzt zwar den (eigentlich recht gut dokumentierten) AES-Algorithmus, den man selbstverständlich auch unter Linux verwenden kann, aber der verwendete Schlüssel ist nicht öffentlich. Darum könnt ihr auch mit Passwort unter Linux nichts ausrichten, da kein Linux-Encryption-Tool etwas mit dem FileVault-Image anzufangen weiß. Die einzige halbwegs praktikable Möglichkeit, die ich sehe, wäre, die Platte aus dem Book aus- und in ein externes gehäuse einzubauen, OSX auf einer frischen Platte im MacBook zu installieren und zum Schluss die Daten von der externen Platte mittels Migrationsassistent zu importieren. Bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob das funktioniert, sollte es aber.

    Allerdings habe ich mit derartigem nicht wirklich Erfahrung, da ich (aus ebensolchen Gründen) von Verschlüsselung auf Enduser-Rechnern nichts halte. Von daher kann es auch sein, dass ich hier gerade völligen Stuss geredet habe. Besser noch eine zweite oder dritte Meinung einholen ;)
     
  3. Hobbes_

    Hobbes_ Gast

    Gerade in solchen Dingen sollte man ganz vorsichtig vorgehen und vorerst nichts machen, bevor man nicht ein Image/Backup gezogen hat.

    Ich bin erstaunt, dass mit einer Linux Distribution das Mac Filesystem gelesen werden kann (HFS+). Dies ist mir neu. doch auch dann. Bezüglich FileVault sehe ich so dunkelschwarz.

    Generell empfehle ich primär die Erstellung eines Backups auf eine externe Harddisk. Dazu dient auch das Festplattendienstprogramm, das Du von der Installations-DVD gebootet (auch ein Live-System ;) ) benutzen kannst. Informationen dazu findest Du zahlreich in apfeltalk (unter anderem auch in meiner Signatur unter dem Titel NEW).

    Desweiteren würde ich zur Datenrettung prinzipiell Kontakt aufnehmen mit einer Person, die wenigstens das OS sehr gut kennt bzw. optimalerweise solche Dinge schon gemacht hat. Oftmals schon hat ein User mehr zerstört durch falsche Rettungsversuche als eigentlich defekt war. Je nach Problem gibt es diverse weitere Tricks und programme, die man anwenden kann. So aufs blaue hinaus ist dies schwierig zu sagen. Da bräuchte man schon ein paar mehr Infos, als Du mitgeteilt hast.

    Viel Erfolg!
     
  4. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

    Dabei seit:
    10.03.05
    Beiträge:
    17.896
    Nur wenn du das Volume formatierst.
    Du kannst aber auch "archivieren und installieren" wählen und dabei alle Netzwerk- und Benutzereinstellungen beibehalten, wenn du das nicht tust.
    Und die BenutzerDATEN sowieso.

    Das zeugt von Mut - oder Naivität. Oder beides.
    Hältst du den HFS+ Support von Linux wirklich für gut genug, einen Mount auf ein Volume zu riskieren von dem du Daten RETTEN musst? Horido!

    So ist der Plan dahinter. :)

    Das hättest du auch nach kurzer Lektüre hier herausfinden können. Welcome to Macland! :)

    Habs fast gedacht. Na, das wird sich ändern. Dich kriegen wir auch noch. :)

    Gar nicht. Erstens ist das kein Ordner, sondern ein Volume.
    (Wenn du dich an ein FileFault-geschütztes Konto anmeldest, wird dieses automatisch auf deinen Homeordner als Mountpoint eingehängt und die Anmeldung kann wie gewohnt weitergehen. das ist der ganze Trick dahinter. Dein Anmeldekennwort ist gleichzeitig das Crypt-Secret der Datei, ganz simpel gemacht.)
    Zweitens kennt Linux das von Mac OS verwendete Dateiformat für Dateisystem-Abbilddateien (*.dmg respektive *.sparseimage) nicht - jedenfalls bei weitem nicht vollständig genug.
    (Ersteres Subformat teilweise, letzteres aber gar nicht.)

    Brauchst du aber doch auch gar nicht. Solange das Volume nicht komplett gelöscht wird, geht das Image nicht verloren und du kannst es unter dem frisch installierten System öffnen wie von anderen *.dmg Dateien gewohnt. Kennwort ändert sich ja nicht, und im Gegensatz zu anderen Lösungen wie dem EFS auf NTFS gibt es kein an anderer Stelle gespeichertes Zertifikat, das du zum Entschlüsseln haben müsstest. Die Datei alleine und das richtige Kennwort genügen.
    Du kannst das Image also seelenruhig auch inzwischen auf ein anderes Medium parken, falls das doch irgendwie notwendig sein sollte (was weiss ich was du alles damit vor hast...).
    Dann installierst du neu, richtest brav deinen neuen Benutzer ein, mountest das Image per Doppelklick (mit Kennwort, klar) und kopierst deine Daten an den neuen (richtigen) Ort. Fertig.
    (Hör auf, kompliziert zu denken - ist ein Mac.)

    Mal ne Frage am Rande:
    Wie bist du überhaupt auf die seltsame Idee gekommen, zur Sanierung einer OS X-Ruine bräuchtest du ein Linux?
    Kapier ich nicht, du hast doch eine System-Installations-DVD, oder? Ist die verkratzt oder was?
    <scnr>
     
  5. mod172

    mod172 Gast

    Vielen Dank für die Antworten.

    HFS+ funktioniert unter Linux super.
    Meine Strategie war auch die FileVault ImageDatei auf eine Externe Platte zu schieben und dann mit nem neuen OSX zu öffnen. Linux erkennt die Sparseimage Datei ganz normal.

    Muss ich noch eine andere Datei sichern?

    Danke im Voraus!
     
  6. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

    Dabei seit:
    01.01.05
    Beiträge:
    4.709
    Wenn Du das System neu aufspielst, gehen keine Nutzerdaten verloren.

    Edit: Oh, Rastafari hat schon alles Nötige gesagt.
     
  7. mod172

    mod172 Gast

    ich bin gerade am neu aufspielen und ich sollte vorher alles löschen.

    ist okay, ich hab das sparseimage vorher gesichert!

    danke trotzdem!
     
  8. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

    Dabei seit:
    10.03.05
    Beiträge:
    17.896
    Da irrst du dich.
    Versuch sie besser nicht anzurühren - oder sei bereit, ihre Zerstörung zur Kenntnis zu nehmen.
     

Diese Seite empfehlen