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Dateiformat hat deutlichen Einfluss auf Abspielqualität im Autoradio?

Dieses Thema im Forum "iPod classic/nano/shuffle" wurde erstellt von ipod_hobbit, 04.09.07.

  1. ipod_hobbit

    ipod_hobbit Pferdeapfel

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    Hallo liebe Gemeinde,

    ich bitte den Doppelpost zu entschuldigen (Windows und Mac Forum), aber ich wusste nicht wirklich, wo es hingehört:

    Nachdem ich entgegen einiger Mitglieder hier eher schlechte Erfahrungen mit den Radio-Transmittern als Anschlussvariante gemacht habe, habe ich nun einen HF-Modulator eingebaut. Dieser speist das Signal direkt in den Antenneneingang (Antenne wird durchgeschleift).
    Hintergrund ist, dass mein Becker Audio10CD nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand dazu zu überreden ist, den iPod direkt zu akzeptieren.
    Nun habe ich mit dem Modulator die ersten 100km hinter mir und habe Folgendes überrascht festgestellt:
    Tracks, die im MPEG-Format in iTunes vorliegen, kommen in einer deutlich schlechteren Qualität aus dem Autoradio, tiefe Frequenzen sind sogar teilweise verzerrt.
    Tracks im AAC-Format sind exzellent, nach meinem Empfinden absolute CD-Qualität.
    Nun habe ich von beiden Formaten jeweils ein paar Tausend auf dem 80er.
    Woran könnte das liegen und was könnte ich tun?
    Bringt es wirklich etwas, nun alle MPEGs in iTunes umzuwandeln???

    Ganz herzlichen Dank im Voraus.
    Liebe Grüße.
    Andreas.
     
  2. skueper

    skueper Niederhelfenschwiler Beeriapfel

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    Hm, welche Bitraten haben die Files denn? Kurz gesagt ist ein MP3, kodiert mit 128 kbit/s, "schlechter" als ein AAC, kodiert mit 128 kbit/s. AAC ist eine Art Weiterentwicklung des MP3-Kodier-Verfahrens... d. h. die "Ausfilterung" der nicht relevanten Informationen ist besser bzw. anders als beim ursprünglichen MP3.

    Der HF-Modulator kann natürlich auch einen Einfluß auf den Klang haben - da dürfte aber das verwendete Format grundsätzlich keine Rolle spielen. Der Modulator leitet ja nur das weiter, was man einspeist.

    Ein Umwandeln in iTunes bringt nichts - iTunes kann nichts dazurechnen, was in den MP3s schon nicht mehr vorhanden ist.

    Ein interessanter Versuch wäre eine CD bzw. ein paar Stücke mal in verschiedene Codecs mit verschiedenen Bitraten zu encodieren. Also z. B. MP3 mit 128, 192 und 256 kbit/s und zum Vergleich AAC mit 128, 192 und 256 kbit/s. Danach dann mal einen Hörvergleich am eigenen Autoradio machen.

    Ich selber habe inzwischen meine ganze CD-Sammlung noch mal neu in iTunes eingelesen (bot sich bei der Anschaffung des iMacs an *g*). Diesmal habe ich AAC mit 256 kbit/s gewählt... damit bekomme ich immer noch mehr als genug auf meinen iPod Nano. Beim ersten mal hatte ich MP3s mit 128 kbit/s erstellt... und fand die Qualität nicht so gut. Bei Techno fällts nicht so auf. Da ich aber u. a. viel Rock und Metal höre, habe ich schon Einbußen festgestellt. Becken waren mehr ein rauschen/knirschen und auch Obertöne bei Gitarren klangen irgendwie "falsch". Das mag aber auch daran liegen, daß ich einige Jahre selber aktiv Rockmusik gemacht habe und daher weiß, wie sich Becken und E-Gitarren nun mal "im Original" anhören.

    Letztendlich kann man über die versch. Codecs endlos philosophieren. Der eine bevorzugt MP3, der andere AAC und der nächste OGG/Vorbis. Für mich ist AAC mit 256 kbit/s ok, zumal Speicherkapazität heute eh ausreichend zur Verfügung steht (meine Bibliothek umfasst momentan 2.601 Titel bei 21,52 GB - da sind aber auch einige aus dem iTMS mit bei, mit 128 kbit/s).
     
  3. ipod_hobbit

    ipod_hobbit Pferdeapfel

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    Hallo skueper,

    danke für die schnelle Antwort.
    Daran habe ich auch schon gedacht.
    Die sehr gut klingenden AAC haben jedoch nur 128 kBit, während die MPEGs unterschiedlich sind, aber alle mehr als 128 haben.
    Ist es vorstellbar, dass bei der AAC-Codierung irgendetwas anders dargestellt wird, was im Modulator nicht stört?
    Ist es wirklich so, dass die Modulation nichts verändert?

    Grüße.
     
  4. skueper

    skueper Niederhelfenschwiler Beeriapfel

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    Ich bin jetzt kein ausgewiesener Akkustik-Experte... daher will ich nicht ausschließen das sich das Zusammenspiel von MP3-Encodierung und HF-Modulation "schlechter" anhört als das von AAC und HF-Modulator.

    Meines Wissens ist AAC neuer als MP3 und arbeitet "unter der Haube" unterschiedlich zu MP3. Ich kann nur von meinem persönlichen Hörempfinden ausgehen und da liegt meine Präferenz eindeutig AAC über MP3.

    Ein weiterer Faktor, der mit reinspielt, sind die verwendeten Encoder. Grade bei MP3 gibt es verschiedene (Lame ist wohl der beliebteste bzw. am weitesten verbreitet). Daher mein Vorschlag mittels iTunes ein "Referenzlied" in verschiedene Bitraten unter MP3 und AAC zu wandeln und dann probe zu hören. So kann man dann für sich die Auswahl treffen.

    Hast Du denn den iPod schon mal an eine Stereo-Anlage gehängt, mittels Adapter-Kabel klinke/Cinch? Es wäre interessant zu wissen, ob da der gleiche Effekt auftritt oder nicht. Wie gesagt, letztendlich kann ich eine Wechselwirkung zwischen MP3 und HF-Modulator nicht ausschließen... sondern nur Ideen liefern, das Phänomen einzugrenzen ;)
     
  5. ipod_hobbit

    ipod_hobbit Pferdeapfel

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    Right,

    nochmals Dank, dann werde ich das morgen auf der Fahrt zur Arbeit einmal testen und dann wieder berichten...

    Grüße.
    ipod_hobbit
     
  6. ipod_hobbit

    ipod_hobbit Pferdeapfel

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    Hallo zusammen,

    also wirklich weiter bin ich noch nicht: Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit hörten sich MP3s und AACs gleichermaßen gut an, heute Abend auf der Rückfahrt hatte ich sogar bei einer AAC ein paar Störungen...
    Sieht also so aus, als hätte skueper Recht und ich muss weitersuchen...

    Grüße.
    ipod_hobbit
     
  7. skueper

    skueper Niederhelfenschwiler Beeriapfel

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    Tja, mein Tip nochmal: zweimal das gleiche Lied mit iTunes encodieren, einmal ein MP3 und einmal AAC. Dann kann man direkt "gegenhören". Wenn sich dabei zeigt, daß die Lieder ähnlich klingen gibt es noch zwei Möglichkeiten:

    1) die Audiosammlung ist mit diversen Encodern mit diversen unterschiedlichen Einstellungen erstellt worden. Da ist eine schwankende Klangqualität nicht zu vermeiden. Einzige Abhilfe: die Lieder nochmal neu von CD encodieren mit ordentlichen Einstellungen. Ein Re-Encodieren des vorliegenden Materials bgint nichts... was nicht mehr "da" ist, kann der beste Encoder nicht mehr dazurechnen.

    2) Irgendwas mit dem Anschluß des HF-Modulators ist nicht ganz koscher. Evtl. sind die Anschlüsse im Einschleifweg der Antenne nicht richtig fest gesetzt. Ggf. ist auch der Stromanschluß nicht richtig gemacht... oft wird einfach "irgendwo" im Kabelbaum Strom abgenommen, das ist bei Audiokomponenten oft ein Problem. Besser ist da ein eigener Stromkreis von der Batterie aus (mit Entstördrossel) mit direktem Weg zu einem Massepunkt.

    Oder, was auch sein kann: der HF-Modulator taugt einfach nicht. Ich selber tendiere grundsätzlich zu Lösungen über Aux-In. Bei Werksradios bietet u. a. Denison das sog. IceLink an, damit kann der iPod dann oft wie ein CD-Player angesprochen werden. Nachteil ist natürlich der Preis (um 150 Euro). Die hochwertigen Autoradios haben oft schon einen Aux-In/Line-In (meist über Cinch), da reicht dann schon ein gutes, abgeschirmtes Adapterkabel um die Musik vom iPod ins Radio zu bekommen.
     

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