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Chrome: Google stellt neue Rendering-Engine "Blink" vor

Martin Wendel

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Google hat in einem Blogeintrag angekündigt, Chromium, das Projekt hinter dem Chrome-Browser, auf eine neue Rendering-Engine umzustellen. Blink, so der Name der neuen Open-Source-Engine, die auf WebKit basiert, soll den Browser um einige Zeilen Code entschlacken, fehlerfreier mit der Browser-Architektur zusammenarbeiten und im Endeffekt die Geschwindigkeit erhöhen.[PRBREAK][/PRBREAK]

chromium.jpgEs sei keine einfache Entscheidung gewesen, nun auf eine eigene Rendering-Engine zu setzen, sagt einer der Entwickler des Chromium-Projekts, Adam Barth. Man glaube jedoch, dass mehrere Engines, ähnlich wie die Auswahl aus mehreren Browsern, im Endeffekt die Innovation ankurbeln werde und das gesamte Open-Web-Ökosystem verbessere. Für Webentwickler werde sich kurzfristig nicht viel ändern, verspricht Barth. Am Anfang gehe es vor allem darum, die interne Architektur zu verbessern und den Code zu vereinfachen. Er geht davon aus, dass man direkt über 7.000 Dateien mit über 4,5 Millionen Codezeilen löschen könne. Dies führe automatisch auch zu einem stabileren Browser mit weniger Bugs.

Opera, die vor einigen Wochen angekündigt haben, ihre eigene Rendering-Engine Presto aufzugeben und ihren Browser in Zukunft auf Chromium aufzubauen (wir berichteten), unterstützen Google in ihrem Vorhaben. Bruce Lawson, Developer Evangelist bei Opera, erzählt, dass Blink die Balance in der Vielfalt der Rendering-Engines, die durch den Wegfall von Presto ins Wanken geraten wäre, wieder herstelle. "Opera wird in Zukunft an Blink mitwirken."

WebKit, die ursprünglich von Apple entwickelte Rendering-Engine, die bereits seit mehreren Jahren Open Source ist, wurde in den letzten Jahren vor allem von Apple und Google weiterentwickelt. Wie die Grafik etwas weiter unten zeigt (via Bitergia's blog), hat Google sich seit 2009 sogar mehr in das Projekt eingebracht, als Apple selbst. Welche Auswirkungen Googles Schritt auf WebKit und damit auch auf den Safari-Browser haben wird, wird sich in Zukunft zeigen.

screenshot-from-2013-02-06-143416.png​

Via AppleInsider, The Chromium Blog, Bitergia's blog
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Für mich als Laien schwer zu sagen, was ich von dem Schritt halten soll. Vielfalt hat Vor- und Nachteile. Letztlich halte ich Google mit seinem Chrome-Browser doch für die zumindest zukünftig maßgebende Kraft in dem Bereich. Aber da kann ja vielleicht ein in der Hinsicht gebildeterer Kopf als ich etwas zu sagen.
 
Ob die Entscheidung gut oder schlecht ist kann man jetzt vermutlich noch nicht sagen. Wenn Google sich wirklich an Kompabilität mit WebKit hält, dann sollte es zu wenigen Nachteilen für Webentwickler kommen. Nur zeigt die Vergangenheit, dass man meist doch eineige Sonderfälle für die Browser beachten muss (sei es nun Chrome, Safari, Firefox, IE oder Opera).
Deshalb wird man abwarten dürfen, was die Zukunft bringt. Eventuell ziehen auch mehr zum Fork, Opera beispielsweise überlegt bereits auch zu Blink zu wechseln...
 
Die von Chromium haben´s einfach drauf ;-)
 
Auch wenn es hier eigentlich nicht wirklich hinpasst, möchte ich mal diesen Artikel dazu missbrauchen zu sagen:

Ich finde es ja mit den Versionsnummern ziemlich lächerlich :D Google Chrome 26 und Firefox 20... ein paar Fehler ausgebessert und schon steigt die Versionsnummer um 1. Wo sind die guten alten Nummern wie 3.0.411 hin?

Frei nach dem Motto: Was viele Versionsnummern und Vorgänger hatte, muss gut sein? Fabian Siegismund hat einmal gesagt, dass sollte er ein PC-Spiel entwickeln, mit Teil 6 anfängt, damit die Kunden glauben, dass das Spiel ja gut sein muss, weil es schon so viele Vorgänger hatte :D
 

Macht nicht alles so wirklich Sinn. Zu 1.3 : Es werden künftig mehr Browser Blink als Webkit nutzen, somit wird einzig und allein Apple dumm dastehen, was Kompatibilität angeht. 1.4: Galt genauso für WebKit. 1.6: Alle Mobilbrowser werden auf Blink setzen und Apple wird einsehen müssen, dass sie aus Kompatibilitätsgründen selbst auf Blink gehen, oder Drittanbieterbrowser zulassen müssen. 1.8: Sehr weit hergeholt. 1.9: Schuld sind da einzig und allein die User. 1.10: Opera ist auch schonmal als großer Entwickler dabei, ist also Quatsch. 1.11: Und genau der Marktanteil wird sich dadurch vergrößern, was ganz 1.11 irrelevant macht. 1.12: Seit wann interessieren Entwickler Standards? Würden Entwickler Standards interessieren, würde Opera bei Presto bleiben. ;)

Endergebnis: Apple hat ein Problem, allen anderen kann das ziemlich egal sein. Ob jetzt WebKit oder Blink Standards diktieren, spielt auch kaum eine Rolle. Die Webentwickler haben es mit Bravour geschafft fleißig für WebKit zu entwickeln und die Leute wegen Kompatibilitätsproblemen alle auf Chrome wechseln zu lassen. Und jetzt beschweren sie sich? Vorher nachdenken! Aber wie ich schon schrieb, Mozilla hat noch was im Schränkchen stehen, mal sehen, wie dominant Blink also letztendlich wird.