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Cassandras Traum - gesehen

Dieses Thema im Forum "Filmcafé" wurde erstellt von groove-i.d, 10.07.08.

  1. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.085
    Woody Allen hat wieder zugeschlagen. Diesmal bedient er sich den bekannten Darstellern E. McGregor und C. Farrell. Beide mimen zwei ungleiche Brüder, die sich in London - jeder auf seine Weise - durchschlagen und etwas vom Brocken abhaben wollen. Der eine (McGr.) liebäugelt mit dem dolce vita, möchte in Hotels in Kalifornien investieren und erhofft sich dadurch aus seinem tristen Leben zu entkommen und der andere Bruder (Farrell) verdingt sich neben seiner Autoschrauberei als Zocker; mal mit mehr mal mit weniger Erfolg.

    Als ihr reicher und allseits hochgeschätzter Onkel aus Fernost in London einreist und ein kleines Familientreffen zu Stande kommt, wittern die beiden Burschen ihre Chance: den Onkel anpumpen und durchstarten. Der Onkel willigt ein, stellt aber ein unmoralisches Gegenangebot zur Bedingung: sie sollen für ihn einen Geschäftskunden beseitigen.

    Ein erst amüsantes, dann ernüchterndes Handern mit sich beginnt und das Schcksal nimmt seinen Lauf. In der Nebenhandlung spielen das Privatleben der beiden Brüder und natürlich ihre Familie eine nicht unbedeutende Rolle für die Handlung.


    Allen ist unverkennbar. Seine Handschrift macht sich besonders in den Dialogen zwischen Mann und Frau bemerkbar. Hier haben wir's dann plötzlich wieder mit dem stadtneurotischen Mann oder der verzweifelten und herrschsüchtigen Frau zu tun. Dabei wirken besonders die beiden jungen Darsteller oft eigenartig hölzern und marionettenhaft. Oft wurde ich das Gefühl nicht los, als wurden sie beim Dreh so genau und detalliert instruiert von Allen, daß ihnen nichts anderes übrig blieb, als den Hampalmann zu spielen. Oder aber sie spielen bewußt so hölzern und vorhersehbar. Wäre auch denkbar, denn schließlich handelt es sich um zwei unentschlossene und dem Mordgeschäft nicht zugewandte Charaktere.

    Der Film ist unterhaltsam und sehenswert, wirkt allerdings auch ein klein bischen wie der x-te Woody Allen-Plot mit Beziehungsproblemen und der allgemeinen Lebensangst.
     
  2. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

    Dabei seit:
    16.03.07
    Beiträge:
    1.840
    Danke für den Tipp, ist gebucht. Woody Allen kann ich mir sowieso immer ansehen, leider war "Scoop" der letzte und Cassandras Traum habe ich noch nicht geschafft. Wird sich jetzt aber ändern...
     

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