Buchhaltung 2021: Cloudservices für Buchhaltung, Steuern usw.

wavelow

Galloway Pepping
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Ich mache meine Buchhaltung zwar schon gefühlt ewig in der Cloud aber die Entwicklung geht natürlich immer weiter. Mittlerweile buhlen schon über 50 Cloud Buchhaltungstools allein in deutschen Landen um die Unternehmer. Vor wenigen Jahren waren es deutlich, deutlich weniger. Da war noch das klassische offline installierte Tool der Standard - und meist auch nur für Win Rechner verfügbar.

Ich teste mich da alle paar Jahre intensiv durch, immer auf der Suche nach der Erlösung dieser lästigen Arbeit. Stück für Stück komme ich dem Ziel näher. Da auch die KI immer besser werden in den Anwendungen.

Mein momentaner Favorit: Buchhaltungsbutler
Klingt bescheuert und daher habe ich das Tool auch erst ziemlich am Schluß probiert. Ein Fehler wie sich zeigte. Es ist m.M. nach das derzeit coolste Tool für alle die keinen Bock auf lästige Buchhaltung haben aber trotzdem alles akkurat haben möchten.
Das Geniale an dem Tool ist dessen hoher Automationsgrad. Man muss wirklich kaum noch was selber machen. Die Erkennungsquote des Tools liegt laut Entwicklern bei ca. 87% und sie steigt immer weiter je mehr man das Ding mit seinen Belegen füttert.

Für mich interessant war: Ich kann meine Rechnungen weiter in meinem selbst gebauten Ninox Tool schreiben (lassen). Da ich das Tool mit meiner Auftragsbearbeitung selber programmiert habe, werden auch die Rechnungen automatisiert erstellt und versandt. Sowas exakt an meine Bude angepasst bietet mir ja keine Lösung von der Stange. Ich lasse die Rechnung nur zusätzlich per Mail an den Buchhaltungsbutler senden. Der scannt die Rechnung, analysiert sie und bucht sie unter den Einnahmen korrekt ein. Das allein ist schon der Knaller, ich kenne kein Fibu Tool, dass das beherscht. Dort muss man die Rechnungen immer mit dem an Bord befindlichen System schreiben. Was ich im Butler auch noch kann, dafür vergebe ich eigene Nummernkreise. Falls ich mal was ausserhalb meiner üblichen Tätigkeiten berechnen muss.
Ansonsten ist wie gesagt dem Buchhaltungsbutler egal womit man seine Rechnungen erstellt, der frisst sie via Mail Import alle.

Die gleiche Intelligenz hat der Buchhaltungsbutler auch bei Ausgabebelegen (Eingangsrechnungen). Egal was man dem reinschiebt: er kontiert die Belege korrekt vor. Ich hatte nicht einen Fehltreffer. Das Buchungskonto passte bei mir bisher immer genau. Mit jedem Treffer lernt der Algorithmus dazu, es wird also immer genauer. Die Belege können dem Butler per Upload, Mail, Dropbox Ordner, Scan usw. serviert werden. Ich habe viele alte Belege per Dropbox importieren lassen, klappte stressfrei. Ab und zu hat es sich verschluckt, dann nochmal rein bis er alle gefressen hatte. Duplikate werden zuverlässig rausgefiltert.

Viel genialer ist es jedoch hierfür eines der Rechnungsfänger Tools wie Invoicefetcher oder GetMyInvoice zu verwenden. Beide können in den Buchhaltungsbutler via API Schnittstelle eingeklinkt werden.

Diese Rechnungen-Catchtools loggen sich täglich in Portale wie Telefonanbieter, Amazon, Großhändler, ebay und wo man auch immer seine Rechnungen sonst mühevoll zusammen suchen muss, ein. Es greift sich alle Rechnungen, lagert die zentral und das Beste: Es exportiert es auch gleich in den Buchhaltungsbutler. Der scannt, analysiert und kontiert den Beleg automatisch. Man muss also rein gar nichts mehr selber machen.

Online Banking mit Abgleich der Buchungen ist natürlich auch dabei. Zwei Schnittstellen zu den Banken sollte für fast jede deutsche Bank ausreichen.

Die Arbeit beschränkt sich eigentlich nur noch aufs einmal pro Monat über die Buchungen schauen und die Buchungen zu bestätigen. Hier und da kann man kleinere Lesefehler korrigieren, Texte ändern usw. Fertig.
Der Steuerberater hängt natürlich via DATEV Schnittstelle auch an dem Tool. Automatisiert erhält er alle Buchungen, Belege usw. Einfach nur cool. Es gibt auch einen Zugang für den Steuerberater damit er einem bei Kontenanpassungen usw. helfen kann.

Beim Buchhaltungsbutler ist was die automatisierte Buchhaltung angeht alles weit über Lexoffice, SevDesk Standards oder ähnlichen Anbietern. Preislich allerdings auch nicht ganz ohne wenn man noch die Rechnungscatcher Tools bucht. Aber die hohe Arbeitszeitersparnis und die Tatsache dass man niemanden fürs buchen benötigt macht es mehr als wett.


Vom Look & Feel her fühlt es sich noch nicht ganz so fluffig an wie andere Anbieter die netter ausschauen aber nicht so excellent automatisierbar sind.
Die Schwerpunkte wurden nicht auf hübsches Aussehen gelegt und auch nicht unbedingt auf Rechnungen schreiben, Warenwirtschaft, Lager usw. sondern auf die reine, automatisierte und möglichst effiziente Buchhaltung. Man kann zwar auch mit dem Butler Rechnungen schreiben, diese Funktion ist im Gegensatz zu Mitbewerbern aber eher rudimentär.
 
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