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Bloße Panikmache oder zutreffende Prognose?

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von Gokoana, 20.02.09.

  1. Gokoana

    Gokoana Bittenfelder Apfel

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    Deutschland droht Inflation bis zu zehn Prozent

    Wirtschaftsforscher Thomas Straubhaar erwartet in Kürze eine kräftige Geldentwertung. Für die Zeit nach 2010 rechnet er mit einer Inflation zwischen fünf und zehn Prozent pro Jahr. Schon dieses Jahr würden die Energiepreise wieder kräftig anziehen, prognostiziert er. Damit würde sich der derzeitige Trend völlig umkehren.

    Den kompletten Artikel gibt’s hier!

    Quelle: www.welt.de
     
  2. domai

    domai Königsapfel

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    Natürlich werden die Preise fossiler Rohstoffe immer weiter steigen, im Moment erleben wir nur eine Delle nach unten. Eine völlig normale Entwicklung die für mich keine Überraschung darstellt. Allerdings besteht die Inflation nur zu einem Teil aus Energiepreisen, die Zeiten mit sagenhaft niedrigen Inflationsraten von 1-2% wird es nicht dauerhaft geben. Wir sind da ein wenige "verwöhnt" worden und meinen nun es müßte immer so weiter gehen. Klar, daraus wird nichts...
     
  3. hanebambel

    hanebambel Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Mal ganz blöd gefragt: Inflation gibts, wenn viel Geld vorhanden ist. Wo soll das Momentan denn herkommen? Haben wir nicht Momentan eher die Gefahr einer Deflation da durch die Bankenkrise weniger Geld im Umlauf ist???

    Irgendwie fehlen mir in dem Artikel Argument die das belegen...???
     
  4. Gokoana

    Gokoana Bittenfelder Apfel

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    Ähm … nein!

    Eine Inflation bedeutet, wenn das vorhandene Geld nichts mehr wert ist.

    Siehe auch hier!
     
  5. hanebambel

    hanebambel Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Richtig, wenn das vorhandene Geld nichts mehr wert ist. Woran kann das liegen? Weil es weniger Waren gibt, die dafür gekauft werden können -> Gesetz von Angebot und Nachfrage.

    Wenn man nun annimmt, das das vorhandene Warenangebot gleich bleibt, die vorhandene Geldmenge jedoch zurückgeht haben wir eine Deflation!

    Inflation würde entstehen, wenn bei gleich bleibender Geldmenge das Warenangebot zurückgehen würde. Außer bei Fossile Rohstoffen sehe ich das aber momentan nirgends...
     
  6. WDZaphod

    WDZaphod Prinzenapfel

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    Alternativ könnte die Inflation dadurch entstehen, dass die im Umlauf befindliche Geldmenge vermehrt wird. Seit Einführung sind nun doppelt so viele Euros im Umlauf. Ist wie Wirtschaft (real) in gleichem Masse gewachsen? Vom Dollar mal nicht zu reden...
    Vielleicht sollte ich meine Goldkauf-Aktivitäten deutlich ausweiten - also nicht nur einen Teil als Rücklage, sondern jeden schmerzfrei verfügbaren Franken in Gelbmetall investieren. Das Verhältnis Brot zu Geld mag den Bach heruntergehen. Das Verhältnis Brot zu Gold sollte aber - erfahrungsgemäss - vergleichsweise stabil bleiben.
     
  7. hanebambel

    hanebambel Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Wenn Brot knapp wird, wird sich auch das Verhältnis Brot / Gold verschieben...
     
  8. jarod

    jarod Spartan

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    Wie sagte die gute Marie Antoinette so schön :
    Ach, ich denke es wird auch viel schwarz gemalt.
    Und die Medien wollen Schlagzeilen verkaufen.
     
  9. Gokoana

    Gokoana Bittenfelder Apfel

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    Punkt 1: Hier kann ich Dir nicht recht geben!

    Punkt 2: Hier gebe ich Dir völlig recht!
     
  10. voki

    voki Tydemans Early Worcester

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    ich wäre ja für eine temporäre Hyperinflation für die nächste Woche. Dann würde ich meine Eigenheimfinanzierung am nächsten Donnerstag zurückzahlen, denn die vermehrt sich ja (entgegen den eigenen Einkünften) nicht.

    ;)

    Aber mal Spaß beiseite:

    Ich glaube an eine kontinuierliche, leicht ansteigende Inflationsrate. Schon weil die Energiekosten steigen werden, die Steuern aufgrund des Kapitalbedarfs aus der Wirtschaftskrise sicherlich nicht sinken werden und auch der erwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit die Staatskosten erhöhen dürfte. Momentan kann man viele Dinge noch kompensieren, da die Wareneinfuhr aufgrund des starken EURO für uns insgesamt sehr günstig ist. Die Wirtschaft jedoch (und wir sind eine Exportnation) leidet eben u. a. unter genau diesem starken EURO, denn die Exporte brechen massiv ein (die ausländischen Importeure müssen sich den EURO ja sehr teuer erst einkaufen).

    Über die Hebel und Mechanismen der Inlation lässt sich im Netz hervorragendes und üppiges Material finden. Übrigens: Die Monatsberichte der Deutschen Bundesbank können sich alle kostenlos anfordern. Die Inhalte sind so präzise wie ernüchternd. Die Lektüre sei allen Interessierten wärmstens ans Herz gelegt. :)
     
  11. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Nein, die Sache ist erheblich komplizierter. Grundsätzlich gibt es dann Inflation, wenn die Geldmenge schneller wächst als das BIP. Aber Inflation gibt es nicht nur, wenn die absolute Geldmenge zunimmt, sondern wenn der Fluß des Geldes zunimmt. Simpel formuliert, wenn die Menge der Geldscheine gleich bleibt, deren Umlauf sich aber erhöht nimmt die Inflation auch zu. Wenn Geld dagegen "unter dem Bett" gehortet wird, dann gibt es Deflation. Die Geldmenge bleibt in so einem Fall auch gleich.
    Die EZB vergibt zu billig Kredite an Banken, und das BIP schrumpft. Die Staaten finanzieren die ganzen Hilfsmaßnahmen über neue Staatsanleihen, von denen keiner weiß wie sie je zurückgezahlt werden sollen.
     

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