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Bilderkritik/Wie kritisiert man ein Bild

dubiosis

Salvatico di Campascio
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Ich habe allerdings auch nur vom Laien gesprochen. Wenn du Leuten, die sich nicht mit der Fotografie beschäftigen ihre Meinung über ein verrücktes Bild fragst, finden diese es immer schlecht. Viele Leute sehen die Fotografie nicht als Kunst, sondern als eine Nachrichtenübertragung an. Als Kommentar bekommt man von solchen Leuten dann:"Was soll das denn" etc..
Natürlich stimmen deine Zitate und ich teile die Meinung, aber der Laie sollte eine kleine Erklärung zu dem Bild bekommen um es beurteilen zu können. Aber man auch einen Delfin unterschiedlich fotografieren. Man kann schon alleine durch die Unterschiede Querformat Hochformat die Wirkung eines Bildes stark verändern. Hochformat zieht den Betrachter stärker in das Bild als Querformat. Das Querformat stellt ein Fenster dar, durch das der Beobachter guckt, das Hochformat hingegen stellt eine Tür dar, durch das der Beobachter geht.Dazu kann man durch verschiedene Belichtungszeiten und Blendeneinstellungen auch Dynamik oder Stärke/Macht demonstrieren. Außerdem kann man durch Bearbeitung die Wirkung weiterhin verändern.
Vielleicht war meine Aussage mit der Erklärung unpräzise formuliert, aber deine Aussage mit der Wirkung des Delfins auch. ;) Mit der Aussage meinte ich auch die Wirkung.
Mit deinem Vergleich zu Reportageaufnahmen kann ich nur sagen, dass man jetzt nach den Beben in Haiti natürlich viele emotionale Bilder in der Zeitung sieht, aber wenn man daran denkt, dass man in der Regel nur verhaftete Terrorristen,die dazu noch total emotionslos in die Kamera gucken, oder Baustellen sieht, denke ich, dass man hauptsächlich emotionslose Bilder in Zeitungen findet. Zeitungen sollen die Situationen ja nur so wiedergeben wie sie auch sind. In Haiti ist's traurig, auf Baustellen oder politischen Kongressen eher emotionslos. Natürlich kann man einen Redner auch emotional und dynamisch darstellen, aber i.d.R. ist das nicht der Fall.
 

Irreversibel

Holländischer Prinz
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Hallo Dubiosis...

Deine Aufteilung käme auf eine Viertelung der Strecken im Bild hinaus, was du als "goldenen Schnitt" bezeichnest. Meines Wissens nach ist das aber nicht korrekt. Als "goldenen Schnitt" bezeichnet man das Verhältnis zweier Strecken A und B, wobei hier A die kürzere und B die längere Strecke darstellen soll. Hierbei soll das Verhältnis von B zu A dasselbe sein wie das von A+B zu B. Das Verhältnis von B zu A und von A+B zu B (die goldene Zahl) ist hierbei etwa 1,61. Den goldenen Schnitt kannst du einfach konstruieren, im Internet gibt es dazu viele Beispiele (oder lies ein Buch über Kompositionslehre).

Analog dazu befindet sich dieser Punkt (in Duncans Bild) im oberen Bilddrittel der im goldenen Schnitt liegen soll nicht im Auge sondern etwas links vom Mundwinkel. Wo hast du das mit dieser Viertelung her, wenn ich fragen darf?
 

dubiosis

Salvatico di Campascio
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In unserer Schule gab's mal einen Fotokurs, der von einem professionellem Fotografen geführt worden ist. Wenn ich mich nicht irre, hat er das so mit dem goldenen Schnitt erklärt. Es kann sein, dass ich falsch liege, aber ich finde, dass man bei dem von dir geposteten Bild sofort auf das Auge des Soldaten achtet, was für meine Theorie sprechen würde. Ich glaube deine Definition des goldenen Schnittes, ist die mathematische Variante. Ich bin mir jetzt, aber auch nicht mehr so sicher. Jedenfalls achtet mein Auge auf Anhieb auf das Auge des Soldaten, was nach meiner Theorie der goldene Schnitt wäre ;)
 

sa-ko

Süssreinette (Aargauer Herrenapfel)
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Viele Bilder werden z.Zt. sehr "technisch" beurteilt. Ich mache das auch häufig, Bilder auseinanderzunehmen und in positive und negative Bildeigenschaften einzuteilen. Teilweise ist das aber unpassend. Manche Bilder sprechen als Ganzes und dann auch eher den Bauch an als den Kopf.
Sehr schön erkannt und muss sagen das es ueberwiegend ein "Problem" der Deutschen ist. Mir fällt da gerade ein wie ein
Bild welches int. Auszeichnungen erhielt von dt. Fotoforeninternetprofifotografen tech. gesehen auseinander gepflueckt wurde. Natuerlich hätte es jeder "besser" gekonnt :) aber auf die Aussagekraft des Bildes wurde eigentlich nicht grossartig
eingegangen.
Feststellen kann man es auch bei Fotozeitschriften, da bevorzuge ich lieber "englische" oder "schwedische" Ausgaben
da sucht man aber leider vergebens nach Angaben wie zB: Ausstattung 67%, Bildqualität 78% oder 6 von 10 Punkten. :)
lg.
Mirko
 

dubiosis

Salvatico di Campascio
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@sa-ko: du hast zwar recht, aber wenn man Bilder nicht nach der technischen Ausführung beurteilt werden, ist die Meinung sehr subjektiv. Da kann man oft nicht so sehr nachvollziehen, dass ein bestimmtes Bild prämiert wurde, obwohl es ja bekannt ist, dass deutsche Fotografen nicht sehr kreativ bei ihrer Fotogestaltung und Komposition sind. Von daher ist was an deiner Aussage dran; Wir Deutschen sind halt Materialisten :)
 

sa-ko

Süssreinette (Aargauer Herrenapfel)
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@dubiosis,
Jawoll. :)
Das Bild stammt von einen amerikanischen Fotografen.
Es bezieht sich nicht nur auf das Endprodukt (Bild) sondern auch auf die Hardware.
Jeder kennt die Fragestellung welches Objektiv soll ich mir kaufen, die Antworten sind meistens eindeutig, kauf das Orginal.
Ich will jetzt keine Diskussion auslösen um Orginal oder Objektive von Drittherstellern aber die Meinungen um Objektive
stammen doch meist von "hören sagen" oder durch Fachzeitschriften die mit einen Benotungssystem arbeiten.
Vielen fehlt doch der direkte Vergleich, wenn ich das Canon L xy besitze, beschäftige ich mich ja nicht weiter mit Tamron oder Sigma.
Um so mehr war ich doch erstaunt ueber das Ergebnis von Canonbesitzer die das Tamron 70-200mm fuer das Orginal von hielten. Drei Fotografen hatten die 70-200mm Klasse (Canon,Tamron,Sigma) an einer Canon D5 getestet. (unterschiedliche Brennweiten und Blenden). Danach haben SIE die Bilder nebeneinder gestellt und veröffentlicht mit Angabe von Brennweite und Blende und sonst nichts. Die Angaben welche Bilder zu welchen Objektiv gehören wurden erst später veröffentlicht und somit blieb den Usern nur noch die Möglichkeit zu spekulieren. Das Resultat war,das das Tamron die meisten Stimmen erhielt.
Es ist immer leicht ein Bild oder sonstwas zu bewerten, wenn man weiss um was es sich hierbei handelt, fehlt zB. die
Exif fällt es einen schon schwerer zu sagen, wäre Dir nicht passiert hättest Du dir eine Nikon gekauft. :)
lg.
Mirko
 

Ankaa

Beauty of Kent
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Ich glaube, ihr weicht gerade etwas vom Thema ab. Und vor allem den letzten Beitrag hab ich nicht mehr wirklich verstanden.

@dubiosis: Es gibt einen Unterschied zwischen der "Bildwirkung", auf welche du z.B. mit Hochformat/Querformat anspielst und der "Message", die man durch ein Bild rüberbringen will.

Und um nochmal zu meinem Delphin-Beispiel zurückzukommen. Wenn ich mir das Bild im Anhang ansehe, dann sehe ich als erstes und einziges ein schönes Bild von einem Delphin, nicht mehr, nicht weniger. Da ist keine Message. Ich wollte damit nichts ausdrücken. Ich wollte einfach nur ein schönes Bild von einem Delphin machen. Und wenn du schonmal Wildlife fotografiert hättest, dann wüsstest du, dass solche Überlegungen, ob nun Hoch- oder Querformat besser wirken, ziemlich nebensächlich sind.

Ich finde jedenfalls, die Diskussion hier wird grad bissl komisch...und mir drängt sich das Gefühl auf, dass du nach wie vor nicht ganz damit zurecht kommst, dass wir alle deine Martini-Bilder nicht gut fanden - nicht verstanden haben (?) :eek: Und ob nun deutsche gute Fotos schießen können oder nicht...oder diese beurteilen können oder nicht...ich finde, da lehnt ihr euch ein wenig weit aus dem Fenster

Stöber doch bei Gelegenheit mal ein bisschen in diesen Seiten rum :)

PS: Nur weil ein sogenannter (selbsternannter) "Fotoprofi" dir mal irgendwas erzählt hat, würde ich das noch lange nicht absolut und ohne es zu hinterfragen glauben. Es gibt keine verschiedenen Definitionen von "Goldener Schnitt" (halt, falsch. die gibt es schon - sie laufen aber alle auf das selbe hinaus).
 

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Irreversibel

Holländischer Prinz
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In unserer Schule gab's mal einen Fotokurs, der von einem professionellem Fotografen geführt worden ist. Wenn ich mich nicht irre, hat er das so mit dem goldenen Schnitt erklärt. Es kann sein, dass ich falsch liege, aber ich finde, dass man bei dem von dir geposteten Bild sofort auf das Auge des Soldaten achtet, was für meine Theorie sprechen würde. Ich glaube deine Definition des goldenen Schnittes, ist die mathematische Variante. Ich bin mir jetzt, aber auch nicht mehr so sicher. Jedenfalls achtet mein Auge auf Anhieb auf das Auge des Soldaten, was nach meiner Theorie der goldene Schnitt wäre ;)
Du irrst dich eher. Oder der "Profi" hat es falsch erklärt. Es gibt auch keine "mathematische Variante", der goldene Schnitt ist, so wie vieles im Leben, mathematisch erklärbar - das ist alles. Das hat nichts mit Zahlenspielchen zu tun, ähnlich wie die Kreiszahl Pi. Dass zuerst auf das Auge eines Menschen guckt hat psychologische Gründe, die Augen sind starke Blickfänger (okay, es gibt noch andere, die kommen in dem Bild aber nicht vor...). Also: deine Theorie ist falsch, lies das Ganze nochmal nach.

Der goldene Schnitt ist auch eher so eine theoretische Sache, die bei der Reportagefotografie höchstens durch Glück zustande kommt. Da hat man einfach keine Zeit mal eben in die richtige Position zu rücken. Und man sieht, dass du z.B. versuchst, ein Bild wieder in "Werte" zu fassen, zu erklären warum es gut ist.

Zum Thema "Deutsche" @sa-ko:
Man sieht sehr viel "planbare" Fotografie, studiobeleuchtete Makros oder Portraits, viel Architektur und Landschaft (oft Panoramen), ganz viel HDR, also wenig Dynamisches sondern eher Statisches. Architektur ist ganz groß, sehr viele Profis machen hier Architekturfotografie (so kommt es mir vor). Alles auch sehr technisch, Großformatkameras, riesige Prints, beeindruckende Dynamik. Das ist auch ein bisschen auf's deutsche Publikum abgestimmt. Man kann das nicht pauschal sagen, aber die Tendenz ist doch zu beobachten dass der deutsche Fotograf und Fotointeressierte eher auf die technische, planbare Seite der Fotografie "abfährt". Ausnahme ist die Naturfotografie, die viel mit Glück und Geduld zu tun hat (aber Geduld ist auch eine deutsche Tugend, oder? ;)). Wenn ich Portraits sehe, dann sehe ich viel "Coolness", ich sehe Leute die sich mehr präsentieren, was mich persönlich nicht anspricht. Ich möchte mir keine Bewerbungsfotos oder Communityportraits ansehen. Aber das wird meistens gemacht, das ist jedenfalls mein Eindruck.
 

MacAlzenau

Golden Noble
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Finde ich nicht unbedingt. Wenn es ein gutes Bild ist, sieht man das sowieso.
Aber generell denke ich, daß man immer kritisieren darf (positiv oder negativ). Ein Bild ist einfach so da, das wirkt auf den Betrachter. Und der darf was dazu sagen. Wenn ich mir die Bilder von Lascaux anschaue, darf ich sie auch dann toll finden, wenn ich nie im Leben eine Chance haben werde, zu erfahren, was die Künstler vor zigtausend Jahren damit bezweckten.
Und manche modernen Bilder werden nicht wertvoll oder gut, weil einem ein Künstler lange die Ohren vollquatscht, welchen soziologischen oder sonstigen Ansatz er hatte und was er damit verfolgte.


UPS: ich sehe gerade, daß die geniale neue Forensoftware im Alphastadium da zwar den Eindruck erweckt, direkt unter einem Beitrag zu antworten, dann die Antwort aber zitatfrei ans Ende stellt.... es geht darum, daß weit oben wer meinte, man müsse die Intentionen des Künstlers kennen, um ein Bild beurteilen zu dürfen.
 

dubiosis

Salvatico di Campascio
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@ankaa: Natürlich wirkt ein Bild erstmal gut oder schlecht,aber man kann einen Delfin auf unterschiedliche Weisen präsentieren. Ich möchte jetzt einmal klarstellen, dass das nichts mit den Martinibildern zutun hat, es ist einfach so, dass heutzutage ein Bild nicht nur gut aussehen muss, sondern auch möglichst interessant wirken soll. Eine Message meine ich damit gar nicht. Aber der Unterschied zwischen Hoch- und Querformat macht schon etwas aus. Wenn man einen Wasserfall z.B. im Querformat fotografiert oder im Hochformat sind die Wirkungen schon unterschiedlich. Ich will auch hier mal den hier dezent kritisierten "Profi" in Schutz nehmen. Er ist nicht selbsternannt, sondern Foto"Lehrer" an einer Fotografenschule. Ich habe das wohl falsch in Erinnerung gehabt. Außerdem möchte ich dir auch danken, dass du mir Anregungen für die Verbesserung meiner Bilder als Links schickst. Dafür kann man auch mal ein Karma vergeben, finde ich ;)
 

dubiosis

Salvatico di Campascio
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@irreversibel:Wenn ich meine Bilder nach dem goldenem Schnitt fotografiere, mache ich das natürlich auch nicht mir Augenmaß, sondern mit Programmen wie GIMP etc., die eine Einstellung vorweisen, die die für den goldenen Schnitt relevanten Linien aufweist. Nach diesem goldenem Schnitt Schneide ich dann häufig Bilder, wenn sich das anbietet.
Meine Definition vom goldenem Schnitt habe ich aus dem Kopf aufgeschrieben. Wie vorher gesagt, sind das nicht die Worte des Fotografen gewesen. Das einzige, was ich mir aus diesem Kurs diesbezüglich gemerkt habe ist, dass der Blickfang des Bildes nicht die Mitte, sondern Punkte auf Linien außerhalb des mittigen Linien Kreuzes.
Dass ich das Auge des Soldaten fälschlicherweise für den goldenen Schnitt hielt, liegt, wie du sagtest, auch an der psychologischen Veranlagung des Menschen, aber auch daran, dass die Augen dem goldenen Schnitt schon sehr nahe kommen, wie ich finde.
 

Raida 08

Empire
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@ dubiosis
Kannst du nicht in deiner Kamera sogenannte Gitterlinien einblenden, dann brauchst die Bilder hinterher nicht bearbeiten/ schneiden. Was ich nicht weiß, ob deine Kamera solche Optionen bietet? Aber das konnte meine alte Aldiknipse schon.
Mir hilft das sehr, wenn ich wieder unterwegs bin und schon vor Ort sehen kann, ob die Bildkomposition so stimmt oder nicht. Vor allem für einmalige Gelegenheiten sehr hilfreich.
Und die Rate der guten Fotos steigt erheblich, bei sinkender Bearbeitungszeit!:-D
 

Irreversibel

Holländischer Prinz
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Also langsam frage ich mich, ob ich vielleicht versehentlich chinesisch geschrieben habe.

Mit ein wenig Erfahrung benötigst du kein Gimp mehr um dir den goldenen Schnitt zurecht zu croppen (kann Gimp das wirklich?! Oder macht es nur das, was ich im letzten Absatz dieses Beitrags beschreibe?). Es geht darum, das Kleine im Ganzen wiederzuerkennen, wenn ich es überhaupt beschreiben kann. Es geht auch nicht alleine um die Verhältnisse zum Bildrahmen sondern auch um die Verhältnisse von Strecken im Bild zueinander, die sich z.B. durch Änderung der Perspektive verschieben lassen (was Gimp sicher nicht kann). Das ist auch keine echte Millimeterarbeit, man kann es aber auch nicht "so ungefähr" machen. Wikipedia hat sogar einen korrekten Eintrag dazu, obwohl man das auch "auf Buch" haben könnte.

Klar kann man sagen dass du mit dem Auge ungefähr richtig lagst. Dasselbe kann man von der Nase oder dem Ohr behaupten. Sagen wir einfach: der Kopf wurde in einer bildwichtigen Region gelagert. Das ist sicherlich korrekt und der Begriff "goldener Schnitt" kommt darin nicht vor weil es schlichtweg falsch wäre, soweit ich das sehe.

Eine Drittelung, wie sie von den eingeblendeten Gitterlinien mancher (digitalen und analogen) SLRs erzeugt wird, entspricht nicht dem goldenen Schnitt! Das nennen viele "Regel der Drittel" oder "rule of thirds", als Orientierungslinien sind sie sehr hilfreich zur Bildgestaltung. Aber sie geben nicht den goldenen Schnitt wieder. Das wäre sowieso nur im Verhältnis zum Bildrand möglich, was, wie gesagt, nicht die einzigen (wenn auch wichtige) Bildlinien sind, die man dazu verwenden kann.
 

dubiosis

Salvatico di Campascio
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Ich habe mich heute noch einmal via Wikipedia über den goldenen Schnitt kund getan und konnte viele Fragen klären. Danke für euer Engagement mir das klarzumachen. Die Drittelregel habe ich glaube ich mit dem goldenen Schnitt verwechselt ;) Das mit den Gitternetzen kann meine Kamera auch- habe ich auch schon des öfteren genutzt GIMP kann das meines Wissens nach tatsächlich; Als Einstellung bei einem Bild kann man drittel Regel oder goldener Schnitt eingeben. Das Feld/Bild wird dem entsprechend aufgeteilt und verändert sich dynamisch.
 

Tschako

Empire
Mitglied seit
31.03.08
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@ dubiosis
Kannst du nicht in deiner Kamera sogenannte Gitterlinien einblenden, dann brauchst die Bilder hinterher nicht bearbeiten/ schneiden. Was ich nicht weiß, ob deine Kamera solche Optionen bietet? Aber das konnte meine alte Aldiknipse schon.
Ich habe noch eine EOS 400D die kann das auch nicht zumal sie kein LiveView besitzt.
Ich finde aber auch dass man seine Bilder nicht zwingen nach dem Goldenen Schnitt ausrichten muss, wenn ich eine tolle symmetrie sehe oder ähnliches was für mich eine erhebliche Wirkung erzielt dann möchte ich das nicht durch den Goldenen Schnitt zerstören auch wenn er oftmals zu interessanteren Bildern führen kann. Hauptsächlich beschneide ich meine Bilder aber auch nachträglich, einfach deshalb weil ich mir dann oftmals mehr Zeit lassen kann und vor allem weil ich gerne Quadratische Bildauschnitte wähle mir aber leider keine Mittelfomrat leisten kann.
 

Mister Cool

Starking
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02.01.12
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Danke, cool geschrieben!
Ich wünschte, alle Würden den Unterschied zw. Kritik an Bild und Kritik an Autor sowie konstruktiv und emotional verstehen