Ausprobiert: Anker Soundcore Flare 2

Jan Gruber

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Jan Gruber
Mit der Flare-Reihe hat Soundcore, die Audio-Untermarke von Anker, bereits einige gute Lautsprecher im Programm. Im Rahmen der CES stellte der Konzern jetzt die zweite Generation vor, dafür wurde der bestehende, große, Soundcore Flare weiter überarbeitet. Wir haben uns den neuen Lautsprecher näher angesehen.

Bluetooth-Lautsprecher scheinen immer noch ein großer Markt zu sein. Während sich viele Hersteller um den Markt der WLAN-Multiroom Schauspieler streiten, gibt es in diesem Segment noch mehr Wettbewerb. Die Vorteile dieser Lautsprecher liegen in der vergleichsweise einfacheren Konfiguration und dem in der Regel deutlich niedrigeren Preis, auch wenn die Grenzen an den jeweiligen Enden des Preisspektrums immer mehr verschwimmen.
Verarbeitung und Design


Beim Design hat Soundcore nur wenige Veränderungen vorgenommen, zugegeben war die Gestaltung bereits bei der ersten Generation durchaus gelungen. So erhalten wir einen röhrenförmigen Bluetooth-Lautsprecher mit dunklem Stoffbezug.

Am oberen und unteren Ende finden wir einen bunten LED Ring, beim Vorgänger war nur ein LED-Ring verbaut – doch dazu später. Das untere Ende ist gummiert, was auch bei feuchtem Untergrund und höheren Vibrationen (durch größere Lautstärke) sicheren Stand gewährt.
















Handhabung und Bedienung


Auch auf der Oberseite finden wir ein leicht verändertes Design vor, das sich vor allem auf die Handhabung auswirkt. Die Bedienelemente sind deutlich weniger in das Gehäuse versenkt, damit ist die Steuerung (ohne hinzusehen) wesentlich einfacher.

Auf der Rückseite finden wir nun die Tasten für die Bassverstärkung und die Koppelung. Dazu kommt ein USB-C-Anschluss zum Laden des 5.200 mAh großen Akkus. Die Laufzeit liegt bei 12 Stunden, in 3,5 Stunden ist der Lautsprecher wieder aufgeladen.

Das erste Koppeln ging problemlos vonstatten, wer nicht direkt über das Bluetooth-Menü gehen mag, kann ebenso die Begleit-App von Anker nutzen. Die Steuerung der Wiedergabe erfolgt dann über die Tasten auf der Oberseite oder über das verbundene Gerät. Auf dem Lautsprecher selbst finden wir außerdem noch eine Power-Taste sowie eine Taste, mit der sich die Lichteffekte durchschalten lassen.
Lichteffekte


Stichwort Lichteffekt: Das Hauptmerkmal der Lautsprecher sind natürlich die beiden LED-Ringe. Während der Wiedergabe gibt es so eine bunte Lichtshow mit vielen unterschiedlichen Animationen und Geschwindigkeiten. Diese können über die Taste durchgeschaltet werden, in der App sind die Einstellungen aber gefühlt deutlich feiner. Die Lichtshow soll nun auch synchron zur abgespielten Musik funktionieren, im Test kann ich das jedoch nicht ganz unterschrieben. Bei Musik mit viel Bass funktioniert der „Einsatz“ ganz gut, bei ruhigen, getragenen Balladen ist die Visualisierung meiner Meinung nach unpassend und irritiert mich eher. Alle Effektstufen wirken eher nach Party – wer den Tag mit einem ruhigen Hörbuch oder Podcast ausklingen lassen und den Lautsprecher als Nachtlicht nutzen möchte, ist hier leider falsch. Der Effekt kann jedoch deaktiviert werden, insofern geht dieses Feature für mich in Ordnung und ich begrüße die Weiterentwicklung.
App


Die App bietet die üblichen Funktionen Konfiguration und Update, zudem könnt ihr hier die Lichteffekte umschalten und etwas feiner einstellen. Dazu kommen Klangprofile, die ihr auswählen aber nicht weiter einstellen könnt.














Klang


Beim Klang macht der Soundcore Flare 2 einen guten Eindruck. Bei einem Frequenzgang von 73 Hz bis 20 kHz gibt es genug Raum, die Höhen und Tiefen sind in einem guten Verhältnis. Natürlich stößt die kleine Box mit 2 x 10 Watt Ausgangsleistung auch an ihre Grenzen.

Ab etwa 75 % der Lautstärke wird der Lautsprecher äußerst höhenlastig, hier helfen die Bass-Up-Funktion und die Equalizer, die über die App konfiguriert werden können. Der Bass kann sich sehen lassen und mal ehrlich: Der Lautsprecher kann extrem laut. 75 % sind bereits mehr als nur „Zimmerlautstärke“.

Der 360-Grad-Effekt funktioniert überraschend gut, durch die kleineren Bedienelemente auf der Rückseite fällt der „blinde Fleck“ deutlich kleiner aus als beim Vorgänger. Natürlich verliert der Lautsprecher so auch jeden Stereo-Effekt. Wer Wert auf Stereo legt, kann sich einen zweiter Soundcore Flare 2 zulegen. Wir haben nur ein Testexemplar erhalten und konnten den Effekt so leider nicht testen.
Fazit Anker Soundcore Flare 2


Der Soundcore Flare 2 punktet durch guten Klang – zumindest bei moderater Lautstärke –, einem interessanten Design und zusätzlicher Lichtshow. Angesichts des Preises ist der Lautsprecher eine Empfehlung – für die nächste Poolparty, aber auch für die „leiseren Töne“ in den eigenen vier Wänden.

Der Anker Soundcore Flare 2 wird für 79,99 Euro direkt auf Amazon angeboten.
Der Soundcore Flare 2 wurde uns von Anker für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an den Hersteller.


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