Benutzer 66680
Gast
Mir geht’s gar nicht darum, ob man könnte oder vielleicht, sondern darum, dass man in einem redaktionellen Umfeld keine Spekulation als Nachricht verkaufen sollte. Wenn etwas auf reinen Annahmen basiert, gehört das auch so gekennzeichnet, statt es als „Bericht“ darzustellen.Doch, hab ich gelesen und auch darauf Bezug genommen. Hast du meinen gelesen? Was ist daran, Zitat, „wirr“?
Eine Überschrift ist dazu da, eine Nachricht zusammenzufassen, zuzuspitzen und Interesse zu wecken. Natürlich könnte da, übertrieben formuliert, auch stehen „Apple wird angeblich sein geplantes Foldeable 18-Zoll-iPad erst 2029 rausbringen und der Preis könnte bei 3.900 Dollar liegen - berichtet Bloomberg“ - wird halt niemand machen.
Dass Apple von sich aus nicht ankündigt, dass ein geplantes aber noch nie öffentlich erwähntes Produkt erst 2029 erscheint, liegt denke ich etwas auf der Hand. Das wäre dann ein ziemlicher Paradigmenwechsel in der Kommunikationsstrategie von Apple…
Das hat nichts mit Meinung oder Auslegung zu tun, sondern mit sauberer Trennung zwischen Information und Interpretation. Wenn man beides vermischt, entsteht genau das, was hier passiert: ein Gerücht wird durch den Anschein von Redaktion plötzlich zur „News“.
Beispiel: Wenn man schreibt, dass Apple angeblich an einem neuen Modell arbeitet, das vermutlich teurer wird, ohne dass es dazu belastbare Quellen gibt, ist das keine Information, sondern reine Spekulation. Und wenn so etwas als News läuft, verwischt man die Grenze zwischen Journalismus und Meinungsblog.