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Apple testet Mobilfunkbetreiber auf iPhone 5-Tauglichkeit

Marc Freudenhammer

Horneburger Pfannkuchenapfel
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19.07.09
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Die Tatsache, dass Apple immer schon hohe Ansprüche an Mobilfunkbetreiber gestellt hat, damit diese die Produkte aus Cupertino anbieten dürfen, ist nicht ganz neu. Aber laut einem aktuellen Bericht bei Telecoms.com geht man bei Apple inzwischen sogar so weit, dass eigene Testreihen mit dem verfügbaren LTE-Netz im Zusammenspiel mit dem iPhone 5 durchgeführt werden. Fällt das Ergebnis nicht zur Zufriedenheit aus, darf das neueste Smartphone von dem Betreiber nicht als LTE-fähig beworben werden, teilte ein Sprecher der schweizerischen Swisscom in dieser Woche den Kollegen bei Telecoms.com mit.[PRBREAK][/PRBREAK]

Die grundsätzliche Betriebsfähigkeit in dem mobilen Netzwerk eines bestimmten Anbieters würde nach erst im Nachhinein nach erfolgreicher Tests via Softwareupdate nachgereicht, erklärt Bengt Nordstrom, CEO der Beraterfirma NorthStream. Diese Vorgehensweise sei sogar in einer speziellen Vertragsklausel festgehalten. Üblicherweise werden diese Netzwerk-Tests eher von dem entsprechenden Mobilfunkbetreiber durchgeführt, um die eigene Kundschaft nicht mit minderwertigen Produkten zu versorgen und das eigene Markenimage zu stärken. Apple dreht den Spieß einfach um, so Nordstrom.


A handset vendor vetting networks on a technical basis before allowing its device to be used on them is a reversal of this situation, and one that Apple alone has the power to bring about.


iPhone5_LTE-chip.jpg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Find ich eigentlich gut. Auch wenn sich jetzt viele gedulden müssen, bevor sie LTE nutzen können. Aber dann gibts wenigstens keine halben Sachen.
 
Nicht nur mit LTE hat das iPhone 5 Schwierigkeiten, auch mit dem einfachen 3G-Netz. So große Empfangsprobleme und schlechte Sprachqualität wie mit dem neuen 5er iPhone hatte ich noch nie bei Apple. Sogar noch nie mit einen Mobiltelefon.
 
Das faszinierende an der Situation: Es gibt gigantische Auflagen für Netzwerkausrüster und -betreiber, die erfüllt und verifiziert werden müssen so dass sichergestellt ist, dass sämtliche Normen und Protokolle eingehalten werden, bevor ein Netz oder auch nur ein Softwareupdate für die Vermittlungsstellen ans Netz dürfen.

Wenn also nach diesem ganzen Aufwand ein bestimmtes Mobiltelefon nicht funktioniert, dann liegt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Telefon.

Wie schon im Artikel beschrieben: Nur Apple kommt auf die Idee, dass Mobilfunknetze für das iPhone zertifiziert werden sollen und nicht das Telefon für das Netz.

Im Endeffekt wird das allerdings nur dazu führen, dass manche Netzbetreiber einfach keine iPhones anbieten, denn kein Netzwerkausrüster wird einen "iPhone-Mode" in seine Vermittlungsstellen und Radiocontroller einbauen, nur weil Apple der Ansicht ist, dass sie die Standards definieren und nicht etwa ITU und IETF.
 
Bist du dir da so sicher Scotch?

Ich stimme dir vollkommen zu, dass es die besagten Auflagen gibt, aber nicht jeder Netzbetreiber hält diese so ein! Der eine Netzbetreiber schlampt beim Ausbau, denn er möchte möglichst hohen Profit, baut der andere Netzbetreiber wesentlich ordentlicher aus und muss anfangs evtl. mit deutlich weniger Gewinn leben.

Und wenn du dir nur mal anschaust welche Mobiltelefone die Netzbetreiber selber zur Verfügung stellen, so garantiere ich dir, die verhökern teilweise den größten Schrott und akzeptieren sowas in den Netzen.

Das Apple hier in Deutschland nur die Telekom für LTE "zertifiziert", war sowas von abzusehen, denn was sich bei Vodafone LTE schimpft, ist geschwindigkeitsmäßig gerade mal HSPA. O2 verschläft den LTE Ausbau und E-Plus sollte sich besser um das vorhandene UMTS Netz kümmern.

Natürlich ohne Berücksichtigung der Frequenzen, ganz allgemein gesehen ;-)
 
Das faszinierende an der Situation: Es gibt gigantische Auflagen für Netzwerkausrüster und -betreiber, die erfüllt und verifiziert werden müssen so dass sichergestellt ist, dass sämtliche Normen und Protokolle eingehalten werden, bevor ein Netz oder auch nur ein Softwareupdate für die Vermittlungsstellen ans Netz dürfen.

Wenn also nach diesem ganzen Aufwand ein bestimmtes Mobiltelefon nicht funktioniert, dann liegt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Telefon.
Das ist - jetzt mal ganz milde gesagt - riesengroßer Blödsinn! Es gibt die gleichen gigantischen Auflagen für die Anbieter von Mobilfunkgeräten, d.h. nach der Logik könnte ich genausogut behaupten, dass jeder Fehler mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beim Netzwerkausrüster liegen muß. Und jetzt? Glaubst du, die Testgeräte von Firmen wie Anite, Anritsu und Rohde&Schwarz werden zum Spaß hergestellt und für teures Geld verkauft? Und schonmal was von GCF gehört? Schonmal die UE Conformance Specs der 3GPP gesehen?

Fehler passieren an allen drei Stellen: Netzwerk, Endgerät und Standardisierung. Es passiert oft genug dass sich ein Netzwerk nicht standardmäßig verhält, und die Anbieter der Mobiltelefone müssen einen Riesenaufwand betreiben, um die Sonderlocken einzelner Netzbetreiber zu implementieren. Von Netzbetreibern wie AT&T gibt es mehrere hundert Seiten lange Spezifikationen mit Sonderfunktionen, die man implementieren muß, um ins AT&T-Netzwerk zu dürfen. Softbank Mobile in Japan ist auch so ein Kandidat. DoCoMo kommt mir jetzt auch in den Sinn. Ach, je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Netzbetreiber fallen mir ein.

Und es passiert auch durchaus ab und zu, dass die Standards nicht 100% eindeutig sind, was dazu führt, dass sie von Netz und Telefon verschieden interpretiert werden. Und ja, auch die Netzhersteller müssen oft genug Software-Updates für ihre Geräte nachliefern.
Wie schon im Artikel beschrieben: Nur Apple kommt auf die Idee, dass Mobilfunknetze für das iPhone zertifiziert werden sollen und nicht das Telefon für das Netz.
Ja, Apple hat zum Glück die extreme Macht der Netzbetreiber gebrochen, die ja bei anderen Anbietern sogar so weit geht, dass die Namen der Netzbetreiber auf die Telefone gedruckt werden und dass die Benutzeroberflächen an die Netzbetreiberwünsche angepasst werden. Ja, Apple dreht den Spieß um. Wurde langsam mal Zeit!
Im Endeffekt wird das allerdings nur dazu führen, dass manche Netzbetreiber einfach keine iPhones anbieten, denn kein Netzwerkausrüster wird einen "iPhone-Mode" in seine Vermittlungsstellen und Radiocontroller einbauen, nur weil Apple der Ansicht ist, dass sie die Standards definieren und nicht etwa ITU und IETF.
Also zunächst mal kommen die Standards on 3GPP und ETSI. Abgesehen davon steht in dem Artikel nichts davon, dass es einen "iPhone-Mode" geben soll. Apple prüft einfach nach, ob die Netzwerke so funktionieren, wie das iPhone es erwartet. Das ist kein "iPhone-Mode". Im iPhone steckt ein Baseband-Chip von Qualcomm, der wahrscheinlich genauso z.B. auch in Samsung-Telefonen drinsteckt. Das heißt zum einen, dass es hier keine "Sonderinterpretation" von Qualcomm gibt, sondern die Interpretation des größten Baseband-Herstellers der Welt. Zum anderen kann man von Qualcomm durchaus erwarten, dass sie standardkonforme Basebands implementieren können.
 
Bist du dir da so sicher Scotch?

Ja.

Der eine Netzbetreiber schlampt beim Ausbau, denn er möchte möglichst hohen Profit, baut der andere Netzbetreiber wesentlich ordentlicher aus und muss anfangs evtl. mit deutlich weniger Gewinn leben.

Das ist aber etwas völlig anderes, als was Apple möchte. Wenn Apple Auflagen an den Netzausbau stellen will - bitte schön. Aber warum sollten sie? Die wollen Telefone verkaufen, ob dann kein Netz da ist, ist nicht deren Problem. Wenn sie allerdings Telefone verkaufen, ein Netz da ist und man trotzdem nicht telefonieren kann, dann schon ;-)

Das Apple hier in Deutschland nur die Telekom für LTE "zertifiziert", war sowas von abzusehen, denn was sich bei Vodafone LTE schimpft, ist geschwindigkeitsmäßig gerade mal HSPA.

In einer der letzten ct's war ein ausführlicher Artikel mit Messreihen, der deine Aussage nicht bestätigt. Hast du andere Daten?

O2 verschläft den LTE Ausbau und E-Plus sollte sich besser um das vorhandene UMTS Netz kümmern.

Die haben schlicht und einfach kein Geld dafür. Supergünstige Tarife haben ihren Preis...
 
Das ist - jetzt mal ganz milde gesagt - riesengroßer Blödsinn!

Nö.

Glaubst du, die Testgeräte von Firmen wie Anite, Anritsu und Rohde&Schwarz werden zum Spaß hergestellt und für teures Geld verkauft?

Nö, aber nur weil es sie gibt, heisst das noch lange nicht, dass die a) funktionieren (wir haben gerade die drei weltgrößten Anbieter von Conformance Testing Tools 'rausgekickt, weil ihre tools nicht den Normen entsprechen) und sie b) auch eingesetzt werden. Gerade Endgerätehersteller im Mobilfunkbereich sind "berühmt" dafür da schon mal Abkürzungen zu nehmen, denn wenn sie einen zertifizierten Chipsatz kaufen, warum dann das fertige Produkte nochmal testen? Da wurde ja "nur" noch ein bisschen Software 'drum'rum gestrickt ;-)

Schonmal die UE Conformance Specs der 3GPP gesehen?

Klar, aber dir ist schon bewusst, dass die nichts mit Apples Problemen in 3G und 4G Netzen zu tun haben?!

Von Netzbetreibern wie AT&T gibt es mehrere hundert Seiten lange Spezifikationen mit Sonderfunktionen, die man implementieren muß, um ins AT&T-Netzwerk zu dürfen. Softbank Mobile in Japan ist auch so ein Kandidat. DoCoMo kommt mir jetzt auch in den Sinn.

Da bringst du jetzt aber einiges durcheinander. AT&T und ganz besonders Softbank benutzen in ihren Netzen Funktionen, die nicht standardisiert sind (bzw. nur national standardisiert sind) und dann marktspezifisch implementiert werden müssen. Das hat aber nichts mit Endgeräten zu tun, so lange sie nicht Funktionen implementieren, die auf einen nationalen Markt zugeschnitten sind - es wäre mir neu, dass es landesspezifische iPhone-Modelle gibt.

Und es passiert auch durchaus ab und zu, dass die Standards nicht 100% eindeutig sind, was dazu führt, dass sie von Netz und Telefon verschieden interpretiert werden.

ACK. Und Apple hätte eben gerne, dass sich alle an ihre Interpretationen halten ;-)

Ja, Apple dreht den Spieß um. Wurde langsam mal Zeit!

Seltsam ist immer wieder, dass Hegemoniebestrebungen Apples immer "langsam mal Zeit" werden, während dies bei Netzbetreibern, Microsoft und im wesentlichen dem Rest der Welt etwas ist, was es "zu brechen" gilt.

Also zunächst mal kommen die Standards on 3GPP und ETSI.

Und diese Standards gehören...?! Genau. Vielleicht mal einfach nachdenken, anstatt immer nur Akronyme von sich zu geben.

Apple prüft einfach nach, ob die Netzwerke so funktionieren, wie das iPhone es erwartet.

Schön formuliert ;-) Du siehst das Problem?

Im iPhone steckt ein Baseband-Chip von Qualcomm, der wahrscheinlich genauso z.B. auch in Samsung-Telefonen drinsteckt. Das heißt zum einen, dass es hier keine "Sonderinterpretation" von Qualcomm gibt, sondern die Interpretation des größten Baseband-Herstellers der Welt. Zum anderen kann man von Qualcomm durchaus erwarten, dass sie standardkonforme Basebands implementieren können.

Oh ja und das tun sie. Da ist sie wieder, die Sache mit "das Chipset ist standardkonform, also ist es mein Telefon auch". Die paar GB Code, die da 'drauf laufen können ja nun nicht wirklich was ändern, oder? Das "Detail", dass die Chipsätze zwar SS7, Abis, Iu & Co. implementieren, die Applikationslayer das dann aber immer noch korrekt benutzen müssen, fällt halt vielen Endgeräteherstellern erst im Feldtest auf. Wenn der Kunde Glück hat ;-)
 
Manche scheinen zu denken, dass man ein OS nimmt, paar Bauteile, nettes Design drum und schon hat man ein Smartphone, das 3G und LTE Netze ausnutzt. Hust. Fragt Euch mal, wieso Firmen wie Qualcomm, apple, telekom, R&S, Agilent & Co. hundertausende MA haben. Die drehen nicht den ganzen Tag Däumchen.
 
Ja, ja. Aber die eigene Map hat Apple nicht getestet.8-)
 
Ja.
In einer der letzten ct's war ein ausführlicher Artikel mit Messreihen, der deine Aussage nicht bestätigt. Hast du andere Daten? .

die LTE Messung wurde nicht mit in den Test einbezogen und die paar Messpunkte, an denen LTE getestet wurden sind nicht repräsentativ. Auch das Connect dieses Jahr einfach ein Bundesland vergessen hat und die Route kaum über Autobahnen ging, ist mehr als schlecht. Wenn dann sollte es ausgewogen sein ;)

Du musst dir einfach mal die Probleme mit LTE im Vodafone Netz anschauen bzw. durchlesen und auch dort wo es zu Überlastungen kommt, weil Vodafone mit Richtfunk ausbaut. Ist im Übrigen sehr amüsant :-D
 
Kann ich nichts zu sagen, da ich keine derartigen Probleme habe.