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Michael Reimann

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Michael Reimann
Apple plant die Einführung einer neuen, eigens entwickelten App namens Passwords. Diese soll es Kund:innen erleichtern, sich auf Websites und in Softwareprogrammen anzumelden. Die Vorstellung der App erfolgt im Rahmen von iOS 18, iPadOS 18 und macOS 15, den nächsten großen Versionen der Betriebssysteme für iPhone, iPad und Mac.

Die neue App wird am 10. Juni auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) von Apple enthüllt. Die Passwords-App basiert auf iCloud Keychain, einem langjährigen Apple-Dienst, der Passwörter und Kontoinformationen zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren kann. Bisher war diese Funktion in den Einstellungen versteckt oder wurde nur beim Einloggen auf Websites angezeigt.

Durch die Umwandlung dieser Funktion in eine dedizierte App versucht Apple, mehr Nutzer:innen zur Verwendung sicherer Passwörter zu bewegen und die Privatsphäre seiner Geräte zu stärken. Gleichzeitig tritt die App in direkte Konkurrenz zu Drittanbieter-Software wie 1Password und LastPass. Apple wird es den Nutzer
ermöglichen, Passwörter von konkurrierenden Diensten zu importieren.

Merkmale der Passwords-App​


  • Benutzeroberfläche: Die App bietet eine Liste von Benutzeranmeldungen und teilt die Details in verschiedene Kategorien auf, wie Konten, Wi-Fi-Netzwerke und Passkeys. Passkeys sind eine von Apple beworbene Passwortalternative, die auf Face ID und Touch ID basiert.
  • Automatisches Ausfüllen: Wie die meisten Passwortmanager kann die Passwords-App Daten automatisch in Websites und Apps einfügen, wenn sich Nutzer
    anmelden.
  • Kompatibilität: Die Software wird auch auf dem Vision Pro Headset und Windows-Computern funktionieren. Zudem unterstützt sie Verifizierungscodes und kann als Authentifizierungs-App ähnlich wie Google Authenticator dienen.

Wettbewerb und Markteinführung​


Mit der Einführung der Passwords-App intensiviert Apple den Wettbewerb mit etablierten Passwortmanagern wie 1Password und LastPass. Dies ist ein weiterer Schritt, um die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit für Apple-Nutzer:innen zu verbessern.

Die Passwords-App ist nur ein Bestandteil der WWDC-Veranstaltung. Der Hauptfokus wird auf Apples Initiative im Bereich Künstliche Intelligenz liegen, die Funktionen wie Benachrichtigungszusammenfassungen, sofortige Fotobearbeitung, KI-erstellte Emojis und eine leistungsfähigere Version des digitalen Assistenten Siri hinzufügen wird. Apple wird auch eine Partnerschaft mit OpenAI ankündigen, um den ChatGPT-Chatbot zu nutzen.

Fazit​


Die Einführung der Passwords-App zeigt Apples Engagement, die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit seiner Geräte zu erhöhen. Mit der neuen App können Nutzer
sicherere Passwörter erstellen und verwalten, was einen erheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz darstellt. Die kommende WWDC verspricht, spannende Neuerungen und Verbesserungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des Gerätemanagements zu bringen.

Quelle: Bloomberg

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Golden Noble
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Vielleicht entwickelt ja Apple bald auch selbst Spiele, dann könnte der ein oder andere Spieleentwickler schließen.
 
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BalthasarBux

Dithmarscher Paradiesapfel
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Mit der neuen App können Nutzer sicherere Passwörter erstellen und verwalten, was einen erheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz darstellt.
Wirklich? Ich bin bei der OpenSource-Konkurrenz (KeePass und Strongbox) und sehe in Apples Vorhaben keinen "erheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz", sondern höchstens ein Aufschließen zur Konkurrenz. Aber solang deren Software keine Android- oder Linux-Varianten aufgestellt hat und Plugins für alle Browser bietet, ist die Konkurrenz besser aufgestellt.
 

u0679

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Muss man schauen, am Montag, was die App genau kann und macht. Aktuell bin ich bei Keepass, allein weil die Datenbank lokal liegt auf meinem NAS. Kennwörter in der Cloud, egal ob bei Apple oder jemand anderem finde ich persönlich immer etwas unsicherer.
 

Mitglied 241048

Gast
allein weil die Datenbank lokal liegt auf meinem NAS.

Für mich gibt es da nichts besseres als Bitwarden. Das kann nämlich auch Vaultwarden auf meinem NAS nutzen und es gibt kostenlose Clients für alle Apple-Betriebssysteme sowie für Windows, Android und alle möglichen Browser als Plug-Ins bzw. Add-Ons. Zudem unterstützt Bitwarden Passkeys und TOTPs (wobei ich dafür eigentlich nur spezielle Authenticator-Apps nutze).

Ich kann Bitwarden sogar über synology.me auf meinem VPN-geschützten Arbeitsrechner als Erweiterung für Edge und Firefox nutzen.
 
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MichaNbg

Graue Herbstrenette
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Wenn man Michaels Satz bezüglich der „Konkurrenz“ zitiert, sollte man auch mit der wirklich addressierten Konkurrenz und der dazugehörigen Zielgruppe vergleichen.

Wie viele Menschen werden wohl einen Bitwarden Container auf nem Raspi, NAS oder nem NUC laufen und die ggf sogar über VPN exponiert haben? Richtig …. Kaum jemand.

Diese App wird nicht mit selfhosting Lösungen konkurrieren sondern eben mit anderen Cloud Diensten wie 1Password oder dem Google Passwort Manager. Zielgruppe „Otto Normal“

Und darauf bezogen könnte Apple hier schon Vorteile haben. Aufgrund des (noch) vorhandenen höheren Vertrauens oder ggf sogar aufgrund der Sicherheit, wenn sie das richtig kommunizieren oder hier größere Anstrengungen unternehmen als andere Passwortmanager.

Wenn Apple es wirklich ernst meint gilt natürlich auch hier: bring it to Android.
 

Mitglied 241048

Gast
Bitwarden gibt es bekanntlich auch als Bezahllösung mit Cloud-Anbindung. Der Vorteil der Apple-Lösung wäre eigentlich nur die Kostenfreiheit für Apple-Kunden. Aber wenn Apple das dann auch für andere Betriebssysteme bringt, würden sie bestimmt ein Abo-Modell anbieten.

Das mit der NAS-Nutzung über Vaultwarden sollte lediglich aufzeigen, dass es auch sehr gute und kostenlose Lösungen von Dritten gibt, die universell nutzbar sind. Dass Lieschen Müller das so eher nicht umsetzen wird, ist klar.

Für reine Apple-Nutzer frage ich mich eh, wo da der Vorteil gegenüber dem Schlüsselbund liegt.
 

MichaNbg

Graue Herbstrenette
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Für reine Apple-Nutzer frage ich mich eh, wo da der Vorteil gegenüber dem Schlüsselbund liegt.
Da die Keychain fest in iOS und macOS integriert ist, gibt es hier keinen Vorteil. Sofern sie nicht auch die UI umgebaut haben. Mit dieser Lösung hast du halt nur auf anderen Plattformen verloren. Weshalb nutzen auch Apple Kunden bsp. 1Password etc.? Auch oder vor allem weil diese plattformunabhängig arbeiten. iOS, macOS, Windows, Android, ... egal. Für alles gibts Apps und Plugins. Apple Keychain gibt es eben nur bei Apple, nur ein Browser-Plugin für Windows ist noch verfügbar. Und das funktioniert eher so meh.... zumindest das letzte mal als ich es getestet habe.
 
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Michael Reimann

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Es soll ja auch unter Windows funktionieren so steht es zumindest in der Gerüchteliste.

Und was die ganzen Anwendungen angeht, die hier zitiert werden die sind alle toll und die funktionieren hervorragend und ich glaube auch, dass Passwortverwaltung eine sehr individuelle Lösung ist.

Vielleicht wendet sich Apple mit der App ja an normale Userinnen und User, wie keine IT Spezialisten sind
 
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RebelSoldier

Welscher Taubenapfel
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Bitwarden gibt es bekanntlich auch als Bezahllösung mit Cloud-Anbindung. Der Vorteil der Apple-Lösung wäre eigentlich nur die Kostenfreiheit für Apple-Kunden. Aber wenn Apple das dann auch für andere Betriebssysteme bringt, würden sie bestimmt ein Abo-Modell anbieten.

Das mit der NAS-Nutzung über Vaultwarden sollte lediglich aufzeigen, dass es auch sehr gute und kostenlose Lösungen von Dritten gibt, die universell nutzbar sind. Dass Lieschen Müller das so eher nicht umsetzen wird, ist klar.

Für reine Apple-Nutzer frage ich mich eh, wo da der Vorteil gegenüber dem Schlüsselbund liegt.

An der Stelle muss ich einmal einhaken: Bitwarden ist für Privatkunden kostenlos. Lediglich wenn du ein paar Zusatzfeatures haben möchtest (u.a. integrierten Authenticator) musst du einen kleinen Obulus zahlen. Wobei der mit 10$/Jahr äußerst überschaubar ist.

Bei Self-Hosting sollte man übrigens wissen, was man tut. Schließlich liegt dann sämtliche Security bei einem selbst. Ich würde mir das als Laie ehrlich gesagt nicht zutrauen.
 

Idontlikeusernames

Eifeler Rambour
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Ich finde eine eigene App für Passwörter ganz gut, muss ich sagen.
Erweiterte Funktionalitäten ähnlich der Konkurrenz - finde ich - tun dem ganz gut.

Zumindest Windows in Verbindung mit Chrome oder Edge wird aber aktuell auch schon unterstützt vom iCloud Schlüsselbund
 

Carcharoth

Beauty of Kent
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Solche Daten bei Firmen in dieser Grösse zu speichern, ist so lange lustig, bis man dann aus versehen den Account gesperrt kriegt und dann nicht mehr an diese Daten rankommt.
Kleinere Firmen haben wenigstens noch nen direkteren Draht zu nem Techniker, bei Apple wirds schon fast unmöglich.
Hoffentlich ist das Zeug alles irgendwo lokal abgelegt. Ansonsten viel Spass beim PWs resetten.


Und da gleich die üblichen Evangelisten um's Eck kommen werden, dass sowas ja nieeee vorkommt: Doch. :)

 

voyager

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Es soll ja auch unter Windows funktionieren so steht es zumindest in der Gerüchteliste
Und das wäre sicher für einige auch ein großer Vorteil. Oft kann man ja nicht nur auf MacOS zu 100% setzen, sondern ist, für was auch immer (Games, spezielle Anwendungen,…) auch auf Windows angewiesen

Ich finde den Schritt gut, und könnte bei mir 1Password eliminieren
 

BalthasarBux

Dithmarscher Paradiesapfel
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@voyager Wirklich, auch bei der durchschnittlichen Apple-Softwarequalität unter Windows?
Ich halte es da lieber mit @Carcharoth und lagere die meisten/wichtigsten Daten unabhängig von Apple.
 
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MichaNbg

Graue Herbstrenette
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Ich würde zumindest empfehlen, den Passwort Manager unabhängig vom gewählten email Dienst zu betreiben.

Sperrt Apple dir den Account und du kommst nicht mehr an deine Keychain ran, kannst du auch kein Passwort mehr zurücksetzen, wenn du iCloud als email Provider nutzt 🙃

Da werden noch einige so ihr Wunder erleben, was es bedeutet die gesamte digitale Identität, inkl. E-Mails, Dokumenten, Audio und Video, bei einem Anbieter zu haben, wenn’s da mal Probleme mit dem Account gibt.

Vor allem bei so gut erreichbaren und vor allem in ihren Entscheidungen und Prozessen transparenten Anbietern wie Apple 😁
 

HeinerM

Galloway Pepping
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Interessant! Bin mal auf den Kostenfaktor gespannt.

….und ja, wir müssen uns wirklich mal wieder treffen….(Sendung vom Freitag)
 
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jensche

Harberts Renette
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Apple verwendet derzeit intern 1Password für seine Mitarbeiter. Ich bin selbst ein 1Password-Nutzer, würde jedoch eine integrierte Apple-Lösung im Stil von 1Password bevorzugen.

Sperrt Apple dir den Account und du kommst nicht mehr an deine Keychain ran, kannst du auch kein Passwort mehr zurücksetzen, wenn du iCloud als email Provider nutzt 🙃

Da werden noch einige so ihr Wunder erleben, was es bedeutet die gesamte digitale Identität, inkl. E-Mails, Dokumenten, Audio und Video, bei einem Anbieter zu haben, wenn’s da mal Probleme mit dem Account gibt.
Das macht durchaus Sinn. Allerdings denken viele Menschen nicht an solche Dinge. Ein ähnliches Problem gibt es bei Domains. Meiner Meinung nach sollte man Domains und Hoster komplett trennen und die Domain über einen DNS-Eintrag dem jeweiligen Hoster zuweisen. Wenn alles an den Hoster gekoppelt ist, ist eine mögliche Migration nicht immer ganz einfach.
 
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