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Apple plant angeblich ein Rechenzentrum in Europa

Philipp Schwinn

Herrenhut
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Wie die holländische Seite Iphoneclub unter Berufung auf einen lokalen Fernsehsender berichtet, plant Apple ein Datenzentrum in Europa. Genauer soll sich der Konzern die holländische Stadt Eemshaven dafür ausgesucht haben – eine durchaus beliebte Ortschaft wenn es um das Errichten einer Serverfarm geht. Neben Microsoft besitzt dort nämlich auch Google eine rund 10.000 Quadratmeter große Anlage. Grund für diese Präferenz sind die transatlantischen Datenleitungen die von dort aus in die Vereinigten Staaten führen.[prbreak][/prbreak]

eemshaven.jpg

Dem Bericht zufolge sollen durch Apples Pläne zwischen 150 und 200 feste Arbeitsplätze entstehen. Über die entstehenden Kosten sind keine genauen Zahlen bekannt, Konkurrent Microsoft zahlte allerdings eine Summe von rund zwei Milliarden Euro. Der in Cupertino ansässige Konzern dürfte auch an diesem Standort ein großes Interesse an grüner Energie haben und wird versuchen, das Rechenzentrum vollständig durch diese zu versorgen. Aufgrund der Küstenlage bieten sich in Eemshaven wahrscheinlich vor allem Windkraftwerke an.

via Iphoneclub
 
Hätten sie sich mal Norwegen ausgesucht, da gibt es fast ausschließlich Energie aus Wasserkraft ;)
 
Ist auch Meeresspiegeltechnisch so ein bischen ungünstig.
 
Aber wohl keine transatlantischen Datenkabel in die USA. Und wer weiß was die NSA bezahlt hat, dass Apple genau diese Kabel benutzen wird. ;)


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Wollte man den europäischen Nutzern was Gutes tun würde man eher nach Frankfurt oder Amsterdam gehen.
 
Wozu ein Rechenzentrum in einer Großstadt hinstellen? :(
 
Vielleicht hat das ja eine Rolle gespielt:
Essentielle Elemente für ein Datenzentrum sind Glasfasernetze, Carrier und Internet-Knoten. Fast noch wichtiger ist es jedoch, durch die Verknüpfung mehrerer Vermittlungsstellen, von denen eine nach Möglichkeit im Ausland liegen sollte, eine ausreichende Redundanz aufzubauen. In dieser Hinsicht verfügt der Eemshaven für die größeren Datenzentren über eine exzellente Lage, denn eines der transatlantischen Seekabel aus Amerika mit einer großen Datenübertragungskapazität kommt im Eemshaven an Land. Dieses Kabel steht in direkter Verbindung mit dem GnIX (Groningen Internet Exchange) und kann auf einfache Weise sowohl mit der Vermittlungsstelle in Amsterdam als auch mit der in Hamburg verbunden werden.
Quelle

Dazu noch Ausfallsicherheit durch redundante Energieversorger (Quelle siehe ebenda)
 
"Essentielle Vorraussetzungen sind Glasfaserkabel" - wer hätte das gedacht :p Essentiell ist v.a. dass die NSA uneingeschränkten Zugriff darauf hat.


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Und die hat die NSA in Deutschland nicht? Oha!
 
Doch, nur wie bekannt ist, verweilt der Breitbandausbau in Deutschland noch im Mittelalter. Wenn schon Daten raubkopieren, dann aber bitte mit Volldampf :p ;)


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Hat jemand zu diesem Bauvorhaben eigentlich irgendwo Neuigkeiten gefunden? Meine kurze Recherche hat nix ergeben.

Ich begrüße das Bauvorhaben sehr und hoffe, dass es kein Gerücht bleibt. Mit einem Rechenzentrum auf europäischem Boden würde Apple mittelfristig wenigstens einen kleinen Schritt auf seine europäischen Nutzer und deren Datenschutzbedürfnisse zukommen.
 
Nun ist es offiziell von Apple bestätigt : Apple will sogar zwei Rechenzentren in Europa bzw. der EU bauen für 1,7 Milliarden Dollar. Entstehen sollen die Rechenzentren in Dänemark und Irland.

Damit will man wohl der Anzahl nach mit Microsoft und Amazon gleichziehen: Amazon betreibt bereits europäische Rechenzentren in Irland und Deutschland. Microsoft in Irland und den Niederlande.

Google ist Spitzenreiter mit Rechenzentren in Irland, den Niederlande, Belgien und Finnland.

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie sich die Datenschutz-Regelungen in der EU weiterentwickeln. Vielleicht gibt es ja irgendwann tatsächlich mal die Chance, das unsere Daten - zumindest theoretisch - nicht Europa verlassen, wenn es denn auch ein europäisches Routing gibt.