Apple möchte seine Produktion auf Recycling-Rohstoffe umstellen

Martin Wendel

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Apple hat sich ein hochgestecktes Ziel gesetzt: Das Unternehmen möchte für die Produktion all seiner Geräte nur noch auf Recycling-Rohstoffe, darunter Aluminium, Kupfer, Zinn und Wolfram, setzen. Das hat Lisa Jackson in einem Interview verraten. "Es klingt verrückt, aber wir arbeiten daran", so die Apple-Umweltchefin. "Eines Tages wollen wir in der Lage sein, neue Produkte nur aus recycelten Materialen – auch aus deinen alten Geräten – herzustellen."
Ziel: 100 Prozent Recycling-Rohstoffe


Ziel sei es, für die Produktion seiner Produkte vollkommen auf den Abbau von Rohstoffen zu verzichten. Bis wann oder gar wie dieses Ziel erreicht werden soll, ist derzeit noch nicht einmal Apple klar. Letztendlich handelt es sich also um ein Bekenntnis zu einer nachhaltigen Produktion.
"Wir sind ein wenig nervös"


"Wir machen eigentlich etwas, das wir sonst nie tun. Wir kündigen ein Ziel an, bevor wir uns überhaupt vollkommen klar geworden sind, wie wir es erreichen wollen. Wir sind also ein wenig nervös. Wir denken aber auch, dass es wirklich wichtig ist, da wir glauben, dass sich die Technologie-Branche in diese Richtung bewegen sollte", so Lisa Jackson weiter.

Via 9to5Mac
 
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Sauron

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Das ist doch mal ein positives Ziel. Ich hoffe, sie erreichen es und andere Firmen machen es ihnen nach.
 

Waldbär

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Wie war das? Der "Glaube" stärkt die Hoffnung und die stirbt bekanntlich zuletzt.

Im Ernst, ein nobles Ziel, aber interessanter fände ich konkrete Zwischenziele, z.B. 90% Recycling-Rohstoffe ab 2020. So ist es nur eine nette Wolke ("eines Tages" - klingt nicht umsonst wie ein Märchen, oder?).
 

TheTrooper

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Gute Aussage! Hoffe, dass Sie es bald umsetzen. Cradle To Cradle.
 

Apfelkescher

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Wo währen wir heute ohne Visionen und Ziele? Was vor ein paar Jahren oder Jahrzehnten nicht vorstellbar schien, ist heute Realität: Das Handy in der Tasche mit einer Rechenleistung die in den 60er Jahren nur Platz in einer Turnhalle gefunden hätte. Die Entwicklung vom Pferdefuhrwerk zum Auto. Die Industrialisierung, das elektrische Licht. Oder der Künste aller Menschheitsträume, das Fliegen......
 
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iDesign

Spartan
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"Eines Tages wollen wir in der Lage sein, neue Produkte nur aus recycelten Materialen – auch aus deinen alten Geräten – herzustellen."
Substanzloses Marketing. "Eines Tages..." Amazing!

Würde sich der US-amerikanische Konzern tatsächlich für die Umwelt interessieren, würde man die Produkte nicht als irreparabel konzipieren und Verschleißteile nicht fest im Inneren des Gehäuses verkleben.
 

kelevra

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Substanzloses Marketing. "Eines Tages..." Amazing!

Würde sich der US-amerikanische Konzern tatsächlich für die Umwelt interessieren, würde man die Produkte nicht als irreparabel konzipieren und Verschleißteile nicht fest im Inneren des Gehäuses verkleben.
Irreparabel stimmt so nicht. Apple kann die Geräte reparieren, etwa Akkus oder Displays tauschen. Nur weil es Hinz und Kunz nicht kann, bedeutet nicht, dass es nicht geht. Die Frage ist nur wie aufwendig das für einen Laien ist.

In Zeiten von hochintegrierten Schaltkreisen und mikroskopisch kleiner Kabelverbindungen zwischen den Komponenten, sollte man sein eigenes Können nicht zu sehr überschätzen.

Sich überhaupt das Ziel zu setzen ist ein Statement. Natürlich geben sie keinen Zeitrahmen an, das wäre nämlich völlig utopisch. Vor zig Jahren hat Apple sich das Ziel gesetzt sein HQ sowie seine Rechenzentren zu 100% mit Ökostrom zu versorgen. Heute, im Jahr 2017, haben sie das Ziel schon fast erreicht. Bemerkenswert ist dabei die Geschwindigkeit bei der Umsetzung dieses Vorhabens. (siehe Grafik). Das sollen andere erstmal nachmachen.
 

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Martin Wendel

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Bemerkenswert ist dabei die Geschwindigkeit bei der Umsetzung dieses Vorhabens. (siehe Grafik). Das sollen andere erstmal nachmachen.
Und das implementiert auch die Zulieferkette, bei denen es sich gar nicht um Subunternehmen von Apple handelt.
 

ullistein

Sonnenwirtsapfel
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Grundsätzlich finde ich es auch gut, sich ein solches Ziel zu setzen, ist irgendwie aber auch logisch, denn die Ressourcen gerade für bestimmte Stoffe sind absehbar endlich.

Was mich dabei interessieren würde, ist, wie die Ökobilanz beim Recycling ist. Aluminium ist ja bekannterweise schon bei der Herstellung und Verarbeitung extrem energiehungrig und umweltschädlich, wie sieht es also beim Recycling aus?
 

Mure77

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Ich finde das Vorhaben von Apple klasse und wer sie kennt wird wissen dass sie es umsetzen werden. Und das Schöne wird sein dass die Anderen mitziehen müssen. Gut für uns alle.
 

nickkenny

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Apple hat auf seiner Seite 4 kurze Clips reingestellt.
Ich finde sie echt klasse, mal ein anderer Einblick was Apple für die Umwelt macht.
 

JohnnyBGoode

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@Schomo

Danke für den Hinweis, hatte ich gerade auch durch Zufall gefunden, als ich nach Teilen für eine MacBook Pro-Reparatur im Internet gesucht habe.

Mich würde ja interessieren, ob ein Unternehmen am Markt bestehen könnte, das keinerlei (Greenwashing-/Marketing-)Bullshit von sich gibt, also relativ pragmatisch die Vorteile seiner Produkte ansprechen kann, aber beispielsweise auch proaktiv auf gefundene (Serien-)Fehler hinweist.
 

Butterfinger

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Das ist doch mal ein positives Ziel. Ich hoffe, sie erreichen es und andere Firmen machen es ihnen nach.
Es gibt doch schon Firmen, die dieses Ziel verfolgen und Apple macht es nach ;). Das Thema Recycling ist ja nicht neu ;) (Apple erfindet ja das Rad nicht neu).
100% bezweifele ich, weil ein Akku ja doch zum Bereich Sondermüll gehört und wirklich nur gewisse Materialien wieder hergenommen werden können. Natürlich gibt es noch weitere Bauteile, die ggf. zum Bereich des Sondermülls gehören.

Ich denke, Apple könnte da auf die (deutsche) Autoindustrie (z.B. BMW oder Audi) schauen, da funktioniert das Thema Recycling und Nachhaltigkeit ganz gut. Die Frage ist, warum Apple erst so spät auf das Thema eingeht?
 

Schomo

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Es gibt doch schon Firmen, die dieses Ziel verfolgen und Apple macht es nach ;). Das Thema Recycling ist ja nicht neu ;) (Apple erfindet ja das Rad nicht neu).
100% bezweifele ich, weil ein Akku ja doch zum Bereich Sondermüll gehört und wirklich nur gewisse Materialien wieder hergenommen werden können. Natürlich gibt es noch weitere Bauteile, die ggf. zum Bereich des Sondermülls gehören.

Ich denke, Apple könnte da auf die (deutsche) Autoindustrie (z.B. BMW oder Audi) schauen, da funktioniert das Thema Recycling und Nachhaltigkeit ganz gut. Die Frage ist, warum Apple erst so spät auf das Thema eingeht?

Das Problem ist, dass Apple ja gar nicht darauf eingeht sondern nur Bla Bla verkauft. Ihre Produkte können nicht mehr repariert werden. Ich erinnere nur mal an die desaströsen MB Produkte. OK Apple hat die Grafikkarten nicht gebaut, aber verbaut. Und die Zukunft sieht immer düsterer aus. Wenn etwas defekt ist musst du das komplette Mainboard tauschen. iPhones werden eh gleich getauscht. Wenn dein Akku im Eimer ist - was sehr realistisch ist? Was machst du bei einem defektem, verklebten Akku? Wenn du einen Flüssigkeitsschaden hast (Nr. 1 aller Probleme) Dann macht Apple nichts dagegen um das zu verhindern. Aber auch gar nichts. Also in die Recycling Tonne treten. Und wie Louis Rossman ja in dem von mir gepostetem Video erklärt, werden nur 20 % wirklich wiederverwertet.
 
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kelevra

Fairs Vortrefflicher
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Man sollte vielleicht auch mal bedenken, dass eine Reparatur in dem Stile wie es in dem Video gezeigt wird, sehr aufwendig ist und deutlich länger dauert als die 1h, die das Video dauert. Zudem benötigt man auch das entsprechende Equipment und die Kenntnisse. Zudem ist es natürlich auch einfach, wenn man den Fehler schnell einschränken kann.

Ich würde nicht von einem Video auf ALLE Reparaturfälle schließen, und gebe zu bedenken, dass eine solche Reparatur mehr kostet, als die Platine Wert ist. Unabhängig jetzt mal vom Preis, den Apple vom Kunden verlangt.

Perfekt ist das sicher auch noch lange nicht, aber wenn man nie anfängt es besser machen zu wollen, wird es auch nie besser gemacht werden.

Warten wir doch mal ab, wie sich die Thematik entwickelt und kann man immer noch urteilen.