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Apple Maps: Norwegen verbietet 3D-Flyover-Funktion für Oslo

Daniel Hüfner

Martini
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11.01.11
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Norwegen sperrt seine Hauptstadt von einer der wichtigsten Funktionen des Apple Kartendienstes, dem 3D-Flyover, aus. Der Grund seien nach Überzeugung des staatlichen Verteidigungsapparats Sicherheitsbedenken. Weder Apple noch der städtische Bürgermeister konnten die Behörde zu einem Umdenken bewegen.[PRBREAK][/PRBREAK]

Im Zentrum des Streits steht die 3D-Flyover-Funktion des Apple-eigenen Kartendienstes, mit der sich viele Großstädte (darunter New York, London, Berlin, München) in einer vollumfänglichen 3D-Ansicht auf dem iPad oder iPhone überfliegen lassen. Die norwegische Hauptstadt Oslo kommt bisher allerdings nicht in den Genuss der Funktion, was zumindest dem staatlichen Verteidigungsministerium offenbar mehr als recht zu sein scheint. Der Grund sind Sicherheitsbedenken, die Technik könnte für kriminelle Zwecke missbraucht und beispielsweise für die Ausspähung wichtiger, strategischer Gebäude wie etwa dem dort ansässigen Geheimdienst verwendet werden. Die Behörde beruft sich für das Verbot auf das "Recht zur Verteidigung von Geheimnissen", dessen Verstoß mit bis zu einem Jahr Freiheitsentzug geahndet wird.

Die 3D-Ansicht, die Apple selbst "Flyover" nennt", hatte das US-Unternehmen im Zuge der Lancierung des eigenen Kartendienstes im Herbst 2012 veröffentlicht. Dazu hatte Apple vorausgehend auch Zukäufe getätigt und den 3D-Kartenspezialist C3-Technologies übernommen. Der hatte sein Material sogar selbst mit Oslo als Schaubeispiel beworben.

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Unterdessen soll sich auch der Osloer Bürgermeister, Fabian Stang, versucht haben, das Ministerium zu einem Umdenken zu bewegen. Die Funktion sei "spannend" und könnte vor allem Touristen dazu bewegen, in die rund 600.000 Einwohner zählende Stadt zu kommen. Unterstützung erhielt Stang auch von der US-Botschaft, die im Auftrag Apples um ein Einlenken zur Freigabe der 3D-Digitalisierung warb. Bisher bleibt das Verteidigungsministerium jedoch hart und lässt die Funktion bis auf weiteres nicht für Oslo zu.

So dürften – nach Argumentation des Bürgermeisters – zumindest die Hauptstädte der skandinavischen Nachbarn Schweden und Dänemark profitieren. Sowohl Stockholm als auch Kopenhagen verfügen über eine 3D-Flyover-Funktion. (via)

breezi_placeit.jpg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Street View gibt es in Oslo aber natürlich. Da will jemand Apple wohl ein wenig ärgern. ;)
 
Und auch bei Google Earth ist die komplette Stadt in 3D zu sehen - und ich vermute nicht erst seit gestern...
 
ja wer brauch das. Früher kamen die Agenten auch ohne Google und Co ans Ziel. Wird Zeit, das die Jungs wieder lernen Karten zu lesen.
 
Streetview ist ja nochmal was anderes als die 3D-Ansicht von oben..
 
Aber nach deren Begründung potentiell genauso kritisch.
 
"einer der wichtigsten Funktionen des Apple Kartendienstes, dem 3D-Flyover"


höhö... höhö...
 
Yup, absolut wichtig. Ich benutz das jeden Tag, einfach Wahnsinn die Funktion. Was man damit alles erkennen kann, also man kann da ja foermlich durch die Strassen fliegen. Leck mich am Arsch!

Also dafuer wuerde ich immer wieder ein iPhone kaufen.
 
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Reaktionen: Stefan Müller
Yup, absolut wichtig. Ich benutz das jeden Tag, einfach Wahnsinn die Funktion. Was man damit alles erkennen kann, also man kann da ja foermlich durch die Strassen fliegen. Leck mich am Arsch!

Also dafuer wuerde ich immer wieder ein iPhone kaufen.
Haha xD Sehr gut :D
 
Mich hat, als ich mal in Oslo war, sehr gewundert, daß man da zwischen militärischen Einrichtungen problemlos herumlaufen konnte (ich glaube, auf einer alten Festung). Die Türen waren alle mit Codeschlössern geschützt, klar (gelegentlich stand auch ein freundlicher Wachposten rum), aber innenrein könnte man ja auch mit 3D-Überfliugsimulationen nicht schauen.
Damals hatte ich gedacht: toll, wie locker die Norweger mit diesem militärischen Krimskrams umgehen. Wieder eine Enttäuschung.
Wobei die Regierungskriminellen ja sowieso Zugriff auf andere Daten haben, und der klassische Terrorist sucht sich kein geschütztes Ziel, der will Menschenansammlungen zerstückeln. Auch die 2001-Attentäter griffen ja nicht das CIA-Hauptquartier an oder die NSA.
 
Zurecht verboten, wie ich finde. Das Wissen, wie eine Stadt von oben aussieht, ist und bleibt das Geheimnis der Vögel ;-)
 
Tja auch in Norwegen scheint es diese sagen wir mal "spezielle" Klasse Mensch zu geben.
 
Naja wir Deutschen verpixeln Häuser auf Streetview, Norwegen verweigert sich dafür dem Flyover. In jedem Land gibt es eben Leute die nichts besseres zu tun haben...