Apple gegen Flattr-Integration in Apps, Instacast abgelehnt

Niklas Marxen

Thurgauer Weinapfel
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Eine Millionen iDevice-User haben letztes Wochenende gejailbreaked, eine Millionen Kunden haben ein Sicherheitsrisiko in Kauf genommen, um ihr Gerät unabhängig von Apples Vorstellungen gestalten zu können. Alle Nutzer, die nicht bereit sind, die Risiken und Unannehmlichkeiten, die mit einem Jailbreak verbunden sind, zu tragen, können nur die Apps runterladen, die Apple in den eigenen Store lässt. Nicht immer kann man die Entscheidungen des Großkonzerns nachvollziehen, wie ein aktueller Fall wieder beweist: Instacast, ein Podcast-Manager, wurde aufgrund seiner Flattr-Integration nicht zu gelassen.
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Flattr ist ein Dienst, der vor allen Dingen von Blogschreibern und allen anderen, die im Internet ohne Bezahlung Content bereitstellen, benutzt wird. Der Leser kann selbst einen monatlichen Betrag festlegen, den er bereit ist, für das von ihm genutzte Angebot zu zahlen. Jede Seite, die von diesem Leser einen Klick auf den Flattr-Button bekommt, erhält einen Anteil des vom Leser gewählten Betrages. Der Flattr-Button schaffte es von Webseiten in Apps. Und das ging Apple gegen den Strich.

Denn eigentlich schreibt der Konzern aus Cupertino vor, dass jede Art von Bezahlung innerhalb einer App nur via In-App-Kauf getätigt werden kann, bei welchem Apple 30% des Betrages für sich behält. Wer das umgehen möchte, muss den Geldbetrag entweder via SMS oder via Safari einholen. Das wiederum zerstört die einheitliche User-Experience einer jeden App und hat weniger Flattr-Klicks zur Folge. Das Flattr weniger einem In-App-Kauf sondern eher der Benutzung eines zuvor an einer anderen Stelle gebuchten Abos ähnelt, hat Apple noch nicht umgestimmt. Zur Zeit versuchen die Entwickler Instacasts Apple zu überreden, während die Entwickler Flattrs versuchen, mit einer ständig angepassten Flattr-App im Trial and Error-Prinzip herauszufinden, welche Version eines integrierten Flattr-Buttons dem Konzern zusagt. Ob Apple sich noch umentscheidet, wird die Zukunft zeigen.


Flattrrich.jpg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

joey23

Hochzeitsapfel
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Ich bin sehr froh, dass Apple da so hart durchgreift, weil ich auf diese ganzen Abo-Abzock-Jamba-Fallen absolut keine Lust habe. So habe ich einen Ansprechpartner und nicht ständig die Gefahr irgendeiner Abzocke auf den Leim zu gehen.

Doof für Flattr, da das wohl eine gute Sache zu sein scheint, aber so sind eben die Regeln.
 

Tidus2007

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Man kann es verstehen, aber schade ist es dennoch.
 

nanonymous

Stechapfel
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Ich bin sehr froh, dass Apple da so hart durchgreift, weil ich auf diese ganzen Abo-Abzock-Jamba-Fallen absolut keine Lust habe. So habe ich einen Ansprechpartner und nicht ständig die Gefahr irgendeiner Abzocke auf den Leim zu gehen.Doof für Flattr, da das wohl eine gute Sache zu sein scheint, aber so sind eben die Regeln.
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ASolution

Jonathan
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Ich bin sehr froh, dass Apple da so hart durchgreift, weil ich auf diese ganzen Abo-Abzock-Jamba-Fallen absolut keine Lust habe. So habe ich einen Ansprechpartner und nicht ständig die Gefahr irgendeiner Abzocke auf den Leim zu gehen.

Doof für Flattr, da das wohl eine gute Sache zu sein scheint, aber so sind eben die Regeln.
Aber das ist doch freiwillig? man muss sich bei Flattr registrieren. und alles angeben damit abgebucht werden kann. vom Itunes konto geht das ja nicht runter oder?
 

Kojak19

Hochzeitsapfel
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Wenn Apple bei Flattr eine Ausnahme macht und andere abblitzen, ist das Geschrei auch wieder groß, so schön das Konzept von Flattr auch sein mag.

Dann lieber eine einheitliche Linie fahren, so ist es transparenter.
 

mkr*

Murer Reinette
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Da finde ich diese ganzen inApp Käufe vieeel schlimmer. Es nervt mittlerweile so derbe.
 

Kojak19

Hochzeitsapfel
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Für den Endverbraucher ist das mit den InApp-Käufen sicherlich nervig, wenn der Mechanismus dazu dient, mit Kleinigkeiten noch mal richtig Kasse zu machen.

Diese Systematik hat mich seinerzeit dazu getrieben, meine PS3 vom Hof zu jagen.
Hier hat es sich mittlerweile etabliert, dem Kunden Spiele zu verkaufen, welcher dann nachträglich sich bereits auf der BR befindliche Inhalte gegen Bares freikaufen darf.

Apple wird ebenso wie Sony an dem System nichts ändern, der Kunde hat es hingenommen, der Rubel rollt.
 

smoe

Virginischer Rosenapfel
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Also ich finde es sehr schade, dass Apple Flattr verbietet. Ich hab auch das Gefühl, dass Apple sich da gar nicht für Mühe gemacht hat überhaupt zu verstehen was Flattr überhaupt ist. Es wird da nämlich kein Geld durch den Klick gezahlt, das Geld ist bereits gezahlt, der Klick bestimmt nur die Verteilung. Das ganze lässt sich eben so gar nicht per In-App-Kauf oder SMS nachbilden...

Auch wiedermal unverständlich wieso das Feature seit Februar in Instacast drin war und dann beim nächsten Update einfach so rausfliegt. Was hat sich denn in der Zwischenzeit geändert? Diese Jungs die da im AppStore die Schalter umlegen wirken auf mich teilweise sehr unorganisiert und willkürlich.
 

karolherbst

Danziger Kant
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Ich bin sehr froh, dass Apple da so hart durchgreift, weil ich auf diese ganzen Abo-Abzock-Jamba-Fallen absolut keine Lust habe. So habe ich einen Ansprechpartner und nicht ständig die Gefahr irgendeiner Abzocke auf den Leim zu gehen.

Doof für Flattr, da das wohl eine gute Sache zu sein scheint, aber so sind eben die Regeln.
das ist nicht dein Ernst. Nein bitte, lass es nicht dein Ernst sein, wirklich...

also wirklich...

ich glaub es nicht, es ist dein Ernst, oder?

Bin der gleichen Meinung wie joey23!
oh gott, noch einer

und nennt sich nanonymous, macht Sinn (und dann noch Piratenflagge :( )
 

iStationär

Russet-Nonpareil
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Flattr finde ich toll!
Und Jamba hatte ich auch schon 12.99 für eine Woche sound WUUUHUUU! -.-*
 

stef.applix

Boskop
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Ich find die zero tolerance Politik von Apple richtig. Flattr und co sind doch nur nervig. Ich brauch kein Flattr.
 

karolherbst

Danziger Kant
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Ihr seid so verloren, ihr glaubt, dass alles was Apple macht richtig sei und denkt nicht einmal selbst ein bisschen nach.

Schön, dass ihr flattr bescheuert und scheiße findet, aber lasst doch wenigstens allen anderen die Möglichkeit es zu verwenden. Aber nein lieber nach dem Motto leben: "Alle was ich (Apple) scheiße findet, muss jeder scheiße finden und darf niemand anderer verwenden".

Ihr Apple Schafe seit dermaßen beschämend, ich habe kein Bock mehr.
 

Skyee

Damasonrenette
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Ich finde diese Entscheidung von Apple absolut nicht gut, denn wir haben uns gerade in meinem Unternehmen darauf geeinigt, eine App zu programmieren, welche benachteiligten Menschen hilft. Diese App sollte nach meinen moralischen Vorstellungen kostenfrei sein. Aber auch ohne Werbung, da es unsere Zielgruppe abschrecken könnte. Also haben wir uns für Spenden entschieden. Flattr wäre dafür mehr als passend gewesen. Ich hoffe das Apple seine Entscheidung nochmals überdenkt und zumindest einen Flattr Button zulässt. Weil nun müssen wir, wenn wir Spenden holen wollen, dass über einen In App Sale machen und dann bekommt 30% von der Spende Apple. Mir wäre es jedenfalls zu blöd bei einer Spende gleichzeitig auch noch Apple zu unterstützen. Die Weiterleitung über Safari werden wir auch integrieren, aber da brechen bestimmt die meisten Menschen ab und spenden nichts.
 

iDesign

Wagnerapfel
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Ich kann die Aufregung zu solchen Themen grundsätzlich nicht verstehen. Ich selbst programmiere keine Apps. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ein Entwickler sich mit den Richtlinien von Apple einverstanden erklären muss, bevor er Applikationen zur Kontrolle einreichen kann oder Quellcodes zur Verfügung gestellt bekommt.

Wenn in diesen Richtlinien festgelegt ist, "dass jede Art von Bezahlung innerhalb einer App nur via In-App-Kauf getätigt werden soll", dann haben sich die Entwickler daran zu halten oder die Entwicklung der Applikation einzustellen. So einfach ist das.

Ich habe in dem Punkt sicherlich keine rosarote Applebrille auf. Wenn sich Vertragspartner nicht an Vereinbarungen halten, müssen sie mit Sanktionen rechnen. Selbiges ist hier passiert.

Ob und inwieweit die Vereinbarungen sinnvoll sind, darüber lässt sich streiten. Ich finde die bestehende Politik beim App-Zulassungsverfahren bisher sehr gut und lehne deswegen einen Jailbreak auch grundsätzlich ab.
 

Oliver78

Gelbe Schleswiger Reinette
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Joey23, einen ehemaligen Moderator und >9.000-Beiträge-Verfasser, als Apple-Schaf hinzustellen finde ich etwas übertrieben.... Bei den anderen gebe ich Karol recht :D