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[iCloud] Apple Fotos vs. echte Kontrolle über die eigenen Dateien – ist mein Anspruch übertrieben?

sLeersch

Erdapfel
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12.01.26
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Ich nutze das Apple-Ökosystem vollständig (iPhone, iPad, MacBook Pro) und verwende iCloud Fotos mit aktivierter Speicheroptimierung auf allen Geräten.

Vor einiger Zeit ist mir dabei etwas bewusst geworden, das mich nachdenklich gemacht hat:

Meine Originalfotos und -videos existierten faktisch ausschließlich in der iCloud – nicht als physische Dateien in meinem eigenen Besitz.

Daraufhin habe ich mein Setup angepasst.

Ich habe eine große externe SSD an meinen Mac angeschlossen, meine Fotos-Mediathek dorthin verschoben, sie als Systemfotomediathek festgelegt und die Option „Originale auf diesen Mac laden“ aktiviert.

Inzwischen liegen über 340 GB Fotos und Videos vollständig auf dieser externen Festplatte.

iCloud synchronisiert nun in diese Mediathek hinein – die externe SSD ist mein Master-Archiv.

Technisch funktioniert das problemlos.


Mein eigentliches Thema​

Apple Fotos ist eine sehr gute Anwendung zur Verwaltung und Anzeige von Bildern.

Als Archivformat taugt es jedoch nur bedingt.

Meine gesamte Foto- und Familienhistorie steckt in einer .photoslibrary, also einer Datenbank.

Außerhalb des Apple-Kosmos ist diese Struktur kaum nutzbar oder langfristig verlässlich.

Was ich mir eigentlich wünsche, ist:

Ein offenes, nachvollziehbares Ordnersystem mit echten Bild- und Videodateien, das ich unabhängig sichern, kopieren, auf Windows- oder Android-Systemen nutzen und auch in 20 oder 30 Jahren noch problemlos verstehen kann.

So habe ich meine Fotos organisiert​

Meine Fotos sind über Jahre bewusst strukturiert worden und nicht einfach unsortiert abgelegt:

Code:
2025
  └─ 2025-01
       ├─ 2025-01-01 Phoenix Oceanwelten
       ├─ 2025-01-04 Reitabzeichen
       └─ 2025-01-10 Familienurlaub

Vereine
  ├─ Senioren
  ├─ Vorstand
  ├─ Tennis
  └─ Kirche

memories
  ├─ family
  ├─ alte_aufnahmen_dortmund
  ├─ friendship
  └─ kinderzeichnungen

Ich arbeite also mit:

  • einer klaren zeitlichen Struktur (Jahr → Monat → Ereignis)
  • und ergänzenden themenbezogenen Sammlungen (Familie, Heimat, Vereine, Erinnerungen)

Innerhalb von Apple Fotos funktioniert das sehr gut.

Außerhalb davon ist diese Ordnung jedoch praktisch eingeschlossen.



Die zentrale Frage​


Sollte ich:

A) Mich vollständig auf Apple Fotos und iCloud verlassen und darauf vertrauen, dass dieses System langfristig stabil bleibt und mir den Zugriff auf meine Daten nie erschwert?

oder

B) zusätzlich ein offenes, dateibasiertes Archiv pflegen – mit normalen HEIC/JPG/MOV-Dateien in Ordnern –, das mir tatsächlich gehört, auch wenn das regelmäßige Exporte und etwas Mehraufwand bedeutet?

Es gibt Tools wie PowerPhotos, mit denen sich Apple-Fotos-Mediatheken inklusive Albumstruktur exportieren lassen.

Gleichzeitig entsteht dadurch ein weiterer Workflow, den man dauerhaft pflegen müsste.

Mein Konflikt ist daher weniger technisch als grundsätzlich:

Ist echte Datenhoheit und langfristige Archivierung den zusätzlichen Aufwand wert – oder ist es vernünftig, Apple einfach zu vertrauen, wenn es um unwiederbringliche Familienerinnerungen geht?

Mich interessiert sehr, wie andere das handhaben.
 
Die Foto-Library ist ein Ordner mit Unterordnern, nur im Finder wird sie als Einzeldatei angezeigt.
Also durchaus auch in fremden Welten benutzbar, und auch auf dem Mac könnte man manuell darin rumwühlen per Rechtsklick.

Hinweis: ich benutze sie nicht, aber so war das jedenfalls als ich sie das letzte Mal benutzt habe.
 
Natürlich sichere ich meine mir wichtigen Daten unabhänging. Keine Ahnung ob ich demnächst noch bei diesem oder jenem Anbieter bin oder was mit der Software passiert oder wer weiß was.
Die iCloud ist kein Sicherungs- sondern ein Synchronisierungssystem.
 
Ok, könnt ihr mir den Weg zeigen, wie ich meine originalen Fotos und Videos aus Apple Fotos mit der Ordner und Albenstruktur in Apple Fotos auf eine externe Festplatte bekomme? Ich habe ja mittlerweile 100erte Alben (siehe meine Struktur oben)
 
Die Daten zumindest 1x zu sichern (also nicht in der iCloud) ist eine gute Idee.

Mein Setup für Fotos:
  • iCloud
  • Google Fotos
  • Proton Fotosicherung
  • 2 räumlich voneinander getrennte TimeMachine Backups auf HDD (von 2 unterschiedlichen Macs mit gleichem Fotobestand)
 
Ich nutze die Fotomediathek von Apple, dort sind die Fotos in Alben organisiert. Ich sichere mir nur wichtige Bilder, irgendwelche Schnappschüsse für den Messenger werden nicht archiviert. Wenn ich dann z.B. die Bilder vom letzten Urlaub in einem Album organisiert habe ziehe ich dieses Album aus der Foto-App heraus auf den Schreibtisch, es wird ein Ordner mit dem Namen des Albums angelegt, darin Kopien der Bilder. Diese benenne ich dann noch mit Hilfe des GraphicConverters um in dem ich Exif-Daten als Namen benutze: Aufnahmetag, -zeit, -ort.
So bearbeitet landet dieser Ordner auf einer externen Festplatte und ich habe eine Ordnerstruktur und Namensgebung mit der ich auch ohne spezielle Programme und in anderen Systemen zurecht käme.
Die Fotomediathek ist ja komfortabel und ich nutze sie auch, aber die Sicherung der Originale in der Cloud ist mir, auch aufgrund der neuesten Entwicklungen, nicht mehr vertrauenswürdig genug.
 
Jain. Das mag technisch gesehen ja stimmen aber trotzdem liegen die Originale in der Cloud und die synchronisierten Geräte erhalten abgespeckte Versionen. Natürlich ist nur TimeMachine oder eine andere Sicherung ein wirkliches Backup. Aber wie viele sagen „Meine Bilder sind sicher, sie liegen ja in der Cloud?“
 
steckt in einer .photoslibrary, also einer Datenbank
nein, eine Datenbank für Metadaten, mit zusätzlich allen Fotos in Ordnern. (rechte Maustaste auf die Library hilft dabei)

Und wenn du ein Offenes System willst, musst du auf Quelloffene Software zurückgreifen, und dich um alles selbst kümmern



und die synchronisierten Geräte erhalten abgespeckte Versionen
das hängt von deinen Einstellungen ab. Ich hab alle Originale auch am Mac