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Apple fordert weitere 180 Millionen Dollar Schadensersatz von Samsung

Martin Wendel

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Ein Ende der Rechtsstreitigkeiten zwischen Samsung und Apple scheint zumindest in den USA nicht in Sicht. Erst kürzlich bezahlte Samsung 548 Millionen US-Dollar Schadensersatz, nur um sich wenige Tage danach an den Obersten Gerichtshof zu wenden. Nun wurde bekannt, dass Apple weitere 120 Millionen US-Dollar Schadenersatz in dieser Sache fordert. Apple begründet die Forderung mit weiteren Patentverletzungen, die zeitlich nach der Hauptverhandlung liegen.

Patent-Experte Florian Mueller ist zwar grundsätzlich mit Durchsetzung dieser Patentrechte seitens Apple nicht einverstanden, beurteilt die neuerliche Schadensersatzforderung aber als "logischen Schritt" und eine Fortsetzung der Bemühungen von Apple. Hätte Apple diese Forderung nicht eingebracht, würde dies laut Mueller einem Rückzieher gleichkommen. Und ein solcher sei zum jetzigen Zeitpunkt unrealistisch, so Mueller.

Bild von Karlis Dambrans (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten

Via FOSS Patents

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Dann sollte Apple auch nichts mehr von Samsung beziehen.

Stellt euch vor ihr verklagt euren Arbeitspartner, weil er die Projektidee von euch hat. Was nachweisbar ist. Trotzdem arbeitet ihr weiterhin zusammen und erwirtschaftet gemeinsam Kapital. Selbst für eine geschäftliche Beziehung ist das nicht gut!
 
Zuletzt bearbeitet:
Angenommen, ich arbeite als Freiberufler für VW, es gibt projektinternen Streit und man trennt sich von mir (oder ich mich von Ihnen). Warum sollte ich mir deshalb keinen VW mehr kaufen - insbesondere wenn VW Autos in einer Qualität und zu einem Preis baut, die ich sonst auf dem Markt nicht finde? Denn so ist es bei Samsung wohl. Schon an der schieren Zahl der benötigten Komponenten scheitern andere Zulieferer.

Geschäftlich kann man das sehr gut trennen, zumal es sich ja um völlig unterschiedliche Firmen und Personen handelt. Prozessiert wird gegen die Mobilfunksparte, die Zusammenarbeit erfolgt mit Komponentenherstellern. Dass beide zum Samsung-Konzern gehören, ist dabei nebensächlich.

Ich kann auch Streit mit meiner Schwiegermutter haben, ohne ihren Mann (der mein Angestellter ist) das irgendwie spüren zu lassen. Im Gegenteil: Ich hatte privat mit ihm selbst massiven Streit (wegen Hamburgs Olympia-Bewerbung), der auf unser berufliches Verhältnis keinerlei negative Auswirkungen hatte.

Ich fände es eher bedenklich, wenn Apple auf einen guten Zulieferer verzichten und damit seine eigenen Produkte und deren Lieferbarkeit unzuverlässiger machen würde.
 
Aber genau das wäre zu überlegen. Apple sitzt auf über 200 Mrd Dollar. Und sie wissen es eh nicht sinnvoll einzusetzen.

Da kann man sich schon etwas unabhängiger machen. Cook muss weg.
 
@Ozelot
Ich vermute das Cook nicht ganz unbeteiligt ist an der Tatsache das Apple so viel Geld auf der hohen Kante hat... Fraglich ob sie den absägen, solange sich an der Gewinnsituation nichts zum negativen ändert...
 
Cook wird Apple mittelfristig stark verändern.
Apple wird seiner Strategie nicht zum dauerhaften Erfolg verhelfen. Er ist lediglich ein Geschäftsmann, der die Philosophie des Konzerns nicht versteht und somit letztlich scheitern wird.
 
Dann sollte Apple auch nichts mehr von Samsung beziehen.
Samsung ist ein riesiges Gebilde aus Unmengen an Unternehmenszweigen. Das Samsung das Handys baut hat mit dem Samsung das Komponenten produziert nur wenig zu tun. Daher kann sich Apple mit dem einen Zweig von Samsung auch bis aufs Blut verklagen und mit dem anderen Zweig gut Freund sein. Apple hat ja nichts davon sich selbst die Produktion zu erschweren nur um Samsung "eins auszuwischen" das tut Apple selbst an der Stelle mehr weh als Samsung.
 
Dann sollte Apple auch nichts mehr von Samsung beziehen.

Stellt euch vor ihr verklagt euren Arbeitspartner, weil er die Projektidee von euch hat. Was nachweisbar ist. Trotzdem arbeitet ihr weiterhin zusammen und erwirtschaftet gemeinsam Kapital. Selbst für eine geschäftliche Beziehung ist das nicht gut!

Warum sollte Apple (oder Samsung) das machen? Von den Geschäftsbeziehungen profitieren beide Unternehmen ganz enorm, trotz der Patentstreitereien.
 
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Samsung ist ein riesiges Gebilde aus Unmengen an Unternehmenszweigen. Das Samsung das Handys baut hat mit dem Samsung das Komponenten produziert nur wenig zu tun. Daher kann sich Apple mit dem einen Zweig von Samsung auch bis aufs Blut verklagen und mit dem anderen Zweig gut Freund sein. Apple hat ja nichts davon sich selbst die Produktion zu erschweren nur um Samsung "eins auszuwischen" das tut Apple selbst an der Stelle mehr weh als Samsung.

Ich weiß, aber das ist unmoralisch. Nicht konsequent.
 
Aber genau das wäre zu überlegen. Apple sitzt auf über 200 Mrd Dollar. Und sie wissen es eh nicht sinnvoll einzusetzen.

Das ist so nicht richtig. Sie wüssten schon - das Problem ist, dass das Geld auf dem Erdball verstreut ist und sie da schwer herankönnen, ohne eine Steuerpflicht in den USA zu erzeugen.
 
Es geht hier um zwei riesige, weltweit operierende Konzerne… und dir geht es um die Moral?

ich finde vor allem ist es überhaupt nicht unmoralisch, eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung mit dem Komponenten-Hersteller Samsung fortzuführen, auch wenn man mit einem anderen Geschäftsbereich in Patentstreitereien verwickelt ist.

Warum sollte das unmoralisch sein?
 
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Das kommt noch hinzu. ;)
 
Es geht hier um zwei riesige, weltweit operierende Konzerne… und dir geht es um die Moral?

Nein, aber es ist nicht authentisch. Man muss auch Stärke zeigen. Gleichzeitig Millionen (im dreistelligen Bereich) einklagen und weiterhin abhängig zu sein.
Tzzz..
 
Nein, aber es ist nicht authentisch. Man muss auch Stärke zeigen. Gleichzeitig Millionen (im dreistelligen Bereich) einklagen und weiterhin abhängig zu sein.
Tzzz..

Das ist kein Widerspruch. Erfolgreiche Partnerschaften führt man weiter. Und die Zusammenarbeit mit dem Komponentenlieferanten Samsung ist für beide Seiten sehr erfolgreich. Im Geschäft zählen Zahlen, sonst nichts.

Da es keinen anderen Komponentenhersteller gibt, der zu diesem Preis solche Ausstoßmengen in dieser Qualität generieren kann, würde Apple sich selbst schaden.

Was du mit "Stärke" meinst, würde ich "beleidigte Leberwurst spielen" nennen. Was sollte Apple tun, wenn Samsung Foxxcom kaufen? Den Betrieb einstellen?

Abhängigkeiten sind heute kaum zu vermeiden. Würde Bosch morgen den Betrieb einstellen, würde das u. a. eine ganze Menge Autohersteller schwer treffen, weil die schlichtweg keine Fahrzeuge mehr produzieren könnten.
 
Gleichzeitig Millionen (im dreistelligen Bereich) einklagen und weiterhin abhängig zu sein.
Apple ist nicht abhängig von Samsung. Aber bei manchen Komponenten gibt es nicht viele Anbieter die ausreichende Stückzahlen in gewünschter Qualität liefern können. Hier würde sich Apple ins eigene Fleisch schneiden wenn sie Samsung boykottieren, denn so wären sie dann am Schluss vielleicht wirklich von einem anderen abhängig. Es ist immer gut zwischen 2 oder 3 Zulieferern hin und her springen zu können. Hat man nur einen kann der die Preise diktieren und man hat direkt selbst große Probleme wenn der mal Probleme hat.
 
Das ist mir auch klar. Man kann ja die Partnerschaft beibehalten, was vorteilhaft für beide Seiten ist. Aber unter den laufenden Geschäften das Gericht einzuschalten ist jedenfalls nicht vorteilhaft, für die geschäftliche Beziehung.
Das wird doch keiner bestreiten?
 
Aber unter den laufenden Geschäften das Gericht einzuschalten ist jedenfalls nicht vorteilhaft, für die geschäftliche Beziehung.
Nachdem sie das jetzt schon seit mehreren Jahren so durchziehen, kann es wohl keine relevanten Beeinträchtigungen für die übrigen Geschäftsbeziehungen geben.