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An die Optiker unter uns, die Musikfreunde sind auch gefragt

Schweni

Macoun
Registriert
17.05.06
Beiträge
123
Schönen guten Abend,

gestern Abend in geselliger Runde, wollte ich mal wieder mit meinem Halbwissen angeben.
Folgende Situation:
Die Sonne scheint durch Wolken und die Sonnenstrahlen erscheinen nicht parallel sondern
wie von einer Glühlampe am Himmel von einem Punkt ausgehend.
Schlau wie ich bin, oder dachte sagte ich, das Gehirn bastelt den Verlauf der Strahlen so
zusammen als als liege die Lichtquelle sehr nah.
Meine Frage weshalb erscheinen die Lichtstrahlen nicht als parallel, Brechung durch die
Wolkenkanten?
Mein Bruder machte mich auf die Tatsache aufmerksam, jede Knipskiste bildet die Sonnen-
strahlen auch ab wie das Auge sie sieht, also nicht parallel, somit ist meine
Erklärung mit dem Gehirn hinfällig...

Die zweite Sache ich habe DRS 3 "DRÜ" gehört, ich liebe den Sender, da kam ein Lied
" I chan nüt dafür"? da ich auf hochdeutsch konditioniert bin habe ich es bestimmt falsch
geschrieben, aber als angehender Xsiberger bin ich nur faziniert von diesem Sprachraum.
Wie heißt die Band, es sollte eine Schwiezerkombo sein.

Gruß/ Servus Heile
Schweni
 
Da müesst eigentli de Phenomden si, bom erschte problem chan ech der ned helfe ;-)
 
Die Sonne scheint durch Wolken und die Sonnenstrahlen erscheinen nicht parallel sondern wie von einer Glühlampe am Himmel von einem Punkt ausgehend.
Und das meint? Was genau hast Du gesehen? Ich hab' den Verdacht, dass die "Sonnenstrahlen", von denen Du redest, Dir nicht direkt ins Auge gelangt sind, sondern dass Du die eher von der Seite gesehen hast, wie sie aus dem Wolkenloch auf die Erde fielen, sozusagen.

Und dann waer's ein simpler Lochblendeneffekt; und man braeuchte die m.E. vernachlaessigbare Beugung an den sehr weichen Wolken-"Kanten" wohl gar nicht, um das, was Du gesehen hast, zu erklaeren.

Aber so ganz sicher bin ich noch nicht.

Mein Bruder machte mich auf die Tatsache aufmerksam, jede Knipskiste bildet die Sonnenstrahlen auch ab wie das Auge sie sieht, also nicht parallel [...]
Kunststueck. Die haben ja auch beide einen optischen Apparat, der in Summe als Sammellinse funktioniert.

Und bitte gewoehn' Dir die manuellen, nicht als Absatz gemeinten Zeilenumbrueche ab. Das macht das Zitieren sehr ungemuetlich. :D
 
Genau von der Seite, wie auf einer billigen Wandtapete mit Waldlichtung....
Die Strahlen sind aber nie parallel

@csharp: Danke

Gruß Schweni
 
Ich denke wir reden hier über dieses Phänomen:

dramatik_im_mai.jpg


eine Erklärung dafür habe ich allerdings auch nicht
weissnich.gif
 
streuobstwiese trifft den Nagel auf den Kopf, Danke.

Gruß
Schweni
 
Ich bin zwar kein Optiker, aber vielleicht hilft dir das.
Genau. Ich glaube, er meint den "anderen Effekt" -- den mit der kleinen Wolkenluecke. Und hier ein soeben gemaltes, irrsinnig massstabgetreues Bildchen von dem, was ich mit der Lochblende meinte:

lochblende.png


Aber ich geb's zu: Die stuerzenden Linien koennten im wahren Leben der bestimmendere Effekt sein.
 
hm,m ja also ich meine die strahlen sind schon parallel, das liegt an deiner perspektive.

wenn du auf der route 66 stehst, und in richting ende der straße guckst, dann scheinen die sich ja auch am anderen ende zu treffen. das ist quasi das selbe, nur halt ... ...andersherum, quasi.

Joey23
 
À propos quasi... sind die Sonnenstrahlen denn überhaupt parallel und nicht nur quasiparallel? Wären sie richtig parallel, könnte sich das Licht ja nicht kugelförmig im Raum ausbreiten. Parallel ist ja an sich nur Laserlicht.
Ich denke, man sollte die Entfernung Sonne–Erde ignorieren (so wie man im Physikuntericht ja gerne die Reibung ignoriert) und einfach hingucken. Und da sehe ich eine (fast) punktförmige Strahlenquelle und diverse Blenden davor - da müssen die Lichtstrahlen doch divergierend sein. Wie sollte das denn aussehen, ein Sonnenpunkt am Himmel, aber überall wo ein Loch in den Wolken ist, kommen parallele Strahlen raus? Wenn man die rückverfolgt, liefen sie doch an der Sonne vorbei.
 
Also, die Paralleleität der Sonnenstrahlen ist keine absolute, aber eben doch „fast" eine, jedenfalls so sehr, daß damit alle Phänomene der Optik einwandfrei erklärbar sind (Die Entfernung zur Sonne ist eben in Relation zu unseren Versuchsaufbauten ebenso „fast“ unendlich: damit ist Parallelität anzunehmen).

Die Phänomene am Himmel zeigen also tatsächlich parallele „Lichtbündel“, die nur durch unseren Beobachtungsstandpunkt, also aus rein perspektivischen Gründen (stürzende Linien) so gefächert erscheinen.

Übrigens ist auch Laserlicht nicht vollständig, sondern „nur“ nahezu parallel… bei erheblicher Enfernung sähe man den „Strahl“ sich verbreitern.