• Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick
  • November - das bedeutet oftmals Herbstblues, grauer Himmel, Tristesse und Wetter, bei dem man gern im Warmen bleibt. Aber nur oftmals! Wir fordern Euch gern auf, gegen den Herbstblues anzukämpfen und hoffen, dabei hilft Euch unser aktuelles Monatsthema. Neugierig geworden? --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Alt und trotzdem gut: Mac Pro 6,1 mit neuestem macOS ausstatten

Apfeltalk Redaktion

Redakteur
AT Redaktion
Registriert
15.06.24
Beiträge
34.285
Geschrieben von: Michael Reimann
Mac Pro Sequoia

Der Mac Pro aus dem Jahr 2013 ist ohne Zweifel ein besonderer Mac. Sein zylindrisches Design erinnert an einen Champagner-Kühler, oder – eher despektierlich – an einen Mülleimer. Damals war das Gerät ein Top-Computer, aber natürlich ist auch er in Jahre gekommen. Wenn man auf die allerneuesten Features von macOS verzichten kann, tut die Kiste aber auch heute noch gute Dienste. Wir zeigen euch, wie ihr den Mac Pro aus dem Jahr 2013 noch mit dem neuesten macOS (zum Zeitpunkt dieses Artikels ist das Sequoia 15.5) ausstattet.

Unser Modell ist ein Mac Pro mit 1TB SSD, 64 GB RAM und einer 12-Kern-Intel-Xeon-CPU sowie zwei AMD Fire 500 Grafikkarten. Das ist also ausreichend Rechenpower, um noch macOS Sequoia auszuführen.

Der ganze Trick hinter dieser Installation liegt bei dem quelloffenen Tool „Open Core Legacy Patcher„. Vereinfacht dargestellt, sorgt dieses Tool dafür, dass neueste macOS-Versionen mit der Hardware älterer Macs zurechtkommen. Dabei wird dies erreicht durch eine Modifikation des Bootloaders. So kann zur Laufzeit eine veränderte Treiberschicht geladen werden.

Einfache Bedienung​


Mittlerweile ist OCLP bei Version 2.4 angelangt und die Benutzung ist denkbar einfach. Das Tool erlaubt es komfortabel, einen USB-Bootstick zu erstellen, vom dem dann der Mac nicht nur startet, sondern auch sein System bekommt. Bereits gepatchte Macs können in der Regel macOS-Updates über die Eingebaute Update-Funktion ziehen. Nur bei großen Versionssprüngen sollte wieder der Weg über den Stick erfolgen. (Also zum Beispiel von macOS 14 auf macOS 15).

So geht’s​


Der Patchvorgang läuft im Grunde in vier einfachen Schritten ab.

  1. Installation des Open Core Legacy Patches auf dem Ziel-Mac
  2. Erstellen eines Bootsticks über das Tool
  3. Booten vom Stick und Installation des Systems auf dem Ziel-Mac
  4. Patchen des Bootloaders

Alle Schritte werden im Tool gut beschrieben. Allerdings ist es nur in englischer Sprache verfügbar.

Hierbei ist zu beachten, dass jeder Mac unterschiedliche Patches benötigt. Das hängt von der jeweiligen Hardware ab. Unser Mac Pro braucht einen Patch für die Grafikkarte und das WLAN-Modul. Bei anderen Macs können es auch mehr Patches sein.

Nach einem erneuten Reboot läuft das neueste macOS reibungslos auf dem alten Mac Pro.

Einschränkungen​


Da Apple inzwischen fünf Jahre auf Apple Silicon setzt, die ersten Macs mit den Apple-Chips kamen 2020, haben auch viele Entwickler:innen ihre Software angepasst. Es kann also durchaus passieren, dass einige Programme nicht oder nur schlecht auf der Intel-Hardware laufen. Hier muss man dann leider nach Alternativen suchen. Auch bestimmte Apple-Apps laufen nicht mehr richtig. Da hilft nur ausprobieren.

Außerdem ist auch noch nicht ganz klar, wie lange Apple noch macOS-Versionen für die Intel-Plattform zur Verfügung stellt. Der letzte Intel Mac (ein Mac mini) wurde noch bis in den Januar 2023 verkauft. Es kann also gut sein, dass Apple noch eine Weile seine Systeme für Intel kompiliert.

Videos zum Thema​


Wir haben eine sehr umfangreiche Playlist zum Thema neues macOS auf alter Hardware zusammengestellt.

Konkret zum Mac Pro 6,1 empfehlen wir euch diese beiden Videos;

Im Magazin lesen....
 
Hallo Michael,

kann es sein, dass es Probleme gibt nachdem man Sequoia mit OCLP installiert hat und danach ein Update von Apple angezeigt wird?
Habe dieses Update gestartet. Nachdem es geladen war wurde mein Mac neu gebootet. Da erschien auf dem schwarzen Bildschirm ein Ordner-Symbol mit Fragezeichen.
Nachdem ich dann den Stick mit der Sequoia-Installation eingesteckt habe lief das Update weiter.

Meine Frage: wie soll/muss man vorgehen nachdem ein MacOS mit OCLP installiert wurde und ein Update vom System vorgeschlagen wird?

Grüße
 
wie soll/muss man vorgehen nachdem ein MacOS mit OCLP installiert wurde
Das ist ja nicht wirklich so und das ist der Grund für die Probleme.

OCLP bedeutet, dass man macOS nimmt und mit einer Vielzahl von technischen Tricks so zu einem neuen Betriebssystem umbaut, das auf Hardware laufen kann, für die diese macOS-Version nicht ausgelegt ist. Du hast also nicht "macOS mit OCLP installiert", sondern Dir auf Basis von macOS und OCLP ein eigenes Betriebssystem gebaut, das an genau diese Mac-Baureihe angepasst wurde.

Wenn nun ein macOS-Update installiert wird, kann dieses Sonderbetriebssystem zerstört werden. Es dürfen deshalb grundsätzlich keine Updates einfach so eingespielt werden. Du musst über die OCLP-Webseite jedes Mal prüfen, ob es für diese Version bereits OCLP-Anpassungen gibt und ob besondere Dinge zu beachten sind, um daraus ein passendes, aktualisiertes Sondersystem zu erstellen.
 
  • Like
Reaktionen: Armin28
Hallo Michael,

kann es sein, dass es Probleme gibt nachdem man Sequoia mit OCLP installiert hat und danach ein Update von Apple angezeigt wird?
Habe dieses Update gestartet. Nachdem es geladen war wurde mein Mac neu gebootet. Da erschien auf dem schwarzen Bildschirm ein Ordner-Symbol mit Fragezeichen.
Nachdem ich dann den Stick mit der Sequoia-Installation eingesteckt habe lief das Update weiter.

Meine Frage: wie soll/muss man vorgehen nachdem ein MacOS mit OCLP installiert wurde und ein Update vom System vorgeschlagen wird?

Grüße
Das sieht eher danach aus, als sei der OCLP Bootloader nicht richtig auf die SSD geschrieben worden. Generell würde ich keine Updates über die Apple-Update-Funktion machen. Das kann klappen, muss aber nicht.

Die sichere Methode ist: Den Stick mit der neuen Version erstellen und davon booten. Dann das Update drüber installieren.

In Deinem Fall würde ich normal booten, dann OCLP starten und „Build Open Core“ auswählen. Dann als Ziel die interne SSD.

Dann sollte er wieder auch ohne Stick booten.
 
  • Like
Reaktionen: Armin28
Hallo nochmal,

die Installation hat jetzt geklappt.
Aber, das Booten von der internen Disk funktioniert nicht.
Ich werde zwar immer wieder darauf hingewiesen was ich machen soll, aber leider funktioniert irgendwas nicht richtig.
Nach dem Reboot folgt wieder der gleiche Hinweis. Siehe angeängte Fotos.
Beim Reboot mit ALT/Option-Taste wir im übrigen nicht die auf dem 3. Foto gezeigt Option angezeigt. Das funktioniert erst nach dem das Gerät ausgeschaltet wurde.

Grüße
 

Anhänge

  • IMG_4689.jpeg
    IMG_4689.jpeg
    54,8 KB · Aufrufe: 1
  • IMG_4690.jpeg
    IMG_4690.jpeg
    74,5 KB · Aufrufe: 1
  • IMG_4691.jpeg
    IMG_4691.jpeg
    63,1 KB · Aufrufe: 1