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Airbus bringt elektronischen Pilotenkoffer als App aufs iPad

Marc Freudenhammer

Horneburger Pfannkuchenapfel
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In einer aktuellen Pressemitteilung verkündet der Flugzeughersteller Airbus, die Entwicklung von iPad-Apps als Ersatz für den traditionellen Pilotenkoffer. Im Rahmen der “FlySmart with Airbus” -Initiative sollen wichtige Unterlagen, wie Handbücher und Navigationskarten, sowie weitere Funktionen künftig auch für Apples Tablet zur Verfügung stehen. Auch wenn es mittlerweile schon PC-basierte Lösungen für Electronic Flight Bags (EFB) gibt, ist Airbus damit der erste Hersteller, der konsequent auf die iOS-Plattform setzt. Schon bald sollen Fluggesellschaften die ersten EFB-Apps aus dem App Store herunterladen können. Bei der Entwicklung habe man sehr eng mit verschiedenen Luftfahrt- und Technologieexperten zusammengearbeitet, betont Airbus in der Pressemitteilung.[PRBREAK][/PRBREAK]

Die ersten iPads für die Flugversuchs- und Schulungsabteilungen von Airbus sind bereits bestellt. Didier Lux von Airbus beschreibt die grundlegenden Vorteile dieser Entscheidung wie folgt:

„By combining our EFB content with the world’s most versatile mobile digital device, the iPad, airline pilots will be able to optimise aircraft performance in the palm of their hand, while obtaining savings in cost, weight and time.“


Airbus_EFB_App_iPad.jpg
Via Airbus
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Deshalb wird fliegen also immer teurer ;)
nein ernsthaft :
was bringt mir als Verbraucher das ? -.-
 
Deshalb wird fliegen also immer teurer ;)
nein ernsthaft :
was bringt mir als Verbraucher das ? -.-

Fliegen wird immer teurer, nachdem es Jahrzehnte lang immer billiger wurde.
Und: sind nur die Sachen gut, die DIR was bringen, und alle Sachen, die DIR nix bringen sind schlecht?
 
Haha - und dann synchronisiert sich das iPad einmal mit der Cloud und ALLES ist weg ^^
 
Karten werden ja schon von Jeppesen für das iPad angeboten, das was Airbus jetzt zusätzlich noch anbietet sind anscheinend Performance-Tools, für die man bisher auf EFBs in Form von "normalen" Laptops gesetzt hat, z.B. Bei Lufthansa. Und da Piloten nicht im Dreck arbeiten, braucht man dafür auch keine 2000-€-Toughbooks.

Gewicht wird übrigens dadurch gespart, dass man auf sehr viele Vorschriften und Handbücher in Papierform verzichten kann, die nur noch vereinzelt als Backup an Bord sein müssen.
 
Was mich mal interessieren würde, wie sich so ein iPad in einer Notfallsituation macht? Was ist schneller? Checkliste auf iPad oder in Papierform? Leider werde ich das nie beantworten können, da ich weder Fluglizenz habe noch Flugzeug, aber iPad. :-)

Die Frage für mich lukiwill wäre ehr, bringt es zum Beispiel mehr Sicherheit (schnelleres abarbeiten von Checklisten etc.)?
 
Checklisten werden bei Airbus weder auf Papier noch per iPad abgearbeitet; es gibt viel mehr ein ECAM (Electronic Centralized Aircraft Monitoring) genanntes Display, welches den Piloten genau anzeigt, was sie zu tun haben. Wenn der Pilot dann denn entsprechenden Schalter umgelegt hat, verschwindet der Punkt von der Checkliste.

Boeing nennt das System übrigens nicht ECAM, sondern EICAS.

Das ist auch nicht de originäre Zweck eines Electronic Flight Bags.
 
Haha - und dann synchronisiert sich das iPad einmal mit der Cloud und ALLES ist weg ^^

synchronisiert ?
Während des Fluges sollte ziemlich sicher der Flugmodus an sein!
Das iPad fliegt dann höchstens durch die ein oder andere cloud, mehr nicht ;-)
 
Flugmodus? Dann hab ich ja gar nichts vom FlyNet.
Es gibt immer mehr Flugzeuge die HotSpots an
Board haben. Bei Lufthansa (FlyNet) übernimmt
das die Telekom. Flugmodus muss nurnoch
bei Start und Landung sein.

MFG Doc
 
ein guter Freund fliegt Privat-Jets. Die haben die ganze Firma schon komplett auf iPads umgestellt. Es gibt wohl 3 in jedem Cockpit, für Pilot, Co-Pilot und eins zum Ersatz. Denen spart das wohl echt viel Papier und Zeit und hat sich bis jetzt gut bewährt. Ist aber eben nur für Informationen und nicht mit dem Board-System direkt verbunden....
 
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das eine echte Erleichterung ist, weil man deutlich weniger Unordnung im Cockpit hat. Und mit der Jeppesen-App wird das eigene Flugzeug auf den Karten dargestellt, sodass ich auf fremden Flugplätzen mich nicht so einfach verrollen kann. Moderne Flugzeuge können diese Karten aber auch auf einem der Bildschirme anzeigen lassen, da ist das iPad lediglich eine Ergänzung.
 
Es gibt aber ausser LH noch andere Firmen und manche davon setzen auf Toughbooks oder andere sehr teure Pentabs. Auf Vorschriften verzichten wir allerdings noch nicht um Gewicht zu sparen. :D
 
In dieser Werbezeitschrift vom mStore, dem Macazin, war letztens auch ein großes Special zum Test-Projekt "iPad im Transall-Cockpit" der Bundeswehr - konkret beim LTG63 in Rendsburg-Eckernförde...

War auch ganz interessant, leider finde ich keine Online-Version...
 
Auf Wikipedia ist der Artikel verlinkt, ich weiß aber nicht, ob der noch abrufbar ist; allerdings ist das ein Truppenversuch und keineswegs Standard in der Bundeswehr. Nur das LTG 63 setzt derzeit iPads zu Navigationszwecken ein.
 
Wobei das iPad für die Transall kein EFB ist, da sind nur die Navigationsdaten drauf.
 
Und wenn es im Cockpit hell wird, sieht keiner mehr was... :)