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Adobe AIR 1.0: Eine neue Programmgeneration

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von Felix Rieseberg, 25.02.08.

  1. Felix Rieseberg

    Felix Rieseberg Seestermüher Zitronenapfel

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    Der Softwareriese Adobe hat heute die Version 1.0 seiner Laufzeitumgebung AIR veröffentlicht und möchte die Technologie so schnell wie möglich durchsetzen. AIR 1.0 verlässt somit den Betastatus und ist als kostenlose, Open-Source-Software verfügbar.

    Das Programm mit dem Namen "Adobe Integrated Runtime" ist eine Weiterentwicklung der Programmplattform Internet: Programme, die mit den AIR-Bibliotheken arbeiten, können nicht nur plattformunabhängig unter Windows, Linux oder Mac OS X betrieben werden, sondern bieten auch eine Möglichkeit, nach der Entwickler von Webanwendungen schon lange suchen: Auch wenn das eigentliche Programm webbasiert ist, kann es ohne Internetverbindung und ohne Browser genutzt werden - das Programm bleibt nach der einmaligen Nutzung mit Internetverbindung lokal auf dem Computer des Anwenders verfügbar. Das Ziel von AIR ist es also, Flash-, Ajax- oder Flex-Programme fit für den lokalen Gebrauch zu machen. Gleichzeitig wurde die Entwicklungsumgebung Adobe Flex 3.0 sowie ein neues Programm mit dem Namen Adobe BlazeDS veröffentlicht. Flex 3.0 wurde stärker in die CS3-Suite integriert, während BlazeDS eine Übertragungstechnologie ist, die den Datenaustausch zwischen Servern und besagten AIR-Applikationen erleichtern soll.

    [float=left][​IMG][/float]Dabei wird AIR auch schon seit einiger Zeit verwendet: Die Deutsche Bank etwa benutzt AIR-Technologie, um Geschäftskunden am Desktop direkt über eventuelle Transaktionen zu informieren. Die Applikation mit dem Namen "db-direct" bietet also in der Tat den erhofften Übergang zwischen Desktop und Online. Auch eBay Desktop ist ein solches Programm: eBay verlässt den Browser und kann nun wie ein gewöhnliches Programm verwendet werden: Es ist schneller als die Onlineoberfläche, benachrichtigt den Hobbyauktionär über den Verlauf und bietet somit einen größeren Kundenkomfort.

    Es geht also, ganz simpel, um eine neue Generation an Programmen: Die Grenze zwischen Webseiten und echten Applikationen verschwimmt, das Internet übernimmt langsam aber sicher den Computer: Schon heute gibt es für jedes denkbare Problem eine Onlineanwendung. Angefangen bei Googles Büroapplikationen, über die Teamsoftware Backpack bis hin zu Freshbooks, einer Onlineapplikation für Faktura, Rechnungen und Buchhaltung. Diese Liste könnte freilich schnell weitergeschrieben werden - was wird erst, wenn diese Programme die Fesseln der Internetverbindung verlieren, ohne Browser auskommen als Programmicon neben Microsoft Word und Quicken liegen? Es wird sicherlich einige Zeit dauern, bis AIR-Applikationen den Kampf mit Desktopapplikationen wirklich aufnehmen können - doch der Tag wird kommen, an dem eine RIA (Rich Internet Application) das Desktoppendant vom Siegerthron verweist.
     

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  2. Santiago2212

    Santiago2212 Tydemans Early Worcester

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    Klingt gut! Ebay Desktop werd ich mir gleich mal anschauen ... Schön dass die Plattform grenzen für Software endlich mal aufgeweicht werden.
     
  3. nev03

    nev03 Freiherr von Berlepsch

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    Die meisten interessanten Programme laufen nur auf den Beta Versionen :-c :-c. Im Moment gibt es für Version 1 noch gar nicht so viele. Also noch abwarten und Tee trinken,
     
  4. AgentSmith

    AgentSmith Hochzeitsapfel

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    Ich finde das doof. :p
    Ich bin und bleibe ein Fan der Trennung zwischen Online- und Offlineanwendung.. und ohne Internetverbindung nützen einem die meisten Webapps herzlich wenig, weil sie auf Inhalte aus dem Netz setzen. Super, kann ich auch gleich ein "ordentliches" Programm nehmen. Ajax ist sicherlich oft ein großes Plus an Komfort, allein hier im Forum z.B., aber diesem oft schon krankhaft wirkenden Drang, auf Teufel komm raus alles als Online-Applikation zu machen, kann ich wenig abgewinnen. Bin wohl altmodisch. :-]
     
  5. Abendschnee

    Abendschnee Schöner von Nordhausen

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    AIR = RIA - sehr gut :)
     
  6. alex070182

    alex070182 Carola

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    Ich finde solche Programme super. Ich sitze eh den ganzen tag im Atelier mit Breitband Internet. Alleine spezielle Suchoptimierungen (Detail Suchmaschiene) etc. sind sehr praktisch. Allerdings muß ich auch gestehen das ich nicht genug in der Materie stecke um mehr daz sagen z u können



    OT

    ? Alex = Xela und trotzdem gehört die Firma nicht mir. wen/was meintest du den mit RIA? Die RIA? Auokenzeichen? oder doch irgend was anderes?
    Ich glaube Air ist ein eindeutig Eindeitiger Name :) ;) nicht gleich böse werden ;)
     
  7. IceHouse

    IceHouse Ribston Pepping

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  8. alex070182

    alex070182 Carola

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    ahh jetzt hats klick gemacht danke für die Aufklärung
     
  9. AgentSmith

    AgentSmith Hochzeitsapfel

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    Das steht übrigens auch im Artikel, den hätte man nur ordentlich lesen brauchen, um Verwirrung zu vermeiden. :)
     
  10. alex070182

    alex070182 Carola

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    Ich gebe es zu. Ich habe geschlampt :) Asche auf mein Haupt :)
    Wuste aber wirklich nichts damit anzufangen.
     
    AgentSmith gefällt das.
  11. marcozingel

    marcozingel Cox Pomona

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  12. JohnnyAppleseed

    JohnnyAppleseed Schmalzprinz

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    Warum heißt das denn „Adobe Adobe Integrated Runtime“? Hätte einmal „Adobe“ nicht gereicht?
     
  13. AgentSmith

    AgentSmith Hochzeitsapfel

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    Adobe ist ein viel zu starker Begriff als dass Adobe ihn einfach nur als "A" in der Abkürzung verkommen hätte lassen wollen, vermutlich.
     
  14. JohnnyAppleseed

    JohnnyAppleseed Schmalzprinz

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    Das ist eine Kunst, die Apple beherrscht: Gute Namen, ohne dass die Marke Apple zu kurz kommt!
     
  15. Kenso

    Kenso Pomme au Mors

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    Wo gibt es das AIR SDK für Mac zu downloaden? Wenn ich bei Adobe auf den SDK Link von AIR gehe (selbstverständlich die Mac Version), bekomme ich ein DMG, das Windows Programme beinhaltet?! :eek:
     
  16. Hobbes_

    Hobbes_ Gast

    Das Terminal ist tot - es lebe das Terminal bzw. doch wieder der leistungsfähige 'intelligente' Computer?

    Der Trend wechselt offensichtlich immer wieder hin und her zwischen initial dummen Terminals, die an den Lippen eines Servers hingen, hin zu eierlegenden Wollmilchsau-PCs, wieder zurück zu Web-Applikationen (terminal-ähnlich nur auf höherem Niveau) und nun wieder retour zu kombiniert online/offline laufenden Programmen... Ganz was das Herz begehrt...

    ---------

    Ich bin diesbezüglich offensichtlich auch sehr altmodisch und ziehe eine konsequente Trennung gerne vor - auch wenn es eine solche mit den integrativen Services (nur schon die online-Hilfefunktionen der offline-Programme) nicht mehr richtig gibt bzw. die schon aktuellen online-Programme erstaunlich nahe ans "Original" kommen.

    Wie jedoch schon frühere runtime-Umgebungen wie JAVA (mit etwas anderem Schwerpunkt) scheint mir die Sicherheit eine der wichtigsten Fragen zu sein:
    • Sicherheit in Bezug auf die eingesetzten Programme und Ausschluss von unbewusst eingeschleusten Schadprogrammen.
    • Sicherheit in Bezug auf meine privaten Daten. Schon jetzt hat man zunehmend nicht mehr wirklich alleine Zugriff auf seine privaten Dateien (sei es, dass sie online gespeichert sind, oder durch DRM nur verschlüsselt vorliegen und benutzt werden können). Wie in anderen aktuellen Threads mit deutlich weiter gehender Konsequenz diskutiert, sollten wir User uns zunehmend Gedanken bezüglich der Sicherheit/Vertraulichkeit unserer Daten machen.
    • Und daneben: Integration in die lokalen Fähigkeiten der OS: Solche auf allen OS laufenden Programme haben oft den Nachteil, dass sie bezüglich Design und auch Funktionalität nicht von den Feinheiten des Gast-Systems gebrauch machen. Das ist schade, insbesondere bei einem so feinen System wie Mac OS X. Solide Integration ist klar der Vorteil nativer Applikationen auf einem System.

    Kurz: Mal geduldig schauen, was dieses AIR auf einem MacBook (optimal wohl AIR) so alles bringt...
     
  17. effzehn

    effzehn Adams Apfel

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    @psc et al:

    Air Security Whitepaper
     
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  18. Hobbes_

    Hobbes_ Gast

    Genau das ist eines der Probleme...

    Da werden grosse Anstrengungen unternommen, um eine möglichst sichere Sandbox zu generieren (browser security model), schon werden neue Türen weit geöffnet, die jedwelchen Programmen freien Zugriff auf Haus und Hof (sprich Computer) erlauben...

    (ja, auch AIR bringt eine Sandbox mit. Doch erlaubt diese doch einiges gemäss der Dokumentation)


    Wie heisst es doch so schön im Asterix-Band: T wie "Timeo Danaos et dona ferentes"

    (vollständiger: "Equo ne credite, Teucri! Quidquid id est, timeo Danaos et dona ferentes.")
     
  19. Santiago2212

    Santiago2212 Tydemans Early Worcester

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    wenn du dir apps installierst musst du doch auch drauf achten dass du weißt wo die herkommen ... wieso sollte das bei AIR anders sein?
     
  20. Hobbes_

    Hobbes_ Gast

    Genau. Die eigene Wachsamkeit, was man so auf seinem Computer installiert, ist eh das wichtigste. Das ändert sich definitv nicht - unabhängig, ob die Applikation als Binary, als Machine Code, als interpretierbaren Quelltext oder als Kuchenrezept geliefert wird.

    Auch ist Vertrauen in den Autor der Software (ob jetzt nur ein Taschenrechner, ein Chat-programm, ein Office-Paket, ein Backup-Programm oder eine Verschlüsselungs-Suite) wichtig. Prinzipiell könnte mir dieser ja irgend etwas unterjubeln.

    Der Unterschied liegt meines Erachtens darin, dass die Applikationen wenigstens im von mir benötigten Bereich (mit gezielten Ausnahmen) oft auf rein lokale Daten zugreifen müssen, so dass allfällige Datenübermittlungen durch die Firewall kontrolliert bzw. auch unterbunden werden können.

    Bei potentiell konstant mit einem externen Server kommunizierenden Programmen schätze ich eine Sandbox, welche einen Zugriff auf meine lokalen Daten zu 100% unterbindet. Daten sollen nur verarbeitet werden, wenn sie aktiv in diese Sandbox importiert werden.

    Je durchlässiger so eine Trennung ist, umso grösser ist das Risiko, dass nicht nur gewünschte Daten sondern beliebige Daten für andere einsichtig werden.

    Dieses Thema wird in anderer Form wie erwähnt noch in technisch tiefgreifenderen Threads diskutiert. Allgemein gibt es jedoch zu denken, wie weit wir freiwillig die Tore in unsere Computer zu öffnen bereit sind...

    EDIT:
    Vielleicht sind es auch nur nostalgische Gründe (siehe Post oben von AgentSmith und mir), die nicht nur die Sonnenseite eines solchen Konzeptwechsels sehen lassen wollen.

    EDIT2:
    Doch wahrscheinlich ist eh alles nur relativ. Ob jetzt lokale Applikation oder Web-Applikation. Ohne gezielte Sicherheitsmassnahmen ist die Hürde zu unseren Daten wohl zunehmend kleiner, wenn sie jemand wirklich lesen will. Wie waren James Bonds früher noch cool. Sie mussten physisch fit sein um vor Ort die Daten zu beschaffen und die Welt zu retten (je nach Sichtweise) und auch so einige Vodka Martinis geschüttelt ertragen. Heute genügt ein kleiner Trojaner (T wie Timeo Danaos...), um sich in allen Daten umzuschauen und schneller, umfassendere und wertvollere Profile zu erstellen... Deshalb keine Aufregung ob der Art des Programmes...
     
    #20 Hobbes_, 26.02.08
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.02.08

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