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Magazin Activation Lock zeigt Wirkung: Rückgang der iPhone-Diebstähle in manchen Städten

Philipp Schwinn

Herrenhut
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Mit iOS 7 hat Apple auch den sogenannten Activation Lock eingeführt, der dafür sorgt, dass gestohlene iPhones oder iPads nicht weiterverwendet werden können – ohne ursprüngliche Apple ID und das dazugehörige Passwort dient das Gerät höchstens als Dekoration. In der Vergangenheit gab es allerdings auch Workarounds die es unter gewissen Umständen ermöglicht haben, diese Sperre zu umgehen. Trotzdem scheint es Apple damit geschafft haben, die Geräte aus eigenem Haus etwas unattraktiver für Kriminelle gemacht zu haben. Dies belegen aktuell vorgelegte Statistiken, welche die New York Times veröffentlicht hat.[prbreak][/prbreak]

Demnach gingen die iPhone-Diebstähle laut Polizeiinformationen in San Francisco um knapp 40 Prozent zurück, in der englischen Hauptstadt London immerhin um knapp ein Viertel. Dabei wurden jeweils die Zeiträume ein halbes Jahr vor und nach der Einführung des Activation Locks bzw. von iOS 7 betrachtet. Auch die Polizei von New York kann die Veränderungen ihrerseits bestätigen, dort ging die Zahl von Raubüberfällen, bei denen auch ein Apple-Gerät abhanden gekommen ist, um 19 Prozent zurück.

Ein Zusammenschluss von Smartphone-Herstellern, zu dem auch Apple gehört, hat sich bereits im April darauf geeinigt, ähnliche diebstahlhemmende Methoden in allen neuen Geräten zu implementieren.

activation-lock.png​
Craig Federighi stellt die neue Funktion von iOS 7 vor​

via 9to5mac
 
Obs wirklich nur daran liegt...?

Jedenfalls ist Activation Lock, solange es nicht ausgeheblt werden kann, doch eine gute Sache!
 
Weißt du, ob die Polizei nimmt diesen Städten zufällig noch andere Maßnahmen in dem Zeitraum gestartet haben? Nicht alle so offensichtlich erscheinenden Zusammenhänge, hängen auch wirklich zusammen.
 
Na das sind jetzt aber nur Vermutungen, die Entwertung der Geräte zum Briefbeschwerer dagegen Fakten ;)
 
Dass das iPhone ein Briefbeschwerer wird, das ist Fakt. Dass die Verringerung der Diebstähle darauf zurückführen ist, ist eine Vermutung. Es ist nur eine Korrelation beide Ereignisse feststellbar. Ein Beweis für den Zusammenhang fehlt allerdings.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein gründliche recherchierter Beitrag hätte natürlich auch die Preisentwicklung geklauter iPhones auf dem Schwarzmarkt beinhaltet und ebenso die Reaktionen der Handy-Mafia. ;)
 
@Feuilleton
Natürlich ist es nur eine Korrelation; so ist das eben mit Studien ;)

Aber glaube mir: Kleinkriminelle Serientäter sind immer auf dem Laufenden und bestens untereinander bekannt und vernetzt. Ich würde wetten, dass nicht wenige sogar die Keynote gesehen haben ;)
 
also ich kann das absolut bestätigen. iPhone 5 mit aktiviertem "Find my iPhone" in Hamburg auf dem Kiez geklaut.
Von mir sofort nach bemerken gesperrt. Der Dieb hat es danach in den Müll geschmissen.
Nach ein paar Tagen kam ein Anruf von der Polizei. Also wirklich eine super Funktion.
 
Super. Ich bin mir nicht sicher ob ich ein Handy, das in einer Kiezmülltonne zwischen gebrauchten Kondomen und erbrochenem Döner lag, wiederhaben möchte. :D
 
Kollege hat sein bei einem Einbruch gestohlenes iPad 2 in Georgien nach 4 Monaten gefunden und deaktiviert. Es hat sicher den falschen getroffen aber Pech wenn man Hehler Ware kauft. Das System funktioniert und wäre überlistet worden wenn es so einfach wär. (Er hatte keine Zugangscode eingestellt da er meinte Zuhause auf der Couch klaut es ja keiner) Ach so dorthin fahren wollte er nicht und an der Türe klopfen :) er hatte von Versicherung eh schon 490 Euro bekommen als Ersatz und sich ein iPad Air geholt :) :)
 
Naja bei einem Diebstahl besteht ja auch oft ein gewisses Risiko! Diesen geht man sicher nicht so schnell ein, wenn man hinterher nicht sicher sein kann, das Teil auch wieder gewinnbringend los zu werden ;)
 
Ich wundere mich immer über dieses Briefbeschwererargument. Das habe ich auch schon öfters erwähnt, und nie auch nur irgendeine Reaktion darauf gehört.:rolleyes:
Briefbeschwerer klingt immer als ob es komplett wertlos wäre, aber es ist doch bestimmt auch nach der Deaktivierung noch viele hundert Euro in Teilen wert.
Liege ich falsch?
 
Naja unser geklautes 4er wurde ja nicht bewusst geklaut in übervoller U Bahn. Hätte auch das Samsung g mini Diensthandy sein können oder der Geldbeutel. War wohl ein Zufallstreffer. Das Diensthandy wär uns lieber gewesen. Dummerweise nützt mit find my iPhone insofern gar nix weil es trotzdem weg ist.
 
Na ja, toll fände ich es, wenn man ein gestohlenes Device bei Apple melden könnte. Wenn der Dieb das Teil dann auf sich anmelden wollte, dann hätte man ihn, ohne Lock und derlei Gedöns. Aber da hält sich Apple fein raus, solange es nicht einem Steve Jobs gestohlen wird.
So, wie es jetzt ist, bleibt ein dem Normalsterblichen gestohlenes und gelocktes Teil ja in der Versenkung verschwunden.
Meinem Sohn ist sein 5er in der Berliner U-Bahn von einem Taschendieb gestohlen worden und offenbar gleich ausgeschaltet worden, denn es war nicht mehr zu orten. Da da Teil gelockt war hatte mein Sohn die Nummer von einem Zweit-Prepaid-Handy anzeigen lassen, quasi als goldene Brücke für einen Finder. Er wurde dann sogar wirklich (mit unterdrückter Rufnummer) angerufen, aber: Der Typ hatte lediglich die Chuzpe, ihn nach den Zugangsdaten zu fragen, um das entsperren zu können.
Apple ist das scheißegal, der Polizei in Berlin übrigens auch. Der Anrufer durfte auch nicht ermittelt werden, da die Rufnummer unterdrückt war und das besonderen Schutz genießt.
Bei mir in der Schule wurden auch einige iPads im Rahmen einer Einbruchserie gestohlen. Obwohl unsere (hessische) Polizei sich da sowohl personell als auch technisch wirklich mächtig ins Zeug legte und begleitend hierzu auch Kontakt mit Apple bis hin zu einer Rechtsabteilung in Irland aufnahm, ließ man sie bei Apple kalt abblitzen und gab keinerlei Informationen heraus. Warum auch? Als Ersatz haben wir ja neue Geräte gekauft - bei Apple...

Ich finde es schon ein Armutszeugnis. Jedes Gerät hat eine eindeutige Seriennummer, und Apple führt peinlich Buch darüber, wann welches Teil erstmals zugelassen wurde und von wem (schon damit die wissen, ob man iWorks gratis bekommt oder nicht). Jedes Gerät ist mit einer Apple-ID verknüpft, und diese wiederum mit einer eindeutig zu identifizierenden Person.
Wenn man wirklich wollte, gäbe es wirklich keine Diebstähle mehr bzw. hätte man jeden Dieb stante pede am Wickel.
Aber wie es so ist: Wenn Schweine Flügel hätten, wären es Adler. Wenn, wenn, wenn...
 
Apple verkauft elektronische Produkte und betreibt keinen Babysitter-Service dafür. Was du da vorschlägst bringt gewaltige rechtliche und datenschutztechnische Probleme mit sich. Und diese je nach Land auch noch völlig unterschiedlich. Sowas gibts nicht und wird es auch nie geben.
 
Apple verkauft elektronische Produkte und betreibt keinen Babysitter-Service dafür. Was du da vorschlägst bringt gewaltige rechtliche und datenschutztechnische Probleme mit sich. Und diese je nach Land auch noch völlig unterschiedlich. Sowas gibts nicht und wird es auch nie geben.

Ja, ist schon klar. Würde Apple nie machen. Schließlich leben die ja <ironie>zusammen mit Google und Facebook im Mutterland des Datenschutzes</ironie>. Ich teile diese naive Sichtweise nicht.
Wenn Apple selbst den Ermittlungsbehörden im Falle definitiv gestohlener und zur Fahndung ausgeschriebener Geräte Steine in den Weg legt, dann hat das weniger mit Datenschutz zu tun als vielmehr mit handfesten, kommerziellen Interessen. Ein gestohlenes und nicht mehr zu ermittelndes Gerät induziert einen Ersatzkauf, die Unterstützung der Ermittlung von Dieb und Beute dagegen nicht. So einfach ist das.
Aber das hast Du ja mit Deinem ersten Satz selber festgestellt: Apple verkauft elektronische Produkte...
 
Eben.
Eine solche Verwaltung von Daten kostet Geld und aufgrund welcher Daten soll Apple eine Sperre vornehmen? Strafanzeige? Richterlicher Beschluss? Wer zahlt dafür? Wie hebt man eine solche Sperre wieder auf?

Professionell verwertete graue Ware wird sowieso nicht erneut aktiviert sondern landet morgen in Georgien oder Nigeria und wird dort weiterverwendet. Völlig überflüssig dort etwas juristisch ausrichten zu wollen. Zudem bei einem Produkt das ein paar Hunderter wert ist.