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Es ist ein weiterer Schritt dafür, im Ausland schon bald nicht mehr für eine SMS, einen Anruf oder ein Datenpaket zahlen zu müssen, als Zuhause. Ab heute gelten EU-weit neue und niedrigere Preisobergrenzen für das Roaming in fremden Mobilfunknetzen. Allein das Surfen im Netz bzw. das Herunterladen von Daten ist künftig rund 36 Prozent günstiger. Schon im nächsten Jahr soll eine weitere Preissenkung erfolgen, sollte das Roaming bis dahin nicht sogar gänzlich abgeschafft werden.[PRBREAK][/PRBREAK]
Gemäß der Roamingverordnung der Europäischen Union müssen die Mobilfunkprovider der 27 (bzw. seit heute 28) EU-Mitgliedsstaaten ab sofort deutlich weniger Gebühren fürs Telefonieren, Messaging und Surfen von ausländischen Nutzern verlangen.
Konkret sieht die seit 2007 bestehende Regelung jetzt folgende Preisobergrenzen vor: Pro versendeter SMS zahlen Nutzer künftig nur noch 8 statt wie bisher 9 Cent. Der Empfang von SMS bleibt weiter kostenlos. Die Gebühr für ausgehende Anrufe sinkt hingegen von 29 Cent auf nunmehr 24 Cent. Für empfangene Anrufe im Ausland können die Provider ab sofort nur noch 7 statt 8 Cent verlangen. Angesichts der steigenden Popularität von Smartphones sorgen vor allem die bislang hohen Roaming-Kosten für mobile Datenpakete für die ein oder andere Überraschung auf der Urlaubsrechnung. Besonders hier greift die neue Preisobergrenze, da sie die Kosten für Daten (pro MByte) von ursprünglich 70 auf nunmehr 45 Cent drückt (zzgl. MwSt.).
"Die jüngsten Preissenkungen lassen den Urlaubern mehr Geld im Portemonnaie und sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur endgültigen Abschaffung dieser Preisaufschläge", sagt Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, in der dazu veröffentlichten Pressemeldung. "Dies ist gut für die Verbraucher und Unternehmen, da es die Furcht vor hohen Kosten ausräumt und das Marktwachstum anregt."
Obwohl die Roaming-Gebühren gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 bis heute um satte 91 Prozent gesunken sind, sollen die Kosten für Auslandsaufenthalte auch in Zukunft weiter sinken. Schon ab dem 01. Juli 2014 ist eine zusätzliche Senkung der Kosten für Datenpakete (pro MByte) um über 50 Prozent geplant. Dann zahlen Nutzer pro empfangenem bzw. versendeten MByte nur noch 20 statt wie jetzt 45 Cent zzgl. Mehrwertsteuer. Ähnliche Kostensenkungen gelten dann auch fürs Telefonieren (dann 19 bzw. 5 Cent) und das Versenden von SMS (6 Cent)
Klar ist: Die neuen Preise stellen für die rund 100 europäischen Mobilfunkanbieter lediglich eine verpflichtende Preisobergrenze dar. Es steht ihnen frei, die Preise eigens unterhalb dieser Vorgaben anzupassen. Zahlreiche Anbieter hätten die Roaming-Gebühren inzwischen aber ohnehin abgeschafft, sodass Neelie Kroes unlängst auch für eine EU-weite Abschaffung des Roaming-Modells zum 01. Juli 2014 warb. Allerdings sollen sich vor allem Akteure aus dem Mobilfunkmarkt, darunter die Branchenverbände GSMA und ETNO, kritisch zu diesen Vorgehen geäußert haben.
Sollte die EU diesem Ziel nicht näher kommen, ist die erneute Senkung der Roaming-Gebühren zum 01. Juli kommenden Jahres aber in jedem Fall sicher. (via)
Foto: tagesschau.de
Gemäß der Roamingverordnung der Europäischen Union müssen die Mobilfunkprovider der 27 (bzw. seit heute 28) EU-Mitgliedsstaaten ab sofort deutlich weniger Gebühren fürs Telefonieren, Messaging und Surfen von ausländischen Nutzern verlangen.
Konkret sieht die seit 2007 bestehende Regelung jetzt folgende Preisobergrenzen vor: Pro versendeter SMS zahlen Nutzer künftig nur noch 8 statt wie bisher 9 Cent. Der Empfang von SMS bleibt weiter kostenlos. Die Gebühr für ausgehende Anrufe sinkt hingegen von 29 Cent auf nunmehr 24 Cent. Für empfangene Anrufe im Ausland können die Provider ab sofort nur noch 7 statt 8 Cent verlangen. Angesichts der steigenden Popularität von Smartphones sorgen vor allem die bislang hohen Roaming-Kosten für mobile Datenpakete für die ein oder andere Überraschung auf der Urlaubsrechnung. Besonders hier greift die neue Preisobergrenze, da sie die Kosten für Daten (pro MByte) von ursprünglich 70 auf nunmehr 45 Cent drückt (zzgl. MwSt.).
"Die jüngsten Preissenkungen lassen den Urlaubern mehr Geld im Portemonnaie und sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur endgültigen Abschaffung dieser Preisaufschläge", sagt Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, in der dazu veröffentlichten Pressemeldung. "Dies ist gut für die Verbraucher und Unternehmen, da es die Furcht vor hohen Kosten ausräumt und das Marktwachstum anregt."Obwohl die Roaming-Gebühren gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 bis heute um satte 91 Prozent gesunken sind, sollen die Kosten für Auslandsaufenthalte auch in Zukunft weiter sinken. Schon ab dem 01. Juli 2014 ist eine zusätzliche Senkung der Kosten für Datenpakete (pro MByte) um über 50 Prozent geplant. Dann zahlen Nutzer pro empfangenem bzw. versendeten MByte nur noch 20 statt wie jetzt 45 Cent zzgl. Mehrwertsteuer. Ähnliche Kostensenkungen gelten dann auch fürs Telefonieren (dann 19 bzw. 5 Cent) und das Versenden von SMS (6 Cent)
Klar ist: Die neuen Preise stellen für die rund 100 europäischen Mobilfunkanbieter lediglich eine verpflichtende Preisobergrenze dar. Es steht ihnen frei, die Preise eigens unterhalb dieser Vorgaben anzupassen. Zahlreiche Anbieter hätten die Roaming-Gebühren inzwischen aber ohnehin abgeschafft, sodass Neelie Kroes unlängst auch für eine EU-weite Abschaffung des Roaming-Modells zum 01. Juli 2014 warb. Allerdings sollen sich vor allem Akteure aus dem Mobilfunkmarkt, darunter die Branchenverbände GSMA und ETNO, kritisch zu diesen Vorgehen geäußert haben.
Sollte die EU diesem Ziel nicht näher kommen, ist die erneute Senkung der Roaming-Gebühren zum 01. Juli kommenden Jahres aber in jedem Fall sicher. (via)
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