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WordPress-Lücke und Malware zielt auf Mac Nutzer:innen

Apfeltalk Redaktion

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Am Wochenende ist Apfeltalk Opfer einer Lücke in WordPress geworden, die ausgenutzt wurde, um gezielt Mac Anwender:innen anzugreifen. Die Lücke ist geschlossen aber der Angriff war perfide.


Wer am Sonntagmittag auf unsere Magazin-Seite gekommen ist, sah sich einem Captcha gegenüber mit dem Text „I’m not a Robot“ mit einer Checkbox davor. Klickte man auf diese Box erschien ein weiteres Fenster mit einer so genannten Anleitung zu Verifizierung. In dieser Anleitung wurde man aufgefordert, ein Terminal-Fenster zu öffnen und dort dann den Code aus der Zwischenablage einzufügen. Einige User:innen haben uns auf dieses Phänomen aufmerksam gemacht.


Gefährliches Script​

Der Code war automatisch beim Klick auf die erste Checkbox in der Zwischenablage gelandet. Wäre man den Anweisungen aus der „Anleitung“ gefolgt, hätte der Mac möglicherweise gefährliche Malware geladen.

Sowohl die Anleitung, als auch die Malware zielt auf Mac Anwender:innen ab. Installierte AD-Blocker zeigten keinerlei Wirkung. Das Fenster wurde immer angezeigt. Getestet haben wir das mit Firefox, Google Chrome und Safari. Ob es auch auf Windows-Maschinen funktioniert hätte, entzieht sich unserer Kenntnis.

Wie konnte das passieren?​

Erste Annahmen, es sei eine „fehlerhafte“ Werbung, die über Google AD-Sense ausgespielt wird, haben sich nicht bestätigt. WordPress mit Versionen kleiner als 7.0.1 haben eine Sicherheitslücke aufgewiesen, die es Angreifern möglich machte, das ganze System zu übernehmen. Bei uns wurde ein Benutzer mit Administrativen Rechten angelegt, der dann wiederum ein Plugin installiert hat. Das Plugin wurde nicht in der normalen Liste der installierten Plugins angezeigt.


Wir haben das System gescannt, das Plugin und den User gelöscht und der Spuk war vorbei. Mittlerweile war auch WordPress 7.0.2 erschienen, in dem die Lücke gefixt wurde. Eigentlich sollten sich solche Sicherheitsupdates automatisch installieren. Warum das in diesem Fall nicht passiert ist, kann man nicht sagen. Weitere Angriffe über die Lücke hat es nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben.

Müssen User:innen etwas tun?​

Unser WordPress bietet keine Registrierung und keine User:innen-Interaktion. Daher sind keine Daten von Usern gefährdet. Unsere internen WordPress-User haben alle ein neues Passwort bekommen und die 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) wurde aktiviert. Unser Forum war nicht von dem Angriff betroffen. Es wurden auch keine Daten abgegriffen. Der Angriff richtete sich tatsächlich an User:innen der Magazin-Seite.

Wir danken allen Userinnen und Usern, die uns über die Lücke informiert haben. Und freuen uns, dass wir das Problem innerhalb kürzester Zeit am Sonntag lösen konnten. Wer noch ein WordPress mit einer älteren Version betreibt, sollte dringend das Update machen. Die Sicherheitslücke ist zu gravierend.

Klick hier, um den vollständigen Beitrag im Magazin zu lesen

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ob es auch auf Windows-Maschinen funktioniert hätte, entzieht sich unserer Kenntnis.
Direkt nachdem ich Euch eine Nachricht hierzu geschickt und in allen meinen sozialen Netzwerken illustrierte Information hierzu geteilt hatte, habe ich auch meine virtuelle Windows-Maschine angeworfen und das mit Edge getestet, und siehe da …

IMG_2202.png
Das dazugehörige Skript, welches in meine Zwischenablage geladen wurde:

08C88E9C-340E-4AF5-BF6D-96D299C77F4A.png

Und weil mich interessierte, was genau diese Skripte tun, habe ich (trotz einer gewissen und informierten Abneigung gegen LLMs) dann auch noch Gemini dazu befragt:

Das macOS-Skript:

Mac-Schadcode.png

Das Windows-Skript:

WIndows-Schadcode.png
________________

Eure Meldung »Wir bringen Apfeltalk auf den neusten Stand! Aktuell führen wir geplante Updates an unseren Systemen durch um Apfeltalk noch besser zu machen« fand ich im Übrigen bissl, ähm, unehrlich, aber gut, es war sicher so eilig, dass man nicht eben noch paar Worte ändern konnte 😉

Herzlichen Gruß aus der – vermutlich nicht mehr – Anonymität 😉
 
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Danke für die ausführliche Analyse.

Uns war die Schadensbegrenzung am Sonntag wichtiger, als irgendeine Message im Bildschirm. 😉

Ich bin froh, dass wir das Problem überhaupt am Sonntag lösen konnten.

Die erste Meldung diesbezüglich kam übrigens von Ben Schwan von Heise. 😉

Dennoch ist jede Meldung hilfreich. 👍🏻
 
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Reaktionen: FuAn und u0679
Die erste Meldung diesbezüglich kam übrigens von Ben Schwan von Heise. 😉

Dennoch ist jede Meldung hilfreich. 👍🏻
Hahaha, ja, danke, für mich war’s nicht »olympisches Melden«, will sagen, ich habe mich da nicht in einem Wettbewerb gesehen, ich wollte halt nur, dass Ihr das so schnell wie möglich abschaltet, und wenn jemand das vor mir gemeldet hat, KLASSE, je eher desto besser.

Ist inzwischen bekannt, ob irgend jemand sich bei dieser Sache etwas Böses eingefangen hat?

Und hat mal jemand ausprobiert, was tatsächlich passiert, wenn man dieses Skript im Terminal eingibt? Mit einem Reserve-Rechner, auf dem sonst nichts drauf ist, und mit einem nicht-Admin-Benutzer ohne Apple-ID sollte das doch gefahrlos möglich sein, oder?

M.E. sollte ja irgendeine »post mortem«-Analyse durch Computer-Forensiker stattfinden.