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vor der Wende, vor Corona, vor KI

paul.mbp

Stahls Winterprinz
Registriert
20.06.09
Beiträge
5.133
Es gibt einschneidende Veränderungen im Leben, wie zum Beispiel der Fall der Mauer und der damit verbundene Rückblick auf die Zeit „vor der Wende“.

Ebenso gab es die Zeit vor der massenhaften Einführung des Homeoffice, sprich die Zeit „vor Corona“ …

Beide Umbrüche waren mit grossen Veränderungen verbunden, Veränderungen die jetzt auf uns zu kommen wenn wir später auf die Zeit „vor KI“ zurückblicken.

Was wird in der nächsten Zukunft passieren?
Wird es uns überrollen? Können wir es beeinflussen…

Zum Einstieg in das Thema etwas Lesestoff:
 
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Ich bin eigentl. Zu Jung für die geschichtlichen Ereignisse. Aber wenn man von meiner Geburt an schaut, passiert ca. alle 10 Jahre was Großes:

Ca. 1990 = Wende
2001 = 911
2009 = Weltwirtschaftkriese
2019 = Corona
2029 = ? Russland? China? KI?
 
Ohne
einschneidende Veränderungen
würde derMensch weiter in der Steinzeit vegetieren. Jede Entwicklung, jeder Krieg, die Pest, der Untergang von Kulturen, alles war einschneidend, besonders für die direkt betroffenen.

Aber das ist das Leben, das ist das was der Mensch, was wir daraus machen.
 
Mir hat mein Vorgesetzter mal gesagt, als wir das Thema hatten, dass die Zeiten so „schlimm“ sind:

Zitat: „Ich finde die Zeit, in der wir leben, super spannend. Vor 2500 Jahren hätten wir beide nicht im warmen Büro am Computer unsere Arbeit verrichtet, sondern höchsten Steine auf Pyramiden geschleppt, oder versucht, dem Löwen im Colosseum auszuweichen, um irgendwie zu überleben.“

Fand ich cool und stimmt auch. Uns geht’s schon verdammt gut (auch wenn ich nur ein iPhone 15 Pro Max habe, und kein 17 😂 )
 
… das ist das Leben, das ist das was der Mensch, was wir daraus machen.
genau…
…und was machen wir draus wenn KI/AI immer besser wird? Wie geht man mit den im Text beschriebenen Veränderungen um?

Man überlebt es. Erfahrungswert.
…Artikel gelesen?

Mein Text „vor der Wende“ etc… war eigentlich nur ne Einleitung zu dem Artikel. Der ist echt lesenswert…

Und dann ist „man überlebt es“ die Frage ob man zu den xx% Arbeitskräften gehört die freigesetzt wurden, oder ob man weiterhin eine Job & Einkommen hat. Klar, in DE überlebt man es auch mit Hartz und Tafel, aber das ist dann schon was anderes als ein geregeltes Einkommen und eine geregelte Tätigkeit.

Ich fand meine aktuellen Tests mit Claude 4.6 echt beeindruckend und mir fielen sofort einige Büroaufgaben ein die damit erledigt werden können. Kann man die Augen davor verschliessen, oder eben mal in Gedanken durchgehen was es so für Auswirkungen haben kann… und das beschreibt der Artikel recht gut, finde ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
ob man zu den xx% Arbeitskräften gehört die freigesetzt wurden, oder ob man weiterhin eine Job & Einkommen hat.
gleiches galt für die vorherigen industriellen Revolutionen auch. Es gibt immer Arbeitsplätze die wegfallen, aber es kommen neue, bisher noch undenkbare dazu. Das bedeutet natürlich dass es der Mensch ist, der sich anpassen muss. Neues Lernen, Neues probieren.
 
Man überlebt es. Erfahrungswert.

Gerade bei Covid kann das nicht jeder von sich behaupten.

Ich bin eigentl. Zu Jung für die geschichtlichen Ereignisse. Aber wenn man von meiner Geburt an schaut, passiert ca. alle 10 Jahre was Großes:

Ca. 1990 = Wende
2001 = 911
2009 = Weltwirtschaftkriese
2019 = Corona
2029 = ? Russland? China? KI?

Kommt jetzt drauf an wie man "grosses" definiert.

Weil von ca. 2015-2025 ist noch so viel mehr passiert.
- Der Rechtsruck in der Gesellschaft
- Der Krieg in der Ukraine
- Trump
- Fridays for Future und das wachsende Bewusstsein für die Klimakatastrophe

Gefühlt werden die Abstände zwischen den einzelnen Grossereignissen immer kleiner.
 
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Vor 2500 Jahren hätten wir beide nicht im warmen Büro am Computer unsere Arbeit verrichtet, sondern höchsten Steine auf Pyramiden geschleppt, oder versucht, dem Löwen im Colosseum auszuweichen, um irgendwie zu überleben.“
Seh ich nicht so.
Die ägyptischen Pyramiden waren da schon Altbauten und das Colosseum gab es noch gar nicht.

Vielen Leuten aus der Gegenwart dürfte es im alten Ägypten übrigens richtig gut gefallen haben. Überall diese Smileys an den Wänden!

die Frage ob man zu den xx% Arbeitskräften gehört die freigesetzt wurden, oder ob man weiterhin eine Job & Einkommen hat.
KI übernimmt überwiegend oder nur Schreibtisch-Arbeitsplätze. Wer sich absichern will, sollte umschulen auf Berufe in der Pflege oder bei der Müllabfuhr oder im Kampfmittelräumdienst.
Kritisch wird es erst, wenn das kombiniert wird mit fortgeschrittener Robotik.
Dann bleibt nur der Weg in die Politik. Politiker werden immer einen Weg finden, ihre Jobs zu sichern.

Den 911er gibt es doch schon viel länger.
2009 = Weltwirtschaftskrise
Das war doch nur ein Krislein. Die echte war Ende der 1920er (auch wenn sie vermutlich weniger weltweit war bei der damaligen Verteilung der Mächte und Menschen, aber sie war sicher deutlich einschneidender für die Betroffenen)

War das nicht 2020 ff.?

Da sollten wir kommende Krisen wegen des Klimawandels, damit verbundenen Hungersnöten und Migrationswellen nicht vergessen und die aktuelle Hauptkrise namens Donald dem Gerne-Allmächtigen.
Verbunden damit (und mit unserem allgemeinen Verhalten) drastische Einschnitte in Ökosysteme mit unerwarteten Ergebnissen. Ich saach nur: Bienensterben (positiv sehen: dann können alle KI-Freigesetzten deren Bestäubungsjobs übernehmen, damit wir weiterhin Lebensmittel haben wie bisher).
Migrationswellen aus Afrika Richtung Europa wurden übrigens schon in den Siebzigern thematisiert, bis hin zu dramatischen Fernsehsendungen.

Und dann wär da noch die Sache, daß angeblich, natürlich nur rein statistisch, demnächst wieder mal ein größerer Asteroideneinschlag fällig wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
genau…
…und was machen wir draus wenn KI/AI immer besser wird? Wie geht man mit den im Text beschriebenen Veränderungen um?


…Artikel gelesen?

Mein Text „vor der Wende“ etc… war eigentlich nur ne Einleitung zu dem Artikel. Der ist echt lesenswert…

Und dann ist „man überlebt es“ die Frage ob man zu den xx% Arbeitskräften gehört die freigesetzt wurden, oder ob man weiterhin eine Job & Einkommen hat. Klar, in DE überlebt man es auch mit Hartz und Tafel, aber das ist dann schon was anderes als ein geregeltes Einkommen und eine geregelte Tätigkeit.

Ich fand meine aktuellen Tests mit Claude 4.6 echt beeindruckend und mir fielen sofort einige Büroaufgaben ein die damit erledigt werden können. Kann man die Augen davor verschliessen, oder eben mal in Gedanken durchgehen was es so für Auswirkungen haben kann… und das beschreibt der Artikel recht gut, finde ich.
Von jetzt auf gleich Diplom-Abschluss ungültig, Mietvertrag nichts mehr wert (Rückübertragung an Wessi), technisches Personal auf Null-Stunden-Kurzarbeit, damit Promotion ein Vierteljahr vor Abschluss gestorben, Kündigung mit der Begründung "Frauen mit Kind leisten wir uns in der Wissenschaft nicht mehr", Kitas, die im Monatstakt geschlossen werden und man wieder suchen muss, völlig neue Gesetze, Vorschriften, Formulare, politische Systeme, ungeschriebene Regeln, die aber voll einzuhalten sind, alle Veränderungen in ein, zwei Jahren- das ist meiner Schul-/Studiengeneration (DDR) flächendeckend passiert. Wir haben das überlebt und wissen, dass man auch den völligen Zusammenbruch des gewohnten Lebens überstehen kann. Resilienz nennt man das wohl jetzt.
 
War da denn gar nichts mehr zu retten?
Dank der ÖTV bis in die zweite Instanz vors Verwaltungsgericht, dann keine Revision mehr zugelassen.
Ergebnis: Hätte ich während des Studiums ein Kind bekommen (= ein Semester länger studiert) oder meine Diplomarbeit bei der Stasi geschrieben (=höherwertige Bildungsstätte) hätte ich das Diplom anerkannt bekommen. Da ich damals im Studium kein Kind wollte und die Stelle bei der Stasi abgelehnt hatte ("ich erkaufe mir meine Karriere nicht" - idealistisch, wie man halt war mit Anfang zwanzig) habe ich die Konsequenzen im Berufsleben eben tragen müssen....
 
Das war halt keine Wiedervereinigung sondern eine Übernahme.

Aber daß „fremdländische“ Bildungsabschlüsse von BRD-Bürokraten nicht anerkannt wurden, war wohl häufig (ist es noch?). Anderes Bildungssystem, ohne bundesdeutsche Überwachung, das kann doch einfach nichts taugen...

Immerhin bekamen 17 Millionen Ostdeutsche ihren westdeutschen Pass, ganz ohne daß sie eine Prüfung über ihre Sprachkenntnisse ablegen mussten!
 
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Vor einiger Zeit haben meine Frau und ich diese zusammengefassten Jahresrückblicke vom ZDF geschaut. Wir hatten viele Krisen ordentlich verdrängt. Manches auch überhaupt nicht auf dem Schirm. Anschließend merkten wir, dass wir die aktuellen Krisen nochmal eine Spur nüchterner einordnen konnten.

 
Verstehe diese VT-Aussage aus dem Post, auf den du reagiert hast, auch gar nicht
Es ist das Standardnarrativ von vielen ex-DDR-Bürgern, da sie in der DDR de facto keinerlei ökonomische Bildung erhalten haben. Es wird daher nicht verstanden, wenn man über Nacht die Westmark einführt, dass dann die Lohnstückkosten komplett aus dem Ruder laufen, und so aus Kostengründen die Produkte nicht mehr verkauft werden können. „Die bis dahin doch so gut funktionierenden Betriebe mit ihren Kunden müssen also von jemanden absichtlich platt gemacht worden sein.“ Aua, das tut weh. Aber im Westen gibt es ähnlich Ungebildete.