- Registriert
- 27.10.04
- Beiträge
- 7.323
Dass Apple aktuell in Sachen Künstlicher Intelligenz deutlich hinterherhinkt, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr. Während OpenAI, Google und Meta beeindruckende Fortschritte machen, scheint Apple regelrecht überfordert.
Mit dem neuen Liquid Glass-Design scheint Apple wieder einmal ein rein formales, optisches Update zu liefern. Schick, klar – aber ist das wirklich das, worauf wir gewartet haben? Oder ist es einfach ein Mittel, um vom eigentlichen Problem abzulenken?
Ist das wirklich alles, was Apple heute noch kann?
Oder deutet sich hier nicht vielmehr das oft beschriebene strukturelle Problem an – ein Management-Defizit auf tieferer Ebene, das mutige, visionäre Technologieprojekte bremst?
Apples eigenes MLL
Warum investiert Apple – mit seinen immensen finanziellen Ressourcen – nicht einfach ein paar Milliarden Dollar und entwickelt ein eigenes LLM, ein echtes Pendant zu ChatGPT?
Mit 10–20 Milliarden USD könnten sie in kürzester Zeit eine eigene, konkurrenzfähige KI-Infrastruktur aufbauen. Zum Vergleich: Die geschätzten Entwicklungskosten von GPT-4 lagen bei rund 100 Millionen USD – inklusive Training auf tausenden NVIDIA-GPUs. Inklusive Infrastruktur, Forschung und Datenverarbeitung sprechen manche Schätzungen mittlerweile von über 1 Milliarde USD an Gesamtinvestitionen in OpenAIs KI-Modelle.
Apple hätte also locker die Mittel, hier nicht nur mitzuhalten, sondern eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Alternativ: Warum nicht gleich einen Anbieter wie Perplexity kaufen? Die Technologie steht, das Know-how ist vorhanden – und Apple könnte sofort durchstarten.
Stattdessen bringt Apple Studien, die belegen sollen, wie „dumm“ LLMs (noch) seien. Das wirkt auf mich eher wie ein verzweifelter Versuch, den Rückstand zu rationalisieren. Dabei ist längst offensichtlich: LLMs wie ChatGPT müssen kein echtes Advanced Reasoning beherrschen, um für Millionen Menschen im Alltag extrem nützlich zu sein – beim Schreiben, Zusammenfassen, Automatisieren, Programmieren und vielem mehr.
Und ehrlich gesagt: Nachdem Tim Cook jahrelang einen brillanten Job gemacht hat – mit Effizienz, Preisdruck bei jeder noch so kleinen Schraube und einer soliden Wachstumsstrategie – habe ich jetzt zum ersten Mal seit Langem das Gefühl, dass bei Apple die Luft raus ist.
Ich würde mich selbst als Apple-Fanboy bezeichnen, aber aktuell wirkt das Unternehmen auf mich, als würde es im luftleeren Raum treiben – ohne klare Richtung, ohne mutige Vision, ohne echten Plan, was als Nächstes kommen soll.
Was meint ihr – übertreibe ich? Oder ist das gerade der Anfang vom Stillstand?
Mit dem neuen Liquid Glass-Design scheint Apple wieder einmal ein rein formales, optisches Update zu liefern. Schick, klar – aber ist das wirklich das, worauf wir gewartet haben? Oder ist es einfach ein Mittel, um vom eigentlichen Problem abzulenken?
Ist das wirklich alles, was Apple heute noch kann?
Oder deutet sich hier nicht vielmehr das oft beschriebene strukturelle Problem an – ein Management-Defizit auf tieferer Ebene, das mutige, visionäre Technologieprojekte bremst?
Apples eigenes MLL
Warum investiert Apple – mit seinen immensen finanziellen Ressourcen – nicht einfach ein paar Milliarden Dollar und entwickelt ein eigenes LLM, ein echtes Pendant zu ChatGPT?
Mit 10–20 Milliarden USD könnten sie in kürzester Zeit eine eigene, konkurrenzfähige KI-Infrastruktur aufbauen. Zum Vergleich: Die geschätzten Entwicklungskosten von GPT-4 lagen bei rund 100 Millionen USD – inklusive Training auf tausenden NVIDIA-GPUs. Inklusive Infrastruktur, Forschung und Datenverarbeitung sprechen manche Schätzungen mittlerweile von über 1 Milliarde USD an Gesamtinvestitionen in OpenAIs KI-Modelle.
Apple hätte also locker die Mittel, hier nicht nur mitzuhalten, sondern eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Alternativ: Warum nicht gleich einen Anbieter wie Perplexity kaufen? Die Technologie steht, das Know-how ist vorhanden – und Apple könnte sofort durchstarten.
Stattdessen bringt Apple Studien, die belegen sollen, wie „dumm“ LLMs (noch) seien. Das wirkt auf mich eher wie ein verzweifelter Versuch, den Rückstand zu rationalisieren. Dabei ist längst offensichtlich: LLMs wie ChatGPT müssen kein echtes Advanced Reasoning beherrschen, um für Millionen Menschen im Alltag extrem nützlich zu sein – beim Schreiben, Zusammenfassen, Automatisieren, Programmieren und vielem mehr.
Und ehrlich gesagt: Nachdem Tim Cook jahrelang einen brillanten Job gemacht hat – mit Effizienz, Preisdruck bei jeder noch so kleinen Schraube und einer soliden Wachstumsstrategie – habe ich jetzt zum ersten Mal seit Langem das Gefühl, dass bei Apple die Luft raus ist.
Ich würde mich selbst als Apple-Fanboy bezeichnen, aber aktuell wirkt das Unternehmen auf mich, als würde es im luftleeren Raum treiben – ohne klare Richtung, ohne mutige Vision, ohne echten Plan, was als Nächstes kommen soll.
Was meint ihr – übertreibe ich? Oder ist das gerade der Anfang vom Stillstand?
Zuletzt bearbeitet:


