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BitTorrent Sync: Dateisynchronisierung nun auch für iOS

Martin Wendel

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Wer den Namen BitTorrent nur mit Raubkopien und illegalen Downloads verknüpft, liegt weit daneben. Das mächtige Protokoll zum Datenaustausch über das Internet wird auch für ganz andere Zwecke verwendet, etwa vom Spieleentwickler Blizzard, um Updates für World of Warcraft oder Diablo III an Millionen von Spielern zu verteilen. Seit einigen Monaten gibt es noch einen weiteren Verwendungszweck. Mit BitTorrent Sync, das direkt von den Entwicklern des Peer-to-Peer-Protokolls stammt, können Ordner kostenlos auf verschiedenen Endgeräten synchron gehalten werden – ohne jegliche Beschränkung der Dateigröße. Nun gibt es auch eine iPhone-App, die kostenlos im App Store verfügbar ist.[PRBREAK][/PRBREAK]

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Der Desktop-Client von BitTorrent Sync ist für OS X (10.6 oder neuer), Windows (XP Service Pack 3 oder neuer) und Linux erhältlich. In der App werden ein oder mehrere Ordner definiert, die dann mit anderen Endgeräten, die entweder nur Lese- oder auch Schreibrechte erhalten, automatisch synchronisiert werden. Die Daten werden verschlüsselt (AES-Verschlüsselung mit einem eigenen 256-bit Schlüssel für jeden Ordner) über das BitTorrent-Protokoll ausgetauscht und sind daher nur auf den Computern der beteiligten Geräte abgespeichert, in einer Cloud wird nichts gesichert. Demnach müssen die betroffenen Geräte zur Synchronisierung des Ordners online sein. Typisch für das BitTorrent-Protokoll werden Dateien bei der Übertragung automatisch in kleine Stücke zerteilt, um auch die fehlerfreie Übertragung von größeren Dateien zu gewährleisten. Je mehr Endgeräte einen gemeinsamen Ordner synchronisieren, desto schneller klappt auch der Dateiaustausch.

Seit wenigen Tagen sind nun auch mobile Clients für iOS und Android verfügbar. Die App ist derzeit nicht auf die Darstellung am iPad optimiert, kann aber natürlich als iPhone-App auch am Tablet genutzt werden. Um einen Ordner zur Synchronisation am iDevice hinzuzufügen, muss lediglich ein QR-Code, der vom Desktop-Client erzeugt wird, eingescannt werden.

Via MacRumors, BitTorrent Blog
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mh, aber wie ist das denn, man ließt ja immer wieder von Abmahnungen bzgl. illegalen Download, oder Upload von solchen Seiten.
Heißt das dann im Umkehrschluss das meine Legalen Daten welche ich dort Hochlade erst einmal durch gescannt werden?
 
Hmmm... Kann man damit quasi das alte MobileMe Laufwerk ersetzen, also fast den gesamten Home-Ordner abgleichen? iTunes-Ordner? Filme, .…
Muss ich mir glaub ich echt mal ansehen...
 
Hört sich ziemlich gut an!

@Der Kulli

Ich denke, dass das nicht so sein wird, da die anderen "Torrents" ja öffentlich gepostet werden, somit jeder Zugang zu den Informationen zum Austausch bekommt.
 
Hört sich soweit erstmal plausibel an, aber ich denke ich bleibe erstmal bei dropbox. Reicht mir im Moment noch.
 
Mh, aber wie ist das denn, man ließt ja immer wieder von Abmahnungen bzgl. illegalen Download, oder Upload von solchen Seiten.
Heißt das dann im Umkehrschluss das meine Legalen Daten welche ich dort Hochlade erst einmal durch gescannt werden?

Solange du nichts Urheberrechtsgeschütztes hochlädst/runterlädst und verteilst, hast du absolut nichts zu befürchten.

Wie der Autor dankenswerterweise schon erwähnt kann man mit Torrent natürlich auch Urheberrechtsgeschützte Sachen verteilen, trotzdem ist Torrent an sich ganz legal und ein sehr guter Weg große Dateien schnell und kostenlos zu verteilen.

Wenn ein File mehrere Gigabyte oder so hat ist Torrent ein super weg, um eine Datei dieser Größe von Filehostern zu laden braucht es normalerweise immer einen kostenpflichtigen PremiumAccount.
 
Hört sich soweit erstmal plausibel an, aber ich denke ich bleibe erstmal bei dropbox. Reicht mir im Moment noch.

Dann liegen deine Daten immer bei denen aufm Server, bei bittorrentsync nicht. da liegen die Daten bei Dir und werden beim versenden oder empfangen verschlüsselt. Du kannst auch Daten zur verfügung für andere Personen stellen. Die brauchen dann den Schlüssel von Dir, sonst geht nichts.
 
Dann liegen deine Daten immer bei denen aufm Server, bei bittorrentsync nicht. da liegen die Daten bei Dir und werden beim versenden oder empfangen verschlüsselt. Du kannst auch Daten zur verfügung für andere Personen stellen. Die brauchen dann den Schlüssel von Dir, sonst geht nichts.

Wenn die Daten aber nur ebi mir liegen können die anderen User oder Geräte aber auch nur darauf zugreifen, wenn mein Mac online ist oder?
 
Wenn die Daten aber nur ebi mir liegen können die anderen User oder Geräte aber auch nur darauf zugreifen, wenn mein Mac online ist oder?

So ist es. Deshalb ist Bittorrent Sync wohl am ehesten geeignet, wenn man irgendein Gerät hat, welches sowieso permanent online ist. Ein NAS zum Beispiel (wenn ich richtig gesehen hab gibt es den Client z.B. auch für die beliebten Synology-NAS-Systeme) oder ein Rootserver. Der eine always-on-Client dient dann als immer verfügbarer Hub, den man im Gegensatz zu Dropbox und Co. aber vollständig selbst unter Kontrolle hat.

Ich hab mir gestern mal den Client auf meinen Rootserver geworfen und einiges an Verzeichnissen damit gesynct, die ich sonst in Dropbox gelagert hatte, und auch einige, die ich bislang gar nicht synchronisiert hatte, weil der Inhalt mir zu privat war, um ihn aus der Hand zu geben. Die Performance ist absolut überzeugend, der Sync lastet meine Internetverbindung zu 100% aus (was Dropbox z.B. nie geschafft hat, mehr wie 500kb/sec Upload war da nur selten drin) und die Handhabung ist ziemlich einfach - Schlüssel-Strings zwischen den Clients austauschen und ein Ordner ist gesynct. Mit der iPhone-App kann man QR-Codes vom Bildschirm abfotografieren, die der Client anzeigt, um einen Ordner in den Sync aufzunehmen, das funktioniert bei mir auch sehr gut. Der Ordner taucht dann in der App auf und man kann ihn browsen; die Dateien werden aber (wie bei der Dropbox-App auch) erst runtergeladen wenn man sie antippt. Einige gängige Formate kann die App direkt anzeigen (Bilder z.B.), für andere Dinge versucht sie, irgendeine andere App zu finden, die das Format öffnen kann; das klappt dann je nach Dateiformat gut oder weniger gut. Die Viewer-Funktionen sind aber erkennbar noch weniger ausgereift als bei der Dropbox-App, hier ist noch Potential nach oben, obwohl das Bestehende in jedem Fall ein guter Anfang ist. Auch hakt es (zumindest auf meinem alten iPhone4) noch ganz gerne mal mehrere Sekunden lang beim Browsen in Ordnern mit tausenden Dateien oder Unterordnern. Auch eine iPad-App wäre noch super.

Aber für eine kostenlose Software-Lösung ist der jetzige Stand schon sehr brauchbar, ich werde erst einmal mein Setup damit weiter ausbauen, und wenn in Zukunft die iPad/iPhone-App noch verbessert wird und evtl. auch mal kostenpflichtig werden könnte (wie mit Bittorrent Sync Geld verdient werden soll, ist mir nämlich noch schleierhaft) dann wär ich auch gern bereit, dafür zu bezahlen.
 
@slartie
Man kann aber auch jemanden anderen Date zukommen lasse( und das verschlüsselt) ohne das ein dritter Einsicht hat
 
Naja das ist doch ziemlicher mist wenn die sich synchronisierenden Geräte jeweils online sein müssen. Das ist doch gerade der Vorteil von Diensten wie Dropbox, dass ich mich um sowas nicht kümmern muss - da kann ich die Dateien ja auch gleich übers LAN schicken oder gar Airdrop nutzen.

Und sobald ich das ganze mit nem Nas oder Root Server verwende ists auch net besser als andere verschlüsselte Dropbox alternativen die man auf einem eignenen Server installieren kann...

oder hab ich was falsch verstanden?