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Neue iPad-App unterstützt Ärzte bei Operationen

Marc Freudenhammer

Horneburger Pfannkuchenapfel
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Augmented Reality – unter diesem Stichwort hatten sich die meisten Experten eigentlich etwas vorgestellt, das vor allem spielerisch eingesetzt werden würde. Eine neue vom Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS in Bremen entwickelte iPad-App ist aber eher für den Ernstfall gedacht. Mithilfe der verbauten Kamera und dem 3-Achsen-Gyroskop können Chirurgen direkt in das Innere eines Patienten auf dem OP-Tisch sehen. Der erste Praxiseinsatz in Deutschland konnte bereits erfolgreich absolviert werden.[PRBREAK][/PRBREAK]

Am 15. August konnte ein Chirurgenteam in der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg das iPad samt App bei einer Leber-OP testen. Die Operation an einer Leber eignete sich deshalb besonders gut für den Einsatz, weil es dabei auf den genauen Verlauf der Blutgefäße im Inneren des Organs ankommt. Normalerweise werden dafür während der OP Röntgenbilder zur Hand genommen. Die neue App kann aber wesentlich besser und genauer anzeigen, wo der operierende Arzt sein Skalpell ansetzen muss und wie lang oder tief er schneiden darf. Im Falle der Operation in Hamburg ging es um einen Tumor, der möglichst effektiv und schonend entfernt werden musste. Auf dem iPad wurde dabei das Kamerabild plus ein farbig markiertes Netz aus Gefäßen angezeigt. Weiteres Bildmaterial von der Leber-OP mit dem iPad gibt es hier zu sehen. (via)

ipad4.jpg
Via Apple
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dr. Bibber für´s iPad?! Stark! :-D

Was mich interessiert, wie genau die iPad-Kamera die Blutgefäße, etc. genau für diese Leber anzeigen kann?! Die Kamera hat keine Röntgenfunktion... Was ich mir vorstellen kann, dass die Leber vorher "abgelichtet" und später die Bilder in die App importiert wurden. :-/
 
Genau so. Die Bilddaten stammen aus 3D-Röntgenbildern, die vorher aufgenommen wurden.
 
Dr. Bibber für´s iPad?! Stark! :-D

Was mich interessiert, wie genau die iPad-Kamera die Blutgefäße, etc. genau für diese Leber anzeigen kann?! Die Kamera hat keine Röntgenfunktion... Was ich mir vorstellen kann, dass die Leber vorher "abgelichtet" und später die Bilder in die App importiert wurden. :-/

CT- oder MRT-Bilder lassen sich gut dreidimensional rekonstruieren. Die Kombination aus "realem" Kamerabild und der 3D-Rekonstruktion der Gefäße ist definitiv eine super Idee! Wenn das gut umgesetzt wird, könnte das so einiges erleichtern. Gerade bei Tumoren in schwer zugänglichen Organen, wie Leber oder Lunge ist der Zugangsweg meistens der entscheidende Schritt - bisher ist da das räumliche Vorstellungsvermögen des Chirurgen gefragt. Bilder ansehen und auf den Patienten übertragen.

Wenn die App das gut hinbekommt - sicher eine gute Sache. Zusätzlich aus Kostengründen interessant, da iPads im Vergleich zu sonstigem medizinischen Equipment "aus der Portokasse" bezahlt werden könnten ;)
 
Dankeschön für die Antworten. Jetzt kann ich mir das Ganze gut vorstellen. Finde ich eine tolle Sache. :-)
 
Naja der Artikel suggeriert das der Schnitt quasi nur von der Bildgebung abhängig ist, letztendlich wird jedoch vor allem intraoperativ nach abklemmen der hinführenden Gefäße entschieden.

Aber ist natürlich eine nette Spielerei, einen wirklichen Benefit sehe ich da jetzt noch nicht so.
 
Such eine Spielerei ist natürlich pretty nice. Den benefit see ich aber auch not yet. :D
 
Was bezahlt die AT Redaktion eigentlich dafür, dass sie Reuters-Bildmaterial ohne Copyright nutzen darf? Das muss doch richtig Asche kosten?
 
Danke für den Hinweis auf die fehlende Bildunterschrift. Allerdings wäre es nett, wenn du beim nächsten Mal eine PN an den zuständigen Redakteur schicken könntest, weil wir nicht immer alle Kommentare im Blick haben können.
 
"Wir haben den Patienten verloren!"
"Wie konnte das passieren!?"
"Die App hat offenbar einen Bug."
 
Such eine Spielerei ist natürlich pretty nice. Den benefit see ich aber auch not yet. :D
Der Sinn des Programms ist es ein 3D Bild zu erstellen, damit der Arzt schnell und zuverlässig die Blutgefäße und Leitungen erkennen kann und sieht wo er mit dem Skalpell reinschneiden soll.
Effektiver als nur mit Röntgenbildern
 
Versteht ihr das gezeigte Bild? xDMüsste nicht etwas vorne am Bildschirm angezeigt werden?Außerdem müsste es 180 Grat gedreht sein, sonst sieht der Arzt ja nichts.
 
Baaaaah, guckt euch bloß nicht die weiteren Bilder der Operation an!
 
Demnächst gibt's dann noch die App für kosmetische Chirurgen.

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