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Apple-Aktie: Größter Verlust innerhalb eines Tages seit 4 Jahren

Niklas Marxen

Thurgauer Weinapfel
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07.08.08
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Zurzeit möchte man kein Apple-Anleger sein. Wer die Chance im September verpasst hat, und seine Aktien nicht beim damaligen Rekordwert von 705 US-Dollar verkauft hat, kann seitdem traurig den Wert seiner Aktien dahinschmelzen sehen. Allein gestern brach der Kurs um 6% ein, in den letzten 4 Jahren hatte die Apple-Aktie einen solchen Einbruch innerhalb eines Tages nicht mehr erlebt.[PRBREAK][/PRBREAK]

Somit ist die Aktie heute für ca. 538 US-Dollar zu haben, was immer noch einen Anstieg um ca. 33 % innerhalb eines Jahres bedeutet. Apple bleibt auch weiterhin wertvollstes Unternehmen der Welt, noch ca. 100 Milliarden Dollar liegen zwischen dem IT-Unternehmen aus Cupertino und dem Ölriesen Exxon. Verglichen mit September ist die Aktie allerdings um ca. 24% gefallen.

Mit dem gestrigen Fall von 6% ist Apple quasi alleinverantwortlich für den Gesamtverlust der Technikbörse NASDAQ um 1,1 %. Gründe für den massiven Verkauf von Apple-Anteilen könnte die Angst vor einer neuen Steuer in den USA sein, auch gab es Gerüchte, dass Apple ein großes Geschäft mit einem chinesischem Mobilfunkprovider an Nokia verlieren könnte.

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Unglaublich, das Aktien wegen Angst sinken. Oder es liegt an Hajo Schumacher.
 
Diese ganzen Börsen-Hajos würde ich alle samt hinter schwedische Gardinen packen. Alles Betrüger, die mit Geld anderer spielen.
 
Angst ist ein Riesenfaktor wenn es um die Wirtschaft oder Geschäfte allgemein geht. Mit Angst lässt sich aber ebenso gut sehr viel Geld verdienen. Stichwort Pharmaindustrie, aber mich dahingehend jetzt auszulassen, würde zu weit gehen. Und es wäre off topic ;)
 
"Zurzeit möchte man kein Apple-Anleger sein." und "...was immer noch einen Anstieg um ca. 33 % innerhalb eines Jahres bedeutet. " da beißt sich doch was, oder?! ;-)
 
Egal. Eventuell liegt es auch an der besch…denen Qualität von Hard- und Software in der letzten Zeit. So viele "Hoppalas". Könnte ja sein, das einige Anleger Apple einsetzen und sich fragen: "quo vadis, Apple…".

Dann noch ein paar größere Verkäufe durch Apple Vorstandsmitglieder (vermutlich wegen Weihnachtsgeschenken für die Lieben) und das Brett bricht runter...
;-)
 
Unglaublich, das Aktien wegen Angst sinken. Oder es liegt an Hajo Schumacher.

Genauso unglaublich, wie die Tatsache, dass Aktien aufgrund von Hoffnungen steigen. Das wird dann gerne hingenommen. Genauso muss man auch Tendenzen in die andere Richtung akzeptieren.
 
@TheTrooper, mausbaer:
Vielleicht unglaublich, wenn man von Wirtschaft keine Ahnung hat;-)
Bei Aktien gehts hauptsächlich um Erwartungen, dass vor allem Angst vor zukünftigen Entwicklungen eine riesige Rolle spielt ist nur logisch und das war schon immer so.
 
Die Tatsache, dass China Mobile das Lumia als Flaggschiff gewaehlt hat und den erwarteten Deal mit Apple nicht gemacht hat, duerfte zum aktuellen Kurseinbruch beigetragen haben. Das sind jetzt ein paar hundert Millionen Kunden, die potentiell ein subventioniertes Nokia statt Apple Smartphone waehlen.
 
Manchmal kann einer beim Pokern offensichtlich noch ausdrucksloser gucken als Apple ;-)
 
Und die Aktie wird trotzdem noch weiter abstürzen weil Android und Windows Phone ihre Hausaufgaben gemacht haben und Apple mit dem iPhone 5 nichts besser kann als andere ;-).
 
Speziell telefonieren. Das geht - speziell im "besten Netz" - mal gar nicht mit dem Teil. Jedenfalls, wenn man nicht auf Darth Vader Gequake steht...
:-c
 
Diese ganzen Börsen-Hajos würde ich alle samt hinter schwedische Gardinen packen. Alles Betrüger, die mit Geld anderer spielen.

Schuld sind nicht die Börsen-Hajos, sondern diejenigen, die ihnen voller Lust auf "Schnelles Geld" so einfach auf den Leim gehen. Hat was von Hütchenspielerei.
 
Jetzt sagt mir aber nicht, Apple ist nicht überbewertet. Die kommen schon wieder auf den Boden der Tatsachen zurück!
Selber schuld, es fehlen Innovationen!
 
Ich glaube das der Deal von Nokia mit China Mobile eher nur ein Grund von vielen ist.

Ein anderer ist das wir die letzten Jahre so etwas wie einen extremen Apple Hype hatten. Und nicht nur an der Börse weis man das ein Hype auch immer ein Ende hat. Jede Mode vergeht auch wenn sie noch so schön ist.
Davor hat man an der Börse Angst. Der Start vom 5er hat das nicht aufhalten können sondern eher beschleunigt denke ich.

Aber wen interessiert der Kurs von Apple schon ausser jene die Apple Aktien haben.
Ich richte mich zumindest nicht nach dem Aktienkurs wenn ich mir ein neues Apple Produkt kaufe sondern schau es mir an ob es mir gefällt. Perfekt muß es nicht sein aber Charm sollte es haben und das hat nichts mit Aktien zu tun.
 
@TheTrooper, mausbaer:
Vielleicht unglaublich, wenn man von Wirtschaft keine Ahnung hat;-)
Bei Aktien gehts hauptsächlich um Erwartungen, dass vor allem Angst vor zukünftigen Entwicklungen eine riesige Rolle spielt ist nur logisch und das war schon immer so.

Hab wohl die Ironie-Kennzeichnung vergessen...
 
Schuld sind nicht die Börsen-Hajos, sondern diejenigen, die ihnen voller Lust auf "Schnelles Geld" so einfach auf den Leim gehen. Hat was von Hütchenspielerei.

Das Privileg ohne richtige Arbeit sein Geld nennenswert vermehren zu können bleibt eben denen vorbehalten denen es egal sein kann wenn mal 100k den Bach runter fließen. Der Rest muss ehrlicher Arbeit nachgehen und mit dem zufrieden sein, dass der Pöbelfondmanager (Copyright) erwirtschaftet und das ist meist sehr bescheiden.
 
Das Privileg ohne richtige Arbeit sein Geld nennenswert vermehren zu können bleibt eben denen vorbehalten denen es egal sein kann wenn mal 100k den Bach runter fließen. Der Rest muss ehrlicher Arbeit nachgehen und mit dem zufrieden sein, dass der Pöbelfondmanager (Copyright) erwirtschaftet und das ist meist sehr bescheiden.

Seien wir mal Ehrlich, normalerweise gehört Arbeitendes Geld eh verboten! Denn genau das ist das Hauptproblem was wir heute haben. Geld arbeitet ansich nie. Menschen tun es! Und woher kommt das "Geld" was arbeitet dann wohl?
 
Sind wir hier im Mittelalter? Mir kommt es so vor, als würden viele Leute, die nichts von der Finanzwelt verstehen, einfach nur nachplappern, was sie in der BILD Zeitung gelesen haben.

1. "geld arbeitet"
Geld arbeitet nicht. Menschen, die sehr unwissend oder arg naiv sind, mag es so vorkommen, wenn sie Geld auf einem Sparkonto lassen und nach einem Jahr plötzlich statt 100€ ganze 105€ haben.

Allerdings gibt es ganz reale Gründe, warum Zinsen gezahlt oder gefordert werden durch Banken:
Wenn ich 100€ auf ein Bankkonto für 1 Jahr anlege, dann verzichte ich heute darauf, dass Geld für etwas anderes (etwa einen Designertoaster) auszugeben. 100€ heute sind jedoch mehr wert als 100€ morgen. Warum ist das so? Das hat mehrere Gründe: Zum einen sorgt die Inflation dafür, dass man zwar noch einen 100€ Schein in einem Jahr hat, allerdings kann man sich nur Dinge kaufen, die man heute auch mit 97€ kaufen könnte. Wer also Geld unter dem Kopfkissen bunkert, verbrennt jährlich einen Teil davon. Zum anderen bevorzugen die Menschen es lieber heute etwas zu konsumieren als morgen. Wenn du keinen Laptop hast und Mac Fan bist und ich dir heute ein MBP im Wert von 2000€ anbiete oder in fünf Jahren ein MBP im Wert von 2100€ (Inflation rausgerechnet), dann würden sich die meisten für einen MBP heute entscheiden. Man will also für diese Faktoren entschädigt werden. Der Zins ist also so etwas wie eine "Entschädigung".

Bei Banken verhält es sich genauso. Zusätzlich kommen bei ihnen noch Kosten für die Verwaltung, Risikoaufschläge (Kreditausfallrisiko muss berücksichtigt werden) und und und dazu und das ergibt den Zins, zu denen sie dir Geld leihen. Der Leitzins der EZB beeinfluss hierbei den Zins erheblich, da sich Banken das Geld von der EZB holen.

Daher lohnt es sich derzeit Kredite aufzunehmen, während man für Spareinlagen derzeit wenig Zinserträge erwarten darf.


Was Aktien angeht:
Aktienkurse und Kapitalmarktbewertungen sind losgelöst von den Buchwerten der Unternehmen.
Wenn die Aktienkurse um 10% einbrechen, dann hat das Unternehmen nicht plötzlich einen Seitenflügel im Hauptgebäude verloren.

Vielmehr haben Unternehmen am Kapitalmarkt zu denen Aktiengesellschaften wie Apple gehören einen großen Pool von Anteilseignern. Diese Leute besitzen Anteile an Apple. Apple hatte diese Anteile irgendwann emittiert um sich die ganzen Investitionen leisten zu können. Ohne die Möglichkeit durch Aktien viele kleinere Anleger zu erreichen, die zusammen aber sehr viel Kapital in das Unternehmen einsetzen, würden viele große Unternehmen von wenigen reichen Investoren abhängig sein und selbst dann könnten sie nicht genug Kapital generieren, um bestimmte Investitionen zu tätigen.

Aktienkurse berechnen sich aus den Erwartungen dieser Anteilseigner. Man berücksichtigt Wertentwicklung, zukünftige Gewinne, Marktentwicklungen, ökonomische Umstände und und und. Dafür beschäftigt man Analysten.
Natürlich hat jeder seine Methoden, aber die Analysten versuchen zumindest eine tendenzielle Einschätzung zu liefern. Wenn ich glaube, dass mein Anteil mir im Ewartungswert 500€ generieren wird, dann kaufe ich von allen Leuten, die denken, dass die Aktien einen Ewartungswert von 490€, von 480€, von 467€ haben. Die Leute kaufen und verkaufen solange bis sich ein Aktienkurs einpendelt. Wenn der Aktienkurs bei 510€ ist und ich aber eine pessimistische Einschätzung habe, dann werde ich meine Aktien verkaufen. Das führt dazu, dass die Leute Aktien halten, die dem Unternehmen eine positive Entwicklung zutrauen. Erwartungen sind jedoch sehr volatil. Wenn eine Nachrichtenmeldung erklärt, dass eine Foxconn Fabrik zum Stillstand gekommen ist, dann ändern pessimistische Anleger ihre Erwartungen drastisch und es kommt zu verstärkten Handel, der den Aktienkurs nach oben (positive Tendenz einer Nachricht in den Augen der meisten Anleger) oder nach unten (die meisten Anleger hören eine negative Tendenz aus der Nachricht raus).

Ein Unternehmen wie Apple hat damals in der Uni bei Financial Contracting aufgepasst und entlohnt Führungskräfte mit langfristigen Aktienoptionen. Sie dürfen also zu bestimmten Zeitpunkten, wenn sie im Unternehmen noch sind, die gehaltenen Aktien verkaufen. Das führt dazu, dass Leute wie Tim Cook große Anreize haben, dass Unternehmen gut zu führen und hohe Gewinne auf lange Sicht zu generieren. Dadurch, dass die Haltedauern meist bei 5 bis 10 Jahren sind und dazu noch gestaffelt sind, kann man nicht kurzfristig einfach nur den Gewinn maximieren, sondern muss eine langfristige Strategie entwickeln. So etwas führt dazu, dass Unternehmen wie Apple erfolgreich sind und ihre besten Köpfe auch halten können. Das wiederum führ dazu, dass das Unternehmen gut läuft und der Kurs weiter steigt.

Derzeit würde ich meinen, dass viele Investoren Kursgewinne mitgenommen haben. Selbst wenn ich erst vor einen Jahr Appleaktien gekauft habe zu einer Zeit, in der Apple nun wirklich kein Geheimtipp mehr war, konnte ich enorme Gewinne einfahren. Dann verkaufe ich lieber Anteile und steige erst wieder ein, wenn die Aktie wieder eine positive Tendenz hat.


Zum Thema Analysten:
Diese Leute versuchen mit statistischen Methoden Märkte zu untersuchen und Erwartungen zu bilden.
Was viele falsch machen (auch Apfeltalk in vielen Meldungen) ist diese Erwartungen als eine Art Prognose zu betrachten.
Prognosen, die schon nur Wochen in die Zukunft schauen, haben einen enormen Fehlerterm, geschweige den von Prognosen, die einen Markt im Jahr 2016 beschreiben.

Ein Beispiel:

Jetzt ist 2012: Ich habe einen gut bezahlten Job und verdiene 100000€. Meine Frau liebt mich.
Prognose für 2013: Verdienst: 102000€. Frau liebt mich noch mehr.
Prognose für 2014: Verdienst: 105000€. Frau und Neugeborenes lieben mich.
Prognose für 2015: Verdienst: 110000€. Man könnte sich ein neues schickes Haus kaufen.

Jetzt ist 2013: Ich habe meinen Job verloren und bekomme Arbeitslosengeld. Mein Frau hält zu mir.
Prognose für 2014: Neuer Job: Verdienst: 60000€. Frau hilft mir in schweren Zeiten.
Prognose für 2015: Erneuter Aufstieg: Verdienst 90000€. Frau und Neugeborenes gaben mir Kraft und ich bin wieder fast der alte.

Jetzt ist 2014: Ich habe immer noch keinen Job gefunden, bekomme Hartz IV. Ersparnisse sind weg. Meine Frau will die Scheidung.
Prognose für 2015: Ich komme von Hartz IV weg und meine Frau und ich bleiben zusammen.

Jetzt ist 2015: Hartz IV und geschieden.


Für jedes Jahr mögen die Erwartungen nachvollziehbar gewesen sein. Allerdings können äußere Umstände die Erwartungen völlig durcheinander werfen.

Insbesondere in Märkten, in denen Apple aktiv ist, kann der Markt jedes Jahr neu aussehen und Prognosen sind mit großer Vorsicht zu genießen und nur für Kaufentscheidungen von Anteilseignern in der kurzen Frist nützlich. Ein großes Risiko bleibt immer.

Analysten dienen nur als grobe Orientierungshilfe, aber sie können keine exakten Prognosen treffen. Wäre dies der Fall, so wären sie binnen kürzester Zeit die reichsten Menschen dieser Welt.
 
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