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In einem exklusiven Interview mit dem US-amerikanischen TV-Sender NBC hat sich Apple-Chef Tim Cook zu einigen derzeit kontrovers diskutierten Themen rund um den Milliarden-Konzern geäußert. So ließ er sich einige Details zu einer möglichen Verlagerung der Produktion in die USA entlocken. Neben einem abermaligen Kommentar zur missglückten Kartenlösung ließ es sich der CEO am Ende sogar nicht nehmen, ein neues Signal in Richtung eines Apple-Fernsehers abzugeben.[PRBREAK][/PRBREAK]
Im Gespräch mit NBC-Moderator Brian Williams gab sich Cook zur Debatte rund um eine künftige Produktion der Mac-Computer in den USA optimistisch. So soll ein Teil der bestehenden Mac-Reihe ab dem kommenden Jahr exklusiv in den USA produziert werden, kündigte der Apple-Chef an. Fans des beliebten Desktop-Rechners müssen sich jedoch vorerst in Geduld üben. In der Frage, welcher der insgesamt fünf Mac-Computer in den Staaten gefertigt werden wird, schweigt sich das Unternehmen aus. Es ist angesichts der jüngsten Meldungen um bereits zum Teil in den USA gefertigten iMacs jedoch nicht unwahrscheinlich, dass es sich dabei vor allem um eben den neu veröffentlichen Desktop-Rechner handeln könnte.
Man habe in den letzten Jahren intensiv daran gearbeitet, die Produktion der eigenen Produkte sukzessive in die USA zu verlegen, so Cook gegenüber Williams. Für das Land selbst könnte diese Ankündigung eine langfristig positive Signalwirkung haben. Das Land steckt angesichts der anhaltenden Krise am Arbeitsmarkt in großen Schwierigkeiten. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 8 Prozent. Die Verlagerung der Produktion großer Unternehmen aus den USA in Niedriglohnländer wie China ist daran nicht unschuldig. Der Apple-Chef gibt sich reumütig. So glaube er fest daran, dass es wichtig sei, künftig mehr Arbeitsplätze in das eigene Land zu bringen. "Wenn Sie zurückdenken und sich die von Apple ausgehenden Beschäftigungseffekte ansehen, gehen wir davon aus, bislang rund 600.000 Arbeitsplätze geschaffen zu haben", sagte Cook gegenüber NBC weiter. Eine durchaus optimistische Rechnung, die zudem weit über die eigens von Apple geschaffenen Arbeitsplätze über Mitarbeiter im Unternehmen und den Retail Stores hinaus geht. Auch kommerzielle App-Entwickler sowie Mitarbeiter in den unternehmenseigenen Datenzentren sind in dieser Zahl mit inbegriffen.
Das wachsende Engagement des Unternehmens, die eigene Produktion zunehmend in das Heimatland zurückzuverlegen, kommt zwar überraschend. Unbegründet ist dieser Schritt jedoch nicht. Seit Monaten sind die teils miserablen Arbeitsbedingungen in den chinesischen Werken des Apple-Zulieferers Foxconn immer wieder Teil eines gesellschaftspolitischen Diskurses. So wurden zwischenzeitlich Berichte über Selbstmorde mehrerer Fabrikarbeiter des taiwanesischen Zulieferers publik. Arbeitszeiten von bis zu 60 Stunden pro Woche sowie unzureichende Gesundheitsvorkehrungen sind in vielen Werken nicht unüblich. Zwar hatte Apple zu Beginn des Jahres die Fair Labour Association um eine Untersuchung der Misstände gebeten. Weitere Unruhen, wie eine Massenschlägerei in einem der Werke im September mit rund 40 Verletzten, befeuerten die Debatte jedoch erneut.
Angesichts dieser Umstände stellt sich die Frage, was Apple daran hindert, die Produktion aus China abzuziehen und an eigene Standorte zu verlagern. Die Gründe sieht Apple-Chef Cook nach eigener Aussage gar nicht mal bei den Lohnkosten. "Es geht nicht um die Kosten, sondern um die Qualifikation", so Cook. So sei das US-amerikanische Bildungssystem nicht dazu in der Lage, ausreichend Menschen mit der für moderne Fertigungsprozesse dieser Art notwendigen Qualifikation auszubilden, heisst es weiter. Dennoch hoffe er, die angestrebte Produktion der Mac-Computer in den USA würde auch andere Hersteller zu einem ähnlichen Umdenken bewegen.[PAGE][/PAGE]Gefragt nach seinem Empfinden gegenüber dem im letzten Jahr verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs, gab sich Cook wie gewohnt warmherzig. So vermisse er Jobs als Freund und Mentor nach wie vor sehr. Zudem betonte er, Jobs habe ihm mit der Anweisung "Nie darüber nachzudenken, was Steve gemacht hätte", eine "gigantische Last" von den Schultern genommen. Ohnehin macht Cook bisher vieles richtig. Der Wert des Herstellers von iPhone und iPad legte seit Amtsübernahme von Cook um satte 43 Prozent zu. Unter seiner Federführung veröffentlichte das Unternehmen drei neue iMacs, zwei iPhones, zwei iPads und nicht zuletzt auch das iPad mini. Die Verkaufszahlen geben Cook allemal recht.
Dennoch hat das Unternehmen mit Problemen zu kämpfen. Wochenlange Schwierigkeiten in der Produktion sowie der verfrühte Start der eigenen Kartenlösung brachten dem Konzern herbe Kritik ein. Der Aktienkurs fiel binnen weniger Monate um fast 23 Prozent. Mehrere Mitarbeiter, darunter Software-Guru Scott Forstall, mussten das Unternehmen vor allem wegen schweren Mängeln in der Kartenapplikation verlassen. Mit der nun veröffentlichten eigenen Kartenlösung habe man Kunden Funktionen bieten wollen, die das Unternehmen mit der von Google adoptierten Lösung bis dato nicht anbieten konnte, so Cook. Man selbst sei zutiefst enttäuscht über die zu Beginn durchweg mit vielen Fehlern besetzte Kartenlösung gewesen. Man tue aber alles dafür, die Fehler kontinuierlich auszubessern, heisst es weiter.
Weitere Kritik erntete Apple außerdem durch den mit Einführung des iPhone 5 neu veröffentlichten "Lightning"-Anschluss. Bedingt durch die veränderte Bauweise beschwerten sich vor allem jene Kunden, die zuvor viel Geld für Zubehör des alten 30-Pin-Connectors ausgegeben hatten. Dieses wurde mit dem deutlich kleineren "Lightning"-Connector praktisch obsolet. Zwar bot Apple entsprechende Adapter an. Das Unternehmen liefert diese jedoch nicht standardmäßig mit dem iPhone 5 aus. Bis zu 30 Euro werden hingegen fällig. Ein Umstand, der die erhitzten Gemüter der Kunden verständlicherweise weiter provozierte. Cook hält an diesem Schritt jedoch fest. "Es war eines der Dinge, ohne die wir das iPhone 5 in der Form nicht hätten umsetzen können". Er versichere jedoch, dass es das Produkt wert sei, so der Apple-Chef im Wortlaut gegenüber NBC-Moderator Williams.
Zum Schluss ließ Brian Williams dann wie erwartet nicht die Gelegenheit aus, Cook nach künftigen Plänen des Unternehmens zu fragen. Eine konkrete Antwort war angesichts der bekanntermaßen auf Geheimhaltung ausgerichteten Philosophie des Unternehmens nicht zu erwarten. Dennoch gab der Apple-Chef einen Hinweis. Einen, der die immer wieder aufkommende Diskussion um einen möglichen Apple-Fernseher erneut befeuern dürfte. "Wenn ich in mein Wohnzimmer gehe und den Fernseher anschalte, fühle ich mich oft 20 oder 30 Jahre in der Zeit zurückversetzt". "Es ist sehr interessant, sich diesem Gebiet anzunehmen. Mehr kann ich dazu nicht sagen", so Cook.
Im Gespräch mit NBC-Moderator Brian Williams gab sich Cook zur Debatte rund um eine künftige Produktion der Mac-Computer in den USA optimistisch. So soll ein Teil der bestehenden Mac-Reihe ab dem kommenden Jahr exklusiv in den USA produziert werden, kündigte der Apple-Chef an. Fans des beliebten Desktop-Rechners müssen sich jedoch vorerst in Geduld üben. In der Frage, welcher der insgesamt fünf Mac-Computer in den Staaten gefertigt werden wird, schweigt sich das Unternehmen aus. Es ist angesichts der jüngsten Meldungen um bereits zum Teil in den USA gefertigten iMacs jedoch nicht unwahrscheinlich, dass es sich dabei vor allem um eben den neu veröffentlichen Desktop-Rechner handeln könnte.
Man habe in den letzten Jahren intensiv daran gearbeitet, die Produktion der eigenen Produkte sukzessive in die USA zu verlegen, so Cook gegenüber Williams. Für das Land selbst könnte diese Ankündigung eine langfristig positive Signalwirkung haben. Das Land steckt angesichts der anhaltenden Krise am Arbeitsmarkt in großen Schwierigkeiten. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 8 Prozent. Die Verlagerung der Produktion großer Unternehmen aus den USA in Niedriglohnländer wie China ist daran nicht unschuldig. Der Apple-Chef gibt sich reumütig. So glaube er fest daran, dass es wichtig sei, künftig mehr Arbeitsplätze in das eigene Land zu bringen. "Wenn Sie zurückdenken und sich die von Apple ausgehenden Beschäftigungseffekte ansehen, gehen wir davon aus, bislang rund 600.000 Arbeitsplätze geschaffen zu haben", sagte Cook gegenüber NBC weiter. Eine durchaus optimistische Rechnung, die zudem weit über die eigens von Apple geschaffenen Arbeitsplätze über Mitarbeiter im Unternehmen und den Retail Stores hinaus geht. Auch kommerzielle App-Entwickler sowie Mitarbeiter in den unternehmenseigenen Datenzentren sind in dieser Zahl mit inbegriffen.Das wachsende Engagement des Unternehmens, die eigene Produktion zunehmend in das Heimatland zurückzuverlegen, kommt zwar überraschend. Unbegründet ist dieser Schritt jedoch nicht. Seit Monaten sind die teils miserablen Arbeitsbedingungen in den chinesischen Werken des Apple-Zulieferers Foxconn immer wieder Teil eines gesellschaftspolitischen Diskurses. So wurden zwischenzeitlich Berichte über Selbstmorde mehrerer Fabrikarbeiter des taiwanesischen Zulieferers publik. Arbeitszeiten von bis zu 60 Stunden pro Woche sowie unzureichende Gesundheitsvorkehrungen sind in vielen Werken nicht unüblich. Zwar hatte Apple zu Beginn des Jahres die Fair Labour Association um eine Untersuchung der Misstände gebeten. Weitere Unruhen, wie eine Massenschlägerei in einem der Werke im September mit rund 40 Verletzten, befeuerten die Debatte jedoch erneut.
Angesichts dieser Umstände stellt sich die Frage, was Apple daran hindert, die Produktion aus China abzuziehen und an eigene Standorte zu verlagern. Die Gründe sieht Apple-Chef Cook nach eigener Aussage gar nicht mal bei den Lohnkosten. "Es geht nicht um die Kosten, sondern um die Qualifikation", so Cook. So sei das US-amerikanische Bildungssystem nicht dazu in der Lage, ausreichend Menschen mit der für moderne Fertigungsprozesse dieser Art notwendigen Qualifikation auszubilden, heisst es weiter. Dennoch hoffe er, die angestrebte Produktion der Mac-Computer in den USA würde auch andere Hersteller zu einem ähnlichen Umdenken bewegen.[PAGE][/PAGE]Gefragt nach seinem Empfinden gegenüber dem im letzten Jahr verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs, gab sich Cook wie gewohnt warmherzig. So vermisse er Jobs als Freund und Mentor nach wie vor sehr. Zudem betonte er, Jobs habe ihm mit der Anweisung "Nie darüber nachzudenken, was Steve gemacht hätte", eine "gigantische Last" von den Schultern genommen. Ohnehin macht Cook bisher vieles richtig. Der Wert des Herstellers von iPhone und iPad legte seit Amtsübernahme von Cook um satte 43 Prozent zu. Unter seiner Federführung veröffentlichte das Unternehmen drei neue iMacs, zwei iPhones, zwei iPads und nicht zuletzt auch das iPad mini. Die Verkaufszahlen geben Cook allemal recht.
Dennoch hat das Unternehmen mit Problemen zu kämpfen. Wochenlange Schwierigkeiten in der Produktion sowie der verfrühte Start der eigenen Kartenlösung brachten dem Konzern herbe Kritik ein. Der Aktienkurs fiel binnen weniger Monate um fast 23 Prozent. Mehrere Mitarbeiter, darunter Software-Guru Scott Forstall, mussten das Unternehmen vor allem wegen schweren Mängeln in der Kartenapplikation verlassen. Mit der nun veröffentlichten eigenen Kartenlösung habe man Kunden Funktionen bieten wollen, die das Unternehmen mit der von Google adoptierten Lösung bis dato nicht anbieten konnte, so Cook. Man selbst sei zutiefst enttäuscht über die zu Beginn durchweg mit vielen Fehlern besetzte Kartenlösung gewesen. Man tue aber alles dafür, die Fehler kontinuierlich auszubessern, heisst es weiter.
Weitere Kritik erntete Apple außerdem durch den mit Einführung des iPhone 5 neu veröffentlichten "Lightning"-Anschluss. Bedingt durch die veränderte Bauweise beschwerten sich vor allem jene Kunden, die zuvor viel Geld für Zubehör des alten 30-Pin-Connectors ausgegeben hatten. Dieses wurde mit dem deutlich kleineren "Lightning"-Connector praktisch obsolet. Zwar bot Apple entsprechende Adapter an. Das Unternehmen liefert diese jedoch nicht standardmäßig mit dem iPhone 5 aus. Bis zu 30 Euro werden hingegen fällig. Ein Umstand, der die erhitzten Gemüter der Kunden verständlicherweise weiter provozierte. Cook hält an diesem Schritt jedoch fest. "Es war eines der Dinge, ohne die wir das iPhone 5 in der Form nicht hätten umsetzen können". Er versichere jedoch, dass es das Produkt wert sei, so der Apple-Chef im Wortlaut gegenüber NBC-Moderator Williams.Zum Schluss ließ Brian Williams dann wie erwartet nicht die Gelegenheit aus, Cook nach künftigen Plänen des Unternehmens zu fragen. Eine konkrete Antwort war angesichts der bekanntermaßen auf Geheimhaltung ausgerichteten Philosophie des Unternehmens nicht zu erwarten. Dennoch gab der Apple-Chef einen Hinweis. Einen, der die immer wieder aufkommende Diskussion um einen möglichen Apple-Fernseher erneut befeuern dürfte. "Wenn ich in mein Wohnzimmer gehe und den Fernseher anschalte, fühle ich mich oft 20 oder 30 Jahre in der Zeit zurückversetzt". "Es ist sehr interessant, sich diesem Gebiet anzunehmen. Mehr kann ich dazu nicht sagen", so Cook.
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