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Regierungsoffizielle Chinas stehen hinter Proview

Niklas Marxen

Thurgauer Weinapfel
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07.08.08
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proview-logo-medium-e1329828662891.jpgLange Zeit beschäftigte ein Streit zwischen Proview und Apple vor allem chinesische Gerichte. Wie wir berichteten, scheint das bald vorbei zu sein: Vertreter der beiden Unternehmen treffen sich inzwischen zu Verhandlungen. Es geht um den Namen „iPad“: Beide Unternehmen behaupten Besitzer der Handelsmarke in China zu sein. Proview hat, wie inzwischen in Statements deutlich wird, jedoch die chinesische Regierung auf seiner Seite. Sowohl Yan Xiaohong, der stellvertretende Direktor der Nationalen Copyright-Administration, als auch Fu Shuangjian, der stellvertretenden Direktor der staatlichen Industrie- und Handelsadministration, äußerten gegenüber westlichen Medien ihre Überzeugung, Proview sei immer noch im Besitz des Namens „iPad“. Es ist daher anzunehmen, dass Apple eine Gerichtsentscheidung vermeiden will und sich bei der Verhandlung der Entschädigungssumme in einer eher schlechten Position befindet.
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also ich glaub bei den Summen die Apple in China ausgibt für ihre Produktion, wird die Regierung einen Teufel tun, und Apple vertreiben. Die sind doch froh, dass ein solches Unternehmen auch dort produziert.
 
Ich weiß leider zu wenig über die genauen Umstände, als dass ich mir ein Urteil erlauben könnte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Apple bei den außergerichtlichen Verhandlungen mit einer Summe von etwa 400 Millionen US-Dollar wegkommen könnte. Schließlich ist das ungefähr der Betrag, mit dem Proview in den Miesen ist.

@Mausebaer: Ich glaube kaum, dass Apple sich angesichts eines - rein hypothetisch - ungerechten Urteils dazu entschließt seinen Hauptfertiger zu wechseln.
 
@Mausebaer: Ich glaube kaum, dass Apple sich angesichts eines - rein hypothetisch - ungerechten Urteils dazu entschließt seinen Hauptfertiger zu wechseln.

Das nicht, aber solche Unternehmen haben einen extremen Einfluss auf die Regierung(en).
 
Sicherlich haben sie einen großen Einfluss. Aber du solltest den Einfluss von Apple nicht überschätzen; er ist in großen Teilen nur indirekt über verschiedene Elemente der Produktionskette gegeben.
 
Ich sehe Apple klar im Vorteil. Apple könnte androhen ein neues Produkt zu veröffentlichen. Dann herrscht wieder Chaos auf den Straßen.
 
Sicherlich haben sie einen großen Einfluss. Aber du solltest den Einfluss von Apple nicht überschätzen; er ist in großen Teilen nur indirekt über verschiedene Elemente der Produktionskette gegeben.


Kann dazu nur mal den Markencheck von der Ard über H&M empfehlen, die letzte viertel Stunde zeigt auch noch einmal, dass die Unternehmen einen großen Einfluss auf die Regierungen haben, z.B. Mindestlohn verdoppelt. Apple zahlt Steuern, anscheinend ist Proview pleite, die zahlen also kaum noch steuern, da wird die Regierung nicht auf ihre Einnahmequelle verzichten.
 
Ja, Unternehmen haben einen großen Einfluss...Aber ein großer Teil des Steuervolumens geht nicht von Apple selbst, sondern von den in China für Apple produzierenden Unternehmen aus. Das würde einen Weggang von Apple finanziell abfedern.

Ich bin mir sicher, dass die Chefetage in Cupertino die Produktion und die Kosten derselben peinlich genau optimiert hat. Ich halte es deshalb für sehr unwahrscheinlich, dass die Konzernleitung sich nach einem entsprechenden Urteil dazu entschließen würde China abzustrafen, da das zwangsläufig die gesamte Fertigungskette durcheinander bringen würde.

Neue Produktionslinien von alternativen Produktionsunternehmen außerhalb Chinas aufbauen zu lassen steht dann (auch finanziell) in keinem Verhältnis zu dem Anlass.
 
Nunja, Foxconn hat auch Werke in Taiwan usw. Ein Wechsel der Produktionsanlagen, Investitionen und somit steuern wäre nicht so teuer.

Die Kosten für die Aufstellung von Produktionsanlagen liegen ja so oder so bei Foxconn, dass würde Apple nur peripher treffen.

Mir geht es letzenendes aber nur darum, dass Apple bei zu hohen Summen dieses Mittel androht und die Regierung dann ziemlich schnell Apple unterstützen wird.
 
Und genau da liegt der Fisch begraben. Ich weiß zwar nicht genau wo und in welchem Volumen Foxconn genau produziert, aber im Prinzip ist Apple "nur" ein Kunde - auch da sind sie nicht allmächtig. Die halbe IT-Welt lässt Foxconn produzieren.

Und wenn es so ist, wie ich es vermute, und Foxconn die Apple Produkte an den Standorten mit den größten Kapazitäten produzieren lässt, dann würde es ein Investitionsvolumen für Foxconn bedeuten wenn Apple jetzt der Meinung wäre diesem Konzern seine Produktionsstandorte vorschreiben zu können. Einziges Druckmittel wäre hier, dass Apple sich einen alternativen Fertiger sucht (hoher Investitionsaufwand).

Mir geht es letzten Endes nur darum, dass der Einfluss vielleicht nicht so groß ist wie, man im ersten Moment annehmen könnte.

Ich möchte außerdem an dieser Stelle den Unterschied zwischen einem Einfluss auf die Tagespolitik und die Judikative herausstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mag sein, mir ist es letzenendes auch egal, die sollen wenn sie fehler gemacht haben auch mal dafür zahlen. Aber allein das Druckmittel den Produzenten zu wechseln wirkt häufig.

Nunja, in China hat die Regierung meines Erachtens nach einen ziemlich großen Einfluss auf die Judikative, wir wissen ja alle, wie dort Regiert wird und wer das sagen hat. ;-) In einem Land wie Deutschland hätten Sie natürlich zu 100% Recht, da könnte die Politik der Judikative nichts sagen.
 
Naja ganz so ist es denke ich nicht. Eine Regierung muss auch Rechtssicherheit schaffen. Wenn es jetzt so ist das Apple hier im Recht ist, die Regierung sich aber hinter "Ihre" Firma stellt können solche Aktionen auf lange Sicht schon Schaden. Denke ich mir halt.
 
Dann sollen sie halt für den Chinesischen Markt das Ding ApplePad, eiPad oder aiPad nennen, würde in der restlichen Welt nicht auffallen wegen der Schriftzeichen. Google darf ja auch nicht GMail schreiben in Deutschland und Österreich sondern muss googlemail das Produkt nennen. Stört auch niemanden wirklich.
 
Aber das iPad gibt's schon ewig jetzt. Jetzt auf einmal melden die sich nach rund zwei Jahren, dass DIE eig. das Recht auf den Namen haben ? Jetzt, da der Produktname "iPad" einen Wert besitzt, melden sie sich auf einmal.
Also, klar, ich kenn mich gesetzlich nicht aus, aber für MICH hat Apple dem Namen "iPad" die Bedeutung gegeben...
Wie hier ein Patent vorsätzlich ausgenutzt wird find' ich unter aller Sau... Sie sollten doch eig. dazu dienen, den Wettbewerb zu fördern und nicht derartige Einschränkungen und Stolpersteine zu legen...
Klar, Apple kann sich's leisten, trotzdem ^^
 
Wenn ich bei Apple das Sagen hätte, würde ich einfach nicht zahlen. Was wollen die Chinesen denn machen? Mit ein paar Schlitzaugen in Tim Cooks Wohnung in den USA einbrechen und ihn entführen und ihn erst gegen Lösegeld wieder freigeben? Wohl kaum. Das iPad in China verbieten? Die Chinesen verbieten ihren Bürgern zwar viel, aber ich denke nicht, dass das möglich ist oder von der Regierung gewünscht (die finden das iPad schließlich selber super). Einen Apple Store in China pfänden? Ein wenig umständlich...
 
Wenn ich bei Apple das Sagen hätte, würde ich einfach nicht zahlen. Was wollen die Chinesen denn machen? Mit ein paar Schlitzaugen in Tim Cooks Wohnung in den USA einbrechen und ihn entführen und ihn erst gegen Lösegeld wieder freigeben? Wohl kaum. Das iPad in China verbieten? Die Chinesen verbieten ihren Bürgern zwar viel, aber ich denke nicht, dass das möglich ist oder von der Regierung gewünscht (die finden das iPad schließlich selber super). Einen Apple Store in China pfänden? Ein wenig umständlich...

Welch überaus geistreicher Beitrag.
 
Dir ist die Ironie in dem Beitrag von RedCloud31 schon aufgefallen, oder? :-/
 
Natürlich. Aber ebenso offensichtlich wie die Ironie ist auch, dass der zweite Teil meines Beitrags nicht ganz ernst gemeint war. Darauf mit "welch überaus geistreicher Beitrag" zu antworten, halte ich für grob unhöflich.

Wie auch immer, der erste Teil meines Beitrags ist durchaus ernst gemeint - warum nicht einfach nichts bezahlen?
Es steht jedem frei, mir zu widersprechen, aber vielleicht ist es - ganz egal wie wenig geistreich diese, nennen wir es: These, einem auch erscheinen mag - angebrachter, ihr mit etwas geistreicherem und weniger unfreundlichem zu widersprechen als Redcloud31.
 
Höflich war es nicht, aber ehrlich.
Allein mit dem Begriff "Schlitzauge" hast du dich für jegliche ernsthaft gemeinte These bereits disqualifiziert.

Sprich: Dein Kommentar war nicht nur wenig geistreich, sondern in Teilen auch noch rassistisch.

Meinen Glückwunsch...