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FLA: Erste Eindrücke zur Arbeitssituation bei Foxconn

Christian Blum

Goldrenette von Blenheim
Registriert
04.11.07
Beiträge
7.938
Zu Beginn der Woche haben wir über Apples zukünftige Pläne berichtet, die Arbeitssituation bei Zulieferern zu überprüfen und etwaige Schwächen im System aufzudecken. Die Fair Labor Association hat inzwischen mit der Arbeit begonnen und einen ersten Eindruck veröffentlicht. Einem Bericht von Reuters zufolge, steht Foxconn recht gut da. Im Vergleich mit Fabriken im Textilgewerbe gebe man sich bei Foxconn deutlich mehr Mühe, den Arbeitern ihre Tätigkeit erträglich zu machen. FLA-Präsident Auret van Heerden sagte, dass "physischen Bedingungen weit über dem Durchschnitt liegen". Zu den Ursachen für die in der Vergangenheit begangenen Selbstmorde versuchte er aufgrund seiner Erfahrung einen möglichen Grund zu nennen. Van Heerden ist der Meinung, dass "die Probleme nicht etwa Intensität, Burnout und eine Umgebung wie in einem Druckkochtopf sind, sondern eher mit Monotonie, Langeweile und Entfremdung zu tun haben." Der vollständige Bericht und die Auswertung von Interviews mit mehreren tausend Mitarbeitern soll Ende März vorliegen.
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
...nimm die Story doch bitte noch vom Druckkochtropf..er ist durchgelaufen ;-)
 
Furchtbar wie die Zustände schön geredet werden. Anstatt zu ermitteln das es anderen noch schlechter geht sollte man die Zustände verbessern, PUNKT. Das gilt nicht nur für Apple Produktionsstätten.
 
Furchtbar wie die Zustände schön geredet werden. Anstatt zu ermitteln das es anderen noch schlechter geht sollte man die Zustände verbessern, PUNKT. Das gilt nicht nur für Apple Produktionsstätten.

Ja, aber um die Zustände zu verbessern, braucht man nunmal erst eine Ist-Aufnahme. Der Schluss das es sich bei der Ursache für die Selbstmorde nicht direkt und physische Überlastung handelt sondern um psychische Belastung ist schon mal ein großer Schritt nach Vorn. Darauf kann man aufbauen.
 
Diesbezüglich ist die Episode "Mr. Daisy at the Apple factory", This American Life Episode 454 zu empfehlen.
 
Adam Smith nannte das in seiner Theorie etwas positiver: Lerneffekte durch Spezialisierung. Die Kritik an dieser Theorie ist so alt wie sie selbst: Ermüdung ist das große Übel. Wenn man jetzt bedenkt, dass diese Diskussion fast 250 Jahre alt ist, kann sich die Verbesserung der Ist-Situation wohl noch etwas hinziehen. Verbessern wird sich aber auch nur etwas, wenn die Zahlungsbereitschaft für ein "sozial optimiertes" Produkt auch bei den Konsumenten vorhanden ist.