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CES 2012: MSI stellt externe Thunderbolt-Grafikkarte vor

Christian Blum

Goldrenette von Blenheim
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04.11.07
Beiträge
7.938
Ein großes Problem bei mobilen Computern ist insbesondere die eingeschränkte Leistungsfähigkeit in puncto Grafik. Egal wie teuer ein Laptop ist, eine dedizierte Grafikkarte in einem Desktop-Rechner im mittleren Preissegment ist schneller. Um auch im mobilen Einsatz für entsprechende Grafikleistung zu sorgen, gab es in der Vergangenheit immer wieder Anstrengungen seitens der großen Hersteller, eine dedizierte Grafikkarte in einem externen Gehäuse zu verbauen und diese am Laptop zu nutzen. Zu einer letztendlichen Markteinführung im großen Stil kam es jedoch nie, da die Unterstützung der Betriebssysteme oder die Leistung der Schnittstellen nie ausreichend genug war, um das Produkt interessant für den Massenmarkt zu machen. Auf der diesjährigen CES (Consumer Electronics Show) wendet sich das Blatt: Platinenurgestein MSI macht sich die Thunderbolt-Schnittstelle zunutze und stellt mit dem GUS II eine erste eigene Lösung für externe Grafikkarten vor. [PRBREAK][/PRBREAK]

Der Heilsbringer ist GUS II jedoch noch nicht, da die verbaute Grafikkarte nur mit Strom aus dem PCI-Express-Slot versorgt werden kann und keine weiteren Kabel für zusätzliche Energieversorgung zur Verfügung stehen. Damit fallen nahezu alle Mittel- bis Oberklasse-Chips aus dem Raster, da diese mindestens eine externe Stromquelle benötigen. Zudem kann OS X nur mit Grafikkarten arbeiten, die offiziell vom System unterstützt werden. Ob sich dies durch eigene Treiber oder ein offeneres Portfolio seitens Apple noch ändern wird, bleibt offen.

Der Ansatz jedoch, mobilen Rechnern daheim die nötige Zusatzpower über Thunderbolt zu liefern, könnte in den kommenden Jahren langfristig für das Ende von großen Gehäusen sorgen und zusätzliche Grafikleistung bei Bedarf wesentlich einfacher abrufbar machen.


DSC_0046_575px.JPG


via AndandTech
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
das wäre einfach...denn somit braucht man keinerlei graphic lösung mehr einbauen da diese ja bereits auf den intel cpu´s verbaut ist.

das würde strom+platz+akku sparen und dennoch massig leistung bieten im vgl zu den reinen intellösungen
 
Exzellent! Das macht dann OS X auch (u.a.) zum zocken attraktiv. Hoffentlich schlafen Projekte diesbezüglich nicht ein!
 
Ich bin gerade etwas durcheinander.
Thunderbolt-Display + Macbook Pro. An das Display wird dann die Grafikkarte angestoepselt?
Irgendwie erscheint mir das nicht ganz Logisch. Habe wahrscheinlich gerade einen Denkfehler :)
 
Also dass es letztlich am Stecker bzw. der Stromversorgung scheitern soll, kann ich nicht wirklich glauben. Ich meine bei der Einführung von Thunderbolt wurde hier schonmal über dieses Thema philosophiert und jemand hat die Bandbreite von Thunderbolt als nicht ausreichend für leistungsfähige Grafikkarten bezeichnet - leider.
Wäre ja zu schön um wahr zu sein ...
 
Ich bin gerade etwas durcheinander.
Thunderbolt-Display + Macbook Pro. An das Display wird dann die Grafikkarte angestoepselt?
Irgendwie erscheint mir das nicht ganz Logisch. Habe wahrscheinlich gerade einen Denkfehler :)

Nein. Tunderboltausgang am Macbook Pro -> GUS II -> Thunderbolt-Display. So ist die Reihenfolge.
 
Dein Denkfehler ist, dass du nicht verstehst, dass Thunderbolt nicht unbeding ein Displayanschluss ist, sondern eben einfach ein Hochgeschwindigkeitsanschluss kombiniert mit Minidisplayport... Das Display wird in diesem Fall direkt adie externe Grafikkarte angeschlossen.

Ist eine sehr gute Lösung und war lange mal notwendig, habe mich schon vor vielen Jahren gefragt warum niemand externe GraKas für Notebooks herstellt...
 
Thunderbolt ist quasi ein direkter PCI-Express-Bus zum Mainboard.

Aber dieser hat eine zu geringe Bandbreite um nur annährend eine leistungsstarke Grafikkarte mit Daten versorgen zu können.
 
Ahhh okay ich verstehe. Die Grafikkarte kommt also an das Macbook und das Display wird an die Grafikkarte angeschlossen, sofern man eins hat.
Das Macbook hat jedoch nur ein 65w Netzteil. Solch eine Monster-Grafikkarte wird doch bestimmt ne menge an Energie brauchen.
Weil "gangstervsfox" schreibt ja: "das würde strom+platz+akku sparen".
So ganz ersichtlich wird mir das nicht dass man damit akku sparen kann. Hmmm
 
Ich glaube du sparst Akku, weil keine dedizierte Grafikkarte mehr verbaut sein muss. Und wenn du die externe Grafikkarte anschliesst, hast du höchstwahrscheinlich auch das Ladekabel dran. Außerdem hat diese eine externe Stromversorgung.
 
Ich würde mal sagen: Wenn das kommt steig ich komplett auf ein 11" Air um
 
Die Frage ist wirklich, ob Thunderbolt ausreicht, um mehr als eine Mittelklasse Grafikkarte zu befeuern.
 
Ich habe dann also ein ultradünnen Laptop und muss dann eine dicke unhandliche Grafikkarte immer mit mir rumschleppen, die ich auch noch anschließen muss? Also so den Sinn versteh ich noch nicht. Mobil und ein paar Abstriche oder Stationär und dafür top für seine Anspüche gerüstet.
 
JEDER der sich ein normales Macbook Pro oder Air kauft, sollte wissen dass diese definitiv nicht zum Zocken geeignet sind. Zumindest keine Ultra-High einstellungen zulassen.
Die externe Grafikkarte ermoeglicht diesen Usern somit auch in den Genuß der Ultra-High-Performance zu kommen ;)
 
Ich habe dann also ein ultradünnen Laptop und muss dann eine dicke unhandliche Grafikkarte immer mit mir rumschleppen, die ich auch noch anschließen muss? Also so den Sinn versteh ich noch nicht. Mobil und ein paar Abstriche oder Stationär und dafür top für seine Anspüche gerüstet.

Falsch.
Du musst das nicht immer mitschleppen und anschließen. Es gibt ja die (bescheidene) Grafiklösung im MacBook-Air, die aber eben nicht Ansatzweise so viel leistet, wie die externe Grafiklösung.

ALSO: Unterwegs stromsparend, weil nur das nötigste an Grafikleistung geliefert wird, zu Hause aber bei bedarf mit mehr Grafik-Power.
 
Das wäre schon eine sehr geile Sache :-p


Am Ende können wir uns dann ab 2015 ein kompletter Rechner aus modularen Komponenten so zusammenstöpselt wie wir ihn gerade brauchen. CPU, Mainboard, SSD, GPU.. als dekorative Elemente an der Wand hängen.

Der iMac 2.0 ist wahlweise voll über Siri, Gesten oder mit Maus und Tastatur zu bedienen. Rechner, TV, Boxen in jedem Zimmer, der TFT im Büro, iPhone und iPad sind alle gleichermassen Ein- und Ausgabegeräte.

Das erinnert mich an das hier, Jonathan Ive übernehmen sie :D


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Hört sich finde ich sehr gut an, diese Lösung aber ich werde mein MacBook immer noch nicht zum spielen von grafisch aufwendigen Spielen nutzen, weil ein MacBook einfach nicht dafür gebaut ist.
Zum Spielen --> Windows oder so wie ich PS3. Fertig, aus!
 
Hm. Ich habe mich jetzt nochmal bezüglich der Bandbreite erkundigt und bin auf einen sehr interessanten Artikel gestoßen: hier

Ganz so extrem scheint die Limitierung in der Praxis wohl doch nicht auszufallen. Effektiv wäre eine PCIe 2.0 2,5x-Geschwindigkeit zu erreichen - das liegt deutlich über der Leistungsfähigkeit einer integrierten Grafiklösung und würde schon die ein oder andere Karte betreiben können (zumal der Artikel suggeriert, dass der Einfluss einer langsameren PCIe-Leitung nicht allzu limitierend zu sein scheint).

Ich denke diese Lösung ist tatsächlich aussichtsreich - zumal Thunderbolt in "naher Zukunft" die zehnfache Geschwindigkeit leisten soll.

Ich persönlich könnte damit den einzigen Knackpunkt an meinem 13"MBP ausmerzen und an einem großen externen Monitor das ein oder andere Spiel spielen ohne eine PS/XBox oder gar einen 2.-Rechner bemühen zu müssen. Alles in einem Gerät ist doch um längen praktischer.
 
Wäre echt genial. Daheim die Box mit Graka, an der 2 Displays und wenn man unterwegs is MacBook abziehen und gut is. Grandios, los tut es.
Die 10 GBit (PCIe 3 x2) Bandbreite des TB sollen ja noch ausgeweitet werden, das wird sicher schneller passieren als gedacht, wenn Nvidia oder AMD mal anfangen Karten dafür zu bauen.