Der Hardwaretest der Install DVD testet auch die Festplatte auf physische Fehler?
Nicht das Speichermedium, nur die grundlegende Funktionsfähigkeit der elektrisch/logischen Schnittstelle.
Eine Prüfung des Speicherplatzes auf dem Medium wird heutzutage der internen Intelligenz der Festplatte überlassen, bei Problemen obliegt es der Firmware der HD selbst, einen "S.M.A.R.T. Alert" auszulösen. Tritt dieser Fall ein, weigert sich das Festplattendienstprogramm vehement, irgendwelche weiteren Aktionen damit auszuführen und fordert dich in unübersehbarer, knallroter Fettschrift zum sofortigen Austausch der HD auf.
Leider ist es mit dieser Eigenintelligenz vieler Festplatten nicht allzu weit her, aber dagegen lässt sich "von aussen" herzlich wenig tun.
Zugriffsrechte: werden diese in der betreffenden Datei selber gespeichert?
Nein. Zugriffsrechte gehören zu den Metadaten, die ohne Ausnahme in den Verwaltungsstrukturen des Dateisystems abgelegt sind.
Sie haften allerdings gewissermassen der Datei wie ein Schatten an, genau wie ihr Name oder das Erstellungsdatum. Da auch der tatsächliche Ablageplatz auf dem Medium zu diesen essentiellen Metadaten gehört (ohne den die Datei überhaupt nicht erst wiedergefunden werden könnte), würde ein Verlust derselben dem Verlust der gesamten Datei faktisch gleichkommen.
(Ein verschlampter Inhalt wäre ebenso nutzlos wie ein zerstörter.)
Das heißt, wenn ein Benutzer eine Datei erstellt, wird dessen Gruppe und der Benutzer selber mit seinen Zugriffsrechten in der Datei gespeichert. Wenn ich nun diese Datei anschaue, sehe ich diese Zugriffsrechte auch bei mir, also meine Zugriffsrechte und die Gruppe, die der andere Benutzer hatte?
Eigentümer (bzw Ersteller), Gruppenzugehörigkeit und Zugriffsmaske eines Objekts sind einzigartig. D.h. sie sind als Unikat verzeichnet und für alle Benutzer gleich. So wie auch der Name, der sich ebenfalls nicht ändert nur weil jemand anders ihn liest.
Wäre das anders, wäre der praktische Wert dieser Attribute ziemlich nahe Null. (Genauer: Knapp
unter Null.)
Bei von mir erstellten Dateien sehe ich keine Gruppenzugriffsrechte.
Der Finder-Dialog erlaubt das völlige Entziehen aller Rechte nicht für den Ersteller oder den Gruppeneintrag, bei diesen beiden Einträgen besteht nur die vereinfachte Wahl zwischen "nur lesen" und "lesen und schreiben". Nur für "everyone", also den ganzen Rest der Welt, kannst du auch noch das Lesen unterbinden. (Eine Datei vor sich selbst
komplett verbergen zu wollen wäre ja auch etwas ... "
Palim, Palim." )
Im Terminal (bzw durch andere Programme mit ähnlichen Fähigkeiten) besteht eine solche vereinfachende Benutzerführung aber nicht. Dort lassen sich nicht nur für alle Einträge sämtliche Rechte entziehen, sondern auch die krudesten und hirnverbranntesten, teils völlig sinnlosen Kombinationen von Parametern willkürlich festlegen.
Trifft der Finder auf einen solchen "abartig" erscheinenden Wert, der in einer vereinfachten Form gar nicht darstellbar wäre, wird stattdessen der entsprechende Wert
überhaupt nicht eingeblendet. Damit wird dieser als ein (augenscheinlich) mit voller Absicht herbeigeführte Spezialfall vor seiner "Zerstörung" bewahrt.
Beim regulären Betrieb kann sowas kaum vorkommen, und das ist nicht weiter besorgniserregend. Gruppenrechte haben unter OS X nur sehr selten überhaupt eine echte Relevanz, sie existieren zwar nach überliefertem Unix-Brauch weiter, aber man macht so selten wie möglich davon Gebrauch. Meist sind nur die Angaben für "Ersteller" und "alle anderen" von Bedeutung.
Den kompletten Inhalt des eigenen privaten Ordners radikal auf die Standardvorgaben zurückzusetzen ist nicht besonders schwierig (wenn man die Richtwerte dafür kennt

). Per Terminal ist eben nichts unmöglich und alles ein bisschen "Toyota".
Kosmetische Probleme treten bei dieser Prozedur nur dann auf, wenn du in deinem eigenen privaten Ordner irgendwelche Objekte liegen hast deren Ersteller du gar nicht selbst bist. Beipiel: Über den Briefkastenordner "eingeworfene" Dateien von anderen Usern.
Es wäre dann clever erst im Einzelfall zu entscheiden, wie damit zu verfahren sei (sich die Objekte aneignen, oder lieber ignorieren?) - falls es sowas überhaupt bei dir gibt.
(Dann hättest du nämlich gar kein Recht zum ändern des Zugriffs, du musst dieses Recht als "root-Benutzer" erzwingen. "root" fragt gar nicht erst ob er das darf - er kennt überhaupt kein "nein" als Antwort. "root" ist der
einzige Benutzer, der Objekte von einem User entziehen und sie an einen anderen Benutzer übertragen kann. "root" ist nur eine gängige Bezeichnung für die personifizierte Systemsoftware selbst, in Unix-Systemen ist er sowas wie Gott unter den Sterblichen. Der Finder zeigt -aufgrund seiner anderen historischen Herkunft- einen alternativen Namen dafür an, dort lautet er schlicht und etwas verständlicher "System".)
Folgende Terminalbefehle -in dieser Reihenfolge absolviert- bringen deinen Ordner wieder in seine Urform. (Hinderliche Dateischutz-Marker werden, soweit jetzt noch gesetzt, allesamt aufgehoben! "Teppich in die Höh', Frühjahrsputz!")
Das sind zwar eine ganze Menge, aber wozu gibt es Copy&Paste? Du kannst ruhig alles gemeinsam in einem Stück einfügen, du brauchst auch nichts weiter anzupassen, das ist "fire and forget". Du brauchst lediglich auf das Ende zu warten bevor du das Fenster wieder schliesst:
Code:
cd "$HOME";
chflags -R nouchg .;
chmod -RN .;
chmod -R u+rwX,go=u-w .;
chmod go= * .??*;
chmod go+rX Sites Public .CFUserTextEncoding .DS_Store;
chmod 733 "Public/Drop Box";
for fld in \
Desktop Documents Downloads Library \
Movies Music Pictures Public Public/Drop\ Box \
Sites Applications My\ Applications .MacOSX;
do
[ -d "$fld" ] && touch "$fld/.localized";
[ -d "$fld" ] && chmod +a "group:everyone deny delete" "$fld" "$fld/.localized";
done;
chmod +a "group:everyone deny delete" "$HOME";
echo -e "\n\n\a\a Feddisch: Bye, bye.";