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Virenscanner nicht nur nutzlos sondern auch problematisch und verlangsamend

SilentCry

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03.01.08
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3.829
Liebe Freunde. Häufig kommt ein Mac-User ja mit der Frage in Berührung, ob man denn nun einen Virenscanner am Mac braucht oder nicht.
Da ich nicht im Cafe poste sondern wissentlich unter dem OS X-Unterforum unterlasse ich Hinweise darauf, dass gefälligst die, die das Problem haben auch dafür sorgen sollen, dass es sie nicht trifft;

In der neuen MacWelt 04/2011 ist ein interessanter mehrseitiger Artikel darüber, Seite 66-69.

Die elementaren Aussagen sind:
- Die Performance leidet _erheblich_. (Eine Tabelle mit Details ist im Artikel, Beispiel: Ohne AV dauert Excel-Start 7 Sekunden, mit den schnellsten AV 14 !)
- Mit TimeCapsule kann es Probleme geben, die zu Datenverlust führen
- Die Systemstabilität verschlechtert sich erheblich

Die Essenz ist im letzten Satz: "Auf Macs haben bisher jedoch die Virenscanner mehr Schaden als die Viren selbst angerichtet".
 
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Ja ... leider ist diese Information wieder vergeblich, weil Bild und Telekom-Nachrichten dauernd von "Marktanteil" schwätzen, und die Anti-System-Hersteller massiv werben. Aber gut, dass es noch vernünftige Äußerungen zum Thema gibt
 
Kann ich aus Erfahrungen aus meinem Freundeskreis nur bestätigen --> so schnell war noch kein App wieder runter vom Mac .... es gab nur Probleme!
 
Es gibt aber leider Momente, in denen man zwingend einen Virenscanner benötigt. Wenn ich hierbei an Kunden oder Unternehmen denke, die vorab geprüfte Emails haben wollen, ist es unumgänglich einen Virenscanner einzusetzen.
Man kann hier leider nicht damit argumentieren, dass man einen Mac hat. Es gibt eine Richtlinie und diese ist einzuhalten.
Wenn also einen AV, dann zumindest ClamXav. Zumindest dann, wenn es obligatorisch ist.
 
Ja klar. Manuelle Scanner sind ja was anderes. Denke es geht hier primär um realtime-Scanner.
 
Wenn das gefordert ist, OK - aber dann würde ich ein Programm wählen, dass ausschließlich ausgehende Mails scant oder einen Onlinedienst nutzen.
 
In einem Unternehmen würde ich vorschlagen, den Mailserver die Aufgabe des Scannens übernehmen zu lassen.
 
Ach ja… Die Virendiskussion… Herrlich… Da habe ich auch mal eine Frage zu…
[IRONIE]
Gibt es eigentlich Viren unter OS X?
[/IRONIE]
Mal ehrlich… Ich lese solche Threads ja gerne mal zur Unterhaltung, aber wenn man alle Virenthreads von AT löschen würde, würde das Forum sicher auf einmal extrem schlank werden und doppelt so schnell laden und so…

Virenthreads in einem Apple-Forum sind ungefähr so nützlich wie … Mir fällt einfach kein Vergleich ein… Jedenfalls extrem unnütz.

Wenn man einen echten Grund hat, wie lessthanmore ja schrieb, dann kann man natürlich auf ClamAV zurückgreifen (wobei ich mich da frage, wie denn das Gegenüber überprüfen kann, ob eine eingehende Mail vom Absender auf Viren gecheckt wurde? Klingt für mich irgendwie etwas komisch… Aber naja), aber ansonsten weiß doch inzwischen (hoffentlich) jeder, dass es eben keine Viren unter OS X gibt, nur Dumme Anwender und da schützt OS X eigentlich hervorragend. Wenn jemand trotz Sicherheitsnachfrage vehement sein System zerschießen will, soll derjenige es doch tun.

Kann mir jemand sagen warum ich hier so viel schreibe? Bisher hat doch hier niemand irgendwas gesagt von wegen: "Aber Virus hier und Scanner da und sowieso und überhaupt"… Eigentlich sind hier gerade alle auf einem Zweig oder?
Na ja, ich glaube sobald ich irgendwas zu Virenscanner und OS X lese, fange ich an wie blöde in die Tasten zu hämmern ;)
 
scheint ein Virus zu sein - geht mir auch oft so.
 
Virenthreads in einem Apple-Forum sind ungefähr so nützlich wie ...
... ein drittes Nasenloch direkt über dem After.
... eine Gabel zum Verzehr einer klaren Suppe.
... der Befehl "uptime" bei einem Windows-System.
... ein Feuerlöscher auf der Titanic.
... ein Manuskript zu "Hindenburg II".
... eine Packung Valium für einen Siebenschläfer.

Allerdings wollte ich mit dem Thread keine Diskussion auslösen sondern entgegen dem altruistischen Gefasel, man solle als Mac-User auf die Windows-Opfer Rücksicht nehmen, man einen Artikel "bewerben", der sich fundiert damit auseinander setzt was es bedeutet, ohne Notwendigkeit auf einem Mac ein solches Produkt einzusetzen. Systeminstabilität, Geschwindigkeitsdrosselung auf 50%, bis hin zum Datenverlust.
 
Netter Artikel, danke.
Allerdings sind die Probleme, die die kommerziellen Scanner unter OS X bereiten seit langer Zeit bekannt, Norton schlägt da alle Rekord und ist dem User, was Systemzerstörung angeht hart auf den Fersen, da sind z.B. gelöschte SystemDateien, Schadsoftware, die erkannt wurde, aber keine ist, Festplatten die unbenutzbar wurden, da der Scanner riesige Dateien anlegte oder auch Sicherheitslücken die erst du die Software auf den Rechner kam, wesentlich gefährlicher als eine Verlangsamung des Systems.
Aber interessant, das die MacWelt, ansonsten ja immer (seit die Switcher etwas häufiger auftreten) vorn mit dabei, wenn es um Lobhuddeleien für SystemOptimierer und AntivirenProgramme(Webekunden lassen grüßen) geht.
 
...............Die elementaren Aussagen sind:
- Die Performance leidet _erheblich_. (Eine Tabelle mit Details ist im Artikel, Beispiel: Ohne AV dauert Excel-Start 7 Sekunden, mit den schnellsten AV 14 !) ..............

Als Window-Umsteiger (im letzten Jahr) hatte ich - trotz aller schon damals vorhandenen Kommentare zum Unsinn von Virenprogrammen beim Mac - gleich einen solchen (AVG) installiert, der mich bislang nach meinem Empfinden auch nicht gestört hat.

Der spezielle Hinweis auf das Öffnen von Exel hat mich veranlaßt, meinen AVG-Virenscanner probeweise zu deinstallieren. Und was soll ich sagen: Obwohl ich nur einen 'langsamen' iMac habe (Prozessortyp: Intel Core 2 Duo, Prozessorgeschwindigkeit: 3,06 GHz) ist der Geschwindigkeitsgewinn frappierend. Ein neues Exel öffnet sich unmittelbar mit dem Klick auf das grüne X (vorher mußte ich spürbar lange warten) und auch eine ausgefüllte Exel-Datei ist merklich schneller auf dem Bildschirm (= fast sofort da). Ebenso verhalten sich Word und PowerPoint.

Ich hätte nie gedacht, daß AVG einen solch negativen Geschwindigkeitseinfluß hat.

Die Auswirkungen auf TC und Systemstabilität werde ich beobachten.

Laienhaft vermute ich allerdings, daß es bei der Vermehrung der Mac's nur eine Frage der Zeit ist, bis auch dieses Betriebssystem angreifbar ist und auch angegriffen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Laienhaft vermute ich allerdings, daß es bei der Vermehrung der Mac's nur eine Frage der Zeit ist, bis auch dieses Betriebssystem angreifbar ist und auch angegriffen wird.
Den Quatsch (jetzt nicht gegen dich, du schreibst ja schon von "laienhafter Vermutung") hören wir schon seit Jahren. Ich verweise in dem Zusammenhang an meinen Freund MacMark, den ich in meiner Signatur verlinke.
Und _wenn_ schon ein Virenscanner dann einer, der NUR und AUSSCHLIEßLICH Schadprogramme für OS X scannt; Oh, und das ist ja zu einem gewissen Teil schon in SL eingebaut. (KLICK)

Lass es mich anders sagen:
- Trojaner, die man selbst installieren muss kann man abblocken indem man sie nicht installiert
ODER
- indem sie zumindest mittels Apples eingebautem Malwareschutz abgefangen werden
- Schadsoftware die über defekte Drittsoftware eingeschleust werden kann sollte man dadurch blockieren, dass die Drittsoftware ausgebessert wird
- Schadsoftware die über etwaige Schwachstellen im OS Eintritt finden sollten durch ein Update des OS abgeschottet werden

Zu versuchen, den Müll zu kaschieren, indem man eine weitere schlechte Software einsetzt um die Fehler der anderen schlechten Software abzufangen ist ein Konzept aus der Windowswelt. Und, wie ich bemerken möchte, ein miserables.
 
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Wie beurteilt ihr eigentlich die Sicherheit von Mac OS X in Zukunft?

Das würde mich mal interessieren...
 
die größte Gefährdung ist tatsächlich der Marktanteil: Immer mehr Leute kaufen sich einen Mac ohne sich zu informieren ...
Als System: Unix ist schon recht alt und ausgereift. Und bislang haben sich alle Schadsoftware-Entwickler die Zähne dran ausgebissen. Ich denke, das wird sich nicht ändern
 
Ich sehe folgende REMOTE-Szenarien:
- Trojaner: Muss man selbst installieren. Ich weigere mich, das als primäres Problem eines Betriebssystems anzuerkennen, wenn man selber "Ja ich will" anklicken muss nachdem man einen russischen Codec nachladen sollte als man versucht hat, illegal einen Porno zu ziehen;
- Drive-bye-Infektion: Möglich. Browserlücken oder Plug in-Lücken mag es geben. Tritt derzeit aber nicht auf. Schutz: Sandbox. Leider von Apple (noch) etwas vernachlässigt, zum Selbernachrüsten: IRONFOX
- Phishing: Da geht es mir ähnlich wie mit Trojanern, die man selbst installieren muss: Wie soll ein OS Dummheit oder wohlwollender: Naivität eines Benutzers abfangen? Bevormundet will ja auch wieder keiner werden.
- Programmlücken: Also beispielsweise war WinAMP verwundbar, wenn man aus dem Netz präparierte Playlisten geladen hatte; schwupps war Schadcode auf dem Rechner. Sowas _könnte_ auch in OS X passieren. Allerdings läuft der Schadcode dann mal primär mit Benutzerrechten. Das kann zwar auch blöde sein, kompromittiert aber nicht das ganze System. Schutz: Entweder Sandbox (die Jungs vom IronFox machen eine ganze IronSuite, bzw. sollte diese Möglichkeit doch hoffentlich bald allen Benutzern durch OS X selbst geboten werden: "Öffne britney.spears.nude.ppt sanboxed" im Kontextmenü) oder eben auch Brain 2.0 aktivieren. Frei nach dem Motto: Eine Datei hat kein Verfassungsrecht darauf, geöffnet zu werden.

Alles in allem beurteile ich die Situation für OS X gegenwärtig und auch in zumindest naher Zukunft als bedenkenlos, bezogen auf Remote-Angriffe.

Bei Angriffen durch den neofaschistoiden Überwachungsstaat (klick) oder die Contentmafia (klick) oder beliebigen staatlichen oder nicht-staatlichen Verbrechern per FrozenRAM-Attacke (klick) helfen natürlich nur andere Methoden, die ich hier nicht ausführen werde. Kurz nur: Natürlich kann man sich am Apple auch dagegen schützen.
 
Vielen Dank für deine Analyse, SilentCry. :-)

Ich sehe folgende REMOTE-Szenarien: [...] Drive-bye-Infektion: Möglich. Browserlücken oder Plug in-Lücken mag es geben. Tritt derzeit aber nicht auf. Schutz: Sandbox. Leider von Apple (noch) etwas vernachlässigt, zum Selbernachrüsten: IRONFOX.

Davon fürchte ich mich auch etwas, denn von Windows her kenne ich natürlich diese Problematik. So viel ich mitbekommen habe, sollte Mac OS X jedoch ganz gut gegen solche Attacken gerüstet sein. Sollten dann tatsächlich einzelne Schlupflöcher vorhanden sein, wird Apple diese garantiert so schnell wie möglich zu schliessen wissen.

Eigentlich sollte man optimistisch in die Zukunft gehen.
 
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