Aus aktuellem Anlass grabe ich diesen mMn sehr sinnvollen Beitrag mal wieder nach oben.
Einige haben sich über die derzeit inflationäre Flut von Fotos in den Topshots-Threads muckiert und es ist festzustellen dass die Anzahl von geposteten Bilder umgekehrt proportional zu der Länge und zum Gehalt der Kommentare und Bildkritiken ist.
Ich bitte also hiermit alle die gerne selbst kritisiert werden möchten sich die Zeit zu nehmen auch mal Bilder von anderen genauer anzusehen und zu kritisieren. Das schult auch den Blick auf die eigenen Bilder, denn wer schon selbst erkennt, dass das Bild schwächen hat muss vieleicht nicht alles was ihm vor die Linse kommt auch ins Forum hochladen.
Natürlich braucht ein Anfänger (zu denen ich mich auch zähle) mehr Kritik zu "schlechteren" Bildern als jemand der sich schon Jahre mit der Materie beschäftigt und mit seinen Bildern bei eben diesen Anfängern meist nur ein "WOW" auslöst. Was verständlicherweise auch auf dauer nicht befriedigt und die Kommentierfreudigkeit einschränkt.
So das wollte ich mal eben loswerden und hoffe (so gewünscht) auf eine fruchtbare Diskussion, ohne dass sich jemand persönlich auf den Schlips getreten fühlen muss.
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- 24.04.2009, 14:30 #1inaktiv
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Bilderkritik/Wie kritisiert man ein Bild
Hallo,
wie in diesem Thread angekündigt, möchte ich mal ein paar Zeilen zum Kritisieren von Bildern schreiben.
Das Photocafé wird immer größer und immer mehr Mac User fangen an zu fotografieren. Sei es mit der Handykammer oder einer professionellen DSLR.
Leider werden viele Bilder nicht kritisiert. Viele Menschen möchten einfach ihre Bilder zeigen ohne auf die, der anderen User einzugehen.
Dies ist eigentlich nicht schlim, aber für manche Bilder hätte man einfach gerne ein Feedback. Im oben verlinkten Thread haben schon ein paar ihre Meinung dazu kund getan.
Unter anderem sagte man, dass die Qualität der Bewertung sinken kann (könnte), wenn man "gezwungen" wird ein Kommentar zu schreiben um seine eigenen Bilder zu präsentieren.
Dies möchte ich nicht.
Daher gibt es nun diesen Thread um seine Bilder zur Schau zu stellen und andere Bilder zu kommentieren.
Nehmt euch bitte ein wenig Zeit für die Bilder der anderen, es wird sich auch für euch auszahlen, da eure Bilder auch gründlich bewertet werden
Wie bewertet man aber nun ein Bild? Wenn man einmal Google in Bewegung setzt, findet man eine Vielzahl von Artikeln die sich mit diesem Thema beschäftigen.
Jeder User kritisiert schlussendlich die Bilder immer anders. Deshalb möchte ich einfach nur ein paar kleine Tipps geben.
- Bild angucken: Auch wenn es blöd klingt, um ein Bild zu kritisieren muss man das Bild zuerst einmal genau angucken. Guckt auch beim Schreiben immer wieder auf das Bild, es kann ja sein, dass man noch etwas entdeckt.
- Bild "auseinandernehmen": Beschreib was du siehst, was deine Augen zuerst angucken und was man ansonsten sieht. Setze dich in das Bild hinein, vielleicht wärst du 2 Schritte zurück gegangen. Des weiteren sind die Gefühle wichtig, die aufkommen wenn du das Bild siehst. Urlaub, die letzte Frau, Formel 1 usw.
- Positives: Suche im Bild nach etwas, was dir gefällt und schilder warum?
- Negatives: Erkläre was dir gefällt und was nicht.
- Formuliere das Feedback: Bleib höflich und nett beim Formulieren und kritisier so, dass der andere User dadurch nicht verletzt wird. Bei Einsteigern ist oft die Wortwahl wichtig, da man nicht gleich alles versteht.
Dies sind meiner Meinung nach ein paar Wichtige Sachen die man beachten sollte, man kann aber auch auf andere Sachen eingehen, wie z.B.
- Bildrahmen
- Kippen des Bildes
- Schönes oder weniger schönes Motiv
- Farben, Kontraste, Sättigungen
- EBV
- etc.
Wer anders kritisieren möchte, der kann das gerne tun, es ist nichts Verboten, passt aber auf, das auch jedes Bild kritisiert wird und das es auch ein wenig mehr als 3 Zeilen werden.
In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß.
Wer traut sich als erstes?
- 07.01.2010, 21:57 #2Meine Bilder dürfen gerne zu Demonstrationszwecken bearbeitet und im Ursprungsthread wieder eingestellt werden.
#+- This line is intentionally left blank #+-
- 07.01.2010, 22:00 #3
Die Buxtehuder Fotofreunde werden gerne verlinkt (besonders der Kurt), aber die Seite beinhaltet auch einen guten Artikel zur Bildbewertung/Bildkritik.
Feo, fuerte y formal.
www.knipskasper.net
„They told me that the classics never go out of style. But they do. They do. Somehow, baby, I never thought that we'd do, too.“
- 07.01.2010, 23:09 #4
Finde ich richtig!
Ich war mal lange in einem Art-Forum und da galt es prinzipiell, dass man nur Bilder posten darf, wenn man auch kommentiert. Und das finde ich dann auch nur fair.
Es ist zwar nicht immer einfach, weil gerade Anfänger eben Schwierigkeiten haben, genau auf den Punkt zu bringen, WAS ihnen nun eigentlich besonders gefällt oder nicht gefällt, aber man kann lernen und ich nehme z.B. viel aus den sehr guten Kritiken der erfahreneren User mit und schule dadurch auch mein Auge, was sich dann auch wieder positiv darauf auswirkt, wenn ich selber Bilder kritisiere.
Natürlich darf gerne auch mal ein "mir gefällt das Bild" kommen, darüber freut sich jeder, denn wenn wir ehrlich sind posten wir doch genau deshalb Bilder öffentlich, um ein wenig "gebauchpinselt" zu werden. Keiner postet ein Bild, von dem er nicht selber denkt, es sei gut. Aber wenn man mal ehrlich zu sich selbst ist und auch mal seine eigenen geposteten Bilder mit denen anderer vergleicht, fallen einem oft schon "Kritiken" auf. Das soll nicht demotivieren, im Gegenteil, es soll anspornen. "Ich kann das auch" - sozusagen. Und Kritiken und Tipps helfen dann dabei, dies zu verwirklichen.
Ich finde es ausgesprochen schade, wie sich das Fotoforum entwickelt hat. Es ist einfach nur fair, wenn man nicht nur immer postet, sondern auch mal kommentiert, schließlich will man selber ja auch, dass seine eigenen Bilder kommentiert werden (sonst bräuchte man sie nicht in einem Forum einstellen sondern könnte sie einfach in einer Online-Galerie unterbringen). Sicher kann nicht jeder immer zu jedem Bild etwas schreiben, aber eigentlich sind wir eine Reihe von Usern und da sollte - zumindest bei einer entsprechenden Anzahl von Fotos -keiner Bilderflut - jeder irgendwann mal Zeit haben.
Ich finde übrigens, dass es für das ganze Forum gelten sollte.
Was ist eigentlich aus der Interessengemeinschaft f/64 geworden?
- 07.01.2010, 23:15 #5
Danke!
Ein absolut guter Beitrag, jetzt bräuchten wir nur noch einen Mod der das oben anpinnt.
Hat wer Kontakte nach oben?
PS: Warum ist stiffler eigentlich inaktiv?"Le luxe, ce n'est pas le contraire de la pauvreté mais celui de la vulgarité." - Coco Chanel
flickr
- 07.01.2010, 23:16 #6
- 07.01.2010, 23:25 #7
Ich dachte schon, es fragt nie einer: f/64 ..."the deepest shit"

Meiner Erfahrung nach kann man das Beurteilen von Fotos durch das Ansehen sehr vieler Fotografien "erlernen". Das geht auch über's Internet, besser sind bestimmte "Lehrbücher" die Bildbeispiele liefern und eine kleine Erläuterung beinhalten.
Im Internet muss man selbst wirklich über den Bilden brüten um herauszufinden, was man eigentlich daran gut findet. In Büchern wird einem das schon ein bisschen vorgekaut. Super zum Stöbern ist z.B. Onexposure. Da findet man gescreente Bilder die allesamt "Topshots" sind. Sozusagen als Messlatte für eigene Arbeiten.
Ein Beispiel:

Natürlich sind da viele Studioarbeiten drin, aber auch wunderschöne Reportageaufnahmen. Auch Alltagsaufnahmen usw., man muss kein Profi sein um wirklich gute Fotos machen zu können.
Edit: Wenn Stiffler das noch erleben könnte...
Feo, fuerte y formal.
www.knipskasper.net
„They told me that the classics never go out of style. But they do. They do. Somehow, baby, I never thought that we'd do, too.“
- 10.01.2010, 09:16 #8
Ich finde, dass man, um ein Bild zu kritisieren, wissen muss was der Künstler damit auszudrücken versucht.
Dubiosis
Meine Fotos
- 20.01.2010, 19:32 #9
Das Beurteilen ja - das selber Umsetzen nein. Und ich finde, auch dazu sollte ein Forum da sein, dass man eben hilft, Tipps gibt etc. Wie oft dachte ich beim Betrachten eines Bildes "das will ich auch können" oder habe genau eine Idee für ein Bild im Kopf, mir fehlen aber die Kenntnisse darüber, wie ich es gut umsetzen kann, dass ich es einfach nicht hinbekomme.
@dubiosis: Das ist quatsch. Ein Bild muss nichts "ausdrücken". Es muss in erster Linie gefallen. Und da dann in erster Linie dem "Künstler" selber. Stellt man es aber der Öffenlichkeit preis, so gibt man es auch für Beurteilung frei. Dieses ewige Hineininterpretiere einer "Message" in jedes und alles hat mich schon im Kunstunterricht immer genervt. Ich habe lange gezeichnet und oft einfach, weil ich eine Idee im Kopf hatte, die mir "gefällt". Und genauso mache ich es mit Fotos. Sicher gibt es auch Fotos, die eine gewisse Botschaft rüberbringen wollen, rüberbringen sollen, aber es ist bei weitem nicht so, dass es ein Muss ist.
- 20.01.2010, 20:57 #10
@Ankaa: Ja, das wollte ich auch schon schreiben, habe ich dann aber wieder vergessen. Man kann ein Bild auch überinterpretieren, vieles ist einfach nur ästhetisch / schön ohne tiefere Aussage. Das ändert nichts daran, dass ein Fotograf mit einem Bild auch etwas ausdrücken kann und man ihn daran beurteilen kann ob und wie ihm das gelungen ist.
Feo, fuerte y formal.
www.knipskasper.net
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