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Apple muss wegen Verletzung von US-Sanktionen 467.000 Dollar Strafe zahlen

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Wie sich spät aber doch herausgestellt hat, hat Apple durch die Geschäftsbeziehung mit einem Entwickler im App Store jahrelang gegen eine US-Sanktion verstoßen. Aufgefallen ist der Verstoß erst, als Apple sich nach Bekanntwerden selbst an die Behörden gewendet hat. Was ist passiert? 2008 hat Apple eine Entwicklervereinbarung mit dem slowenischen Unternehmen SIS d.o.o. getroffen. Im Februar 2015 wurde das Unternehmen und dessen Mehrheitseigentümer, Savo Stjepanovic, von US-Behörden aufgrund der Verwicklung in Steroidgeschäfte auf eine schwarze Liste gesetzt.

Apple verstößt mit Zahlungen gegen US-Sanktionen

Durch diese Sanktionen ist es US-Unternehmen verboten, mit dem betroffenen Unternehmen bzw. der betroffenen Person eine Geschäftsbeziehung zu unterhalten. Etwa zwei Jahre später, im Mai 2017, wurde SIS d.o.o. und Savo Stjepanovic wieder von der schwarzen Liste entfernt. In diesen zwei Jahren hat Apple allerdings unerlaubt 47 Zahlungen an den Entwickler geleistet. Insgesamt lagen die Einnahmen der Apps von SIS d.o.o. in diesem Zeitraum bei etwa 1,2 Millionen US-Dollar. Die US-Behörden sprechen von einer „leichtsinnigen Missachtung“ der US-Sanktionen. Zwar scheint Apple nicht vorsätzlich gehandelt zu haben, allerdings scheinen geradezu peinliche Fehler passiert zu sein.

„Leichtsinnige Missachtung“ der US-Sanktionen

Denn die schwarze Liste der US-Behörde hätte das Unternehmen unter dem Namen „SIS d.o.o.“ geführt, während der Firmenname in der Apple-Datenbank auf „SIS DOO“ lautete. Dadurch konnten die beiden Namen offenbar nicht automatisiert einander zugeordnet werden. Aber auch Savo Stjepanovic wurde von Apple nicht erkannt. Denn damals seien nicht alle mit einem Apple-Account verbundenen Benutzer mit der schwarzen Liste abgeglichen worden. Apple hat sich bereit erklärt, die Strafzahlung in Höhe von 467.000 US-Dollar (ca. 424.000 Euro) zu leisten. Zudem wurde bei den internen Systemen nachgebessert und die Compliance-Richtlinien entsprechend angepasst.

Artikelbild von Julien Sabardu (flickr)

Via 9to5Mac




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