Editor's Podcast

ATEP269 VPN: Was machen wir da eigentlich?



Die Bezeichnung VPN ist inzwischen vielen Menschen geläufig. Steht sie doch als Synonym für sicheren Datentransport und Zugriff auf Inhalte auch wenn diese zum Beispiel durch einen Regionalblock nicht verfügbar wären. Aber hinter VPN steckt mehr, darüber will ich in dieser Ausgabe des Apfeltalk Editor’s Podcasts sprechen.

Zunächst sollte man den Begriff selber erläutern. VPN steht für „Virtual Private Network“. Damit ist auch schon der eigentliche Technische Vorgang beschrieben. Manche ITler sprechen auch von einem VPN-Tunnel. Ein virtuelles privates Netzwerk setzt auf einem öffentlichen Netzwerk auf (zum Beispiel dem Internet.)

Durch bestimmte Verschlüsselungstechniken wird auf diesem Netzwerk ein virtuelles aufgebaut. Darin befindliche Geräte können sich zum Beispiel so verhalten, als wären sie in einem LAN, also einem lokalem Netzwerk. Mit anderen Worten: Durch diese Technik kann man Geräte so miteinander verbinden, als seien sie im selben kleinen Netzwerk zuhause, obwohl sie möglicherweise auf der anderen Seite der Erde stehen.

Auch ein Zugriff auf Geräte Zuhause ist daher von jedem Punkt möglich an dem man Internetzugang hat. Moderne Smartphones und Betriebssysteme haben in der Regel bereits VPN-Clients eingebaut. Die Gegenstelle, zum Beispiel eine Fritzbox am heimischen DSL-Anschluss kann ebenfalls so konfiguriert werden, dass sie VPN-Verbindungen (zum Beispiel vom iPhone) entgegennimmt. Schon hat man Zugriff auf Geräte im Heimnetz (zum Beispiel einen Drucker.)

VPN ist nicht immer ratsam

Soweit eigentlich alles gut. Um den oben beschriebenen „Rigionalblock“ zu umgehen, gibt es zahlreiche so genannte VPN-Anbieter. Von denen bekommt man gegen Zahlung einer einmaligen oder monatlichen Gebühr dann einen Client für Smartphone, Tablet oder Laptop und kann dann darüber eine Verbindung ins Internet herstellen. Die Gegenstelle (also so was ähnliches wie die oben erwähnte Fritzbox) kann dann zum Beispiel in einem Land stehen, für den der Regionalblock nicht gilt. Auf diese Weise kann man zum Beispiel US-Netflix-Angebote auch aus Deutschland nutzen.

Das klingt alles zunächst auch sehr praktisch und inzwischen gibt es zahllose dieser Anbieter. Teilweise sogar auch kostenlos. Dennoch birgt das Ganze auch eine gewisse Gefahr. Denn wie oben beschrieben, ist der VPN-Tunnel ein privates Netzwerk. Wenn es nicht korrekt konfiguriert wird, kann man durch die Verbindung zu einem VPN Teil eines virtuellen lokalen Netzwerkes werden. Das kann unter Umständen bedeuten, dass das iPhone, iPad oder der Mac auch von anderen im Netz gesehen werden kann und dass diese auch darauf zugreifen können.

Gerade wenn solche Dienstleistungen gratis angeboten werden, sollte man Verdacht schöpfen. Der Einsatz eines VPN über einen unbekannten, kleinen Anbieter sollte wohl überlegt sein. Im Zweifel sollte man vorher seinen Mac absichern, damit keine Dritten drauf zugreifen können.



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