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"Falsch für unseren Planeten": Tim Cook zur Aufkündigung des Pariser Klimaabkommens

Martin Wendel

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US-Präsident Donald Trump sorgt einmal mehr für Empörung. Am Donnerstag kündigte er an, den erst im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Weltklimavertrag von Paris einseitig aufzukündigen. Damit ist die USA neben Syrien und Nicaragua das einzige Land weltweit, von dem das Abkommen nicht anerkannt wird. Tim Cook findet in einem Tweet klare Worte dafür. "Die Entscheidung, vom Übereinkommen von Paris zurückzutreten, ist falsch für unseren Planeten. Apple fühlt sich dem Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet und wird niemals davon abrücken", so Cook.

Decision to withdraw from the #ParisAgreeement was wrong for our planet. Apple is committed to fight climate change and we will never waver.

— Tim Cook (@tim_cook) June 2, 2017​


Klimaabkommen: Tim Cook wendet sich an Mitarbeiter


In einer internen E-Mail, das von BuzzFeed News veröffentlicht wurde, hat sich Cook auch direkt an seine Mitarbeiter gewandt. Darin erwähnt er auch, dass er erst kürzlich mit Trump über das Thema gesprochen habe – ihn aber nicht überzeugen konnte. Die Entscheidung des US-Präsidenten werde aber keine Auswirkungen auf die Umweltpolitik von Apple haben. Wir haben euch den englischen Text übersetzt, die Original-Mail findet ihr bei BuzzFeed News.
Team,

Ich weiß, dass viele von euch meine Enttäuschung über die Entscheidung des Weißen Hauses zum Rückzug der Vereinigten Staaten vom Klimaübereinkommen von Paris teilen. Ich habe am Dienstag mit Präsident Trump gesprochen und versucht ihn davon zu überzeugen, das Abkommen aufrecht zu erhalten. Es war jedoch nicht genug.

Der Klimawandel ist eine Tatsache und wir alle haben eine Verantwortung dagegen anzukämpfen. Ich möchte euch versichern, dass die heutigen Entwicklungen keine Auswirkungen auf die Bemühungen von Apple zum Schutz der Umwelt haben werden. Wir betreiben fast unsere gesamte Geschäftstätigkeit mit erneuerbaren Energien. Dies ist ein gutes Beispiel für eine Sache die einerseits gut für den Planeten und andererseits auch gut für unser Geschäft ist.

Wir werden weiterhin an unserem ehrgeizigen Ziel eines geschlossenen Zuliefer-Kreislaufes arbeiten und letztendlich irgendwann überhaupt keine neuen Rohstoffe mehr abbauen müssen. Natürlich werden wir unsere Zulieferer weiterhin dabei unterstützen, ihre Betriebe mit sauberer Energie zu betreiben. Und wir werden uns herausfordern, noch mehr zu tun. Wissend, welche gute Arbeit wir und auch zahlreiche andere rund um den Globus erledigen, gibt es viele Gründe um für die Zukunft unseres Planeten optimistisch zu sein.

Unsere Aufgabe war es immer, den Planeten besser zurückzulassen als wir ihn vorgefunden haben. Wir werden niemals davon abrücken, denn wir wissen dass zukünftige Generationen auf uns angewiesen sind.

Eure Arbeit ist heute wichtiger denn je. Danke für euer Engagement jeden einzelnen Tag einen Unterschied zu machen.

Tim​

Via BuzzFeed News
 
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Unsere Aufgabe war es immer, den Planeten besser zurückzulassen als wir ihn vorgefunden haben.

Natürlich ist es toll, dass Tim Cook sich hier mit Worten engagiert. Aber: Warum lässt er Akkus in seinen Geräten verkleben, obwohl diese doch eindeutig Verschleißteile sind? Warum gelten viele seiner Geräte inzwischen als unreparierbar? Warum verhindert er das Aufrüsten von Geräten (RAM, SSDs) durch Auflöten und spezielle Schnittstellen?

Wenn er von Kreisläufen spricht, meint er doch nur die Optimierung der eigenen Prozesse, letztlich vor allem zum eigenen Vorteil. Er sollte sich lieber mal das deutsche Kreislaufwirtschaftsgesetz anschauen: Da stehen Vermeidung von Abfall und Maßnahmen zur Wiederverwendung an erster Stelle.

Es ist toll, was iFixit und Repaircafes in diesem Sinne leisten. Aber noch besser wäre es, wenn Apple nicht nur sehr gute und schicke Geräte bauen würde, sondern die auch reparierbar und aufrüstbar wären. Eine längere Nutzungsdauer schont die Ressourcen nämlich am besten.
 
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Reaktionen: skappley und i_On
Wusstest du, das ein i3 von BMW an keiner einzigen Stelle geschweißt sondern lediglich GEKLEBT wurde?

Es gibt ja zwei Gesichtspunkte: die des Nutzers und die des Geschäftsmannes. :)
Von der des Geschäftsmannes hat Coke völlig recht. Von der des Nutzers du.

...was nützt zum Beispiel ein Akku, der Tauschbarkeit wäre und sonst wo in der Umwelt landet? Oder meinste, jeder Mensch interessiert sich gleich für Klima und den ganz Mist?
America first... [emoji12]
...oh
 
Vermeidung von Abfall kann man auch durch langlebige Produkte und gezieltes Recycling erreichen. "Reparierbarkeit" ist ein Argument, aber nicht das Einzige.

Unter Umständen ist die Produktion eines neuen Gerätes + das Recycling von Altgeräten effektiver als eine Reparatur.

Zumindest haben wir dies für unsere Geräte mal ermittelt
 
Unter Umständen ist die Produktion eines neuen Gerätes + das Recycling von Altgeräten effektiver als eine Reparatur.

Aber das ist doch kein Gegensatz / kein Entweder-Oder. Was hindert Firmen daran, ihre Geräte reparierbar und aufrüstbar zu entwickeln UND gleichzeitig über ein Anreizsystem dafür zu sorgen, dass sie wieder im firmeneigenen Recycling landen?

Oder meintest Du mit Recycling den kommunalen Wertstoffhof? Da nimmst Du dann in Kauf, dass 60 Prozent der Elektrogeräte da gar nicht ankommen - die landen nämlich im Restmüll und werden verbrannt.

Klar kann das den Profit schmälern. Aber nur Bares ist Wahres. Nur wenn man echte Anstrengungen unternimmt, die auch was kosten und nicht nur redet und ein paar Vorzeigesysteme bereit hält, ist man ein umweltbewusstes Unternehmen. Alles andere halte ich für Gerede und Greenwashing zur Beruhigung des eigenen Gewissens und des Gewissens der Kunden.
 
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Aber das ist doch kein Gegensatz / kein Entweder-Oder. Was hindert Firmen daran, ihre Geräte reparierbar und aufrüstbar zu entwickeln UND gleichzeitig über ein Anreizsystem dafür zu sorgen, dass sie wieder im firmeneigenen Recycling landen?
Dabei vergisst du eine Sache, zur Reparierbarkeit gehört ja nicht nur das reparierbare Gerät, dazu gehören natürlich auch die entsprechenden Ersatzteile, nicht nur von dem konkreten Hersteller sondern auch von Drittanbietern.
Auf der ganzen Welt müssten dann also Lager mit Ersatzteilen vorgehalten werden, die oft vielleicht nie abgerufen werden. Bislang habe ich dazu noch nie etwas gelesen, aber ich könnte mir schon vorstellen dass es aus ökologischer Sicht dann gar nicht mehr so sinnvoll ist alles reparierbare zu halten.
Falls es Studien dazu gibt, wäre sicher interessant...
 
Auf der ganzen Welt müssten dann also Lager mit Ersatzteilen vorgehalten werden, die oft vielleicht nie abgerufen werden.

Aber ist das nicht einfach nur ein fiktionales Szenario, das nur dazu dient, den Status Quo und eine gewisse Bequemlichkeit zu rechtfertigen?

Mit Reparierbarkeit meine ich erst mal, dass man überhaupt an die Teile rankommt ohne das Gerät zu zerstören. Dass keine exotischen Werkzeuge nötig sind und keine komplizierten zeitaufwendigen Verfahren.

Bei Geräten mit so hoher Marktdurchdringung wie den iOS-Geräten und den MacBooks mit hohem Restwert wird sich sofort ein Markt für Ersatzteile (von Drittherstellern, aus Gebrauchtgeräten) und für Reparaturdienstleistungen bilden. Gibt es ja auch schon.

Aber Apple macht diese Reparaturen unnötig kompliziert und teuer. Und klagt in den USA ja sogar gegen das Recht auf Reparatur. Also ich finde, da gibt es durchaus einen Gegensatz zwischen Reden und Handeln.
 
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Sagen wir es mal überspitzt: Du wirfst einer Firma vor sie würde nur deshalb "unreparierbar" produzieren weil das für die Firma billiger ist. Gleichzeitig verlangst Du aber das man Geräte reparierbar baut weil das für Dich billiger ist.

Umweltfreundlich ist beides nur dann wenn es einen geschlossenen Recyclingkreislauf gibt. Alles andere ist jeweils nur das Streben nach einem günstigeren Preis.

Wie gesagt, das war überspitzt und nicht gegen Dich persönlich
 
Wenn ich an die Lebensdauer meiner bisherigen iMacs denke, ist Apple ganz weit vorn. Selbst mein aktueller 27" Retina lässt sich mit etwas mehr Aufwand öffnen und aufrüsten. Was mich viel mehr ärgert ist der jährliche Wechselturnus des iPhone. Ich nutze stets das Vormodell und behalte es 1,5 bis 2 Jahre, habe dann aber auch wirklich das Gefühl etwas völlig veraltetes zu besitzen, obwohl das Gerät noch locker 1 weiteres Jahr gute Dienste tun könnte, wenn man den Akku erneuern könnte.
 
Warum lässt er Akkus in seinen Geräten verkleben, obwohl diese doch eindeutig Verschleißteile sind?
Also wenn ich mich zwischen einem guten Akku, der über mehrere Jahre hält (Apple), und dem, was die Konkurrenz teilweise verbaut und dafür austauschbar ist, entscheiden müsste, ist meine Entscheidung recht klar. Mal ganz abgesehen davon, dass man bei Apple ohne Probleme den Akku von MacBooks, iPhones und iPads auswechseln lassen kann. Nur weil du das nicht selbst erledigen kannst (darfst) heißt das ja nicht, dass es nicht möglich ist.
 
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Wenn man schaut was Apple für ein Akkuwechsel aufruft, stellt sich die Frage, ob das bei einem 2 Jahre alten Gerät noch wirtschaftlich ist, zumal der Widerverkauspreis ab dem 2. Jahr sehr schnell in den Keller geht und man den Preisverfall auch mit einem neuen Akku nicht ausgleichen kann . Von Anbietern die das ganze für ein 1/4 des Preis anbieten würde ich allerdings auch abraten.
 
Also wenn ich mich zwischen einem guten Akku, der über mehrere Jahre hält (Apple), und dem, was die Konkurrenz teilweise verbaut und dafür austauschbar ist, entscheiden müsste, ist meine Entscheidung recht klar. Mal ganz abgesehen davon, dass man bei Apple ohne Probleme den Akku von MacBooks, iPhones und iPads auswechseln lassen kann. Nur weil du das nicht selbst erledigen kannst (darfst) heißt das ja nicht, dass es nicht möglich ist.

Ja, da hast Du sicher einen Punkt. 209 EUR sind auch für den Einbau eines neuen Akkus, z.b. im 2015er Retina-MBP, angemessen und nicht übertrieben. Tatsächlich aber hast Du bei Apple nur Anspruch auf Serviceleistungen und Reparaturen für 5 Jahre nach Ende der Herstellung der Produktlinie. Die Lebensdauer der Akkus gibt Apple ebenfalls mit 5 Jahren an. Das heißt, Du musst Dich ziemlich beeilen, wenn Dein Gerät für Dich noch taugt, aber der Akku am Ende ist. Bei den non-retina MacBooks (oder MBP) konnte man anschließend noch zu Gravis gehen und einen neuen Akku kaufen - mit den neuen Modellen geht das nicht mehr.

Ob das Gerät noch taugt, hängt aber im Wesentlichen (neben der bei Apple sehr hohen Qualität) von SSD und RAM ab. Die Anforderungen steigen mit den Jahren, beide sind aber nicht oder nur schwer gegen Module mit größerer Kapazität zu ersetzen (verlötet, etc.). Das war mal besser. Ob Macs mit 4 GB RAM oder iOS Geräte mit 16 GB - Apple hat Geräte verkauft, von denen die Firma wusste, dass sie viel schneller als nötig Elektroschrott werden. SSDs und RAM bei Macs und MacBooks erweiterbar zu machen, würde die Nutzungsdauer jedenfalls erheblich steigern - wenn es der Firma wirklich um die Umwelt ginge, wäre das überfällig.
 
Wenn man schaut was Apple für ein Akkuwechsel aufruft, stellt sich die Frage, ob das bei einem 2 Jahre alten Gerät noch wirtschaftlich ist, zumal der Widerverkauspreis ab dem 2. Jahr sehr schnell in den Keller geht und man den Preisverfall auch mit einem neuen Akku nicht ausgleichen kann . Von Anbietern die das ganze für ein 1/4 des Preis anbieten würde ich allerdings auch abraten.

iPhones in gutem Zustand Kosten auch nach zwei Jahren noch gut und gerne hunderte Euros, natürlich lohnt sich da ein neuer Akku zum "Apple-Preis".
Bei billigeren Smartphones sehe ich das Problem allerdings schon. Geräte die schon beim Kauf nur 200€ Kosten wird man nach zwei Jahren kaum mehr reparieren lassen...
 
iPhones in gutem Zustand Kosten auch nach zwei Jahren noch gut und gerne hunderte Euros, natürlich lohnt sich da ein neuer Akku zum "Apple-Preis".
Um weiviel hunderte Euros handelt es sich? Meine letzten Verkäufe der Gebrauchtgeräte haben mir gezeigt das ich nur noch 3,5 hunderte Euros bekam und da war es den Käufern egal wie der Zustand des Akkus war weil es sich meist um Wiederverkäufer gehandelt hat, die das Ding dann mit einem neuen Fremdanbieter-Akku verkaufen. Der letzte Privatverkauf hat für ein 6S mit 16GB nach 18 Monaten nur noch 300€ gebracht. Die Zeiten das ein iPhone wertstabil war, sind vorbei.
 
Aber ist das nicht einfach nur ein fiktionales Szenario, das nur dazu dient, den Status Quo und eine gewisse Bequemlichkeit zu rechtfertigen?

Mit Reparierbarkeit meine ich erst mal, dass man überhaupt an die Teile rankommt ohne das Gerät zu zerstören. Dass keine exotischen Werkzeuge nötig sind und keine komplizierten zeitaufwendigen Verfahren.
Ich hatte doch geschrieben das meine These lediglich ein mögliches Ergebnis sein könnte, zu dem einer entsprechende Studie kommen könnte (zumindest wollte ich es so verstanden wissen).
Ich habe nicht gesagt dass das zwingend so sein muss!
 
Apple ist schon lange kein Vorreiter mehr im Bereich Umweltschutz und der Rest ist ein Geschäftsmodel für ein ruhiges Gewissen.

Es gab immer natürliche Schwankungen in der Natur und zu Urzeiten lebten in der Arktis auch Dinosaurier.
Das konnte im Gegensatz zu den heutigen Vermutungen definitiv bewiesen werden.
 
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Du lebst ja auch nur noch max. 30-40 Jahre, da kann dir das ja auch völlig egal sein, nech?