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  1. #1
    Goldener Apfel der Eris
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    Avatar von ZENcom
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    Idee [HowTo] Der Mac und Flüssigkeiten

    Der Horror hat einen Namen:

    [FONT="Impact"]Flüssigkeiten im Mac![/FONT]

    Es gibt Erfahrungen mit Apple die man am Besten niemals machen möchte… Darunter gehören auch Unfälle mit Flüssigkeiten im nahen Umfeld der Apple-Hardware.

    Nachdem sich der Verursacher eingestehen mußte das, dass Zentrum seines Hinterteils zu weit von seiner Fußspitze entfernt liegt und er aus Pietätsgründen keinen Anderen darum bitten möchte, sollten folgende Reflexe in Kraft treten:

    Netzteil ziehen!
    Akku raus!
    Sehr saugfähiges Tuch auftreiben (Papiertaschentücher)!


    Auch wenn es schwerfallen mag… Nicht den Kopf verlieren und die Ruhe bewahren.

    Es gillt die Regel: Die Books sind dichter als sie scheinen

    Wo kann Feuchtigkeit eindringen?:

    a) In die Tastatur.
    b) In die Busöffnungen an der Gehäuseseite.
    c) In das Trackpad.
    d) In das Akkufach.
    e) Lüftungsschlitze


    zu a.) Das ist der unangenehmste Fall. Die Feuchtigkeit sickert auf die Hauptplatine und in die mechanische Hardware (DVD-ROM, Lüfter und Pinbandstecker). Unter anderem kriecht Flüssigkeit auch unter die Tastenkontakte des Keyboards. Säubern hilft da nur marginal. Bei den älteren PowerBook-Modellen konnte man die Tastatur abnehmen, was in solchen Haveriefällen von Vorteil wahr, denn man konnte es hinhängen und 'ausföhnen'. Bei den neueren Modellen ist das Unterfangen die Tastatur zu lösen erheblich komplitzierter. Daher hilft es wenn man das Book in aufgeklapptem Zustand auf eine saugfähige Unterlage rechtwinklig zu einer Tischkante legt. So wird verhindert das Feuchtigkeit auf die Paltine gelangt. Ob sich das Keyboard davon erholt ist eine Frage der Menge an Flüssigkeit die das Book erreicht hat.

    zu b.) Eine Schwachstelle im Gehäuse stellen die Busöffnungen dar. An sich sind sie fest mit dem Gehäuse verschraubt oder heißversiegelt. Ein größeres Problem zeigt bei den Kontakten in den Öffnungen. Je nach Konsistenz und Liquiditätsdichte der Flüssigkeit werden diese Kontakti oxidieren (außer es sind Goldkontakte via BTO). Die wohl hilfreicheste Methode die Kontakte zu säubern ist: Eine Dose Pressluft in der Flasche, Kontaktspray zur Videokopfreinigung und einen sehr dünnen Pinsel. Diesen mit dem Spray besprühen und ganz vorsichtig in den Öffnungen die Kontakte abstreichen. Dann mit Druckluft aussprühen. Die Prozedur ca. 5x durchführen. Danach jeden Bus mit einem dazupassenden Connector verbinden und ein paar Stunden laufen lassen. Der Strom welcher über die Kontakte fließt bewirkt eine Ionisierung der Kontaktflächen, welche dann beim abziehen der Connectoren die verbleibenden Schmutzpartikel ablöst.

    zu c.) Bei Garantie zum Händler damit. Ohne Garantie Gerät aufschrauben und das Trackpad trockenföhnen.

    zu d.) Wenn das Book auf einer Unterlage steht, oder auf den Gummifüßchen dann ist es relativ unwahrscheinlich das Flüssigekit in das Akkufach gerät. Natürlich kommt es auf den Flüssigkeitspegel um das Book an.

    zu e.) …gillt das Gleiche wie bei d.)

    Es macht einen Unterschied ob es sich bei den Flüssigeiten um Wasser, Milch/Kaffée, Saft oder Bier handelt. Wasser und Bier ist das Schlimmste. Durch die Konsistenz, die 'sehr flüssig' ist können sie schneller in das Gehäuse einsickern. Bei Saft und Milch/Kaffée verhällt es sich etwas anders da die Konsistenz der Flüssigkeit eher träge ist und so mehr verklebt.

    Nach einem Wasserschaden sollte der Mac min. 6 Std. nicht mehr eingeschaltet werden. Am Besten sind 24 Std. an einem warmen Ort der gut belüftet ist und wenig Luftfeuchtigkeit aufweist. Beim ersten Einschalten danach sollte über Akku gestartet werden. Das interne Modul zur Spannungsverteilung ist sehr empfindlich und kann durchaus ausfallen. Im Akkubetrieb fallen bei Leiterschäden an der Spannungsversorgung lange nicht so hohe Ströme an.

    Leider gibt es für externe Anschlüsse am Book noch keine Blindkappen (Geschäftsidee?) die man prophylaktisch einsetzen könnte um die Connectoren vor Verschmutzung zu schützen.

    Nichtsdestotrotz gibt es die Gesetzmäßikeit:

    "Keine offenen Flüssigekeitsbehälter im näheren Umfeld zu elektronischer Hardware!"



    Die Sache mit dem 'auseinander schrauben und baden' halte ich für äußerst heikel, die nur von versierten ProTechs. durchgeführt werden sollte. Und wenn denn dann doch… nur die Platine mit Kontaktreinigungspray behandeln und danach mit Druckluft abblasen. Ob die Leiterplatte und Bauteile durch Oxidation angegriffen wurden bemerkt man selten sofort sondern eher nach einer längeren Zeit und dann ist es besser die ganze Platine austauschen zu lassen.

    In Outdoor- und Globetrooper- Shops werden Möglichkeiten angeboten das Laptopcase gegen Spritzwasser, Tropfeneinwirkung und Sprühfeuchtigkeit abzuschirmen. Selbst Luftkissenbags die das Absaufen verhindern gibt es. Diese kosten jedoch einiges und sind eher für den hartgesottenen Survivor ausgelegt.

    Nun, ich hoffe es hilft euch etwas weiter und wünsche ein freudiges
    "Wasser marsch!"

    Geändert von ZENcom (15.01.2007 um 17:08 Uhr)

  2. #2
    Schöner von Nordhausen Avatar von 48259
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    Vielen Dank für das extrem gute Tutorial. Hoffe ich werdes nie brauchen, aber man weiß ja nie...
    Zitat Zitat von ZENcom Beitrag anzeigen
    Wasser und Bier ist das Schlimmste.
    Milch halte ich auch nicht für besonders lustig... Vor allem wenn sie anfängt zu stinken...
    Um an die Quelle zu kommen muss man gegen den Strom schwimmen.
    -Konfuzius-

  3. #3
    inaktiv
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    Zwar [OT], aber vielleicht nicht ganz unpassend ... ich hatte irgendwo schon mal vorgeschlagen, eine Sammlung von Sachen, die man NICHT tun sollte, anzulegen, jetzt hat's Joy of Tech gemacht:


    Der aktuelle Comic (erster Link) ist auch sehr schoen

  4. #4
    Cripps Pink Avatar von Olliprise
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    Also ich kann wirklich nur wiederholen, dass die iMacs am sichersten sind gegen Tsunamis und anderen Sturmfluten, obwohl wenn das Zeug in die Steckerleiste fließt, dann gute Nacht.
    Computer: iMac 17" C2D || Powerbook G3 Pismo 500Mhz, 640 MB RAM
    iPod Shuffle Zweiter Generation 1GB

  5. #5
    Gloster
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    Super Tutorial, Danke! Hab mal was gehört, dass es beim Kaffee eine Rolle spielt ob der mit oder ohne Zucker war. Zucker macht das Zeugs ja viel leitfähiger, oder?

  6. #6
    KayHH
    Inaktiv
    Zitat Zitat von _ndi Beitrag anzeigen
    Super Tutorial, Danke! Hab mal was gehört, dass es beim Kaffee eine Rolle spielt ob der mit oder ohne Zucker war. Zucker macht das Zeugs ja viel leitfähiger, oder?
    Immer ohne Zucker und Milch! Den Kaffee natürlich nur mit destilliertem Wasser kochen, dann passiert auch nichts, vermutlich schmeckt's aber auch nicht


    Gruss KayHH

  7. #7
    Goldener Apfel der Eris
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    In letzter Zeit soll es auch vermehrt zu Kurzschlüssen durch das eindringen von mundgefälliger Sabberflüssigkeit (Speichel) gekommen sein. Die Mehrzahl dieser Zwischenfälle ereigneten sich bei bekannt-, berüchtigten Elektronikfachmärkten in der Switcher-Lounge () von Apple. Durch diesen Umstand genötigt werden jetzt bei zertifzierten Händlern vor der Hardwarebegutachtung Mundschutze ausgegeben.


  8. #8
    inaktiv Avatar von Skeeve
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    Gestern passiert! Ca. 0,3ltr Mineralwasser mit Zitronensaft umgekippt. Zum Glück steht mein PB auf Stelzen (ohne Scheiß!) und der Saft ist "nur" in die Logitech Tastatur gelaufen. Wie unser "Spitzenmoderator" schon anmerkte: "Nicht den Kopf verlieren und die Ruhe bewahren"

    Ich habe also:
    1. Die Tastatur kopfüber hingelegt um die Flüssigkeit nicht zu weit nach innen vordringen zu lassen
    2. Das Umfeld getrocknet
    3. Die Akkus entfernt
    4. Die Tastenkappen im betroffenen Bereich entfernt und gereinigt
    5. Wieder zusammengebaut und festgestellt, daß nicht alle Tasten funktonieren
    6. sämtlich 734 Schrauben (es können auch ein paar weniger gewesen sein) der Tastatur entfernt
    7. das Gehäuse geöffnet
    8. das Kabel zum Batteriefach entfernt (Achtung! Geht nicht ohne kleinen Schraubendreher o.ä.).
    9. festgestellt, daß innen 2516 Schrauben und hunderte Plastiknippel die Innereien zusammenhalten. (Ja! Die Zahlen sind übertrieben!)
    10. Das innere soweit ohne Schraubenbearbeitung zugänglich, getrocknet
    11. Festgestellt, daß die Plastiknippel sich extremst rennitent verhalten und keinen Ansatzpunkt bieten
    12. Zusammegebaut
    13. festgestellt, daß nun gar nix mehr läuft. Keine Synchronisation mehr mit Empfangsteil möglich
    14. Wieder zerlegt
    15. Schrauben vom Blechteil entfernt
    16. Die Kontaktfolien, soweit sie nicht zusammengeschweißt waren, auseinandergenommen und vorsichtig getrocknet
    17. zusammengebaut
    18. festgestellt, daß das Batteriekabel auch verkehrt herum (sic!) anschließbar ist und ich das wohl vorher so gemacht hatte
    19. Synchronisation war wieder möglich
    20. Festgestellt, daß einige Tasten nicht funktionieren
    21. Festgestellt, daß man ohne "Crsr Down", "Crsr Left", "Return", "F12" und noch einige mehr, nicht so gut arbeiten kann
    22. Mich geistig auf einen Neukauf eingestellt
    23. KeyCaps gestartet und beobachtet, daß 0, 4, 5 und "," des Ziffernblocks dauergedrückt sind und bei Druck auf die "normale" 5, die 4 und bei der 6, die 7 mit gedrückt wird..
    24. Tastatur zerlegt und einige der "Blechschrauben" im Ziffernblock Bereich (ca. 8) entfernt und mit einem Wattestäbchen zwischen die Kontaktfolien gegangen, während ich das Blech vorsichtig hochgebogen habe, und unterhalb der betroffenen Tasten gereinigt
    25. Zusammengebaut und die vorherigen 3 Schritte so oft wiederholt, bis alles wieder ordentlich funktionierte
    26. Mich gefreut und um ca. 1:45 schlafen gegangen
    Geändert von Skeeve (20.11.2006 um 14:24 Uhr)

  9. #9
    ipu
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    Vor ein paar Wochen wurde ich zu einem Nachbarn gerufen .. irgendwas wäre seltsam an seinem Mac. Da würde der Finder verrückt spielen. Ok, am Telefon konnte ich ihm nicht helfen, also bin ich rübergegangen.
    Der Fehler konnte reproduziert werden. Sprich: im Finder mit den Maustasten hoch und runter scrollen und das Spiel beginnt. Sehr unterhaltsam. Ordner werden geöffnet. Fenster geschlossen. Denkt euch was aus.
    Er benutzt noch OS9. Also bin ich ich in die Systemerweiterungen. Erstmal gucken, was er installiert hat. Der Weg dahin war aber nicht möglich, denn *schwups* war auf einmal eine Erweiterung umbenannt und irgendwohin verschoben.


    "ach", sagt er, "kann das etwa dran liegen, dass da vorhin etwas Wasser auf die Tastatur gelaufen ist? Was aber nur ein bisschen."
    OK, hab Stecker gezogen und Tastatur umgedreht... mich zurückgelehnt und gelacht. Vielen Dank.
    Er hatte wohl die Bemerkung "Ruhe bewahren" zu Ernst genommen.
    +
    The only thing better than data is data about data. Data about data is information that, in quantity, becomes knowledge, which is just a short hop away from wisdom. And when wisdom shows up, you know you’re this close to figuring it all out. - Rands

  10. #10
    Granny Smith
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    Ein Bekannter hat am Wochenende eine halbe Tasse Kaffee mit Milch geschickt in die Lüftungsschlitze meines MB gekippt. Ist auf jedenfall etwas reingelaufen, denn der Mac ging erst mal aus. Die Lampe vorne reagierte sehr seltsam, denn wenn man den Deckel schloss ging sie an. Wenn man ihn aufmachte ging die Lampe wider aus...
    Hab dann den Akku entfernt, etwas gewartet und nach einiger Zeit es wieder probiert. Und, oh Wunder, der Mac boootete völlig normal...
    Also die halten echt was aus!

    So jetzt meine Frage: Wie sieht das mit der Garantie aus? Mein Bekannter ist haftpflicht versichert aber der Mac läuft ja wieder. Hab nur Angst, dass wenn mal was kaputt ist, Apple sich aufgrund der Reste der Flüssigkeit sich aus der Haftung schleicht...
    Wäre für einen Tipp sehr dankbar!

    Viele Grüße
    Jan

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