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  1. #1
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    Frage Flex, Air, Rich Internet Apps, CMS

    Hallo

    Ich wollte mal Fragen wie ihr das so sieht, bezüglich Zukunft des Internets. bzw. Technologie.

    Auf was sollte man setzen, was sind die Vorteile von Flex, Air, RIAs usw.... Was bringt das?

    Welches CMS ist optimal für einen Kunden. Ist z.b. Typo3 was, auf dem man aufbauen kann?

    Gibts gute Flash CMS?

    (sorry wenn ich so naiv Frage...) Gerne würde ich eure Meinung zu dem Thema wissen.

    Ich habe mir einiges über Flex und co. durchgelesen... Jedoch so ganz verstehe ich das nicht.

  2. #2
    Finkenwerder Herbstprinz Avatar von Maluku
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    Flash CMS? Sowass halte ich nicht für sinnvoll, HTML ist viel besser um Text anzuzeigen.
    Aber fast jedes CMS kann Flash irgendwie einbinden.
    Ich hätte gerne [irony] text [/irony]- und [sarcasm] Text [/sarcasm]-Tags,
    die wie Zitate aussehen (mit anderer überschrift) und den Text schön hervorheben.
    Würde etliche Missverständnisse beheben.

  3. #3
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    jensche, mit deinem neuen Avatar hätte ich dich fast nicht wiedererkannt! Find ihn aber gar nicht schlecht, das muss ich dir lassen.

    Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich halte Flex, Air & Co für eine Art weiterentwicklung von Web2.0 und zwar in eine Richtung, in der es am Ende tatsächlich fast nur noch RIAs gibt und keine klassischen Programme mehr. Zugegebenen sind wir davon noch weit entfernt, aber wer weiß, vielleicht gar nicht mehr so weit. Die Computerbranche ist ja bekannt dafür, dass sie sich bisher schnell entwickelt hat, warum sollte es in 10 Jahren nicht schon so aussehen, dass Heimanwender kaum noch Programme auf dem Computer haben, sondern alles mit RIAs machen? Man schaue sich nur die Angebote an: Angefangen bei Office-Suites über Bildbearbeitung und Videokonvertierung bis hin zur Videobearbeitung - für all das gibt es heute schon RIAs! Photoshop Express, Premiere Express (ja gibt es auch!) usw. Das iPhone macht es uns auch schon vor: Dort gibt es meines WIssens nach Webanwendungen, die wie normale iPhoneanwendungen aussehen können.
    Spiele gehen ja auch immer mehr in den Internetbereich und werden vernetzt (MMORPGs), warum also nicht auch Programme und warum nicht gleich als RIA? Vielleicht findet die Idee von Java Applets doch noch ein blühendes Comeback. iPhoto, iMovie, Mail, Calendar, ICQ, Office usw - all das kann man problemlos als RIA machen und all das gibt es ja auch scon als RIA. Den Vorteil der Unabhängigkeit von einem Computer inkl.! Warum kein .Mac, das zentral als Finder fungiert und iLife als RIA Anwendung?

    Es gibt nur ein paar kleine Haken: Schnelle Internetverbindungen sind nach wie vor nicht billig und nicht jeder kann und will sich DSL-27-Millionen leisten. Das Thema Sicherheit ist auch wichtig: iLife als RIA und .Mac als - böse gesagt - Festplattenersatz würde vielen Hackern ein Lächeln in die Gesichter zaubern.
    Dennoch glaube ich, dass RIAs eine große Zukunft haben werden! .Mac als Festplattenersatz ist vielleicht arg Science Ficiton, aber warum denn kein Dock voller RIAs statt herkömmlicher Programme? Für Heimanwender könnte das der Trend der Zukunft sein und - da sich die Computerbranche bekanntlcih schnell entwickelt - vielleicht in 10-20 Jahren schon Alltag sein. Profis werden allerdings noch lange auf normale Programme setzen, dazu fehlt den RIAs die Leistung.

    Ein interessantes Zukunftsmodell könnte auch dieser iTunes App Store sein: EIn iTunes App Store mit RIAs (und vllt. ein paar normalen Programmen) für normale Computer! Ja, und warum eigentlich nicht mit 2 Einkaufsmöglichkeiten: Einmal kann man das Programm ganz kaufen und einmal kann man es mieten! Viele Nutzer brauchen ein Programm vielleicht nur ein paar mal und danach liegt es auf der Festplatte brach. Oder Sie wollen die Testversion, aber vielleicht 31 Tage statt 30 Tage nutzen? Mit einem App Store wie dem iTunes Movie Store wäre das kein Problem - man kann ein Programm 10, 30, 60 oder 90 Tage oder für immer kaufen....

    Naja, ich neige dazu, meine Gedanken ein bisschen schweifen zu lassen, aber ich bin mal gespannt, was davon in 10 oder 20 Jahren so alles in der Realität umgesetzt ist!

    Gruß, Micha

  4. #4
    Wilstedter Apfel Avatar von Slashwalker
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    Ich denke Flex bietet schon ziemlich gute Funktionen. Schade das ich damals bei 1.5 nicht dran geblieben bin. Aber da kostete der Flex Server auch noch stolze 14000 Euronen. Dem entsprechend gab es natürlich auch keine Hostinganbieter. Und heute ist Flex OS und benötigt nicht mal mehr einen eigenen Server, so kann's gehen.
    VAYA CON TIOZ
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  5. #5
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    Aber wie sieht ihr das Bezüglich Websiten... auf der Flex Seite von Adobe sieht man einige Flex basierte Lösungen....

    Welches CMS ist gut? macht es Sinn grundsätzlich z.b. Typo3 anzubieten?

  6. #6
    Pomme Etrangle Avatar von Sir Q
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    Zitat Zitat von jensche Beitrag anzeigen
    … macht es Sinn grundsätzlich z.b. Typo3 anzubieten?
    Ich bin kein grundsätzlicher Typo3-Hasser - jedes CMS hat seinen Einsatzzweck und ein Marktsegment in dass es gut passt. Allerdings haben die Typo3 Entwickler eingesehen, dass sie mit ihrer über 10 Jahre alten Code-Basis und dem nicht minder angestaubten Bedienungskonzept nicht weiter kommen. Daher schreiben sie gerade ein neues PHP-Framework: Flow3
    Mit diesem Framework wird als Referenzimplementierung Typo3 Version5 geschrieben - das mit Typo3 Version4 NICHTS außer dem Namen gemein hat. Daher ist der Codename für Typo3 Version5 auch „Phoenix”.

    Lange Rede kurzer Sinn: Jetzt mit Typo3 Version 4.2 als neueinsteiger anzufangen - davon würde ich strikt abraten.

  7. #7
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    Die Frage ist auf was soll sich z.b. eine Agentur spezialisieren?

  8. #8
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    Ich habe mir von einem Besitzer einer Webargentur sagen lassen, dass dieser Typo3 in Deutschland für das hält, was sich so langsam durchsetzt und etabliert (ob Typo3 nun gut oder schlecht ist, ist dabei egal, siehe auch weiter unten). Scheinbar ist Typo3 sehr beliebt, wenn man also einen Job in der Branche haben will und Typo3, Flash, Flex usw. oder wenigtens einiges davon kann (neben den selbstverständlichen Grundlagen HTML und CSS und - klar - Kreativität), wird man - seiner Meinung nach - wohl in Zukunft gute Chancen haben.

    Schwierig ist meiner Meinung nach der "Herdentrieb" sowie die Gewohnheit/Bequemlichkeit des Menschen: Der PC z.B. ist nicht nur so erfolgreich, weil er billiger ist, sondern einfach, weil jeder einen hat und ein Mac was anderes wäre, wo viele nicht so genau wissen, worauf sie sich einlassen. Nicht wenige sagen sich dann, dass wenn alle Windows nutzen, dass das automatisch besser sein muss. Man sieht es auch an den Beurteilungen von Zeitschriften: Wenn eine Gamestar einSpiel oder eine PC Bild einen Rechner gut bewertet, ist das in den Augen vieler Leute ein guter PC oder ein gutes Spiel. Warum? Weil man weder Zeit noch Lust hat, sich viel damit zu beschäftigen und sich daher auf die Beurteilung anderer verlässt. In einem Buch über Webusability schrieb der Autor, dass ein Mensch eigentlich nicht nach der perfekten Lösung des Problems sucht, sondern die erste Lösung die er findet nimmt. Ich glaube, dass das nicht nur in der Benutzung von Webseiten gilt, sondern für Normalverbraucher durchaus fast überall Anwendung findet. Wenn also - um zum eigentlichen Punkt zu kommen - viele Agenturen mit Typo3 werben, denkt der Kunde, dass Typo3 sicher die beste Lösung sei, weil sich Webagenturen ja auskennen müssen. Demnach hat dann eine Agentur, die kein Typo3 bietet, sondern auf Joomla setzt, schon mal eine schwierigere Ausgangssituation. (Was ja nicht automatisch heißt, dass sie nicht auch erfolgreich sein kann!)

    Ich sage hier nicht, wie ich mich selbst verhalte (wenn ich so wäre, hätte ich keinen Mac), aber ich muss sagen, so ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht!
    Geändert von Kenso (20.05.2008 um 18:37 Uhr)

  9. #9
    invader zim
    Inaktiv
    ich hab zwar nicht alles gelesen was meine vorredner geschrieben haben aber ich hoffe das ich trotzdem noch was neues schreibe.

    also was flex und air angeht muss ich sagen ist der funktionsumfang echt hammer. du kannst einfach ein eine webaplikation schreiben und sie mit wenigen mausklicks in ne desktopaplikation verwandeln,die auch auf jedem system laufen und AS3 brauch sich auch nichtmehr zu verstecken. also ich denk das wird die zukunft im www sein.

    also was das CMS angeht, hmm naja für ne argentur, da würd ich doch mein eigenes schreiben. ich denk des macht um einiges mehr her als Typo zu verwenden.

  10. #10
    Pomme Etrangle Avatar von Sir Q
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    Off-Topic grad komische laune - vielleicht ist der Text etwas OT geraten …

    Was die Agenturen und Typo3 angeht ist das so ein zweischneidiges Schwert. Viele Agenturen bieten Typo3 an - weil die „unwissenden” Kunden mal was davon gehört haben. In einem konstruktiven Gespräch werden Sie dann in der Regel davon überzeugt, dass sie eben nicht ein großes, 10 Jahre altes, kostenloses System für viel Geld an ihre eigenen Bedürfnisse angepasst bekommen brauchen, sondern dass ein schlankes, auf ihre Anforderungen hin entwickeltes Redaktionssystem für durchaus weniger Geld besser passen würde …

    Es gibt natürlich auch Halunken, die dem Kunden Typo3 an die Backe argumentieren um für dieses marode Fossil dann Unsummen in Rechnung zu stellen. Nicht zuletzt gehen in den letzen anderhalb Jahren gut die Hälfte der für Typo3 bereitgestellten Budgets dafür drauf, dass die umsetzende Agentur dem Typo3 versucht moderne Webstandards oder sogar Barrierefreiheit beizubringen …

    Ich kenne hier in Berlin auch eine Agentur, die besonders dubios Argumentiert: Auf der einen Seite machen Sie Werbung mit den Worten, dass der Firmengründer und zwei Angestellte zusammen ein Typo3-Buch geschrieben haben - auf der Anderen Seite bekommt man auf deren Seite zunächst das Hauseigene (ursprünglich für Projekt XYZ entwickelte) Redaktionssysten „soundsocms” angepriesen und von ihren Typo3-Ambitionen ist nur in einem Untermenü zu lesen.

    Ich glaube außerdem folgendes, und das hat gar nichts mit Typo3 als solches zu tun: Die Softwarelandschaft ist im Wandel - ebenso die Kundenansprüche. Sie haben eine (geschäfts) Idee und wollen möglichst schnell an's Netz (bevor jemand anders, der die gleiche Sendung über ein erfolgreiches US-Startup gesehen hat, auf die gleiche bahnbrechende Idee kommt). Da müssen die Entwicklungszyklenen schneller werden, und die Webprojekte müssen schneller erweiterbar sein. Mit herkömmlichen, organisch gewachsenen Redaktionssystemen kommt man da nicht weiter. Zumal ein „web2.0”-Problem im Begriff „Redaktionssystem” selbst zu finden ist. Redaktionssysteme gehen nämlich von einer Flussrichtung aus:

    Redakteur > Redaktionssystem > Webseite > Besucher

    Der Web2.0-Aspekt der dieser Tage so hochgejubelt wird, ist aber nicht gradlinig und ist schon gar nicht auf nur eine Webseite beschränkt. Da gibt es „soziale Netzwerke” und Software, die das Verhalten oder besser die Aktionen die User auf verschidenen Seiten durchführen in einem Profil bündeln. Es gibt Browserplugins, die jede Webseite die der User länger als ZEIT X besucht automatisch an del.icio.us überträgt …

    „Redaktionssysteme” als solche werden in Zukunft also nur noch in diesen „Redaktionsprozess” zu finden sein - agile Webseite und auf eCommerce ausgerichtete Seiten werden gänzlich neue Wege einschlagen. Das wird durch die Typo3-Entwickler sogar selbst vorhergesehen: Typo3 Version5 wird von Grundauf neu geschrieben und bis auf den Namen unter der Haube nichts gemein haben - DENN: die Typo3-Entwickler-Community entwickelt ein neues Framework: Flow3 das wie ZEND, PERA, CAKE PHP funktionen und Funktionsweisen vorgibt, und das Entwickeln von Webseiten besonders elegant und einfach machen soll. Mit Flow3 wird ein Referenzprojekt entwickelt - Typo3 Version5 (Codename: „Phoenix”) - ein Redaktionssystem das alle in Typo3 verfügbaren Funktionen darstellen und ausnutzen wird. Und wer den vollen Umfang nicht braucht, der kann eben mit Flow3 ein schlankes, projektorientiertes Tool schreiben.

    Lustige Randerscheinung ist http://forge.typo3.org/ - dort werden die Entwicklung von Typo3 Version 5 und von Flow3 koordiniert - und das bug-tracking von bugs.typo3.org (derzeit sind über 3700 Fehler in Typo3 Version4 bekannt und haben einen „nicht behoben” status) wird gerade ebenfalls nach forge.typo3.org portiert. Was daran lustig ist: unter forge.typo3.org ist ein Bug-Tracking System namens redmine installiert. Ein Bug-Tracking system das mit dem Rails-Framework in der Sprache Ruby entwickelt wird. Ruby und Rails ist nämlich genau die Kombination, die gerade massiv PHP das Wasser abgräbt und Flow3 enthält ziemlich viele Rails-Aspekte - nur eben in PHP nachgemacht.

    Aber die Entwicklung von PHP nahm ja in den letzten anderhalb Jahren zuweilen bedenkliche Züge an (Core-Entwickler verabschiedeten sich, weil die Firma ZEND eine israelische ist, der beste PHP-Sicherheitsexperte hat das Handtuch geworfen weil kein Entwickler die von ihm angekreideten Probleme wirklich lösen wollte, die Core-Entwickler haben sich in zwei Lager gespalten - die Einen wollen mit PHP6 weiterhin zu PHP5 und 4 weitestgehend kompatibel sein - die Anderen wollen mit PHP6 ganz strikte objektorientiertheit einführen wollen prozeduralem code aus PHP5 oder älter gar nicht mehr parsen), so dass die Suche nach Alternativen auf auf der Ebene der Sprache und des Entwicklungsframeworks für viele (auf nachhaltigige und qualitativ hochwertige programmierung bedachte) Entwickler noch bevorsteht und sich viele im Moment sowieso grad neu orientieren …

    Geschwindigkeit spielt beim Umsetzen neuer Projekte eine große Rolle, so dass die Wahl der Sprache und des Entwicklerframeworks maßgeblich die Entwicklungszeit und damit auch einen Teil des Erfolgs bestimmt: OpenBC hat mit der Umbennung in xing auch einen Wandel innerer Qualitäten vollzogen: von 50.000 Zeilen PHP-Code ist man (mit neu implementierten Features) auf 15.000 Zeilen Ruby&Rails-Code runter gebrochen …

    Vielleicht ein exkurs noch zu diesem Wandel: in Berlin hat das Projekt-Zukunft (angesiedelt bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen) mit 5 Monaten Unterschied zwei Portale ins Netz gestellt. das im Januar gestartete Museumsportal Berlin (Typo3) und Interactive City Berlin (Ruby & Rails).

    Diese Entwicklung zeigt zwei vorher schon geschilderte Aspekte: Typo3 ist nicht die erste Wahl für agile Webseiten mit Benutzer-Interaktion - und - die Welt dreht sich weiter und Programmiersprachen kommen und gehen - und so gern ich auch in PHP programmiert hab (als ich mit PHP angefangen hab, hieß es noch PHP/FI (personal homepage processor / form interpreter)) ist es um die Sprache nicht gerade gut bestellt …
    Geändert von Sir Q (23.05.2008 um 13:40 Uhr) Grund: Rechtschreibung und so …

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