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  1. #1
    Syncron
    Inaktiv

    Digitale Spiegelreflexkamera versus Kompaktkamera



    Was dich erwartet: Endlich sind wir an dem Punkt angelangt, an dem ich mit dir immer schon sein wollte. Wir sind vor der Entscheidung zwischen digitaler Spiegelreflexkamera und digitaler Kompaktkamera. Für welches Modell willst du dich entscheiden? In diesem Artikel werde ich dich über die Unterschiede beider Modelle aufklären!



    Letztes Mal hast du von der Parallaxe erfahren, dessen Problematik jede Kompaktkamera, sei sie digital oder analog, betrifft. Wer Besitzer einer digitalen Kompaktkamera ist, wird aber dennoch nicht von dieser leidigen Sache beeinträchtig sein, denn alle aktuellen Kompaktknipsen verwenden einen LCD-Monitor, der quasi den Sucher ersetzt. Einige Kameras sind sogar gänzlich ohne Sucher ausgestattet! Sicherlich kennst du die Exilim-Serie! Diese ist ein Paradebeispiel für eine moderne, sucherlose Digitalkamera.

    Aber wie sieht es bei digitalen Spiegelreflexkameras aus? Verzichtet man dort auch auf einen Sucher? Nein. Hier wird unter keinen Umständen der Sucher „weggespart“, denn gerade der präzise Sucher ist einer der großen Vorteile einer Spiegelreflexkamera. Sehen wir uns doch eine digitale Spiegelreflexkamera im Querschnitt an:



    Diese Datei wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/Im...ss_section.svg

    Zur Erklärung dieser Abbildung bietet dieser Wikipedia-Abschnitt die perfekte Basis:

    Zitat von Wikipedia
    Bei einer Spiegelreflexkamera gelangt das Licht durch die Linse des Objektivs (1) und wird dann vom Schwingspiegel (2) reflektiert und auf die Einstellscheibe (5) projiziert. Mit einer Sammellinse (6) und durch die Reflexion innerhalb des Pentaprismas (7) wird das Bild schließlich im Sucher (8) sichtbar. Es gibt auch Spiegelreflexkameras, die anstelle eines Prismensuchers mit Pentaprisma (7) einen Lichtschachtsucher oder einen Porro-Spiegelsucher verwenden.
    Während einer Aufnahme klappt (bei der Einäugigen Spiegelreflexkamera) der Spiegel nach oben (im Bild durch einen Pfeil gekennzeichnet) und der Verschluss (3) öffnet sich; das Bild wird dann nicht mehr in das Pentaprisma umgelenkt, sondern gelangt auf die Filmebene (4) bzw. den Film.
    Bei einigen Sonderkonstruktionen wird anstelle des Schwingspiegels ein fest montierter, teildurchlässiger Spiegel oder ein Prisma verwendet, was bei motorbetriebenen Kameras erheblich schnellere Aufnahmefolgen erlaubt, allerdings auch ein dunkleres Sucherbild liefert und natürlich weniger Licht zum Film durchlässt.
    Vielen Dank an den großartigen Einsatz der Wikipedia-Redakteure! Original Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelreflexkamera

    Siehst du durch den Sucher und veränderst dabei die Brennweite (bei einem Zoom-Objektiv), dann erlebst du die Verschiebung des Bildwinkels. Dank dem optischen System kannst du mit dem Sucher einer SLR weitaus mehr erkennen, als bei einem LCD-Monitor. Besonders in sehr hellen Situation kann es vorkommen, dass du kaum etwas bei der Live-Vorschau erkennst.

    Doch selbstverständlich ist nicht nur der WYSIWYG-Sucher das Alleinstellungsmerkmal der Spiegelreflexkamera. Ein weiterer wichtiger Grund sich eine solche Kamera zuzulegen, ist die Tatsache, dass du die Möglichkeit hast verschiedene Objektive zu benutzen. Und nicht nur Objektive, auch Filter, Zwischenringe, Umkehrringe oder Balgen lassen sich an die Kamera „anschrauben“ bzw. „zwischenschrauben“. Dadurch erhält die Spiegelreflexkamera einen deutlichen Mehrwert gegenüber einer digitalen Kompaktkamera. Vielleicht ist dies schon das wichtigste Merkmal für einige Fotografen, sich für eine DSLR zu entscheiden.

    Und was ist mit der sagenumwobener Qualität einer DSLR? Erst einmal gibt es keine grundsätzlichen allzu großen qualitativen Unterschiede zwischen DLSR und Kompakt - zumindestens nicht auf den ersten Blick. Ich verrat dir mal was: Wer schon mit der Kompaktkamera bescheidene Fotos produziert, der wird auch mit der DSLR kaum andere Ergebnisse erhalten. Letztlich ist der Fotograf das wichtigste Element für die Qualität des Fotos. Sei nicht ganz so entsetzt, wenn ich dich für die Qualität deiner Fotos verantwortlich mache, aber zur Beruhigung deiner Seite kann ich noch die technischen Aspekte für die Abbildungsqualität erläutern. Das Objektiv ist nach wie vor das Auge der Kamera und steht an Platz 1, wenn es um Qualität geht. Wer an einem Objektiv spart, der könnte böse Überraschungen erleben in, Form von Abbildungsfehlern. Ich empfehle dir, dich vor einem Kauf eines Objektives schlau zu machen. Lies doch (mehrere!) Tests von Fachzeitschriften, höre dich im Forum um und befrage den Verkäufer im Fotofachgeschäft. Nichts kann für die Qualität eines Fotos schädlicher sein, als ein minderwertiges Objektiv.
    Aber nicht nur das Objektiv ist für die Qualität zuständig, sondern und vor allem der Bildsensor, welcher die Lichtinformation verarbeiten muss. Hier sind grundsätzlich die digitalen Spiegelreflexkameras im Vorteil, denn diese benutzen einen größeren Bildsensor. Einige wirklich professionelle DSLR besitzen sogar einen Vollformat-Bildsensor. Dies werde ich dir demnächst in einem separaten Artikel erklären, denn das Thema „Bildsensor“ ist zu spannend, um es nur in ein paar Zeilen gerecht zu werden. Dies ist auch der Grund, weshalb die DSLR den kompakten Knipsen immer ein Stück voraus im Megapixel-Wahn sind. Außerdem ist durch den größeren Sensor auch das Rauschverhalten um einiges beherrschbarer, als bei den kleinen Bildsensoren in der digitalen Kompaktkamera.

    Noch ein Aspekt: Viele digitale Spiegelreflexkameras können die Bildinformation unbearbeitet an den Benutzer weitergeben, so dass man die Belichtung besser anpassen und für einen späteren Druck oder Belichtung flexibler vorbereiten kann. Nur wenige Kompaktkameras (Nikon Coolpix 8400 als Beispiel) haben die Funktion Bilder als „Rohformat/RAW“ zu übergeben.

    Außerdem ist die Bedienung auch ein Kriterium für die Qualität! Wie das kommt? Eine zu komplizierte oder verschachtelte Bedienung, lässt dich unflexibel bei Schnappschüssen werden. Hier haben die DSLR ebenfalls, aber nicht nur, die Nase vorn. Das Drehen am Schärfen-, Blendenring etc. geht deutlicher zackiger, als das umständliche Navigieren durch das digitale Menü. (Man beachte, dass aber auch Kompaktkameras, vor allem die neue Gattung der Megazoom, häufig ebenfalls diese Funktionalität bieten).

    Gibt es noch Gründe für eine digitale Kompaktkamera?

    Ja, die gibt es sehr wohl! Eine DSLR ist dank dem Prisma und dem komplexen Innenleben viel schwerer als die Kompaktklasse. Schon alleine das kann ein K.O. für die DSLR sein. Wenn du mal eben bei Freunden nette Fotos oder schnell ein paar Partybilder schießen willst, dann kann das Gewicht störend sein. Du kannst auch eine Kamera nicht in deine (weibliche) Handtasche packen. Falls du eine leichte Kamera im kleinen Format suchst, dann kann dich die DSLR niemals zufrieden stellen! Für Anfänger ist DIES die wichtigste Frage! „Möchte man immer so einen Brocken Technik dabei haben? Will man wirklich die teure Kamera auf jede Party mitnehmen?“ Solltest du schon bei diesen Fragen Bedenken haben, dann entscheide dich gegen eine DSLR!

    Was ist mit der Qualität der Fotos? Nochmals: Die wird nicht unbedingt schlechter mit einer kompakten Knipse, freilich musst du einige Abstriche machen (Bildsensor), aber als Einsteiger hast du auch echte Vorteile in diesem Sektor! Die interne Bildbearbeitung gleicht so manche Fehlbelichtung aus und hilft den Einsteiger wo sie nur kann. Moderne Kompaktkameras bieten zudem fortschrittliche Image Stabilizer und Automatiken. Aufgrund der kompakten Bauweise, bilden die Objektive mit guter Schärfentiefe ab, was für manch Einsteiger oder fortgeschrittenen Fotograf um einiges wichtiger ist, als ein Motiv freizustellen. Zudem sind die verbauten Objektive meist gut in der Abbildungsqualität, im Megazoom-Bereich bzw. Bridge-Kamera-Bereich bietet man qualitativ gute Objektive zusammen mit der Kamera zu einem überaus attraktiven Preis an. Mit der DSLR würde man sogar draufzahlen, wenn man die gleichen Brennweiten abdecken würde!

    Nicht nur, dass digitale Kompaktkameras leichter, schicker, einsteigerfreundlicher und mit intelligenten Technologien bestückt sind, sie sind auch deutlich besser im Preis-Leistung Verhältnis. Das Bild am Ende kann sich bei den meisten, aktuellen Kompaktknispen sehen lassen.

    Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Wahl, denn ich selbst weiß, dass es nicht leicht ist sich für eine richtige Kamera zu entscheiden.

    Übrigens: Als kleines Extra liegt dieser Artikel auch in Form einer PDF vor. Wenn du willst, kannst du diese HIER runterladen. Bitte gib mir Feedback, wenn dir eine PDF-Version auch in Zukunft am Herzen liegt. Bei Gefallen werde ich die vergangenen Artikel ebenfalls als PDF zur Verfügung stellen.

  2. #2
    Apfel der Erkenntnis Avatar von Nordapfel
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    Netter Artikel, vielen Dank.
    Ich stand auch vor kurzem vor der Entscheidung, welche Kamera ich mir zulege. Eigentlich wollte ich gerne eine DSLR nehmen, aber die ist 1. zu teuer und 2. vielleicht für einen Einsteiger schon "too much". Deshalb habe ich mich für eine SuperZoom bzw. MegaZoom Kamera entschieden (siehe Signatur). Das vereint Vorteile beider Gattungen. Ich habe mit meiner Kamera DSLR-Haptik, Brennweitenverstellung mittels Rad am Objektiv (und nicht über W und T Knöpfe), habe einen relativ guten Chip drin und kann bei Belieben im RAW Format knipsen. Schade ist nur, dass ich keine Möglichkeit habe, Wechselobjektive zu montieren. Aber bis es soweit ist, dass ich mich damit auseinandersetze, könnte ja vielleicht eine DSLR in meinem Besitz sein
    Garantie oder Gewährleistung?
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  3. #3
    stk
    stk ist offline
    Lohrer Rambour Avatar von stk
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    Moin,

    sehr gut. Das beschriebene Spannungsfeld zwischen "lein und immer dabei" vs. "groß, aber mächtige Funktion" ist nicht so ganz einfach aufzulösen.

    Ich verfüge noch über die Kombination beider Nachteile (groß, aber ohne Wechselobjektiv) in Form einer Olympus C2100 UltraZoom, die allerdings nur noch sehr bewußt - also eher selten - zum Einsatz kommt, eben weil es so ein Brocken ist. Stattdessen ertappe ich mich immer öfter dabei, das ich mal fix das Handy aus der Tasche ziehe und damit fix was dokumentiere. Für ein schnelles Bild ins Web reicht das nämlich durchaus.

    Gruß Stefan
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt
    auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke
    von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!

  4. #4
    Jonagold
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    Sehr guter Beitrag. Auch ich stand vor 1 1/2 Jahren vor der Entscheidung, mir eine DSLR zuzulegen. Da ich sehr viel auf Konzerten fotografiere und bei meiner "kleinen" nicht die entsprechenden Einstellungen vornehmen konnte, hab ich mir eine Pentax *IstDL zugelegt. Um ehrlich zu sein, hab ich schon gedacht, "die macht das schon". Pustekuchen Aber das war dann auch ein guter Grund, mich mit dem Thema etwas genauer auseinanderzusetzen.

    Heute weiss ich recht gut, meine Kamera der Situation anzupassen. Jetzt kommen - wenn alles passt - Bilder wie hier: http://www.digicamfotos.de/4images/d...mage_id=138562 dabei raus. Ich bin zufrieden mir der DSLR, hab den Kauf nicht bereut.

  5. #5
    toelpel
    Inaktiv
    Zitat Zitat von David04 Beitrag anzeigen
    ...Heute weiss ich recht gut, meine Kamera der Situation anzupassen. Jetzt kommen - wenn alles passt - Bilder wie hier: http://www.digicamfotos.de/4images/d...mage_id=138562 dabei raus. Ich bin zufrieden mir der DSLR, hab den Kauf nicht bereut.
    schade...wär so ein tolles Foto, wenn die doofe Möwe da nicht im Weg sitzen würde

    schönes Foto!

    edit: ach ja...hätt ich fast vergessen...der Artikel ist natürlich ebenfalls sehr gut, auch ohne Möwe

  6. #6
    Apfel der Erkenntnis Avatar von Nordapfel
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    Zitat Zitat von toelpel Beitrag anzeigen
    schade...wär so ein tolles Foto, wenn die doofe Möwe da nicht im Weg sitzen würde
    Quark. Die Möwe passt perfekt da rein. Sitzt - zumindest horizontal - mittig und belebt das Bild ein wenig. Aber das war ja nicht Thema hier
    Garantie oder Gewährleistung?
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  7. #7
    Rheinischer Krummstiel Avatar von LuxusLux
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    Vielen Dank für diesen super Artikel.

    Auch ich halte für viele Photografen eine DSLR für überdimensioniert. Etliche Leute wären tatsächlich mit einer Bridge-Kamera (evtl. mit großem Zoombereich) wesentlich besser beraten. Zum einen spricht in vielen Fällen auch der höhere Anschaffungspreis als auch die Zusatzkosten (hauptsächlich für die Objektive) gegen eine DSLR zum anderen wird eine bessere Bildqualität auch nur mit guten Objektiven erreicht. Manche günstigen Objektive sind nun wirklich Scherben. Außerdem kommt es bei einem größerem Kontingent von Objektiven, auf das man zurückgreifen kann, durch die unterschiedlichen Filtergewinde zu Mehrkosten, da man entweder auch mehrer gleiche Filter in verschiedenen Gewindegrößen kauft sowie die entsprechenden Gegenlichtblenden oder aber eben entsprechende Adapter. Bei Kameras ohne Wechselobjektive reicht ein Satz von Filtern und einer GeLi.

    Außerdem ist auch mit Bridge-Kameras eine Auflösung für die Druckvorstufe zu erreichen. Ebenso wird die Druckvorstufe oft falsch verstanden, tatsächlich braucht kaum jemand endlos viele Megapixel, da kaum ein Hobby- oder Amateurfotograf jemals für ein Hochglanz-Magazin ein Bild aufnehmen wird. Denn für den Ausdruck oder die Entwicklung der üblichen Fotoformate reicht bereits eine kleine Kompakte ab 3 MP. Und selbst wenn es mal ein Poster sein soll, sind die Online-Anbieter für den Versand eigener Bilder als Photos meist exzellent in der Lage auch geringe Auflösungen hoch zu rechnen.

    Also ich persönlich würde meine EOS 300D inkl. Zubehör jederzeit gegen eine Bridge-Kamera eintauschen.
    Apfelkasten - Hier kommen die Geeks, Fans und User zu Wort:

  8. #8
    Syncron
    Inaktiv
    Ich werde dem Kontrastumfang ein extra Thema widmen, denn in diesem Punkt erleben die meisten Einsteiger viele Enttäuschungen.

  9. #9
    Maksi
    Inaktiv
    Danke für den guten Artikel. Ich würde mir in absehbarer Zeit auch gerne eine Digitalkamera zulegen, weiß aber noch nicht welche. Eine Frage diesbezüglich hätte ich noch:

    Bei Spiegelreflexkameras (analog wie digital) habe ich immer das Gefühl, genau das zu fotografieren, was ich fotografieren möchte, sowohl vom Bild als auch vom Zeitpunkt her. Bei vielen Kompaktkameras, v.a. den digitalen, habe ich das Gefühl, dass der Zeitpunkt längst vergangen ist, bis sie endlich auslösen, auch bei diesen Zwischendingern mit festem Objektiv. Jetzt frage ich mich: ist dieses Gefühl rein subjektiv oder doch berechtigt?

  10. #10
    toelpel
    Inaktiv
    Zitat Zitat von Maksi Beitrag anzeigen
    Danke für den guten Artikel. Ich würde mir in absehbarer Zeit auch gerne eine Digitalkamera zulegen, weiß aber noch nicht welche. Eine Frage diesbezüglich hätte ich noch:

    Bei Spiegelreflexkameras (analog wie digital) habe ich immer das Gefühl, genau das zu fotografieren, was ich fotografieren möchte, sowohl vom Bild als auch vom Zeitpunkt her. Bei vielen Kompaktkameras, v.a. den digitalen, habe ich das Gefühl, dass der Zeitpunkt längst vergangen ist, bis sie endlich auslösen, auch bei diesen Zwischendingern mit festem Objektiv. Jetzt frage ich mich: ist dieses Gefühl rein subjektiv oder doch berechtigt?
    Das Gefühl täuscht Dich nicht. Das bezeichnet man als die sogenannte Auslöseverzögerung. Bei Kompaktkameras ist die oftmals noch wesentlich länger als bei digitalen SLR. Aber eine solche Verzögerung hat jede Kamera. Die haben auch analoge Kameras, auch wenn sie da erheblich kürzer ist.

    Die Auslöseverzögerung ergibt sich aus Dingen wie Fokussierung (wenn Du nicht bereits fokussiert hast, bevor Du auf den Auslöser drückst), Belichtungsmessung und div. anderen Berechnungen die die Kamera vor Aufnahme ausführen muss.

    Die meisten digitalen SLR bewegen sich bei der Auslöseverzögerung in Bereichen die vollkommen ausreichend sind. Die Einsteiger-/Mittelklasse liegt, glaube ich, so um die 80-100 ms.

    edit: Hätte ich doch fast vergessen. Bei analogen wie digitalen SLR muss natürlich noch der Spiegel hochklappen, damit der Film bzw. Sensor 'belichtetÄ werden können. Das trägt natürlich auch zur Auslöseverzögerung bei.

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