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  1. #1
    Aargauer Weinapfel
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    Avatar von stonie10
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    schämen Defektes RAID5 in FreeNAS

    Hallöle,

    ich hoffe, dass das hier das richtige Forum für solche Fragen ist
    Also ich habe folgendes Problem: Ich nutze Freenas mit 3*500GB Festplatten in einem Hardware-RAID5. Letztens hatte ich einen Stromausfall an dem Rechner, und seitdem sind große Teile des RAID nicht mehr lesbar. Ich sehe zwar noch fast alle Ordner, jedoch fehlen in vielen sämtliche Inhalte. Auch ein Zugriff per SSH zeigt nichts, was nicht auch der Zugriff über SMB anzeigt. Das seltsame ist jedoch, dass die Space-Usage-Anzeige im FreeNAS-Webinterface weiterhin 95% anzeigt - genau so, wie vor dem Stromausfall.

    Habe bereits über das BIOS vom RAID-Controller einen Consistency-Check gemacht, der auch mit der Meldung "Everything fixed/ok" oder so ähnlich abgeschlossen wurde. Aber es geht immer noch nicht.

    Das RAID ist mit UFS(2), dem Unix File System, formatiert, das schlägt FreeNAS standardmäßig vor.

    Hat jemand von euch eine Idee, wie ich wieder an die Daten rankomme? Sie scheinen ja noch irgendwie vorhanden zu sein, aber vermutlich ist das FAT (oder wie auch immer das bei UFS heißt) beschädigt?

    Danke für eure Hilfe

    Grüße,
    stonie10
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  2. #2
    Roter Eiserapfel Avatar von DukeNuke2
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    ich kenn mich jetzt mit dem freenas nicht aus... und mit dem bsd darunter auch nicht aber es sollte doch einen befehl geben der "fsck" oder ähnlich heisst. von solaris her kenne ich dieses tool um filesysteme zu checken. das sollte zwar durch "logging" automatisch laufen aber man müsste sowas auch manuell starten können...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Unix_File_System#UFS2

    edit:
    grad ma gegoogelt und das
    http://www.freebsddiary.org/fsck.php
    gefunden.
    Musica artium optima est.

  3. #3
    Aargauer Weinapfel
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    Avatar von stonie10
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    Hey DukeNuke2, danke schon mal für deine Mühe

    Werde mich morgen dann mal an die Kiste setzen und fsck durchlaufen lassen, hoffentlich bringt es was
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  4. #4
    Cellini
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    Evt. mal extern ein FreeBSD im Recovery Mode booten.
    Gruß Pepi

  5. #5
    Kaiser Alexander Avatar von markthenerd
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    Ich würde sagen stonie10 ist mit voller Wucht in die Privatanwenderfalle RAID getrapst. Weil man denkt RAID sei "sicher" macht man keine Backups - bis der Strom ausfällt.

    Dann wundert man sich und verpfeffert Zeit bis zum abwinken.
    Wenn Du direkt unter meinem Post auf diesen antwortest, brauchst Du ihn nicht zu zitieren. Die Leser werden schon bemerken, dass sich Deine Antwort auf den direkt darüber liegenden Post bezieht.
    Das grosse Forum-ABC

  6. #6
    Cellini
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    Die absolut falsche Annahme, daß ein RAID ein Backup ersetzen kann ist leider auch in vielen Firmen und sogar bei Admins durchaus verbreitet. Man kann daher garnicht oft genug wiederholen, daß ein RAID alleine niemals ein Backup ersetzen kann!
    Gruß Pepi

  7. #7
    Kaiser Alexander Avatar von markthenerd
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    Genau so ist es.

    Aber da man ja auf ein "sicheres" RAID setzt benötigt man weder USV noch Backup.

    Normalerweise grinse ich hämisch, wenn ich von solchen Datenverlusten höre. Diesmal verklemme ich es mir.
    Wenn Du direkt unter meinem Post auf diesen antwortest, brauchst Du ihn nicht zu zitieren. Die Leser werden schon bemerken, dass sich Deine Antwort auf den direkt darüber liegenden Post bezieht.
    Das grosse Forum-ABC

  8. #8
    Apfel der Erkenntnis Avatar von Irgendein Held
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    Die Sache ist doch ganz einfach die: RAID => Strategie zur erhoehten Datenverfuegbarkeit oder um mehr Durchsatz zu bekommen - eine solche Strategie erfordert natuerlich ein ausgefeiltes Backup.

    Btw. macht die Administration eines RAID-Systems auch Arbeit und ein RAID gehoert Ueberwacht.
    Sollte der Fall eines Plattenausfalls oder das Wiederherstellen eines RAIDs nicht vorher getestet worden sein, bzw. die Schritte klar sein, dann ist der Gewinn durch das RAID faktisch 0. Willkommen im Fettnäpfchen.
    52 2E 54 2E 46 2E 4D 21 0A 44 65 6E 6E 1F 73 69 65 1F 77 69 73 73 65 6E 1F 6E 69 63 68 74 2C 1F 77 61 73 1F 73 69 65 1F 74 75 6E 21

    Make it idiot-proof, and they'll make a better idiot.

  9. #9
    Aargauer Weinapfel
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    Avatar von stonie10
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    Zitat Zitat von markthenerd Beitrag anzeigen
    Genau so ist es.
    Normalerweise grinse ich hämisch, wenn ich von solchen Datenverlusten höre. Diesmal verklemme ich es mir.
    Dankeschön
    Ich gebe zu, dass ich da mit der Datensicherheit wohl zu naiv war. Mein Gedanke war "Naja, wenn eine ausfällt, tu ich ne neue rein, und das RAID wird neu aufgebaut." Tja, leider falsch gedacht
    Zitat Zitat von pepi Beitrag anzeigen
    Evt. mal extern ein FreeBSD im Recovery Mode booten.
    Öhm, sollte an sich ja kein Problem sein, aber was genau würde mir das bringen? Bzw. was wären dann die weiteren Schritte?

    Hab das mit fsck mal probiert, funktioniert leider nicht korrekt. Es ist ja richtig, dass man das Laufwerk vorher unmounten muss? Leider gibt mir der Befehl umount /dev/amrd0p1 die Antwort "umount: /dev/amrd0p1: unknown file system".

    Was tun?
    MBP 15" late 2008 - 2.4GHz, 4GB RAM, 320GB HD
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  10. #10
    Cellini
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    Zitat Zitat von stonie10 Beitrag anzeigen
    Dankeschön
    Ich gebe zu, dass ich da mit der Datensicherheit wohl zu naiv war. Mein Gedanke war "Naja, wenn eine ausfällt, tu ich ne neue rein, und das RAID wird neu aufgebaut." Tja, leider falsch gedacht […]
    Der Gedanke des Rebuilds ist schon korrekt, so ist es auch wenn eine HD ausfällt. Währenddessen sind die Daten nach wie vor verfügbar aber at-risk. Man erhöht damit also die Verfügbarkeit und kann den Ausfall von einer HD gleichzeitig wahrscheinlich ohne auf unbedingt zurückgreifen zu müssen Abdecken.

    Bei Dir ist (zumindest) das Filesystem im Eimer. Dagegen ist ein RAID weder gedacht noch wirksam. Gegen diesen Ausfall hast Du schlicht und ergreifend nicht vorgesorgt. Dazu ist zwingend ein echtes Backup, also mindestens eine weitere Kopie der Daten auf einem anderen physischen Datenträger notwendig. Eine USV an RAID und dazugehörigem Serverrechner (bei Deinem Fall ist das NAS Gerät beides in einem) hilft auch hier wieder unter Umständen die Ausfallszeit zu reduzieren und das Schadensrisiko zu senken. Wenn aus irgendeinem Grund aber das Filesystem trotzdem eingeht… hilft auch wieder nur ein echtes Backup.

    Deine Überlegung war also durchaus korrekt, aber merklich unvollständig, da Du nur bis zum ersten Schritt gedacht hast und dann nicht mehr weiter.
    Gruß Pepi

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